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		<title>KLIXS.de | Neue Definitionen C</title>
		<description>Die neusten Begriffsdefinitionen zum Buchstaben C bei KLIXS.de.</description>
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		<lastBuildDate>Thu, 29 Jul 2010 21:06:59 GMT</lastBuildDate>
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			<title>KLIXS - Deutschland</title>
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			<title>CASA-PARTICULAR</title>
			<description><![CDATA[<strong>Casa Particular</strong>, hei&szlig;t &uuml;bersetzt: &quot;Haus von Privat&quot; und ist somit das Pendant zur uns bekannten Ferienwohnung. Man findet den Begriff oft im S&uuml;damerikanischen Raum, am gebr&auml;uchlichsten ist er jedoch auf der gr&ouml;&szlig;ten <strong>Antilleninsel - Kuba</strong>. Dort werden diese m&ouml;blierten Touristenunterk&uuml;nfte <em>preiswert</em> und mit gro&szlig;em Bezug zur einheimischen Bev&ouml;lkerung vermietet. Um sorgenfrei darin unterzukommen sollte die Casa, die zum vermieten n&ouml;tige staatliche Lizenz besitzen. Andernfalls ist es zu jeder Zeit m&ouml;glich, das man von den Ordnungsbeh&ouml;rden, Zwangs umquartiert wird. Mit den Preisen der ebenfalls zur Verf&uuml;gung stehende Hotels verglichen, ist die Unterkunft in einer <strong>Casa Particular</strong> auf jeden Fall zu bevorzugen.]]></description>
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			<title>COLORMANAGEMENT</title>
			<description><![CDATA[was ist colormanagement und wozu wird es ben&ouml;tigt? <br />
die farbdarstellung auf unterschiedlichen ausgabeger&auml;ten ist sehr unterschiedlich, das liegt unter anderem an<br />
[list]herstellervielfalt f&uuml;r ausgabe- und peripherieger&auml;te [/list] [list]monitore eine unterschiedliche farbdarstellung haben (schon alleine im vergleich r&ouml;hrenbildschirm zu tft, da verschiedene techniken) [/list] [list]bilderfassungsger&auml;te (scanner, digtialkamera)[/list] [list]unterschiedliche ergebnisse bei der farbkonvertierung (rgb in cmyk) in bildbearbeitungsprogrammen[/list] [list]unterschiedliche ergebnisse in der farbwiedergabe bei proofsystemen[/list] [list]farbabweichungen unter ungenormten lichtquellen[/list] [list]abweichende farbf&uuml;hrung im druck[/list] [list]druckverfahren[/list] [list]druckfarben[/list] [list]bedruckstoffe[/list] <br />
aus diesem grunde ist ein colormanagement aller ein- und ausgabeger&auml;te notwendig. beim colormanagement wird die dargestellte farbe prozessorientiert gesteuert und gleich gehalten, damit bilder, grafiken usw. auf dem bildschirm, dem proof und dem druckprodukt gleich aussehen. ein colormanagement system (cms) beinhaltet folgende hilfsmittel:<br />
[list]cms softwaretool zur farbraumcharakterisierung[/list] [list]spektralphotometer als messger&auml;t[/list] [list]genormte testbilder[/list] [list]betriebssystemerweiterung[/list] [list]anwendungsprogramme, die einbindung der farbprofile erlauben[/list] <br />
vom normungsinstitut ANSI (american national standarsidation institute) wurden standarisierte vorlagen zur farbcharakterisierung definiert. die normung ist international. der f&uuml;r unsere region zust&auml;ndige ausschu&szlig; hei&szlig;t IT8.&nbsp; ICC-profile liefern informationen &uuml;ber die farbdarstelllung von ein- und ausgabeger&auml;ten. diese werden ben&ouml;tigt, damit der farbrechner (CMM) farbraumtransformationen zwischen den verschiedene ger&auml;ten vornehmen kann.]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/colormanagement/C/4204.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>CURRY</title>
			<description><![CDATA[<p><font face="Arial">Das Wort &quot;Curry&quot; und das Currypulver sind eine britische Erfindung. Der Ursprung des Wortes Curry stammt vom tamilischen Wort &quot;kari&quot;. Und kari ist in Indien einfach ein Wort f&uuml;r irgendeine So&szlig;e oder Suppe.</font></p>
<p><font face="Arial">In Indien gibt es &uuml;ber 100 verschiedene Curryw&uuml;rzmischungen. Currygew&uuml;rz ist dort meist nicht eine fertige W&uuml;rzmischung, sondern wird vor oder w&auml;hrend des Kochens aus den einzelnen Gew&uuml;rzen frisch bereitet. Die Zahl der Gew&uuml;rze und anderer W&uuml;rzmittel, die in Currie enthalten sein k&ouml;nnen, ist lang. Die Pulverf&ouml;rmige Mischung besteht aus 10 bis 36 Gew&uuml;rzen und ist je nach Zusammensetzung zwischen orangerot und olivgelb. </font></p>
<p><font face="Arial">Folgende Gew&uuml;rze k&ouml;nnen enthalten sein: Schwarzer Pfeffer, Wei&szlig;er Pfeffer, Cayennpfeffer, Gew&uuml;rznelken, Koriander, Kreuzk&uuml;mmel, Curryblatt, Curcuma, Bockshornklee, Ingwer, Muskatbl&uuml;te, Wei&szlig;er Senf, Brauner indischer Senf, Mohnsamen, Paprika, Piment, Fenchel, K&uuml;mmel, Lorbeerbl&auml;tter, Zwiebel, Knoblauch, Salz, Tamarinde, Limone, unreife Mangos, Sauerfr&uuml;chte, Senf&ouml;l, Kokosnuss, Zitronengras, Galgant, Rohrzucker und vieles mehr. </font></p>
<p><font face="Arial">Im Currygew&uuml;rz m&uuml;ssen in Deutschland mindestens 85 Prozent reine Gew&uuml;rze enthalten sein, der Rest kann aus anderen Stoffen wie Leguminosenmehl (Erbsen, Bohnen, Linsen, Soja), St&auml;rke oder Dextrose bestehen.</font></p>
<p><font face="Arial">Der Hauptbestandteil des gelben englischen Currypulvers ist die Curcumawurzel, auch Gelbwurz genannt. Andere Zutaten sind Chili, Pfeffer, Senfk&ouml;rner, Paprika, Kardamom, Bockshornkleesamen, Cayennepfeffer,&nbsp;Kreuzk&uuml;mmel, Zimt, Nelken, Koriander, Muskat und Muskatbl&uuml;te, Ingwer, Knoblauch, Tamarinde, Kokos, Galgant, Sternanis, Mohnsamen, Fenchel, Lorbeerbl&auml;tter. </font></p>
<p><font face="Arial">Da Curry eine Mischung aus vielen verschiedenen Gew&uuml;rzen ist, braucht man ihn kaum mit anderen Gew&uuml;rzen zu kombinieren. Es sei denn, man will eine im Curry enthaltene Aromanuance besonders hervorheben: etwa Ingwer f&uuml;r Huhn oder Leber, Zimt und Kardamom f&uuml;r S&uuml;&szlig;speisen, Curcuma, Cayennepfeffer oder Koriander f&uuml;r Rind oder Hammel. </font></p>
<p><font face="Arial">Daneben vertr&auml;gt sich Curry aber auch mit sogenannten &quot;Grundgew&uuml;rzen&quot; wie Zwiebel und Knoblauch. Und er verlangt geradezu nach S&auml;uerlichem wie etwa Orangenschale, Zitronensaft, herbem Wei&szlig;wein oder der Fruchts&auml;ure von Ananas und Apfel und einer Abrundung durch die S&uuml;&szlig;e von Kokosraspeln oder Bananen. </font></p>
<p><font face="Arial">Wer Spa&szlig; am Experimentieren hat, kann Curry auch einmal mit Lorbeer oder Thymian versuchen. </font></p>
<p><font face="Arial">Jede indische K&ouml;chin w&uuml;rde beleidigt abwinken, wenn man von ihr verlangte, ihre Speien mit der W&uuml;rzmischung zu w&uuml;rzen, die wir unter dem Namen &quot;Curry&quot; kaufen. Denn dies angeblich echt indische Gew&uuml;rz ist in Wahrheit eine Erfindung der Europ&auml;er. Genauer gesagt der englischen Kolonialbeamten, die an den indischen Ragouts, den Karis oder Curries - denn das Wort Curry bedeutet urspr&uuml;nglich nichts anderes als eben Sauce oder Ragout - Geschmack fanden. </font></p>
<p><font face="Arial">Daheim angekommen, versuchten sie, die f&uuml;r diese Ragouts typische W&uuml;rzmischung nachzuahmen, und erfanden unseren Curry. Wie Curry zusammengesetzt ist Abgesehen davon einmal, dass unser Curry auf den europ&auml;ischen und nicht auf den indischen Geschmack abgestimmt ist - eine indische Hausfrau w&uuml;rde auch niemals mit ein- und derselben W&uuml;rzmischung die verschiedenen Gerichte w&uuml;rzen, wie wir es tun. </font></p>
<p><font face="Arial">Die uralte indische Kochtradition verlangt n&auml;mlich, dass f&uuml;r jedes Gericht die passende W&uuml;rzkombination hergestellt wird. Jede Landschaft, ja sogar jede Familie hat besondere Mischungsrezepte, die von der Gro&szlig;mutter auf die Enkelin &uuml;berliefert werden. </font></p>
<p><font face="Arial">Traditionsbewu&szlig;te alte Inderinnen zerstampfen ihre Gew&uuml;rze vor jedem Essen im M&ouml;rser selbst. Moderne Inderinnen kaufen auf dem Markt eine fertige Grundmischung, die sogenannte Garam masala, die sie aber durch andere Gew&uuml;rze im genau abgestimmten Verh&auml;ltnis erg&auml;nzen. </font></p>
<p><font face="Arial">Die wichtigsten Currygew&uuml;rze sind Koriandersamen, in manchen Gegenden auch Korianderbl&auml;tter, und gemahlene Chillieschoten, also Cayennepfeffer. Der mildaromatische Koriander bestimmt dabei den Grundgeschmack, der Cayennepfeffer die Sch&auml;rfe des Currys. In vielen Currys kommt zus&auml;tzlich noch schwarzer Peffer hinzu. Seine gelbe Farbe erh&auml;lt er durch den Curcuma. Zuviel Curcuma l&auml;&szlig;t ihn allerdings erdig und etwas ordin&auml;r schmecken. </font></p>
<p><font face="Arial">Viele billige Currys, die wir hier kaufen, schmecken &uuml;brigens so. Deshalb lohnt sich besonders beim Currykauf das Sparen nicht. </font></p>
<p><font face="Arial">Daneben geh&ouml;ren Nelken, Zimt, Kardamom, Kreuzk&uuml;mmel, Muskatbl&uuml;te, Senfsamen, Muskatnuss und Piment in die W&uuml;rzmischung, nicht zu vergessen der Ingwer, der dem Pulver eine fruchtige Sch&auml;rfe verleiht. Das Mischverh&auml;ltnis ist allerdings je nach Currysorte unterschiedlich. </font></p>
<p><font face="Arial">In indische Currys kommt zudem oft noch der bittere Bockshornkleesamen oder Curryblatt, eine Pflanze, die dem Madras-Curry sein spezielles Aroma gibt.</font></p>
<p><font face="Arial">In europ&auml;ischen Mischungen findet man statt dessen etwa Rosmarin oder Oregano. Das sind aber nur die wichtigsten Gew&uuml;rze. Wie gesagt, es gibt Mischungen mit &uuml;ber 36 verschiedenen Gew&uuml;rzen. Zur Geschmacksabrundung und zur Bindung der Gew&uuml;rze kommt mitunter zus&auml;tzlich noch 5 Prozent Salz und bis zu 15 Prozent Leguminosenmehl (H&uuml;lsenfr&uuml;chte) sowie Weins&auml;ure und Zucker, oft auch gemahlene s&uuml;&szlig;e Mandeln in die Currymischung. </font></p>
<p><font face="Arial">Anzahl der Gew&uuml;rze und Mischungsverh&auml;ltnis sind beim europ&auml;ischen Curry fast ebenso unterschiedlich wie bei den indischen Mischungen. Deshalb sollte ein Curryfan ruhig einmal die M&uuml;he und das Geld opfern, sich durch die verschiedenen Sorten durchzuprobieren, und sich eventuell je eine Sorte f&uuml;r milde und scharfe Gerichte aussuchen. </font></p>
<p><font face="Arial">Curry sollte man dabei in nicht zu gro&szlig;en Mengen kaufen, da sein Aroma - wie das aller gemahlenen Gew&uuml;rze - innerhalb eines halben Jahres merklich abnimmt. </font></p>
<p><font face="Arial">Curry sollte auch immer dunkel und luftig aufbewahrt werden, um sein Arom m&ouml;glichst lange zu erhalten. Curry ist ein sogenanntes L&ouml;ffelgew&uuml;rz, das hei&szlig;t, man gibt es mindestens teel&ouml;ffelweise an die Speisen. Hierzu ein Tipp: Je sch&auml;rfer man das Gericht w&uuml;rzt, desto mehr Fett sollte man gleichzeitig hineingeben. Sahne z.B. macht auch ein sehr scharfes Currygericht im Geschmack rund und auch f&uuml;r europ&auml;ische Gaumen ertr&auml;glich. </font></p>
<p><font face="Arial">Wer ein Men&uuml; plant, sollte au&szlig;erdem daran denken, dass Curry wegen seines spezifischen Geschmacks im Speiseplan nur einmal auftauchen sollte. </font></p>
<p><font face="Arial">Curry entfaltet sein Aroma am besten, wenn man ihn genau wie Paprika im Fett von Anfang an etwas and&uuml;nstet und erst danach Fl&uuml;ssigkeit zugibt. Das Fett darf aber nicht zu hei&szlig; sein, damit der Curry nicht karamelisiert. Und nat&uuml;rlich kann man zum Schluss noch einmal nachw&uuml;rzen, wenn das Gericht noch nicht scharf genug ist. </font></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/curry/C/315.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>CURCUMA</title>
			<description><![CDATA[Der Name Curcuma bedeutet in vielen Sprachen einfach &quot;gelbe Wurzel&quot;: Niederl&auml;ndisch geelwortel und deutsch Gelbwurz. &quot;Gelb&quot; bedeutet, wahrscheinlich abgeleitet von der Zitrone. Dieselbe<br />
Bedeutung hat auch der Artname der jawanischen Art Curcuma xanthorrhiza: &quot;gelbe Wurzel&quot;. Andere Bezeichnungen bestehen aus den Namen verwandter Rhizomgew&uuml;rze mit dem Beiwort &quot;gelb&quot;, z. B.<br />
chinesisch huang jiang und russisch imbir zhyoltyj &quot;gelber Ingwer&quot;. Der Gattungsname Curcuma vergleicht das Gew&uuml;rz mit Safran, dem wichtigsten gelben Pflanzenfarbstoff der Antike. <br />
<br />
Der Curcuma ist eine ausdauernde, mehrj&auml;hrige, krautige Pflanze die bis 2 Meter hoch wird. Ihre spiralig angeordneten, lilien&auml;hnlichen Bl&auml;tter wachsen bis zu 1,2 Mecher. Die blassgelben bis rosa farbigen Bl&uuml;ten erscheinen auf einem 15 bis 20 cm langem, von den Blattstielen umschlossenen St&auml;ngel und sind zapfenartig angeordnet. Unterirdisch entwickeln sich an seinem Hauptwurzelstock mehrere knollenf&ouml;rmig verdickte Nebenwurzelst&ouml;cke und Steitenwurzeln. Eine Verwandte ist die Zitwer, die fr&uuml;her als Heilpflanze gebr&auml;uchlich war. <br />
<br />
