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FISCHE

Andere Begriffe: Inger Agnatha Hai Chondroichthyes Kiemendeckel Osteichthyes Grundeln Sandflunder Biolumineszen Anglerfisches


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Fische

= Wasser bewohnende Wirbeltiere, die durch Kiemen atmen.

Fische sind Kaltblüter, dass heißt sie haben stehts die Gleiche Körpertemperatur wie ihre Umgebung. Den Sauerstoff atmen die meisten durch ihre Kiemen ein. Sie sind durch ihre Schuppen geschützt und bewegen sich durch das Wasser mit ihrem Schwanz. Die Schuppen sind vielfach von glitschigem Schleim bedeckt, sodass der Fisch besser durch das Wasser gleitet.

Es gibt drei große Fischgruppen: Kieferlose Fische, Knoppelfische und Knochenfische. Zusammen bilden sie die Überklasse Pisces, mit mehr als 20'000 Arten.

Kieferlose Fische

= primitive Fische mit einem Mund ohne Kiefer. Die meisten Fische haben Kiefer mit Gelenken, bei den kieferlosen Fischen aber ist der Mund eine einfache Saugöffnung. Sie waren in der Evolution vor über 400 Mio. Jahren die ersten Fische. Heute leben nur noch Neunaugen und Inger. Sie bilden mit rund 70. Arten die Überklasse Agnatha.

Knorpelfische

= haben ein Skelett aus Knorpel statt Knochen. Fast alle Knorpelfische sind räuberische Meeresbewohner. Zu ihnen gehören Haie und Rochen. Sie besitzen bewegliche Kiefer und das Skelett besteht aus dem widersandsfähigen, elastischen Knorpel. Die Haut mit ihren zahnartigen Schuppen fühlt sich an wie Sandpapier. Die über 700 Knorpelfischarten bilden die Klasse Chondroichthyes.

Knochenfische

= sind Fische mit Kiefern und Knochenskelett. Knochenfische haben ein Knochenskelett und bleiben mit einer Schwimmblase in der  Schwebe. Die Kiemen sind von einem Kiemendeckel bedeckt. Die über 20'000 Knochenfischarten bilden die Klasse Osteichthyes. Das Größenspektrum reicht vom riesigen Mondfisch (Mola mola) der bis zu 2 Tonnen wiegen kann, hinzu den winzigen, noch nicht einmal einen Zentimeter langen Grundeln (Trimmatom).

Neunaugen

= sind parasitisch, kieferlose Fische. Neunaugen leben im Salz- und Süßwasser. Erwachsene Tiere sind lang und haben einen runden Mund mit scharfen Zähnen. Als Parasiten heften sie sich an andere Fische und saugen ihr Blut. Junge Neunaugen werden durch Metamorphose zum erwachsenen Tier.

Lungenfische

= Fische die mit kugelähnlichen Organen atmen. Lungenfische sind ungewöhnlich lang und mit Stummelflossen. Sie leben in warmen Sümpfen und atmen mit Organen, die wie eine Lunge funktionieren. Viele Lungenfische überleben im Schlamm vergraben die Trockenzeit. Sie sind die einzigen heute lebenden Verwandten einer vor Jahrmillionen weit verbreiteten Gruppe von Fischen.

Plattfische

= Fische die auf der Seite liegen. Die am Meeresboden lebenden Plattfische machen während ihrer Entwicklung eine bemerkenswerte Verwandlung durch. Sie schwimmen zunächst im offenen Wasser und lassen sich dann am Boden nieder. Dort legt der Fisch sich auf die Seite und das nach unten blickende Auge wandert allmählich nach oben, sodass schließlich beide Augen auf der Oberseite liegen. Zur Ordnung der Plattfische (Pleuronectiformes) gehört die Sandflunder (Rhambo Solea plebeia).

Tiefseefische

= Fische, die in lichtlosen Meerestiefen leben. In großer Tiefe reicht das Licht für pflanzliches Leben nicht aus. Fische, die dort leben, müssen sich von herabsinkenden  Abfällen oder voneinander ernähren. Viele Tiefseefische zeigen Biolumineszen. Sie leuchten selbst. Mit dem Licht locken sie vorallem Beute an. Über dem Maul des weiblichen Anglerfisches (Lophius piscatorius) hängt ein leuchtender Köder. Kommt ein anderer Fisch neugierig in die Nähe, wird er gefressen.


Signatur: (MP)  Webseite Autor-/in
Eintrag vom: 14.01.2007 16:47:08

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