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GRASHüPFER
Andere Begriffe: Heuschrecke Gemeiner-Grashüpfer Chorthippus-parallelus Feldheuschrecke Brauner-Grashüpfer Rotleibiger-Grashüpfer Nachtigall-Grashüpfer
Grashüpfer sind Heuschrecken mit kurzen Fühlern. Ihre Färbung ist grün, braun oder eine Mischung dieser Farben. Das Weibchen hat sehr kurze zugespitzte Flügel. Beim Männchen reichen die Flügel nicht ganz bis zur Hinterleibsspitze.
Die Verbreitung der Grashüper erstreckt sich durch Europa bis zum Süden Schwedens und Großbritanniens, in Westasien und Sibirien.
Der Körper des Grashüpfers ist 16 bis 25 mm lang. Er lebt auf Wiesen und auf Waldwegen.
Grashüpfer können ziemlich hoch und sehr weit springen, weil sie besonders starke Hinterbeine besitzen. Wenn Gefahr droht, springen Grashüpfer einfach davon, jeder in eine andere Richtung. Das Springen klappt gut, aber bei der Landung machen sie oft Purzelbäume.
Es gibt verschiedene Arten von Grashüpfer:
Der Rotleibige Grashüpfer (Omocestus haemorrhoidalis) ist mit 14 und 19 mm Körperlänge für Männchen bzw. Weibchen der kleinste Grashüpfer dieser Gattung. Beim Männchen ist die Hinterleibsspitze rötlich gelb, doch nie so tief orange wie beim Buntbäuchigen Grashüpfer. Die Art ist ziemlich unauffällig und leicht mit verwandten Arten zu verwechseln. Eindeutige Kennzeichen sind bestimmte Fleckenmuster an den Vorderflügeln, zusammen mit den stets hellgrauen Fühlern. Auch der rotleibige Grashüpfer benötigt Wärme und Trockenheit. Dürre, kurzgrasige Weiden und Dünengebiete bilden die Lebensräume dieser Art. Sie ist selten und geschützt.
Der Gemeine Grashüpfer hat eine grün, braun oder gemischte Färbung. Beim Männchen reichen die Flügel nicht ganz bis zur Hinterleisspitze. Beim Weibchen reichen die Flügelstummel nur bis zur Mitte des Hinterleibs und sind hinten zugespitzt. Die Hinterflügel fehlen, so dass beide Geschlechter flugunfähig sind. Die Körperlänge bei Männchen beträgt zwischen 13 - 16 mm und bei Weibchen 17 - 23 mm. Sein Lebensraum ist vor allem auf Wiesen, aber auch auf Trockenrasen, in Mooren und im Gebirge bis 2000 m. Erwachsene Gemeine Grashüpfer findet man von Juni bis November.
Der Nachtigall Grashüpfer (Chorthippus biguttulus) ist neben dem gemeinen Grashüpfer eine unserer häufigsten Heuschreckenarten. Er lebt an mäßig trockenen Stellen, z.B. Wiesen und Wegrändern und ist nirgends selten. Diese Art kann leicht mit zwei sehr ähnlichen Arten (Chorthippus mollis und brunneus) verwechselt werden. Lange Zeit wurden die drei Arten für eine einzige gehalten, bis man die Gesänge untersuchte und daran drei verschiedene Arten identifizieren konnte. Die Färbung der Art ist außerordentlich variabel, vor allem bei den Weibchen, und kann von tristen Brauntönen bis zu leuchtend roten Farbvarianten reichen.
Bei den Feldheuschrecken sitzen am Hinterbeinpaar die sogenannten "Stridulationsorgane". Das sind gezähnte Leisten an den Innenseiten der Oberschenkel (Schrillleiste), mit denen die Grashüpfer über eine vorstehende, zu diesem Zweck besonders stark entwickelte Ader des Flügels (Schrillkante) streichen. Die Flügel werden dabei dachartig über dem Körper gehalten, um einen Resonanzkörper für die Lautverstärkung zu bilden. Manchen Arten der Feldheuschrecken haben Stridulationsorgane
paarig an beiden Beinen/Flügeln, andere unpaarig, d.h. nur an einem Bein/Flügel. Fast alle
Heuschrecken zirpen mit ähnlicher Technik, aber nicht auf dieselbe Weise. Arten aus anderen Familien reiben die Flügel aneinander. Die Knarrschrecken erzeugen Laute mit ihren Kiefern. Einige Arten der Feldheuschrecken können außerdem schnarrende Fluggeräusche erzeugen, bis hin zu einem deutlichen Klappern. Die Erzeugung dieser Geräusche ist noch nicht vollständig erforscht, wird aber vermutlich mit Hilfe bestimmter Flügelfelder erzeugt, die gegeneinander beweglich sind.
Signatur: (JPH) Webseite Autor-/in
Eintrag vom: 10.02.2007 12:46:42
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