Verwendet wird das nach dem Welken der Bl&auml;tter geerntete Rhizom. Die Rhizome schmecken bitter und f&uuml;hlen sich fettig an. Die Wurzelst&ouml;cke werden ausgegraben und zerkleinert oder gemahlen.<br />
Nach dem Trocknen gelangen sie als St&uuml;cke oder als Pulver in den Handel und sind in jedem Delikatessengesch&auml;ft und Supermarkt erh&auml;ltlich. <br />
<br />
Obwohl das gelbe Pulver in fast jedem Haushalt gebraucht wird - es ist n&auml;mlich ein wichtiger Bestandteil des Curry, dem es die gelbe Farbe gibt, ist Curcuma als Einzelgew&uuml;rz bei uns so gut wie unbekannt. Und dabei wurde dieses Gew&uuml;rz, das schon seit fast 4000 Jahren in Indien angebaut wird, schon durch die Araber im alten Rom eingef&uuml;hrt. Heutzutage wird in Indien fast die gesamte Welternte produziert und auch zu 80 % verbraucht. Damals allerdings brauchte man es kaum zum W&uuml;rzen, sondern als Hausmittel z. B. gegen Warzenhaare, bei Gallen- und Nierenbeschwerden und als Farbstoff f&uuml;r Leder, Stoffe und Kosmetikartikel. Als nat&uuml;rlichen Farbstoff braucht man es &uuml;brigens auch noch heute in der Lebensmittelindustrie, z. B. zur&nbsp;Herstellung von Senf.<br />
<br />
Curcuma wird gelegentlich mit Safran verwechselt, da beide Gew&uuml;rze Speisen intensiv gelb f&auml;rben, allerdings gibt der Safran eine mehr orange Farbe ab. Da Curcuma keine Spur des faszinierenden Safranaromas aufweist, ist er allerdings als Ersatz oder Alternative f&uuml;r <br />
Safran v&ouml;llig ungeeignet! Darum sollte man dies eher herbe Gew&uuml;rz niemals an S&uuml;&szlig;speisen, Kuchen oder auch an Bouillabaisse geben. <br />
<br />
Curcuma wird heute noch in vielen Hindu-Ritualen verwendet, weil die gelbe Farbe die Sonne symbolisiert.<br />
<br />
Die indische K&uuml;che verwendet Curcuma f&uuml;r fast jede Art von Speise, sowohl vegetarische als auch nicht-vegetarische. Die gr&ouml;&szlig;ten Mengen davon findet man in gekochten H&uuml;lsenfr&uuml;chten und Kartoffelgerichten. Au&szlig;erdem nimmt man sie gerne f&uuml;r Reisgerichte (pullao), obwohl gelbgef&auml;rbter Reis in Indien nicht so &uuml;blich ist, wie im Westen oft angenommen wird. &Uuml;ber den Einfluss der Inder gelangte Curcuma auch in die K&uuml;che &Auml;thiopiens. <br />
<br />
In S&uuml;dostasien bevorzugt man das Rhizom im frischen Zustand. Besonders in Thailand wird es oft gerieben und Currygerichten hinzugef&uuml;gt, besonders bei Fischcurries; es ist auch in der gelben Currypaste enthalten. <br />
<br />
Gelber Reis (nasi kuning) ist besonders auf den &ouml;stlichen Inseln Indonesiens beliebt; er verdankt seine Farbe frischer oder getrockneter Curcuma. Auf Bali, der einzigen hinduistisch gebliebenen <br />
Insel Indonesiens (siehe auch indonesisches Lorbeerblatt und kleinen Galgant &uuml;ber balinesische K&uuml;che), hat mit Kokosmilch und aromatischen Bl&auml;ttern (indonesisches Lorbeerblatt, Pandanusbl&auml;tter, <br />
Zitronengras) zubereiteter nasi kuning auch kultische Bedeutung; niemand, der die Insel je besucht hat, wird wohl die Scharen von Balinesen vergessen, die zu den Tempeln (z.B. dem Hauptheiligtum in <br />
Besakih) str&ouml;men und, unter anderem, auch Kegel aus gelbem Reis als Opfer bringen. Auf der benachbarten Insel Jawa wurde der Hinduismus bereits vor Jahrhunderten zugunsten des Isl&acirc;m aufgegeben, doch h&auml;lt man nasi kuning immer noch f&uuml;r eine heilige Speise. Au&szlig;erdem verwenden indonesische K&ouml;che gerne getrocknete Curcuma f&uuml;r ihre Eint&ouml;pfe und Curries (siehe dazu auch gro&szlig;en Galgant). <br />
<br />
In westlichen K&uuml;chen wird Curcuma zwar nicht direkt genutzt, aber sie taucht in zahlreichen Gew&uuml;rzmischungen und Saucen auf und wird mitunter verwendet, um Speisesenf leuchtend gelb zu f&auml;rben. Als Einzelgew&uuml;rz spielt die gelbe Wurzel bei uns immer noch eine untergeordnete Rolle. Man kann es &uuml;berall da verwenden, wo der Currygeschmack zu intensiv erscheinen w&uuml;rde.<br />
<br />
Die sogenannte wei&szlig;e Curcuma ist eine sehr nahe verwandte Pflanze (Zitwer), deren frischen Wurzelstock man weniger als Gew&uuml;rz braucht, sondern als ein sehr w&uuml;rziges Gem&uuml;se verzehrt. Dasselbe kann man auch mit gew&ouml;hnlicher gelber Curcuma machen, aber sie f&auml;rbt die Z&auml;hne intensiv gelb. <br />
<br />
Die starke F&auml;rbekraft der Kurkuma erscheint jedem ein &Auml;rgernis, der mit Kurkuma verunreinigte K&uuml;chenger&auml;te reinigen mu&szlig;; besonders bei Polypropylen-Schneidbrettern sind Wasser und B&uuml;rste oft nicht <br />
ausreichend. Es geht aber auch viel einfacher: Da der Farbstoff nicht lichtecht ist, verbla&szlig;t er nach nur einer Stunde im direkten Sonnenlicht g&auml;nzlich. <br />
<br />
Au&szlig;erdem ist die gelbe Farbe wasserl&ouml;slich und l&auml;&szlig;t sich leicht mittels Alkohol entfernen. Das nur zum Trost f&uuml;r alle, die Curcuma oder Curryflecken gemacht habe.]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/curcuma/C/418.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>CARLOTTA-GRISI</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=748195"><img title="CarlottaGrisi" alt="CarlottaGrisi" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/195/748195_a952af1938_s.jpg" /></a></p>
<p>Zu den drei bedeutendsten Primaballerinen der Romantik z&auml;hlt die italienische T&auml;nzerin Carlotta Grisi (1819&ndash;1899). Ihre gr&ouml;&szlig;ten Konkurrentinnen auf der B&uuml;hne waren die &Ouml;sterreicherin Fanny El&szlig;ler (1810&ndash;1884) und die Italienerin Marie Taglioni (1804&ndash;1884). Die Grisi tanzte als erste die Titelrolle in &bdquo;Giselle ou les Willis&ldquo;, einem der bedeutendsten Ballettwerke der Hochromantik.</p>
<p>Carlotta Grisi kam am 28. Juni 1819 in Visinada bei Mantua (Istrien) zur Welt. Bereits im Alter von sieben Jahren besuchte sie die Ballettschule der Mail&auml;nder &bdquo;Scala&ldquo;. Schon mit zehn Jahren tanzte sie als Solistin der Kindergruppe der Mail&auml;nder &bdquo;Scala&ldquo;. In der Folgezeit ging sie auf Tourneen und trat unter anderem in Venedig, Florenz, Rom und Neapel auf. </p>
<p>1834 begegnete die 15-j&auml;hrige Carlotta Grisi dem 24 Jahre alten franz&ouml;sischen Ballettmeister und T&auml;nzer Jules Perrot (1810&ndash;1892), der sie als seine Sch&uuml;lerin unterrichtete. 1839 trat Carlotta am &bdquo;Her Majesty&rsquo;s Theatre&ldquo; in London auf. Anschlie&szlig;end gab sie Gastspiele in Wien und M&uuml;nchen sowie in Mailand und Neapel.</p>
<p>Obwohl Carlotta Grisi die Geliebte von Jules Perrot wurde und sich zeitweise &bdquo;Madame Perrot&ldquo; nannte, waren die beiden nie verheiratet. Perrot blieb auch dem Ende der Beziehung weiterhin Carlottas v&auml;terlicher Besch&uuml;tzer. Er choreographierte f&uuml;r sie zahlreiche Ballette, darunter die Werke &bdquo;Giselle ou les Wilis&ldquo; (&bdquo;Giselle oder die Wilis&ldquo;, 1841) und &bdquo;La P&eacute;ri&ldquo; (1843). </p>
<p>&bdquo;Giselle ou les Wilis&ldquo; basiert auf einer Erz&auml;hlung des deutschen Dichters Heinrich Heine (1797&ndash;1856). Die Urauff&uuml;hrung mit der Musik des franz&ouml;sischen Komponisten Adolphe Adam (1803&ndash;1856) vom 28. Juni 1841 am &bdquo;Th&eacute;&acirc;tre de&rsquo;l Academie Royale de Musique&ldquo; in Paris galt als t&auml;nzerische Sensation. Bei diesem Auftritt war Lucien Petipa (1815&ndash;1898) Carlotta Grisis m&auml;nnlicher Partner. </p>
<p>&bdquo;Giselle ou les Wilis&ldquo; geh&ouml;rt neben &bdquo;La Sylphide&ldquo; (1832) des italienischen T&auml;nzers und Choreographen Filippo Taglioni (1777&ndash;1871) zu den anspruchsvollsten Ballettwerken der Welt. Die Titelrolle stellt f&uuml;r jede Ballerina eine der begehrenswertesten Rollen &uuml;berhaupt dar.</p>
<p>Dem Romantiker Heinrich Heine schwebte eine slawische Legende vor, &uuml;ber die er schrieb: &bdquo;In einem mittern&auml;chtlichen Tanz vereinigen sich jene Br&auml;ute, die sterben mussten, ehe sie zur Hochzeit gingen, und die nun im Tode keine Ruhe finden k&ouml;nnen. Man nennt sie die Wilis. Ihre Herzen schlagen nicht mehr, daf&uuml;r sind aber ihre F&uuml;&szlig;e mit einer Tanzsucht erf&uuml;llt. Sie treiben junge M&auml;nner tanzend in den Tod&ldquo;.</p>
<p>Im ersten Akt des Ballettwerkes &bdquo;Giselle ou les Wilis&ldquo; findet Albrecht Herzog von Schlesien in Giselle, der Tochter der B&auml;uerin Bertha, die Erf&uuml;llung seiner Liebestr&auml;ume. Giselle erwidert seine Liebe, w&auml;hnt sich aber schon bald von Albrecht betrogen und ersticht sich im Wahn mit dessen Degen. Im zweiten Akt weint Albrecht am Grab seiner Geliebten, die ihm pl&ouml;tzlich als eine der Wilis erscheint. Myrtha, die K&ouml;nigin der Wilis, befiehlt Giselle, ihrem Geliebten beim Todestanz das Leben zu nehmen. </p>
<p>In der urspr&uuml;nglichen Fassung des Balletts wird Albrecht durch die Liebe Giselles gerettet. Sie kann den Todestanz bis zum Sonnenaufgang durch ihre Liebe verz&ouml;gern. Dagegen findet er in einigen sp&auml;teren Fassungen den Tod. </p>
<p>W&auml;hrend der 1840-er Jahre machte Carlotta Grisi die Bekanntschaft des franz&ouml;sischen Schriftstellers Th&eacute;ophile Gautier (1811&ndash;1872), f&uuml;r den sie die gro&szlig;e, unerf&uuml;llte Liebe war. Carlotta zog ihm ihren Tanzpartner Lucien Petipa vor. </p>
<p>1842 trat Carlotta Grisi wieder in London auf, wohin sie jedes Jahr zur&uuml;ckkehrte. Als besonderes Ereignis f&uuml;r Ballettfreunde galt das von Jules Perrot choreographierte und am 12. Juli 1845 im &bdquo;Her Majesty&rsquo;s Theatre&ldquo; in London aufgef&uuml;hrte Divertissement &bdquo;Pa de quatre&ldquo;. Denn dabei tanzten die damals rivalisierenden ber&uuml;hmten Ballerinen Carlotta Grisi, Marie Taglioni sowie die D&auml;nin Lucille Grahn (1819&ndash;1907) und die Italienerin Fanny Cerrito (1817&ndash;1909) im selben St&uuml;ck. Die vier konnten von Perrot nur mit gro&szlig;er M&uuml;he zu diesem Auftritt bewogen werden. Einer Anekdote zufolge, wollte jede der vier Ballerinen zuerst auf die B&uuml;hne kommen. Der Streit konnte erst beigelegt werden, als der Direktor vorschlug, der &Auml;ltesten den Vortritt zu lassen.</p>
<p>Am 16. Februar 1848 tanzte Carlotta Grisi in der Urauff&uuml;hrung des Balletts &bdquo;Griseldis&ldquo; in Paris. Nach Gastspielen in Br&uuml;ssel und Berlin trat sie am 8. Oktober 1850 zum ersten Mal im &bdquo;Marijinski-Theater&ldquo; (&bdquo;Marientheater&ldquo;) in Sankt Petersburg (Russland) auf. Dort sah man sie zusammen mit Jules Perrot auch in den n&auml;chsten zwei Jahren auf der B&uuml;hne. Das &bdquo;Marijinski-Theater&ldquo; wurde zur Zarenzeit auch &bdquo;Le Th&eacute;atre Marie&ldquo; genannt, heute hei&szlig;t es &bdquo;Kirow-Theater&ldquo;.</p>
<p>Im Alter von 33 Jahren nahm Carlotta Grisi am 3. M&auml;rz 1853 in Szenen des Balletts &bdquo;Gaselda&ldquo; &ndash; mit der Musik von Cesare Pugni (1805&ndash;1870) Abschied von der B&uuml;hne. Anschlie&szlig;end zog sie sich auf das ihr von dem polnischen Prinzen Radziwill geschenkte Landgut Saint-Jean bei Genf zur&uuml;ck. Dort starb sie mit 79 am 20. Mai 1899.</p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; bei:<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&amp;n=301928">www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&amp;n=301928</a></p>]]></description>
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		</item>
		<item>
			<title>CHRISTIANE-HERZOG</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=1019455"><img title="ChristianeHerzog" alt="ChristianeHerzog" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/455/1019455_287a601d86_s.jpg" /></a></p>
<p>Um die Linderung der Leiden von Mukoviszidose-Kranken hat sich die fr&uuml;here deutsche Pr&auml;sidentengattin Christiane Herzog (1936&ndash;2000), geborene Krau&szlig;, gro&szlig;e Verdienste erworben. Sie gr&uuml;ndete 1986 die &bdquo;Mukoviszidose-Hilfe e. V.&ldquo;, die sie 1997 in die Christiane Herzog Stiftung umwandelte. Au&szlig;erdem engagierte sich die &bdquo;First Lady&ldquo; in anderen sozialen Organisationen.</p>
<p>Christiane Krau&szlig; wurde am 26. Oktober 1936 in M&uuml;nchen geboren. Ihr Vater Paul Krau&szlig; geh&ouml;rte vor dem Zweiten Weltkrieg der &bdquo;Bekennenden Kirche&ldquo;, einem Zusammenschluss evangelischer Christen in Deutschland gegen die nationalsozialistische Manipulierung der Kirche, an. W&auml;hrend des gesamten Zweiten Weltkrieges (1939&ndash;1945) wirkte Paul Krau&szlig; als Milit&auml;rpfarrer der bayerischen 7. Division. </p>
<p>Nach Kriegsende war Pfarrer Paul Krau&szlig; ab September 1945 zun&auml;chst evangelischer Gemeindepfarrer in Berchtesgaden (Oberbayern) und ab 1949 Dekan in Landshut (Niederbayern). In Berchtesgaden musste er eine besonders schwierige Gemeinde betreuen. Dort lebten Hinterbliebene von Widerstandsk&auml;mpfern, die am 20. Juli 1944 ums Leben gekommen waren sowie Familien von Kriegsverbrechern.</p>
<p>Im Elternhaus von Christiane Herzog herrschten Zucht und Ordnung, jedoch nicht durch Strenge, sondern durch G&uuml;te. Die Pfarrerstochter besuchte in M&uuml;nchen und Hindelang (Allg&auml;u) die Grundschule, in Berchtesgaden und Landshut das Gymnasium. 1955 machte sie das Abitur, und anschlie&szlig;end studierte sie P&auml;dagogik in M&uuml;nchen. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie als Hauswirtschaftslehrerin an einer Sonderschule.</p>
<p>Christiane Krau&szlig; hat ihren sp&auml;teren Mann Roman Herzog bereits am humanistischen Gymnasium in Landshut kennen- und lieben gelernt. Herzog ging von 1944 bis 1953 auf das humanistische Gymnasium, sein Abiturzeugnis weist in allen elf F&auml;chern die Note &bdquo;Sehr gut&ldquo; aus und bescheinigt ihm &bdquo;z&auml;he Strebsamkeit&ldquo;. </p>
<p>1956 haben sich Christiane Krau&szlig; und Roman Herzog verlobt. Christianes Vater war damals in Landshut der Religionslehrer von Roman Herzog. Der protestantische Geistliche bestand darauf, der k&uuml;nftige Schwiegersohn m&uuml;sse vor der Hochzeit seine Ausbildung abschlie&szlig;en. Nach der k&uuml;rzesten zul&auml;ssigen Studienzeit von sieben Semestern legte Roman Herzog das Juraexamen mit der Note &bdquo;Sehr gut&ldquo; ab. 1958 traute Christianes Vater das Paar, wobei der Br&auml;utigam mit Doktortitel vor den Altar trat. </p>
<p>Christiane Herzog gab vor der Geburt ihres Sohnes ihren Beruf als Hauswirtschaftslehrerin auf und organisierte den Haushalt, w&auml;hrend ihr Ehegatte als Jurist und Politiker eine steile Karriere machte. 1959 brachte sie ihren ersten Sohn Markus zur Welt, 1964 den zweiten Sohn Hans Georg.</p>
<p>1965 wurde Roman Herzog Ordinarius an der Freien Universit&auml;t Berlin. 1966 ging die Familie Herzog nach Berlin und 1969 nach Heidelberg. Ab 1971 wirkte Roman Herzog als Rektor der &bdquo;Hochschule f&uuml;r Verwaltungswissenschaften&ldquo; in Speyer, wo das junge CDU-Mitglied vom damaligen rheinland-pf&auml;lzischen Ministerpr&auml;sidenten Helmut Kohl &bdquo;entdeckt&ldquo; und 1973 mit der Leitung der Bonner Landesvertretung betraut wurde. </p>
<p>Zwischen 1978 und 1983 lebte die Familie in Stuttgart, wo Roman Herzog zun&auml;chst das Amt des Kultusministers und sp&auml;ter des Innenministers von Baden-W&uuml;rttemberg bekleidete. 1983 zog das Ehepaar Herzog nach Karlsruhe um. Dort arbeitete Roman Herzog anfangs als Vizepr&auml;sident und ab 1987 als Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts (BVG). Im Mai 1994 hat die Bundesversammlung Roman Herzog als Nachfolger von Richard von Weizs&auml;cker zum neuen Bundespr&auml;sidenten gew&auml;hlt und am 1. Juli 1994 vereidigt. </p>
<p>Der neue Bundespr&auml;sident siedelte mit seiner Frau in das Schloss Bellevue, den ersten Amtssitz des Bundespr&auml;sidenten, &uuml;ber. Der Umzug nach Berlin war der achte im Dienste von Staat und Politik. Bonn wurde 1994 der zweite Amtsitz. Hier wohnte das Ehepaar m&ouml;bliert in der &bdquo;Villa Hammerschmidt&ldquo;. In Berlin kaufte Christiane Herzog gern auf dem Moabiter Markt ein und ging selbst zur Post, wo sie sich wie andere Kunden vor dem Schalter in der Schlange anstellte.</p>
<p>Christiane Herzog war es bereits seit ihrer Kindheit gewohnt, Verantwortung f&uuml;r die Schwachen in der Gesellschaft zu tragen. Als ihr Mann die Bonner Landesvertretung von Rheinland-Pfalz &uuml;bernahm, fuhr sie f&uuml;r die Aktion &bdquo;Essen auf R&auml;dern&ldquo; in einem sozialen Problemgebiet Bonns Essen aus. Nach dem Umzug nach Stuttgart arbeitete sie von 1978 bis 1993 in Gremien des &bdquo;Christlichen Jugenddorfwerkes&ldquo; mit, f&uuml;r das sie acht Jahre als Vizepr&auml;sidentin fungierte. </p>
<p>In Stuttgart trat die damalige baden-w&uuml;rttembergische Sozialministerin Annemarie Griesinger an Christiane Herzog heran und fragte sie, ob sie sich der Sorgen von Mukoviszidose-Kranken und deren Familien annehmen k&ouml;nne. Daraufhin lud Christiane Herzog eine Familie mit einem an Mukoviszidose erkrankten Kind zu sich ein und erkannte, dass es sich um ein Problem handelte, f&uuml;r das es sich lohnt, sich einzusetzen.</p>
<p>Bei der Mukoviszidose handelt es sich um eine erbliche funktionelle St&ouml;rung aller schleim- und schwei&szlig;bildenden Dr&uuml;sen. Da jede K&ouml;rperzelle gest&ouml;rt ist, kann man von einer Multi-Organkrankheit sprechen. Am meisten betroffen sind die Lunge und die Bauchspeicheldr&uuml;se. Die z&auml;hen und dickfl&uuml;ssigen Dr&uuml;sensekrete verstopfen die Ausfuhrkan&auml;le der Organe, f&uuml;hren zu R&uuml;ckstauungen und tragen so zur Bildung von Zysten bei. </p>
<p>1985 &uuml;bernahm Christiane Herzog die Schirmherrschaft &uuml;ber Mukoviszidose-Kranke in der Bundesrepublik Deutschland. 1986 wandelte sie diese Schirmherrschaft in die &bdquo;Mukoviszidose-Hilfe e. V.&ldquo; um, die sich finanziell und sozial um die Patienten und ihre Familien k&uuml;mmert. Mit dem Erl&ouml;s ihres Kochbuches &bdquo;Zu Gast bei Christiane Herzog&ldquo; (1986) und der gleichnamigen Fernsehsendung legte sie 1997 den Grundstock f&uuml;r die &bdquo;Christiane Herzog Stiftung&ldquo;. Ihr galt seither ihr besonderes Augenmerk. Bei ihrem Antrittsbesuchen als Frau des Bundespr&auml;sidenten f&uuml;hrte ihr erster Weg in die Mukoviszidose-Ambulanzen. </p>
<p>Au&szlig;erdem &uuml;bernahm die &bdquo;First Lady&ldquo; im Juli 1994 die Schirmherrschaft &uuml;ber die Stiftung &bdquo;Deutsches M&uuml;ttergenesungswerk&ldquo; der ersten Pr&auml;sidentengattin Elly Heuss-Knapp (1881&ndash;1952) und die Schirmherrschaft &uuml;ber das &bdquo;Deutsche Komitee des Weltkinderhilfswerks UNICEF&ldquo;, Aufgaben die selbstverst&auml;ndlich mit dem Amt verbunden waren. Im Herbst 1997 wurde die &bdquo;Mukoviszidose-Hilfe e. V.&ldquo; in die &bdquo;Christiane Herzog Stiftung&ldquo; umgewandelt.</p>
<p>&bdquo;Die T&auml;tigkeit in der Mukoviszidose-Hilfe ist ganz nach ihrem Geschmack&ldquo;, schrieb am 16. Dezember 1994 das &bdquo;FAZ-Magazin&ldquo; &uuml;ber Christiane Herzog. &bdquo;Wenn man den Kranken helfen will, muss man immer der ganzen Familie helfen, und Familie und Kinder bilden den Bereich, wo sie sich gerne bewegt, wo sie zu Hause ist.&ldquo;</p>
<p>Im April 1998 wurde Christiane Herzog in Frankfurt am Main f&uuml;r ihre Verdienste um die K&uuml;chen- und Esskultur als &bdquo;K&uuml;chenfrau des Jahres 1998&ldquo; ausgezeichnet. Das damit verbundene Preisgeld in H&ouml;he von 100000 Mark floss an die &bdquo;Christiane Herzog Stiftung&ldquo;. 1999 trat der SPD-Politiker Johannes Rau die Nachfolge von Roman Herzog als Bundespr&auml;sident an. </p>
<p>Christiane Herzog erlag am 19. Juni 2000 im Alter von 63 Jahren einem Krebsleiden. Bundespr&auml;sident Johannes Rau w&uuml;rdigte sie als eine bemerkenswerte Frau, die in ihrem Einsatz f&uuml;r andere, ihrer Freundlichkeit und ihrer Liebensw&uuml;rdigkeit ein Vorbild gewesen sei. Sie sei den Menschen nahe gewesen, weil sie sich auch f&uuml;r die allt&auml;glichen Dinge des Lebens interessiert habe. </p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen - 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; bei:<br />
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			<link>http://www.KLIXS.de/christiane-herzog/C/392.html</link>
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		</item>
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			<title>CAROLINE-VON-SCHLEGEL</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=744303"><img title="CarolinevonSchlegel" alt="CarolinevonSchlegel" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/303/744303_40d09b5cb9_s.jpg" /></a></p>
<p>Die bedeutendste Frauengestalt der Fr&uuml;hromantik in Deutschland war die Schriftstellerin <strong>Caroline von Schlegel</strong> (1763&ndash;1809), geborene Michaelis. Nach ihrer dritten und letzten Ehe trug sie den Namen Caroline von Schelling. Ihr literarisches Werk umfasst Rezensionen belletristischer Werke sowie Briefe mit bedeutenden K&uuml;nstlern ihrer Zeit. Viele Frauen betrachteten sie als Vorbild im Selbstfindungsprozess, obwohl sie keine Vork&auml;mpferin f&uuml;r den Feminismus gewesen ist.</p>
<p>Dorothea Caroline Albertine Michaelis wurde am 2. September 1763 als Tochter des Orientalisten Johann David Michaelis (1717&ndash;1791) in G&ouml;ttingen geboren. In ihrem Vaterhaus herrschte ein fortschrittlicher Geist, und es kamen oft bedeutende Pers&ouml;nlichkeiten und Studenten zu Besuch. Caroline hatte gro&szlig;e Hoffnungen auf die Zukunft.</p>
<p>1784 heiratete die 21-j&auml;hrige Caroline Michaelis in erster Ehe den Bergarzt Johann Franz Wilhelm B&ouml;hmer (1753&ndash;1788) aus Clausthal im Harz. Aus Mangel an ebenb&uuml;rtigen Gespr&auml;chspartnern f&uuml;hlte sie sich bald einsam. Sie schenkte zwei T&ouml;chtern namens Auguste und Therese das Leben und brachte im Herbst 1788 &ndash; ein halbes Jahr nach dem Tod ihres Gatten &ndash; einen Sohn zur Welt, der gleich nach der Geburt starb. </p>
<p>Die junge Witwe kehrte zun&auml;chst in ihren Heimatort G&ouml;ttingen zur&uuml;ck. Anschlie&szlig;end wohnte sie ein Jahr lang bei ihrem Bruder Fritz in Marburg, wo ihre zweite Tochter Therese im Alter von zweieinhalb Jahren starb. Damals gab man ihr wiederholt den Rat, sich wieder zu verm&auml;hlen, da es f&uuml;r eine Frau als unschicklich galt, allein zu leben. Doch Caroline hoffte auf ein freieres Leben.</p>
<p>1792 zog Caroline zu ihrer G&ouml;ttinger Jugendfreundin Therese Huber (1764&ndash;1829), die mit dem Forschungsreisenden, Gelehrten und Wortf&uuml;hrer der &bdquo;Mainzer Republik&ldquo;, Georg Forster (1754&ndash;1794), ungl&uuml;cklich verheiratet war. Caroline begeisterte sich f&uuml;r die Ideen der &bdquo;Franz&ouml;sischen Revolution&ldquo; (1789&ndash;1799) und nahm auf der Trib&uuml;ne des Akademiesaales im &bdquo;K&uuml;rf&uuml;rstlichen Mainzer Schloss&ldquo; an Sitzungen des Jacobinerclubs teil.</p>
<p>Ende 1792 verlie&szlig; Therese Forster mit ihren zwei Kindern den ungeliebten Ehemann. Caroline dagegen blieb bei Georg Forster und f&uuml;hrte ihm den Haushalt. Dieses Verhalten brachte ihr sp&auml;ter &uuml;ble Nachrede ein.</p>
<p>1793 floh Georg Forster, ein &bdquo;Jakobiner ohne Volk&ldquo;, vor der anr&uuml;ckenden preu&szlig;ischen Armee aus Mainz nach Frankreich. Wenig sp&auml;ter verlie&szlig; Caroline mit ihrer siebenj&auml;hrigen Tochter Auguste und zwei befreundeten Frauen die von der preu&szlig;isch-&ouml;sterreichischen Armee umzingelte Stadt. </p>
<p>Auf dem Weg nach Frankfurt am Main wurden Caroline und ihre Tochter in K&ouml;nigstein im Taunus festgenommen und als Geiseln eingesperrt. Man hielt Caroline f&uuml;r die Geliebte von Georg Forster und wollte so seine R&uuml;ckkehr erpressen. </p>
<p>Erschwert wurde die Lage Carolines durch eine Schwangerschaft, die sie der kurzen Ballbekanntschaft mit einem 19-j&auml;hrigen franz&ouml;sischen Soldaten verdankte. Ihr drohte der Verlust ihrer Witwenrente und der Erziehungsberechtigung f&uuml;r die Kinder. Die verzweifelte Caroline dachte an Selbstmord und schrieb Hilferufe an Freunde und Bekannte. Durch die Interventionen der Br&uuml;der Wilhelm (1767&ndash;1845) und Friedrich von Schlegel (1772&ndash;1829) kam die inzwischen nach Kronberg im Taunus verlegte Caroline am 5. Juli 1793, begnadigt vom preu&szlig;ischen K&ouml;nig Friedrich Wilhelm II. (1744&ndash;1797), wieder frei. </p>
<p>Unter falschem Namen brachte Caroline im November 1793 in Lucka (Th&uuml;ringen) einen Sohn zur Welt, der ein Jahr sp&auml;ter bei einer b&auml;uerlichen Pflegefamilie starb. Anfang 1794 zog sie zur befreundeten Familie Gotter nach Gotha. Die Geburt ihres unehelichen Kindes konnte sie geheim halten. Aber wegen ihrer politischen Aktivit&auml;ten in Mainz wurde sie in der Folgezeit aus Gotha, G&ouml;ttingen und Dresden ausgewiesen. </p>
<p>In Braunschweig, wo ihre verwitwete Mutter lebte, traf Caroline mit dem Kritiker, Literaturhistoriker, Dichter und Theologen Wilhelm von Schlegel zusammen und heiratete ihn 1796. Das Paar zog nach Jena (Th&uuml;ringen), wo der Ehemann ab 1798 als Professor an der Universit&auml;t lehrte. In Jena trafen die beiden die Dichter Friedrich von Schiller (1759&ndash;1805) und &ndash; seltener &ndash; Johann Wolfgang von Goethe (1749&ndash;1832). </p>
<p>Allm&auml;hlich entstand der so genannte &bdquo;Jenaer Kreis&ldquo; um Caroline von Schlegel, der heute als Inbegriff der Fr&uuml;hromantik gilt. Vom Sommer 1799 bis zum Jahresbeginn 1800 lebte dieser Kreis unter einem Dach in Jena. Dazu geh&ouml;rten au&szlig;er Caroline und den Br&uuml;dern Schlegel auch die Schriftsteller Novalis (1772&ndash;1801) und Ludwig Tieck (1773&ndash;1853), die Philosophen Friedrich Wilhelm von Schelling (1775&ndash;1854) und der Theologe Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher (1768&ndash;1834) sowie die Schriftstellerin und &Uuml;bersetzerin Dorothe Veit 1763&ndash;1839), die sp&auml;ter Friedrich von Schlegel heiratete. </p>
<p>Die &bdquo;Jenaer Gruppe&ldquo; l&ouml;ste sich auf, als Caroline von Schlegel eine Aff&auml;re mit Friedrich Wilhelm von Schelling begann. 1800 starb Carolines 14-j&auml;hrige Tochter Auguste an Ruhr. 1801 trennte sich Caroline von ihrem zweiten Ehemann, von dem sie am 17. Mai 1803 geschieden wurde. Noch im selben Jahr schloss Caroline ihre dritte Ehe mit Friedrich Wilhelm von Schelling. </p>
<p>Caroline folgte ihrem Gatten nach W&uuml;rzburg, wo er als Professor lehrte, und ein Jahr sp&auml;ter nach M&uuml;nchen, wo er ab 1808 als Generalsekret&auml;r der &bdquo;Akademie der bildenden K&uuml;nste&ldquo; fungierte. 1809 reiste das Ehepaar zu Eltern Schellings nach Maulbronn, wo Caroline nach einer dreit&auml;gigen Wanderung an Ruhr erkrankte und am 7. September 1809 im Alter von nur 46 Jahren starb. </p>
<p>Unter den Frauen der Fr&uuml;hromantik gilt Caroline als die bedeutendste, obwohl sie keine eigenen gr&ouml;&szlig;eren Werke verfasst hat. Sie war an mehreren unter dem Namen ihres zweiten Gatten erschienenen Aufs&auml;tzen und an dessen erster Shakespeare-&Uuml;bersetzung entscheidend beteiligt. Au&szlig;erdem schrieb sie Besprechungen belletristischer Werke und hinterlie&szlig; einen bedeutenden Briefwechsel. Im Gegensatz zu Caroline betrachtet man Bettina von Arnim (1885&ndash;1859) als bedeutendste deutsche Frauengestalt der j&uuml;ngeren Romantik.</p>
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		</item>
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			<title>CILLY-AUSSEM</title>
			<description><![CDATA[<p><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/CillyAussem.jpg" /></p>
<p>Als erste deutsche Tennisspielerin von Weltklasse gilt die Sportlerin Cilly Aussem (1909&ndash;1963). Ihr gelang 1931 der gr&ouml;&szlig;te Erfolg ihrer sportlichen Karriere: Damals triumphierte Cilly auf dem &bdquo;heiligen Rasen&ldquo; von Wimbledon (Gro&szlig;britannien) im Finale. Sie war die erste Wimbledon-Siegerin des &bdquo;Deutschen Tennis-Bundes&ldquo; und sechs Mal &bdquo;Deutsche Meisterin&ldquo;. Man nannte sie &bdquo;Herzk&ouml;nigin&ldquo;, &bdquo;Tennisprinzessin&ldquo; und &bdquo;Ballettt&auml;nzerin&ldquo;.</p>
<p>In Wimbledon werden seit 1877 allj&auml;hrlich die &bdquo;All England Championships&ldquo; ausgetragen. Dabei handelt es sich um ein internationales Tennisturnier, das zusammen mit den Wettbewerben von Melbourne, Paris und New York zu den vier Grand-Slam-Turnieren geh&ouml;rt. Wimbledon war fr&uuml;her eine selbstst&auml;ndige Stadt, bevor es 1965 dem s&uuml;dwestlichen Londoner Stadtbezirk zugeschlagen wurde.</p>
<p>Cilly Aussem erblickte am 4. April 1909 in K&ouml;ln das Licht der Welt. Mit 14 Jahren kehrte sie aus einer Pension am Genfer See in ihre Geburtsstadt am Rhein zur&uuml;ck und lernte neben Englisch, Franz&ouml;sisch, Italienisch, Musik und Kunstgeschichte auch Tanzen und Tennisspielen. </p>
<p>Als Erste wurde die Mutter Helen Aussem auf Cillys sportliches Talent aufmerksam. Sie vertraute sie zun&auml;chst dem damaligen Profi-Weltmeister Roman Najuch (1893&ndash;1967) bei &bdquo;Rot-Wei&szlig;-K&ouml;ln&ldquo; an. Der K&ouml;lner Tennislehrer, Willy Hannemann, brachte der jungen Cilly jene flache Vorhand bei, die damals genauso ber&uuml;hmt und gef&uuml;rchtet war wie sp&auml;ter der Vorhand-Cross von Steffi Graf. </p>
<p>1925 wurde die 16-j&auml;hrige Cilly Aussem in Erfurt erstmals &bdquo;Deutsche Juniorenmeisterin&ldquo; und lag in der deutschen Rangliste auf Platz 6. Ein Jahr sp&auml;ter &ndash; 1926 &ndash; schlug sie Ilse Friedleben (1893&ndash;1962) im Match um die &bdquo;Deutsche Meisterschaft&ldquo; und wurde an der Seite von Hans Moldenhauer (1901&ndash;1930) &bdquo;Deutsche Meisterin im Mixed&ldquo;. </p>
<p>Als die schlanke und grazile Cilly dem Leistungsstress k&ouml;rperlich und seelisch nicht mehr gewachsen schien, bat ihre attraktive und ehrgeizige Mutter den Amerikaner William Tatum Tilden (1893&ndash;1953), den damals weltbesten Tennisspieler, genannt &bdquo;Mister Tennis&ldquo; oder &bdquo;Big Bill&ldquo;, um Hilfe. Sie fragte ihn vermutlich bei einer legend&auml;ren Begegnung an der Riviera, wie aus ihrer Tochter eine wirkliche Meisterin werden k&ouml;nne, und &bdquo;Big Bill&ldquo; antwortete ihr unverbl&uuml;mt: &bdquo;Indem Sie, gn&auml;dige Frau, den n&auml;chsten Zug nach Deutschland nehmen&ldquo;. </p>
<p>Die kleine, fr&ouml;hliche und liebenswerte Cilly Aussem mit den wundersch&ouml;nen braunen Augen kam auch ohne ihre Mutter gut zurecht. William Tatum Tilden schaffte es, Cilly zur Weltklasse zu f&uuml;hren. Ihre Qualit&auml;ten waren eine harte Vorhand, ein mehr platzierter als scharfer Aufschlag, eine angeschnittene R&uuml;ckhand, eine Vorliebe f&uuml;r Stoppb&auml;lle, ihre Pr&auml;zision, ihr Laufpenseum und ihr starker Siegeswille.</p>
<p>Neun Jahre nach dem Ersten Weltkrieg traten 1927 bei den Tennisturnieren in Paris und Wimbledon erstmals wieder Deutsche an. In Paris siegte die noch weitgehend unbekannte Cilly Aussem sensationell &uuml;ber die griechische Ranglistenerste Contostavlos, aber in Wimbledon verlor sie gegen Englands Hoffnung, Betty Nuthall (1911&ndash;1983). </p>
<p>Ebenfalls 1927 zog Cilly Aussem in das Haus der Baronin Giza Barathy am Starnberger See (Oberbayern), die sp&auml;ter ihre Pflegemutter wurde. 1927, 1930 und 1931 erk&auml;mpfte Cilly Aussem f&uuml;r &bdquo;Rot-Wei&szlig; K&ouml;ln&ldquo; erneut die &bdquo;Deutsche Meisterschaft&ldquo;. Zeitweise bereiteten der laufstarken Spielerin ihre empfindlichen F&uuml;&szlig;e gesundheitliche Probleme. </p>
<p>1928 stand Cilly Aussem erstmals in der deutschen Rangliste auf Platz 1. Sie bezwang viele Spitzenspielerinnen des Auslandes wie die Franz&ouml;sin Simone Mathieu (1908&ndash;1980), die Spanierin Lily de &Aacute;lvarez (1905&ndash;1998), die nach ihrer Heirat Comtesse de la Vald&eacute;ne hie&szlig;, die Britin Phoebe Watson-Holcroft (1864&ndash;1918), die Tennisspielerin Petery-Varady und die Kanadierin Elizabeth &bdquo;Bunny&ldquo; Ryan (1892&ndash;1979). </p>
<p>Entscheidend f&uuml;r die weitere Entwicklung Cilly Aussems erwies sich das Jahr 1930. Damals gewann sie im Mixed mit dem erw&auml;hnten Amerikaner William Tatum Tilden alle Turniere an der Riviera. In Paris wurde sie &ndash; ebenfalls mit Tilden &ndash; gegen die damals besten Paare Elizabeth Ryan/Jean Borotra und Eileen Bennet/Henri Cochet &bdquo;Meisterin von Frankreich&ldquo;. Im Einzel der &bdquo;Franz&ouml;sischen Meisterschaft&ldquo; erreichte sie in Paris durch einen Sieg gegen die Weltmeisterin, die Amerikanerin Helen Jacobs (1908&ndash;1997), das Halbfinale. </p>
<p>In Wimbledon kam Cilly Aussem 1930 ebenfalls ins Halbfinale, wo sie gegen die Kanadierin Elizabeth Ryan so ungl&uuml;cklich st&uuml;rzte, dass sie mit dem Kopf aufschlug, ohnm&auml;chtig liegen blieb und hinausgetragen wurde. Um ihre Gesundheit war es auch sonst nicht zum allerbesten bestellt. Ihre empfindlichen Augen zwangen sie h&auml;ufig, die Zeit vor Tennisspielen in einem dunklen Zimmer zu verbringen. </p>
<p>Das &bdquo;k&ouml;lsche M&auml;dchen&ldquo; Cilly Aussem bildete zusammen mit Hilde Krahwinkel-Sperling (1908&ndash;1981), Marie-Luise (Marlies) Horn und sp&auml;ter mit Irmgard Rost (1909&ndash;1970) eine deutsche Damenmannschaft, die s&auml;mtliche L&auml;nderspiele gewann und sogar das starke britische Team besiegte. 1930 nahm Cilly bereits Platz 2 der Weltrangliste ein. </p>
<p>1931 feierte Cilly Aussem ihre gr&ouml;&szlig;ten sportlichen Triumphe. In Paris wurde sie im Endspiel gegen die Britin Betty Nuthall &bdquo;Franz&ouml;sische Meisterin&ldquo; und in Hamburg &bdquo;Deutsche Meisterin&ldquo;. Bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft in Wimbledon siegte sie am 3. Juli 1931 mit 7:5, 7:5 gegen ihre Landsm&auml;nnin Hilde Krahwinkel-Sperling aus Essen. Ein solches rein deutsches Finale gab es bei den Damen bis heute nicht mehr. In der Weltrangliste lag damals nur noch die Amerikanerin Helen Wills-Moody (1905&ndash;1998), sp&auml;ter Mrs. Roakers, genannt &bdquo;Miss Pokerface&ldquo; oder &bdquo;K&ouml;nigin Helen&ldquo;, vor Cilly Aussem.</p>
<p>Nach dem Triumph von Wimbledon lobte Cillys Mixed-Partner Tilden: &bdquo;Ich kenne keine andere Weltklassesportlerin, die &auml;hnlich sympathisch ist. Das ist ein junger Mensch, den man einfach gerne haben muss&ldquo;. Der damalige K&ouml;lner Oberb&uuml;rgermeister Konrad Adenauer (1876&ndash;1967) schickte ein Telegramm mit den Worten: &bdquo;Cilly, ganz K&ouml;ln gratuliert zum gro&szlig;en Sieg. Ihre Heimatstadt ist stolz auf Sie&ldquo;. Eine ausl&auml;ndische Zeitung jubelte: &bdquo;Die Deutschen haben einen weiblichen Tennis-Nurmi, ein bildh&uuml;bsches, junges M&auml;dchen, dessen Lauftechnik und dessen Siegeswille einmalig sind&ldquo;.</p>
<p>Auch 1931 stand Cilly Aussem hinter Helen Wills-Moody auf Platz 2 der Weltrangliste. In jenem Jahr unternahm die 22-J&auml;hrige mit ihrer Klubkameradin Irmgard Rost eine S&uuml;damerika-Tournee, von der sie nach Siegen in Argentinien und Brasilien mit einer schweren Leberkrankheit zur&uuml;ckkehrte und eine Blinddarmoperation vornehmen lassen musste, die sie weiter schw&auml;chte. Es folgte eine lange Erholungspause, nach der Cilly auf ein Comeback hoffte. </p>
<p>Doch beim Comeback 1933 erreichte Cilly Aussem ihre fr&uuml;here H&ouml;chstform nicht mehr. Sie verlor gegen die Tennisspielerinnen Hewitt, Rosemberg, die Britin Margaret Scriven und die Franz&ouml;sin Simone Mathieu und besiegte nur Hilde Krahwinkel-Sperling, Elizabeth Ryan und Mary Heely. 1934 erk&auml;mpfte sie noch einmal Platz 9 der Weltrangliste. 1935 unterlag sie Helen Jacobs in Wimbledon und feierte sie Abschied vom Tennis.</p>
<p>1935 lernte Cilly Aussem beim Skilauf auf der Kreuzeck-Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen (Oberbayern) den italienischen Grafen Fermo Murari dalla Corte Br&agrave; kennen und lieben. </p>
<p>Am 11. M&auml;rz 1936 heirateten die beiden in M&uuml;nchen. Anschlie&szlig;end spielte Cilly, die nun Gr&auml;fin C&auml;cilie Editha Murari dalla Corte Br&agrave; hie&szlig;, aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden nur noch privat Tennis. Zusammen mit ihrem Mann, der eine diplomatische Mission hatte, lebte sie zwei Jahre lang in Italienisch-Somaliland, wo sie sich ein Leiden zuzog, von dem sie sich nie mehr ganz erholte. </p>
<p>Die letzten zweieinhalb Jahrzehnte ihres Lebens hielt sich Cilly Aussem auf dem gr&auml;flichen Ruhesitz in Portofino an der italienischen Rivieria auf. Gelegentlich kam sie noch als Zuschauerin zu einem Tennisturnier. Am 22. M&auml;rz 1963 starb sie im Alter von 53 Jahren nach einer Leberoperation. </p>
<p>Beim K&ouml;lner &bdquo;THC Stadion Rotwei&szlig;&ldquo; in M&uuml;ngersdorf, wo Cilly Aussems sportliche Karriere begann, wird das Andenken an die erste deutsche Wimbledonsiegerin noch heute hochgehalten: Im Kaminzimmer des Klubhauses h&auml;ngt ein 1932 in &Ouml;l gemaltes Portr&auml;t von Cilly, das der Maler Leo Freiherr von K&ouml;nig (1871&ndash;1944) geschaffen hat. </p>
<p>Der Weltranglistenspieler und Schriftsteller Roderich Menzel schrieb &uuml;ber Cilly Aussem: &bdquo;&Uuml;berall, wo sie das Raquet schwang und wo ihr bezauberndes L&auml;cheln die Herzen der Zuschauer erw&auml;rmte, hat sie, ohne es zu wissen, Sch&uuml;lerinnen und J&uuml;ngerinnen f&uuml;r den Tennissport gewonnen. Wenn wir uns ihrer erinnern, so sprechen wir mit Liebe von ihr und sagen mit Stolz: Sie war unsere Meisterin&ldquo;.</p>
<p>Die Deutsche Bundespost erinnerte am 5. Mai 1988 an Cilly Aussem: Sie brachte in der Postwertzeichen-Dauerserie &bdquo;Frauen der deutschen Geschichte&ldquo; eine 20-Pfennig-Briefmarke mit dem Portr&auml;t der Tennisspielerin heraus.</p>
<p>Literatur: &quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; von Ernst Probst<br />
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</p>]]></description>
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		</item>
		<item>
			<title>CAMILLE-CLAUDEL</title>
			<description><![CDATA[<p><a title="" target="_blank" href="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/Claudel.jpg"><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/Claudel_small.jpg" /></a></p>
<p>Als bildhauerisches Genie des 19. Jahrhunderts gilt die franz&ouml;sische K&uuml;nstlerin Camille Claudel (1864&ndash;1943). Sie war die Sch&uuml;lerin, Geliebte und Werkstattpartnerin des 24 Jahre &auml;lteren franz&ouml;sischen Bildhauers Auguste Fran&ccedil;ois Rodin (1840&ndash;1917). Nach der Trennung von ihm verbrachte sie die letzten drei Jahrzehnte ihres Lebens in einer psychiatrischen Anstalt.</p>
<p>Camille Claudel wurde am 8. Dezember 1864 als zweites Kind von Louis-Prosper Claudel und seiner Frau Louise-Athena&iuml;se Cerveaux in F&egrave;re-en-Tardenois (Departement Aisne) geboren. Der vor ihr zur Welt gekommene Erstgeborene Charles Henri war am 1. August 1863 im Alter von nur 16 Tagen gestorben. Der Vater freute sich riesig &uuml;ber die Geburt der Tochter, doch die Mutter, die sich einen Jungen gew&uuml;nscht hatte, wandte sich ab, weinte und redete stundenlang kein Wort. </p>
<p>Am 26. Februar 1866 bekam Camille eine Schwester, die Louise Jeanne genannt wurde. Zwei Jahre sp&auml;ter &ndash; am 6. August 1868 &ndash; erblickte der Bruder Paul Louis das Licht der Welt. Mit 13 Jahren erkl&auml;rte Camille ihrem Vater, sie wolle Bildhauerin werden. Der Vater unterst&uuml;tzte diesen Wunsch seiner Tochter. Die Mutter dagegen war dar&uuml;ber entsetzt und meinte, dies sei kein Beruf. </p>
<p>Auf Einladung des Vaters begutachtete 1879 der Bildhauer Alfred Boucher (1850&ndash;1934) im Gartenschuppen der Familie Claudel in Nogent-sur-Seine die von der 14-J&auml;hrigen geschaffene Gruppe &bdquo;David und Goliath&ldquo;. Er erkannte die gro&szlig;e Begabung von Camille und meinte, sie m&uuml;sse unbedingt und sehr bald nach Paris, um dort den schweren Beruf des Bildhauers zu erlernen.</p>
<p>1880 wohnte die Familie Claudel in Wassy-sur-Blaise und ab 1881 in Paris. In der franz&ouml;sischen Hauptstadt sollte Camille ihre Bildhauerei weitermachen, ihre Schwester Louise sich als Pianistin vervollkommnen und ihr Bruder Paul Louis das Lehrerseminar (&bdquo;Lyc&eacute;e Louis-le-Grand&ldquo;) besuchen. Noch 1881 begann die 16-j&auml;hrige Camille ein Studium auf der &bdquo;Akademie Colarossi&ldquo;. </p>
<p>Als 18-J&auml;hrige begegnete Camille Claudel 1883 in ihrem Atelier erstmals dem 42-j&auml;hrigen Bildhauer Auguste Fran&ccedil;ois Rodin. Dieser zeigte sich beim ersten Treffen von einer B&uuml;ste Camilles beeindruckt, die ihren 14-j&auml;hrigen Bruder Paul Louis darstellte. Dagegen kritisierte er an ihrem Werk &bdquo;David und Goliath&ldquo; die zu starken Kontraste der Form. Au&szlig;erdem lud er sie ein, in seinem Atelier zu arbeiten. </p>
<p>Ab November 1884 nahm die 20-j&auml;hrige Camille bei Rodin Unterricht. Sie war sehr attraktiv, hatte dunkelblaue Augen, einen gro&szlig;en mehr stolzen als sinnlichen Mund und r&ouml;tlich-kastanienbraune Haare. Im September 1885 wurde sie im Atelier die Geliebte des K&uuml;nstlers. F&uuml;r Rodin stand Camille Modell f&uuml;r seine ber&uuml;hmte Plastiken &bdquo;Der Ku&szlig;&ldquo; (1886), die eine sehr innige Umarmung darstellt, und &bdquo;Der Gedanke&ldquo; (1886). Diese Werke wurden in Glasmasse modelliert, einem Material, das so weich und zart war wie Camille. </p>
<p>Den k&uuml;nstlerischen Durchbruch schaffte Camille Claudel im Alter von 24 Jahren, als sie bei der Ausstellung des Champs Elys&eacute;es 1888 ihr Werk &bdquo;Sakuntala&ldquo; pr&auml;sentierte. Dabei handelt es sich ebenfalls um die Darstellung einer Frau und eines Mannes in inniger Umarmung. Damit l&ouml;ste sich die Sch&uuml;lerin aus dem Schatten ihres Lehrers, aber als Frau kam sie von ihm nicht mehr los. Auguste Rodin sagte einmal: &bdquo;Ich habe ihr gezeigt, wo man Gold findet, aber das Gold, das sie findet, geh&ouml;rt ganz und gar ihr.&ldquo; 1898 vollendete Camille die Plastik &bdquo;Perseus&ldquo;.</p>
<p>Als Camille von Rodin schwanger wurde, zog sie 1890 in das Schloss Islette ein, wo sie eine Fehlgeburt erlitt. W&auml;hrend dieser Zeit lernte sie ein kleines M&auml;dchen kennen, das sie sp&auml;ter in ihrer Skulptur &bdquo;Die kleine Schlossherrin&ldquo; (1894) verewigte. Anschlie&szlig;end kehrte sie nach Paris zur&uuml;ck. Dort befreundete sie sich mit dem Komponisten Claude Debussy (1862&ndash;1918) und machte die Bekanntschaft des franz&ouml;sischen Romanschriftstellers Marcel Proust (1871&ndash;1922) und des Malers Henry de Toulouse-Latrec (1864&ndash;1901).</p>
<p>In ihrem eigenen Atelier am Boulevard d&rsquo;Italie in Paris, das sie drei Jahre lang benutzte, schuf Camille Claudel 1892 eine bronzene B&uuml;ste von Auguste Rodin. Viel Anerkennung fand sie mit ihren aus Marmor und Onyx geschaffenen Werken &bdquo;Der Walzer&ldquo; (1893), &bdquo;Clotho&ldquo; (1893) und &bdquo;Die Schw&auml;tzerinnen&ldquo; (1895 in Gips, 1896 in Marmor, 1897 in Jade). F&uuml;r eine Ausstellung in Genf stellte sie 1896 insgesamt 19 Skulpturen zur Verf&uuml;gung. </p>
<p>Nach Jahren gro&szlig;er Leidenschaft und enger Zusammenarbeit trennte sich Camille Claudel Ende 1898 endg&uuml;ltig von dem begnadeten und egozentrischen Auguste Rodin. Vom 4. bis 16. Dezember 1905 beteiligte sich Camille mit 13 Skulpturen in Paris bei Jacques Emile Blot (1885&ndash;1960) zum letzten Mal an einer Ausstellung. </p>
<p>W&auml;hrend ihrer Zeit an der Seite Rodins stand Camilles Schaffen (Portr&auml;ts, Akte, Allegorien) stark unter dem Einfluss ihres Geliebten und entwickelte sie einen zu Pathos und Monumentalit&auml;t neigenden Stil. Nach dem Bruch mit Rodin entwickelte sie einen individuellen plastischen Stil, der sich vor allem in Kleinplastisken dokumentierte. </p>
<p>Bei ihren Werken bediente sich Camille Claudel der Formensprache des Japonismus und Jugendstils. Unter Japonismus &ndash; auch &bdquo;Art Noveau&ldquo; genannt &ndash; versteht man die seit den 1860-er Jahren vor allem in Frankreich zu beobachtende Beeinflussung der bildenden und dekorativen K&uuml;nste durch japanische Vorbilder.</p>
<p>1906 zeigte die stark dem Alkohol zusprechende Camille Claudel erste Zeichen geistiger Umnachtung: Sie zerst&ouml;rte ihre Skulpturen, zog sich von der Umwelt ganz zur&uuml;ck, vereinsamte und litt immer st&auml;rker unter Verfolgungs&auml;ngsten. Am 3. M&auml;rz 1913 erhielt Camille ein Telegramm, in dem ihr der Tod ihres Vater mitgeteilt wurde. Danach verlie&szlig; sie nicht mehr ihr Atelier, verharrte dort nackt und a&szlig; nichts. Eine Woche sp&auml;ter &ndash; am 10. M&auml;rz 1913 &ndash; holte man sie im Atelier ab und brachte sie zun&auml;chst in die Anstalt von Ville-Evrard und sp&auml;ter in die Irrenanstalt von Montdevergues, wo sie 30 Jahre lang lebte. Dort schrieb sie ergreifende Briefe an ihren Bruder, den Schriftsteller und Diplomaten Paul Louis Claudel (1868&ndash;1955). Sie schilderte ihr Leben in der Anstalt, war dar&uuml;ber verzweifelt, klagte &uuml;ber die Schreie der Mitinsassen und meinte, sie habe Besseres verdient, als namenlos in einem Irrenhaus zu enden.</p>
<p>Am 19. Oktober 1943 starb Camille Claudel im Alter von 78 Jahren in der Anstalt von Montdevergues. Als ihr Bruder Paul Louis an den B&uuml;rgermeister von Montdevergues schrieb und ihn im Namen der Familie Claudel bat, Camille eine letzte Ruhest&auml;tte zu geben, die dieser gro&szlig;en K&uuml;nstlerin w&uuml;rdig sei, erhielt er von der Friedhofsverwaltung die traurige Antwort: &bdquo;Das Grab existiert nicht mehr, da das betroffene Terrain f&uuml;r Dienstzwecke requiriert worden ist&ldquo;. </p>
<p>Das eindrucksvolle Werk Camille Claudels, die von Auguste Rodin als &bdquo;geniale Frau&ldquo; bezeichnet wurde, war l&auml;ngst vergessen, als 1984 eine Ausstellung ihrer Werke in Paris der Nachwelt in Erinnerung rief, wie einzigartig diese Bildhauerin war. Die &bdquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&ldquo; urteilte &uuml;ber sie: &bdquo;Sie war eine jener mutigen Frauen, die sich ins offene Wasser hinaus wagten. Sie hatte das Zeug zu einer K&ouml;nigin.&ldquo; Der Regisseur Bruno Nuytten verfilmte in dem Streifen &bdquo;Camille Claudel&ldquo; (1988) das Leben der Bildhauerin mit Isabelle Adjani in der Titelrolle.</p>
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<p>&nbsp;</p>]]></description>
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		</item>
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			<title>CHRISTINE-DE-PISAN</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=717153"><img title="ChristinedePisan" alt="ChristinedePisan" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/153/717153_42380623dd_s.jpg" /></a></p>
<p>Eine der ersten Frauen, die im Mittelalter f&uuml;r die Rechte der Frauen k&auml;mpften, war die aus Venedig stammende Schriftstellerin und Philosophin Christine de Pisan (1365&ndash;1431). Au&szlig;erdem gilt sie als die modernste Dichterin des Mittelalters und erste franz&ouml;sische Humanistin. Zu ihren bekanntesten Werken z&auml;hlt &bdquo;Livre de la Cit&eacute; des Dames&ldquo; (&bdquo;Buch von der Stadt der Frauen&ldquo;).</p>
<p>Christine de Pisan wurde 1365 als Tochter des Astrologen und Arztes Tommaso di Pizzano in Venedig geboren. 1368 holte der franz&ouml;sische K&ouml;nig Karl V. der Weise (1338&ndash;1380) ihren Vater als Astronom und Leibarzt nach Paris. Christine erhielt Unterricht in Franz&ouml;sisch, Latein, Arithmetik und Geometrie. Sp&auml;ter meinte sie hierzu, kleine M&auml;dchen w&uuml;rden genau so viel wie Jungen lernen, wenn man sie zur Schule schicken w&uuml;rde.</p>
<p>Im jugendlichen Alter heiratete Christine de Pisan 1379 den 25-j&auml;hrigen Notar und k&ouml;niglichen Sekret&auml;r Etienne Castel (1354&ndash;1388), dem sie drei Kinder gebar. Nach dem Tod von K&ouml;nig Karl V. und der Inthronisation seines zw&ouml;lfj&auml;hrigen Nachfolgers Karl VI. der Wahnsinnige (1368&ndash;1422) im Jahre 1380 verlor Christines Vater an Einfluss bei Hofe, und damit verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage seiner Familie.</p>
<p>1887 starb Christine de Pisans Vater, und 1888 fiel ihr Mann einer Seuche zum Opfer. Nun musste die junge Witwe au&szlig;er f&uuml;r ihre eigenen drei Kinder auch f&uuml;r ihre Mutter und ihre zwei minderj&auml;hrigen Br&uuml;der sorgen. Damals hatte sie oft Existenz&auml;ngste, erlebte Zwangsvollstreckungen und konnte wegen ihrer gro&szlig;en Sorgen h&auml;ufig nachts nicht schlafen.</p>
<p>In ihrer Not entschloss sich Christine de Pisan, als Schriftstellerin ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Zun&auml;chst verfasste sie f&uuml;r ihre Kinder das Erziehungsbuch &bdquo;Buch der Klugheit&ldquo;, das sie an den Herzog von Burgund, Philipp den K&uuml;hnen (1342&ndash;1404), einen Sohn des franz&ouml;sischen K&ouml;nigs Johann II. der Gute (1319&ndash;1364), verkaufen konnte. 1390 war sie mit ihren Balladen bei einem Dichterwettbewerb erfolgreich.</p>
<p>Zwischen 1399 und 1405 verfasste Christine de Pisan insgesamt 15 B&auml;nde. Diese Werke lie&szlig; sie von der Handschriftenmalerin Anastasia mit pr&auml;chtigen Miniaturen schm&uuml;cken. </p>
<p>Im Geschichtsband &bdquo;Livre des fais et bonnes m&oelig;urs du sage roy Charles V.&ldquo; (&bdquo;Buch der gro&szlig;en Taten und des vorbildlichen Lebenswandels des weisen K&ouml;nigs Karls V.&ldquo;) setzte Christine de Pisan dem G&ouml;nner ihrer Familie ein literarisches Denkmal. Au&szlig;erdem schrieb sie die gesellschaftspolitischen Werke &bdquo;Livre du Corps de policie&ldquo; (&bdquo;Buch vom Staatswesen&ldquo;) und &bdquo;Livre de la paix&ldquo; (&bdquo;Buch vom Frieden&ldquo;), in dem sie zum &bdquo;Hundertj&auml;hrigen Krieg&ldquo; (1339&ndash;1453) zwischen England und Frankreich Stellung bezog und sich f&uuml;r Frieden und Einigkeit einsetzte.</p>
<p>Die Liebe und die Beziehungen zwischen den Geschlechtern behandelte Christine de Pisan in den Werken &bdquo;Livre du duc vrais amans&ldquo; (&bdquo;Buch vom wahrhaft liebenden Herzog&ldquo;) und &bdquo;Cent Ballades d&rsquo;amant et de dame&ldquo; (&bdquo;Hundert Balladen &uuml;ber einen Liebenden und seine Herzensdame&ldquo;). </p>
<p>In &bdquo;&Eacute;pitre au dieu d&rsquo;amour&ldquo; (&bdquo;Sendbrief vom Gott Amor&ldquo;) kritisierte Christine de Pisan frauenfeindliche Tendenzen ihrer Zeit. In ihrem Hauptwerk, dem &bdquo;Buch &uuml;ber die Stadt der Frauen&ldquo;, forderte sie keine Neuordnung der sozialen Rollen, sondern die Verteidigung der Frauen gegen die verbalen und sexuellen Angriffe &uuml;berheblicher M&auml;nner. Die &bdquo;Stadt der Frauen&ldquo; war als allegorischer Zufluchtsort f&uuml;r die &bdquo;gl&uuml;cklichen B&uuml;rgerinnen im K&ouml;nigreich F&eacute;menie&ldquo; erdacht. Als Baumaterial sollten die lobenswerten Taten und Werke gelehrter Frauen vergangener Zeiten dienen. </p>
<p>Besonders kritisch setzte sich Christine de Pisan mit dem franz&ouml;sischen Dichter Jean de Meung (um 1240&ndash;um 1305) auseinander, der im zweiten Teil des &bdquo;Rosenromans&ldquo; ein sehr negatives Frauenbild vertritt. Sie widerlegte die Jahrtausende alte Lehre von der geistigen und moralischen Minderwertigkeit der Frauen und gr&uuml;ndete den &bdquo;Court amoureuse&ldquo;, ein Minnegericht.</p>
<p>Stark autobiographisch gepr&auml;gt ist Christine des Pisans Roman &bdquo;Avision Christine&ldquo; (&bdquo;Christines Vision&ldquo;, um 1410). Darin schilderte sie unter anderem ihre wirtschaftlich schweren Zeiten als junge Witwe und wie sie unter vielen Bel&auml;stigungen, widerlichen Blicken und dem Spott angetrunkener, im &Uuml;berfluss lebender M&auml;nner zu leiden hatte. </p>
<p>Englands K&ouml;nig Heinrich V. (1387&ndash;1422) lud Christine de Pisan an seinen Hof ein, doch sie nahm dieses Angebot nicht an. Ab 1418 lebte sie im Kloster der Dominikanerinnen von Saint-Louis in Poissy. Mit dem Gedicht &bdquo;Dit&igrave;&eacute; de Jehanne d&rsquo;Arc&ldquo; (1430) feierte sie die Jungfrau von Orl&eacute;ans (1412&ndash;1431) als Heldin. Von zeitgen&ouml;ssischen Dichtern wurde Christine de Pisan hoch verehrt. Sie starb 1431 in Poissy.</p>
<p>Literatur: &nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; bei:<br />
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		</item>
		<item>
			<title>COSIMA-WAGNER</title>
			<description><![CDATA[<p><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/CosimaWagner.jpg" /></p>
<p>Unsterblich in der Welt der Oper machte sich Cosima Wagner (1837&ndash;1930), geborene de Flavigny, als erster weiblicher Leiter der weltber&uuml;hmten &bdquo;Bayreuther Festspiele&ldquo;. Die Herrin auf dem &bdquo;Gr&uuml;nen H&uuml;gel&ldquo; erwarb sich bei der Fortf&uuml;hrung der seit 1876 stattfindenden Auff&uuml;hrungen ihres verstorbenen Mannes, des deutschen Komponisten Richard Wagner (1813&ndash;1883), im eigens daf&uuml;r errichteten Festspielhaus gro&szlig;e Verdienste. </p>
<p>Cosima de Flavigny kam am 24. Dezember 1837 im &bdquo;Hotel del&rsquo;Angelo&ldquo; in Como (Italien) zur Welt. Sie war die Tochter der franz&ouml;sischen Schriftstellerin Marie Gr&auml;fin d&rsquo;Agoult (1805&ndash;1876), geborene de Flavigny, sowie des ungarisch-deutschen Klaviervirtuosen und Komponisten Franz Liszt (1811&ndash;1886). </p>
<p>Das M&auml;dchen erhielt den Vornamen nach dem Drama &bdquo;Cosima&ldquo;, das von der franz&ouml;sischen Schriftstellerin George Sand (1804&ndash;1876), einer Freundin der Mutter, verfasst worden ist. Sein Geburtstag wurde jeweils nicht bereits am 24. Dezember (Heiliger Abend), sondern immer erst einen Tag sp&auml;ter am 25. Dezember (erster Weihnachtsfeiertag) gefeiert. </p>
<p>Cosimas Mutter hatte sich 1827 mit dem Grafen Charles d&rsquo;Agoult (1790&ndash;1875) verm&auml;hlt, diesen jedoch 1834 nach sieben Ehejahren verlassen, um fortan mit Liszt zusammenzuleben. Nach f&uuml;nfj&auml;hriger Liaison trennte sich Liszt 1839 von seiner Geliebten und den gemeinsam gezeugten drei Kindern Blandine (geb. 1835), Cosima (geb. 1837) und Daniel (geb. 1839), die alle bereits im S&auml;uglingsalter einer Amme &uuml;bergeben wurden.</p>
<p>1844 legitimierte Franz Liszt seine drei unehelich geborenen Kinder und lie&szlig; sie zun&auml;chst von seiner Mutter in Paris betreuen. Sp&auml;ter kamen die beiden Schwestern in die Obhut einer Gouvernante namens Patersi Fossombroni, w&auml;hrend ihr Bruder weiter bei seiner Gro&szlig;mutter blieb. Als Kind wollte Cosima entweder Schriftstellerin wie ihre Mutter oder Pianist wie ihr Vater werden. 1853 beobachtete die sch&uuml;chterne 15-J&auml;hrige bei einem Diner ihres Vater in Paris staunend Richard Wagner. </p>
<p>Franz Liszt vertraute 1855 die drei M&auml;dchen der geschiedenen Franziska Elisabeth von B&uuml;low (1806&ndash;1888), geborene Stoll, in Berlin an. Deren Sohn, der Musik- und Klavierlehrer Hans von B&uuml;low (1830&ndash;1894), war ein Lieblingssch&uuml;ler von Liszt. Am 19. Oktober 1855 machte Hans von B&uuml;low der 16-j&auml;hrigen Cosima einen Heiratsantrag und hielt am 20. April 1856 offiziell bei Liszt um ihre Hand an. Liszt str&auml;ubte sich anfangs gegen diese Verbindung, doch am 18. August 1857 fand in der Berliner &bdquo;Sankt Hedwigskirche&ldquo; die Trauung statt.</p>
<p>Das junge Paar verbrachte im September 1857 seine Flitterwochen in Z&uuml;rich bei Richard Wagner, der Hans von B&uuml;low eingeladen hatte, weil er dringend einen kundigen Zuh&ouml;rer f&uuml;r den zweiten Akt von &bdquo;Siegfried&ldquo; brauchte. Wagner fiel dabei auf, dass Cosima seltsam aufgew&uuml;hlt war und ihm gegen&uuml;ber sehr auf Distanz hielt. </p>
<p>Bei einem weiteren Aufenthalt des Ehepaares in der Schweiz 1858 vertrauten sich Cosima und der Musiker und Dichter Karl Ritter (1830&ndash;1891), ein Studienfreund ihres Mannes, bei einer Bootsfahrt auf dem Genfer See das jeweilige Scheitern ihrer Ehe an. Sie bat ihn, sie zu ertr&auml;nken, lie&szlig; jedoch davon ab, als er ihr in den Tod folgen wollte. Beim Abschied fiel Cosima Wagner zu F&uuml;&szlig;en und bedeckte seine H&auml;nde mit Tr&auml;nen und K&uuml;ssen. Cosima gebar Hans von B&uuml;low 1860 die Tochter Daniela und 1863 die Tochter Blandine.</p>
<p>Am 28. November 1863 gaben Cosima von B&uuml;low-Liszt und Richard Wagner, der sich 1862 in Dresden von seiner Frau Minna Planer (1809&ndash;1866) getrennt hatte, bei einer Kutschenspazierfahrt in Berlin ihre Zur&uuml;ckhaltung auf und wurden ein Liebespaar. 1864 verlie&szlig; Cosima ihren launenhaften und wenig ehetauglichen Gatten und zog zu Richard Wagner nach Tribschen bei Luzern in die Schweiz. Beide f&uuml;hrten fortan eine &bdquo;wilde Ehe&ldquo; und zeugten die T&ouml;chter Isolde (1865&ndash;1919) und Eva (1867&ndash;1942). </p>
<p>Die bayerische Zeitung &bdquo;Volksbote&ldquo; warf 1866 Richard Wagner Ehebruch mit der Gattin seines Dirigenten Hans von B&uuml;low vor. Durch diese Aff&auml;re wurde die Freundschaft zwischen K&ouml;nig Ludwig II. von Bayern (1845&ndash;1886) und Richard Wagner getr&uuml;bt, weil der Herrscher am M&uuml;nchener Hof keine illegitimen Beziehungen duldete. </p>
<p>1869 lie&szlig; sich Cosima von ihrem ersten Mann scheiden. In jenem Jahr kam auch ihr Sohn Siegfried Wagner (1869&ndash;1930) zur Welt. Am 25. August 1870, dem 25. Geburtstag von K&ouml;nig Ludwig II., heiratete Cosima in der protestantischen Kirche von Luzern ihren Lebensgef&auml;hrten Richard Wagner. Ihre Liebe war so gro&szlig; und ihre Ehe verlief so harmonisch, dass beide bis in die Tr&auml;ume von dem Gedanken gequ&auml;lt wurden, einer von ihnen k&ouml;nne fr&uuml;her sterben als der andere. </p>
<p>Am Reformationstag 1872 trat die Katholikin Cosima Wagner zur protestantischen Kirche &uuml;ber. Zwischen 1872 und 1876 erbaute Otto Br&uuml;ckwald auf dem &bdquo;Gr&uuml;nen H&uuml;gel&ldquo; das Bayreuther Festspielhaus, in dem fortan die Wagner-Festspiele stattfanden. 1873 wurde die Villa &bdquo;Wahnfried&ldquo;, das Wohnhaus von Richard und Cosima Wagner in Bayreuth, vollendet. </p>
<p>Um seine Gesundheit wiederherzustellen, zog Richard Wagner 1882 nach Venedig, wo er am 13. Februar 1883 im Alter von 69 Jahren im &bdquo;Palazzo Vendramin&ldquo; einem Herzleiden erlag. Einen Tag und eine Nacht sa&szlig; Cosima starr neben seinem Leichnam und sehnte ihr eigenes Ende herbei. Zwei Monate sp&auml;ter erkrankte sie schwer und wurde immer schw&auml;cher, worauf ihr Vater bef&uuml;rchtete, sie wolle sterben. Doch sie erholte sich wieder.</p>
<p>Von 1883 bis 1907 &uuml;bernahm Cosima Wagner die k&uuml;nstlerische und kaufm&auml;nnische Leitung der &bdquo;Bayreuther Festspiele&ldquo;. Anfangs wollte die Witwe nur dem Werk Richard Wagners dienen, indem sie es bewahrte, doch allm&auml;hlich durchbrach sie das Ritual der ewigen Wiederholung. Radikal wandte sie sich von der Oper als St&auml;tte purer Vokalisierungskunst ab, wichtig erschienen ihr allein die Handlung und das Drama. Manche Kritiker staunten &uuml;ber die &bdquo;Wunder ihrer Inszenierungen&ldquo;, andere hielten sie f&uuml;r unmusikalisch, weil sie bereit war, die Musik dem Wort zu opfern.</p>
<p>Am 6. Dezember 1906 erlitt Cosima Wagner auf Schloss Langenburg bei einem Besuch des mit ihr befreundeten F&uuml;rsten Ernst zu Hohenlohe (1863&ndash;1950) einen Zusammenbruch. Nach einigen Tagen trat sie die R&uuml;ckreise nach Bayreuth an und &uuml;bergab, da ihr die &Auml;rzte fortan jede Anstrengung verboten, 1907 die Leitung der Festspiele an ihren Sohn Siegfried. Fortan mied sie das Festspielhaus auf dem &bdquo;Gr&uuml;nen H&uuml;gel&ldquo;.</p>
<p>Cosimas Briefwechsel mit dem britischem Schriftsteller Houston Stewart Chamberlain (1855&ndash;1927), der seit 1909 mit ihrer Tochter Eva Wagner verheiratet war, dem deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche (1844&ndash;1900) und anderen ber&uuml;hmten Pers&ouml;nlichkeiten sowie ihre 21 Hefte mit 5000 Seiten umfassenden Tageb&uuml;cher gelten als kulturgeschichtliche Dokumente. Nicht nur f&uuml;r Nietzsche, der sie gl&uuml;hend verehrte, blieb sie eine unerreichbare Geliebte.</p>
<p>Cosima Wagner starb am 1. April 1930 im Alter von 92 Jahren w&auml;hrend des Schlafes im Haus &bdquo;Wahnfried&ldquo; in Bayreuth. Sie wurde an der Seite Richard Wagners im Garten der Villa &bdquo;Wahnfried&ldquo; in Bayreuth zur letzten Ruhe gebettet. </p>
<p>*</p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; von Ernst Probst<br />
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			<title>CHRISTINA-ONASSIS</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=784047"><img title="ChristinaOnassis" alt="ChristinaOnassis" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/047/784047_78a1d45352_s.jpg" /></a></p>
<p>Die erste Frau im Vorstand des griechischen Reederverbandes war Christina (&bdquo;Tina&ldquo;) Onassis (1950&ndash;1988). Man w&auml;hlte die gr&ouml;&szlig;te Reederin der Welt 1982 in dieses verantwortungsvolle Amt. Weniger Gl&uuml;ck als im Beruf besa&szlig; sie im Privatleben: In ihrer Kindheit wurde sie von Mutter und Vater oft mit Kinderm&auml;dchen und Privatlehrern allein gelassen. Au&szlig;erdem trennten sich die Eltern, als sie noch keine zehn Jahre alt war. Keine der vier Ehen der empfindsamen, impulsiven und dickk&ouml;pfigen Christina hielt lange. </p>
<p>Christina Onassis erblickte am 11. Dezember 1950 im New Yorker Stadtteil Manhattan das Licht der Welt. Ihr Vater war der griechische Gro&szlig;reeder Aristoteles Onassis (1907&ndash;1975). Ihre Mutter Athina Onassis (1928&ndash;1974), geborene Livanos, stammte aus einer reichen argentinischen Reederfamilie. Der Vater kontrollierte eine der gr&ouml;&szlig;ten Privatflotten der Welt mit etwa 40 Tankern und Frachtern. Au&szlig;erdem war er an Banken, Spielcasinos und Immobilienunternehmen beteiligt. Die Mutter galt zeitweilig als &bdquo;sch&ouml;nste Frau der Welt&ldquo;.</p>
<p>Christina wuchs in der luxuri&ouml;sen Umgebung der elterlichen Residenzen in New York, Athen, Paris, Montevideo und an der Riviera auf. Mehrfach im Jahr wurden die zwei Onassis-Kinder Christina und Alexander von dem Stadthaus in New York zur Pariser Wohnung gebracht. Von dort aus ging es zur Villa bei Athen und dann zum &bdquo;Chateau de la Croe&ldquo; an der franz&ouml;sischen Riviera, wo Christina auf Ponys ritt, die ihr der K&ouml;nig von Saudi-Arabien geschenkt hatte.</p>
<p>Aristoteles Onassis war ganz vernarrt in seine kleine Tochter und nannte sie &bdquo;Chryso-Mou&ldquo; (&bdquo;mein Goldschatz&ldquo;). Er hatte ein schlechtes Gewissen, weil er sich wegen seiner Gesch&auml;fte nicht mehr Zeit f&uuml;r sie nehmen konnte. Einmal brachte er ihr von einer Reise eine Puppe mit, die ein Modellkleid des franz&ouml;sischen Modesch&ouml;pfers Christian Dior (1905&ndash;1957) trug. </p>
<p>Als seine Tochter f&uuml;nf Jahre alt war, kaufte Aristoteles Onassis eine Jacht, der er den Namen &bdquo;Christina&ldquo; gab. An Bord dieses Schiffes lie&szlig; er das Kinderzimmer von dem Maler Ludwig Bemelmans (1898&ndash;1962) dekorieren. Die Jacht wurde f&uuml;r Christina und ihren Bruder ein schwimmendes Zuhause. Wenn das Schiff mit den Kindern an Bord l&auml;ngere Zeit auf dem Mittelmeer kreuzte, unterrichteten Professoren das M&auml;dchen und den Jungen.</p>
<p>Christina und Alexander Onassis besa&szlig;en nie eine feste Bleibe. Ihre Eltern verreisten oft und lie&szlig;en sie monatelang von Kinderm&auml;dchen und Hauslehrern betreuen. Einerseits f&uuml;hrten die beiden Kinder ein sorgloses Dasein, andererseits fehlte ihnen die W&auml;rme eines Elternhauses. Auf diese Kindheitserfahrungen d&uuml;rften Christinas sp&auml;tere h&auml;ufige Depressionen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein. </p>
<p>Als Christina Onassis neun Jahre alt war, lie&szlig;en sich ihre Eltern scheiden. Ihre Mutter konnte es nicht l&auml;nger ertragen, dass ihr Mann sie mit der S&auml;ngerin Maria Callas (1923&ndash;1977) betrog. Sie st&uuml;rzte im Juli 1959 in Venedig in die Jachtkabine von &bdquo;Tina&ldquo;, sagte ihr, sie solle schnell aufstehen, weil sie nach Paris fliegen w&uuml;rden. Das M&auml;dchen merkte, dass etwas Schlimmes passiert war. 1960 lie&szlig; sich ihre Mutter nach 13-j&auml;hriger Ehe von ihrem Vater wegen &bdquo;seelischer Grausamkeit&ldquo; scheiden.</p>
<p>Nach der zweiten Ehe ihrer Mutter mit dem Herzog von Blandford kam Christina Onassis in das &bdquo;Internat St.-George&ldquo; bei Lausanne (Schweiz), wo sie fast krankhaft sch&uuml;chtern und menschenscheu wirkte. Ihre Ferien verbrachte sie abwechselnd bei ihrer Mutter oder ihrem Vater. Damals hoffte sie immer noch auf eine Vers&ouml;hnung der beiden. Neuen Mut fasste sie, als ihr Vater die Callas verlie&szlig;, weil sie wusste, dass die Ehe ihrer Mutter mit dem Herzog nur noch auf dem Papier bestand. </p>
<p>Doch 1968 teilte Aristoteles Onassis seiner Tochter mit, er werde die amerikanische Pr&auml;sidentenwitwe Jacqueline (&bdquo;Jackie&ldquo;) Kennedy (1929&ndash;1994) heiraten. Christina, die damals am &bdquo;Queen&rsquo;s College&ldquo; in London studierte, war dar&uuml;ber so sprachlos, dass sie anfangs z&ouml;gerte, der Hochzeit auf der Insel Skorpios beizuwohnen, schlie&szlig;lich aber doch kam. Das Verh&auml;ltnis zwischen Stieftochter und Stiefmutter soll k&uuml;hl bis ablehnend gewesen sein. </p>
<p>Am 26. Juli 1971 heiratete die 20-j&auml;hrige Christina Onassis gegen den Willen ihres Vaters in Los Angeles (Kalifornien) den 47 Jahre alten amerikanischen Grundst&uuml;cksmakler Joseph Bolker aus Hollywood. Sie hatte den geschiedenen Mann am Rand des Schwimmbades von Monte Carlo kennen gelernt. Er war der Vater von vier T&ouml;chtern, von denen zwei &auml;hnlich alt wie Christina gewesen sind. Nach der dritten Ehe ihrer Mutter mit dem Onassis-Konkurrenten Stavros Niarchos (1909&ndash;1996) im Oktober 1971 unternahm Christina einen Selbstmordversuch. Ihre Ehe mit Bolker wurde bereits nach einem halben Jahr wieder aufgel&ouml;st. Christina kehrte nach Europa zur&uuml;ck, tr&ouml;stete sich mit allerlei Flirts und irrte immer rastloser in der Welt umher. </p>
<p>Nach dem Tod ihres im Januar 1973 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Bruders Alexander wurde Christina Onassis von ihrem Vater in die Leitung des multinationalen Onassis-Konzerns eingef&uuml;hrt. Sie arbeitete im New Yorker B&uuml;ro des Gro&szlig;reeders mit, assistierte ihm bei gesch&auml;ftlichen Besprechungen und machte ein dreimonatiges Volontariat in der Schiffsbranche. Sp&auml;ter wirkte sie regelm&auml;&szlig;ig im Onassis-Hauptquartier in Monaco mit. Im August 1974 nahm Christina Onassis eine &Uuml;berdosis Schlaftabletten und konnte nur in letzter Minute gerettet werden. Zwei Monate sp&auml;ter &ndash; im Oktober 1974 &ndash; starb ihre damals mit dem Reeder Stavros Niarchos verheiratete Mutter in Paris an einem Lungen&ouml;dem. </p>
<p>Nach dem Tod ihres Vaters am 15. M&auml;rz 1975 erbte die 24-j&auml;hrige Christina Onassis 47,5 Prozent des auf 500 bis 750 Millionen US-Dollar (damals umgerechnet 1,3 bis 1,95 Milliarden Mark) gesch&auml;tzten Verm&ouml;gens. Au&szlig;erdem sah das Testament f&uuml;r sie ein j&auml;hrliches Garantieeinkommen von 250000 US-Dollar und 75 Prozent der Eigentumsrechte an der Jacht &bdquo;Christina&ldquo;, der Insel Skorpios und anderen Besitzt&uuml;mern vor. Der Rest des Verm&ouml;gens von 52,5 Prozent, das urspr&uuml;ngliche Erbe ihres Bruders, floss in eine gemeinn&uuml;tzige Stiftung mit Sitz in Liechtenstein, deren Vorsitz &bdquo;Tina&ldquo; &uuml;bernahm. </p>
<p>Im Juli 1975 heiratete die einzige Tr&auml;gerin des Namens Onassis in zweiter Ehe den Sohn eines griechischen Gro&szlig;industriellen, Alexandros Andreadis. Bald stellte sich heraus, das der Milliardennachlass ihres Vaters eine Legende war. Wegen Mangels an Bedarf lagen viele der Onassis-Tanker seit Beginn der &Ouml;lkrise unbenutzt in den H&auml;fen. Der Marktwert der Flotte war auf knapp 300 Millionen Dollar gesunken. Da die Schiffe bis zu 80 Prozent ihres Wertes mit Hypotheken belastet waren, geh&ouml;rten sie eigentlich den Banken. Zudem lag Onassis mit Zinszahlungen von 100 Millionen US-Dollar im R&uuml;ckstand.</p>
<p>Zur gleichen Zeit beschlagnahmten griechische Beh&ouml;rden drei Banken des Andreadis-Konsortiums und warf die Regierung dem Vater von Alexander Andreadis vor, er habe sich unter dem Milit&auml;rregime auf illegale Weise bereichert. Auch Alexander selbst beschuldigte man als Direktor einer Schiffswerft in Elefsis einer Reihe von Steuervergehen. Daraufhin suspendierte ihn Christina von seinem Posten als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Alexander-Onassis-Stiftung. Die Aufregungen gingen an &bdquo;Tina&ldquo; nicht spurlos vor&uuml;ber: Sie erkrankte auf einem Flug von New York nach Athen und verlor kurz darauf in einer Privatklinik ihr Baby. </p>
<p>&bdquo;Tina&ldquo; Onassis schenkte sp&auml;ter die Jacht &bdquo;Christina&ldquo; dem griechischen Pr&auml;sidenten und ihre Anteile am Familienbesitz auf der Insel Skorpios ihrer Stiefmutter Jacqueline. 1976 focht sie erfolgreich den Passus im Testament ihres Vaters an, der ihr nur die Nutzung, aber nicht die volle Verf&uuml;gbarkeit &uuml;ber das v&auml;terliche Erbe einr&auml;umte. 1977 schlossen &bdquo;Tina&ldquo; und &bdquo;Jackie&ldquo; Onassis angeblich einen Vertrag, der vorsah, dass die Witwe f&uuml;r umgerechnet 45 Millionen Mark auf alle weiteren Anspr&uuml;che verzichtete.</p>
<p>Christina Onassis trat nun an die Spitze des multinationalen Konzerns. Dabei wurde sie von erfahrenen Ratgebern unterst&uuml;tzt. Sie engagierte sich in der Gesch&auml;ftsleitung, verj&uuml;ngte ihren engsten Mitarbeiterstab, straffte und modernisierte die weltweiten Aktivit&auml;ten und liquidierte alle Beteiligungen an branchenfremden Unternehmen. </p>
<p>Im Juli 1977 wurde die zweite Ehe von Christina Onassis mit Alexandros Andreadis geschieden. Am 1. August 1978 heiratete &bdquo;Tina&ldquo; in Moskau in dritter Ehe den zehn Jahre &auml;lteren Sowjetb&uuml;rger Sergej Kausow, der bis zum 1. Juni 1978 Schiffahrtsfunktion&auml;r und Abteilungsleiter der staatlichen Transportorganisation &bdquo;Sowfracht&ldquo; war. Diese Ehe endete im Mai 1980. </p>
<p>Im M&auml;rz 1984 folgte die vierte Ehe mit dem Franzosen Thierry Roussel, dem Miterben des Chemiekonzerns Roussel-Uclaf und Inhaber einer Mannequin-Agentur in Paris. Aus dieser Ehe ging am 31. Januar 1985 im Pariser Vorort Neuilly die Tochter Athina hervor die den Namen ihrer Gro&szlig;mutter erhielt. Ebenfalls im Januar 1985 erwarb die Familie ein herrschaftliches Anwesen in Lussy-sur-Morges im Waadtland bei Genf. Im Oktober 1987 wurde auch die vierte Ehe geschieden. Die Tochter blieb bei der Mutter.</p>
<p>In sp&auml;teren Biographien hei&szlig;t es, Christina Onassis sei ihrem Ex-Mann Thierry Roussel auch nach der Scheidung h&ouml;rig und mit ihm intim gewesen. Sie soll ihm f&uuml;r jede gemeinsam verbrachte Nacht einen Liebeslohn von 100000 US-Dollar gezahlt haben. Einem Freund schrieb sie, sie sei ein &bdquo;Ausnutzungsobjekt&ldquo; von Roussel. </p>
<p>W&auml;hrend der letzten Lebensjahre lebte Christina Onassis meistens zur&uuml;ckgezogen in der Schweiz, konzentrierte sich auf die Leitung ihres Konzerns und widmete sich der Onassis-Stiftung, die auf ihre Anregung hin seit 1978 j&auml;hrlich zwei mit je 100000 US-Dollar ausgestattete Preise vergibt, welche die jeweils beste Leistung zum Schutz der Menschenrechte und der Umwelt honorieren.</p>
<p>Am 18. November 1988 erlag Christina Onassis im Alter von nur 37 Jahren in Tortuguitas bei Buenos Aires (Argentinien) einem Herzinfarkt. Wiederbelebungsversuche in der &bdquo;Clinica del Sol&ldquo; in Buenos Aires blieben erfolglos. Die Beisetzung fand auf der Insel Skorpios bei Leukas im Ionischen Meer statt. </p>
<p>Christinas Universalerbin wurde ihre damals dreij&auml;hrige Tochter Athina, deren seinerzeit auf eine Milliarde US-Dollar gesch&auml;tztes Verm&ouml;gen von f&uuml;nf Treuh&auml;ndern bis zur Vollj&auml;hrigkeit 2003 verwaltet werden sollte. Deren Vater Thierry Roussel fand man mit einer j&auml;hrlichen Apanage auf Lebenszeit von mehr als 1,5 Millionen US-Dollar ab.</p>
<p>Nach dem Tod ihrer Mutter &bdquo;Tina&ldquo; kam Athina Onassis in die Obhut ihres Vaters Thierry Roussel. Jener hatte bereits zu Lebzeiten seiner Frau eine Aff&auml;re mit dem schwedischen Fotomodell Gaba Landhage, mit ihr einen Sohn gezeugt und sie 1990 geheiratet. Tochter Athina streute bei der Hochzeit von Vater und Stiefmutter die Blumen.</p>
<p><a href="\&lt;/body"></a></p>]]></description>
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		</item>
		<item>
			<title>CALAMITY-JANE</title>
			<description><![CDATA[<p><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/CalamityJane.jpg" /></p>
<p>Eine der ber&uuml;hmtesten Scharfsch&uuml;tzinnen des Wilden Westens war Martha Jane Canarry (1852&ndash;1903), genannt Calamity Jane &ndash; zu deutsch: &bdquo;Katastrophen-Jane&ldquo;. Laut Legende erhielt sie ihren Spitznamen, weil &uuml;ber jeden Mann der sie beleidigte, eine Katastrophe hereingebrochen sei. Auf den ersten Blick hielt man diese Frau, die als Sch&uuml;tzin, Reiterin und Kundschafterin einen gewissen Ruf genoss, f&uuml;r einen Mann. Denn sie war gekleidet wie die Cowboys, oft auf Pferden unterwegs sowie mit Lasso und Winchester-Karabiner bewaffnet. </p>
<p>Martha Jane Canarry wurde am 1. Mai 1852 als &auml;ltestes von sechs Kindern einer gl&auml;ubigen Pioniersfamilie in Princeton (Missouri) geboren. Um 1863 zog sie mit ihrer Familie westw&auml;rts und wuchs in Goldgr&auml;berst&auml;dten des Wilden Westens auf. 1865 kam sie nach Virginia City (Montana), 1869 nach Cheyenne (Wyoming) und Abilene (Kansas).</p>
<p>Schon im Kindesalter musste Martha Jane kr&auml;ftig mit anpacken und lernte den Umgang mit Pferden und Gewehren. 1866 starb ihre Mutter in Black Foot (Montana) und 1867 ihr Vater. Fortan hatte sie f&uuml;r sich selbst aufzukommen. In der Folgezeit zog sie allein mit Pferd und Waffe durch die Pr&auml;rien von Wyoming, Dakota und Montana.</p>
<p>Die junge Frau verdiente ihren Unterhalt durch Gelegenheitsarbeiten und wurde wegen ihres Alkoholkonsums, ihrer m&auml;nnlichen Garderobe und ihres Tabakkauens zur Kuriosit&auml;t. Zeitweise verlegte sie Eisenbahnschienen f&uuml;r die &bdquo;Northern Pacific Railrod&ldquo;, f&uuml;hrte Siedlertrecks durch den Wilden Westen, diente als Kundschafterin f&uuml;r die Armee und transportierte die Post zwischen Custer in Montana und Deadwood in South Dakota.</p>
<p>Laut Legende war Martha Jane Canarry in den Stadtmarshal von Abilene, James Butler Hickok (1837&ndash;1876), genannt &bdquo;Wild Bill Hickok&ldquo;, unsterblich verliebt. Jener f&uuml;hrte ein abenteuerliches Leben und hatte offenbar wegen einer Angstneurose einen Killerinstinkt: Wenn er f&uuml;hlte, dass eine Gefahr heraufzog, zog er schnell und sicher seine Pistole und schoss.</p>
<p>Der Ruhm von &bdquo;Wild Bill Hickok&ldquo; beruhte auf einer gro&szlig;en L&uuml;ge. Angeblich hatte er am 12. Juli 1861 in der Postkutschenstation Rock Creek (Nebraska) ganz allein zehn M&ouml;rder und Pferdediebe erledigt. Diese erfundene Geschichte unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Wild Bill&ldquo; stand 1867 in der Februarausgabe von &bdquo;Harper&rsquo;s Magazine&ldquo;. Knapp 15 Jahre nach der Tat enth&uuml;llte ein Abgeordneter aus Nebraska bei der Unabh&auml;ngigkeitsfeier am 4. Juli 1876 die Wahrheit &uuml;ber diesen Vorfall, den man sp&auml;ter v&ouml;llig &uuml;bertrieben als &bdquo;Kampf von Rock Creek&ldquo; und &bdquo;McCanles Fight&ldquo; darstellte. </p>
<p>Hickok erschoss in Wirklichkeit drei unbewaffnete M&auml;nner aus einem Hinterhalt. Seine Opfer waren der Farmer David McCanles und dessen zwei Begleiter. McCanles hatte die Postkutschenstation an die &bdquo;Overland Stage Company&ldquo; verpachtet und wollte die l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Miete kassieren. Offenbar hatte der Posthalter Horace Wellmann das Geld unterschlagen und sein damaliger Stallbursche Hickok den l&auml;stigen Mahner erschossen. Erst 1927 erfuhr man die ganze Wahrheit im &bdquo;Nebraska History Magazine&ldquo;.</p>
<p>1869 wurde Hickok als Kurierreiter der Kavallerie bei einer Mission zwischen Fort Lyon und Wallace von Cheyenne-Indianern &uuml;berfallen, wobei ihn eine Lanze in der H&uuml;fte verwundete und er deswegen wochenlang im Lazarett liegen musste. Nach seiner Genesung arbeitete er als Sheriff von Ellis County, zu der die unruhige Grenzstadt Hays City geh&ouml;rte. Als er unter fragw&uuml;rdigen Umst&auml;nden zwei M&auml;nner erschoss, w&auml;hlte man ihn ab.</p>
<p>Im April 1871 wurde &bdquo;Wild Bill Hickok&ldquo; Stadtmarshal von Abilene, das seit 1868 erster Verladebahnhof und Umschlagplatz f&uuml;r die aus dem S&uuml;den herangetriebenen Rinderherden auf ihrem Weg zu den Schlachth&ouml;fen des Nordens war. Der als mehrfacher Killer bekannte Hickok machte den Saloon &bdquo;Alamo&ldquo; zu seinem Amtssitz und sorgte in Abilene f&uuml;r Recht und Ordnung. Im Oktober 1871 erschoss er bei einer Auseinandersetzung, die man sp&auml;ter phantasievoll &bdquo;The Texas Street Battle&ldquo; nannte, den Saloonwirt Phil Coe und versehentlich seinen eigenen Hilfssheriff Mike Williams. </p>
<p>In den 1870-er Jahren arbeitete Martha Jane Canarry in M&auml;nnerkleidung (Foto) zeitweise in Wyoming als Scout (Kundschafter) f&uuml;r die United States Cavalry (Kavallerie) unter General George Crook (1828&ndash;1890). Der Offizier f&uuml;hrte viele Feldz&uuml;ge gegen die Indianer und lernte dabei, seine tapferen Gegner zu achten. </p>
<p>Im Mai 1876 heiratete der 40-j&auml;hrige und am gr&uuml;nen Star leidende &bdquo;Wild Bill Hickok&ldquo; in Cheyenne die 50 Jahre alte Zirkus-Prinzipalin Agnes Lake Thatcher (1826&ndash;1907). Sie hatte sich schon 1871 in Abilene w&auml;hrend eines Gastspiels f&uuml;r Hickok interessiert und war gerade von einer erfolgreichen Europatournee zur&uuml;ckgekehrt. Das Paar verbrachte seine Flitterwochen in Cincinnati. </p>
<p>Danach ging Hickok allein nach Deadwood in South Dakota, wo er vermutlich Calamity Jane kennen lernte, die laut Legende seine Kameradin, wenn nicht sogar seine Geliebte oder sogar seine Frau, war. Von Hickok soll angeblich Janes Tochter Janey stammen.</p>
<p>&bdquo;Wild Bill Hickok&ldquo; starb am Nachmittag des 2. August 1876 beim Pokerspiel mit drei alten Freunden in Nuttall &amp; Mann&rsquo;s No. 10 Saloon in der Goldgr&auml;ber-Town Deadwood: Ein 25-J&auml;hriger namens Jack McCall (1851&ndash;1877) schoss ihn von hinten in den Kopf. Die Kartenkombination, die Hickok aus der Hand fiel &ndash; Pik-As, Kreuz-As, zwei schwarze Achter und Karo-Bube &ndash; hie&szlig; fortan &bdquo;dead mans&rsquo; hand&ldquo;. McCall wurde am 1. M&auml;rz 1877 wegen dieser Bluttat hingerichtet.</p>
<p>Ein Jahr nach dem Tod von &bdquo;Wild Bill Hickok&ldquo; grassierte 1878 in Deadwood eine Pockenepidemie, w&auml;hrend der Calamity Jane &ndash; aus heute nicht mehr eruierbaren Gr&uuml;nden &ndash; zur Heldin geworden sein soll. In Deadwood befindet sich auch das Grab von &bdquo;Wild Bill Hickok&ldquo;, vor dem sich Calamity Jane fotografieren lie&szlig;. Als Heroine und Sch&ouml;nheit kam sie in einem Groschenheft &uuml;ber den fiktiven Detektiv Deadwood Dick zu Ehren.</p>
<p>Im August 1885 heiratete Calamity Jane in El Paso (Texas) den Kutschenfahrer Clinton Burk. Am 28. Oktober 1887 brachte sie die Tochter Janey zur Welt. Ihr Ehegatte verlie&szlig; sie bald wieder, aber sie behielt seinen Namen. Dann gab Mrs. Burk ein kurzes Gastspiel bei Buffalo Bills Wild-West-Show, wo man sie wegen st&auml;ndiger Trunkenheit feuerte, und zog danach mit der &bdquo;Palace Museum Show&ldquo; durch das Land. Mit Hilfe eines weiblichen Ghostwriters brachte sie ihre vor Erfindungen strotzenden Memoiren &bdquo;Life and Adventures of Calamity Jane&ldquo; (1895) zu Papier. </p>
<p>Als Mrs. Burk wegen Trunkenheit und schlechten Benehmens auch bei der &bdquo;Palace Museum Show&ldquo; ihren Job verlor, vagabundierte sie durch den Westen und verkaufte selbst ihre Memoiren. Manchmal sah man sie in einem Bordell, wo sie ihre Liebesdienste anbot, oder trinkend und fluchend in Saloons. Gar nicht selten wurde sie mit Schimpf und Schande aus einer Stadt gejagt. </p>
<p>Am 2. August 1903 starb Calamity Jane im Alter von 51 Jahren in einem Hotelzimmer in Terry bei Deadwood. Wie &bdquo;Wild Bill Hickok&ldquo; wurde auch sie in Deadwood begraben. Ihre Tochter Janey erhielt erst Jahre nach dem Tod der Mutter deren w&auml;hrend der Wanderschaft geschriebene Briefe. In zahlreichen Wild-West-Filmen ist Jane als Nebenfigur zu sehen, in dem Streifen &bdquo;Calamity Jane&ldquo; (1953) mit Doris Day steht sie im Mittelpunkt der Handlung.</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/calamity-jane/C/373.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>CLARA-ZETKIN</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=63497"><img alt="Zetkin" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/497/63497_93d160e27b_s.jpg" /></a></p>
<p>Zu den bedeutendsten Sozialdemokratinnen und Kommunistinnen Deutschlands z&auml;hlte die Politikerin Clara Zetkin (1857&ndash;1933), geborene Ei&szlig;ner. Anfangs geh&ouml;rte sie der SPD an und f&ouml;rderte die proletarische Frauenbewegung. Sp&auml;ter hob sie den &bdquo;Spartakusbund&ldquo; und die &bdquo;Unabh&auml;ngige Sozialdemokratische Partei Deutschlands&quot; (USPD) mit aus der Taufe und hatte in der &bdquo;Kommunistischen Partei Deutschlands&ldquo; (KPD) wichtige Funktionen. Au&szlig;erdem tat sie sich als engagierte Pazifistin hervor. </p>
<p>Clara Ei&szlig;ner kam am 5. Juli 1857 als Tochter eines Dorfschullehrers und einer Hausfrau in Wiederau bei Rochlitz (Sachsen) zur Welt. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in einem vom Christentum und Humanismus gepr&auml;gten Elternhaus. Bereits als kleines M&auml;dchen war sie so wissbegierig, dass ihr der Vater zus&auml;tzlich Unterricht gab. Schon w&auml;hrend ihrer Schulzeit wurde sie mit dem sozialen Elend konfrontiert und engagierte sie sich f&uuml;r den unterprivilegierten Teil der Gesellschaft.</p>
<p>1872 zogen die Eltern nach Leipzig um, wo Clara Ei&szlig;ner das von der P&auml;dagogin und Frauenrechtlerin Auguste Schmidt (1833&ndash;1902) gef&uuml;hrte Lehrerinnenseminar besuchte. Zu Beginn ihres Berufslebens arbeitete sie als Hauslehrerin. 1878 schloss sie sich der &bdquo;Sozialdemokratischen Partei Deutschlands&ldquo; (SPD) an und kam fr&uuml;h mit den F&uuml;hrern der deutschen sozialistischen Bewegung, Wilhelm Liebknecht (1871&ndash;1919) und August Bebel (1840&ndash;1913), zusammen. </p>
<p>1882 verliebte sich Clara Ei&szlig;ner in den aus Odessa (Ukraine) stammenden j&uuml;dischen Schriftsetzer und Revolution&auml;r Ossip Zetkin (1853&ndash;1889). Mit ihm lebte sie ab 1883 in Paris, wo sie noch im selben Jahr ihren Sohn Maxim gebar. Von da an nannte sich, obwohl sie unverheiratet blieb, Clara Zetkin. 1885 kam der Sohn Konstantin (&bdquo;Kostja&ldquo;) zur Welt. </p>
<p>Im Juli 1889 tat Clara Zetkin beim Gr&uuml;ndungskongress der &bdquo;Zweiten Internationale&ldquo; in Paris erstmals ihre Ansichten zur proletarischen Frauenbewegung &ouml;ffentlich kund. Sie erkl&auml;rte: &bdquo;Wie der Arbeiter vom Kapitalisten unterjocht wird, so die Frau vom Manne; und sie wird unterjocht bleiben, solange sie nicht wirtschaftlich unabh&auml;ngig dasteht.&ldquo; Auf ihre Initiative fasste man den Beschluss, die Frauen als gleichberechtigte Mitglieder in die sozialistischen Organisationen aufzunehmen.</p>
<p>Nach dem fr&uuml;hen Tod ihres Lebensgef&auml;hrten Ossip Zetkin 1889 und der Aufhebung des Sozialistengesetzes 1890 zog Clara Zetkin mit ihren zwei S&ouml;hnen nach Stuttgart. Damals arbeitete sie als Anzeigenwerberin, da ihr selbst August Bebel keine Stelle in der SPD verschaffen konnte. Ab 1890 organisierte sie die sozialdemokratische Frauenbewegung in Deutschland. Von 1891 bis 1913 fungierte sie als Herausgeberin der sozialistischen Frauenzeitschrift, die ab 1891 den Titel &bdquo;Die Arbeiterin&ldquo; trug und ab 1892 &bdquo;Die Gleichheit&ldquo; hie&szlig;. </p>
<p>Von 1895 bis 1913 war Clara Zetkin Mitglied der Kontrollkommission der SPD. Auf dem &bdquo;Internationalen Arbeiterkongress&ldquo; 1898 forderte Clara Zetkin in ihrer Rede &bdquo;F&uuml;r die Befreiung der Frau&ldquo; das Recht der Frau auf uneingeschr&auml;nkte Erwerbst&auml;tigkeit als notwendige Voraussetzung f&uuml;r die Emanzipation.</p>
<p>In Stuttgart heiratete Clara Zetkin 1899 den 18 Jahre j&uuml;ngeren Meistersch&uuml;ler an der Kunstschule, Georg Friedrich Zundel (1875&ndash;1958). Trotzdem trug sie weiterhin den Familiennamen &bdquo;Zetkin&ldquo;.</p>
<p>1907 nahm Clara Zetkin an der &bdquo;Ersten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz&ldquo; teil und wurde deren Sekret&auml;rin. Auf der &bdquo;Zweiten Internationalen Frauenkonferenz&ldquo; in Kopenhagen 1910 wurde der von ihr eingereichte Antrag, den 8. M&auml;rz in allen L&auml;ndern als &bdquo;Tag der Frau&ldquo; zu feiern, angenommen. </p>
<p>Der franz&ouml;sische Schriftsteller Louis Aragon (1897&ndash;1982) h&ouml;rte 1912 beim &bdquo;Internationalen Sozialistenkongress&ldquo; in Basel (Schweiz) die Rede mit dem Titel &bdquo;Wir erheben uns gegen den imperialistischen Krieg&ldquo; von Clara Zetkin. Weil ihn ihre Worte tief beeindruckten, schrieb er ihr zu Ehren das Buch &bdquo;Die Glocken von Basel&ldquo;, das 1946 auch in deutscher Sprache erschien. </p>
<p>In der SPD musste Clara Zetkin h&auml;ufig aufreibende Konflikte mit konkurrierenden b&uuml;rgerlichen Parteigenossinnen durchstehen. Um die Jahrhundertwende setzte sie sich &ndash; mit Unterst&uuml;tzung der Mehrheit des Parteivorstandes &ndash; gegen die SPD-Politikerin Lily Braun (1865&ndash;1916) durch, die in der deutschen Frauenbewegung f&uuml;hrend t&auml;tig war. Sp&auml;ter erwuchsen ihr in der SPD neue Konkurrentinnen. Dazu geh&ouml;rte ab 1913/1914 vor allem Luise Zietz (1865&ndash;1922), die als erste Frau 1909 in den Parteivorstand der SPD gew&auml;hlt und von den meisten Genossen unterst&uuml;tzt wurde.</p>
<p>Durch die teilweise heftig gef&uuml;hrten Auseindersetzungen stand Clara Zetkin, die ein Herzleiden hatte, st&auml;ndig unter Druck und war sie stets &uuml;berarbeitet. Wegen zeitgleicher gesundheitlicher Probleme &ndash; sie drohte zu erblinden &ndash; zog sie sich allm&auml;hlich von ihren Funktionen in der SPD zur&uuml;ck. Ihre &Auml;mter wurden von Luise Zietz &uuml;bernommen, die sp&auml;ter ebenfalls aus der SPD verdr&auml;ngt wurde, als sie sich gegen deren militaristische Ausrichtung wandte. </p>
<p>Eine von Clara Zetkins besten Freundinnen war die Politikerin Rosa Luxemburg (1870&ndash;1919), mit der sie vor allem vor dem Ersten Weltkrieges politisch eng zusammenarbeitete. Ungeachtet ihrer Freundschaft kritisierte Rosa einmal Clara, diese sei intellektuell ein &bdquo;leerer Schlauch&ldquo;, den ihr jeweils letzter Gespr&auml;chspartner leicht f&uuml;llte. Clara k&ouml;nne Ideen aufnehmen, aber nicht hervorbringen und habe nie eine eigene Meinung.</p>
<p>Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges bek&auml;mpfte Clara Zetkin die Politik des &bdquo;Burgfriedens&ldquo; der Fraktionen des &bdquo;Deutschen Reichstages&ldquo;. 1915 organisierte sie die &bdquo;Erste internationale Frauenkonferenz&ldquo; in Bern (Schweiz). In einem im wesentlichen von ihr verfassten Manifest riefen die Frauen die Arbeiterinnen aller L&auml;nder zu Sabotageakten f&uuml;r den Frieden auf. Dies brachte ihr eine Anklage des Hochverrats und eine Haftstrafe wegen versuchten Landesverrates ein, die sie wegen einer lebensbedrohenden Krankheit jedoch nur von Juli bis Oktober 1915 absa&szlig;. </p>
<p>Die zum &auml;u&szlig;ersten linken Fl&uuml;gel der SPD geh&ouml;rende Clara Zetkin wurde durch ihre antimilitaristische Haltung immer mehr in ihrer Partei isoliert und ihrer Funktionen enthoben. W&auml;hrend der ersten Tage der russischen Oktoberrevolution 1917 agierte sie als enge Mitarbeiterin des Politikers Wladimir Iljitsch Lenin (1870&ndash;1924). </p>
<p>1917 z&auml;hlte Clara Zetkin mit Rosa Luxemburg zu den Gr&uuml;ndern der &bdquo;Spartakusgruppe&ldquo; (sp&auml;ter &bdquo;Spartakusbund&ldquo;) und der &bdquo;Unabh&auml;ngigen SPD&ldquo;. 1918 gr&uuml;ndeten &bdquo;Spartakusbund&ldquo; und Bremer Linksradikale die &bdquo;Kommunistische Partei Deutschlands&ldquo; </p>
<p>(KPD). In der KPD, der sie 1919 nach der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beitrat, war Clara Zetkin von 1919 bis 1924 und von 1927 bis 1929 Mitglied der Zentrale und von 1917 bis 1929 des Zentralkomitees (ZK). Ab Mai 1919 gab sie die Zeitschrift &bdquo;Die Kommunistin&ldquo; heraus.</p>
<p>Von 1920 bis 1933 geh&ouml;rte Clara Zetkin als Abgeordnete der KPD dem Deutschen Reichstag in Berlin und von 1921 bis 1933 auch dem Exekutivkomitee der Komintern an. Als Leiterin des &bdquo;Westeurop&auml;ischen Internationalen Frauensekretariats&ldquo; publizierte sie von 1921 bis 1915 die &bdquo;Kommunistische Fraueninternationale&ldquo;.</p>
<p>Obwohl Clara Zetkin w&auml;hrend der ganzen Dauer der Weimarer Republik dem Deutschen Reichstag angeh&ouml;rte, lebte sie seit 1924 in Moskau, wo sie das Frauensekretariat der &bdquo;Dritten Internationale&ldquo; leitete. 1925 war sie Vorsitzende der &bdquo;Roten Hilfe Deutschlands&ldquo; (RHD). Diese Massenorganisation der KPD zur Unterst&uuml;tzung politischer Gefangener ist 1924 gegr&uuml;ndet worden. 1928 haben sich Clara Zetkin und ihr Mann Georg Friedrich Zundel getrennt.</p>
<p>Von 1929 bis 1932 lebte Clara Zetkin in einem Haus in Birkenwerder, das ihr Sohn Konstantin f&uuml;r sie 1929 erworben hatte. Ihrem &auml;lteren Sohn Maxim beschrieb sie das Geb&auml;ude als &bdquo;ein Haus mit sonnigen Zimmern und einem gr&ouml;&szlig;eren, abgeschlossenen Garten&ldquo;, in dem sie spazieren humpeln und eingepackt liegen k&ouml;nne. </p>
<p>Neben ihrer T&auml;tigkeit im Deutschen Reichstag war Clara Zetkin vor allem in Moskau als Leiterin der &bdquo;Internationalen Gesellschaft zur Unterst&uuml;tzung von Revolution&auml;ren&ldquo; aktiv. Damals lenkte bereits der Diktator Josef Stalin (1879&ndash;1953) die Geschicke der Sowjetunion und sie lernte den Widerspruch zwischen den Taten Worten und Taten des &bdquo;roten Zaren&ldquo; und seiner F&uuml;hrungsmannschaft kennen. </p>
<p>Beim &bdquo;Internationalen Antikriegskongress&ldquo; am 27. und 28. August 1932 wurde Clara Zetkin zusammen mit dem Schriftsteller Heinrich Mann (1871&ndash;1950) und dem Physiker Albert Einstein (1879&ndash;1955) in das &bdquo;Weltkomitee gegen den imperialistischen Krieg&ldquo; gew&auml;hlt. </p>
<p>Am 30. August 1932 er&ouml;ffnete die 75-j&auml;hrige Clara Zetkin als Alterspr&auml;sidentin den &bdquo;Deutschen Reichstag&ldquo; in Berlin. In ihrer Er&ouml;ffnungsrede forderte die fast blinde und sehr geschw&auml;chte Politikerin die Einheitsfront aller Werkt&auml;tigen im Kampf gegen die Nationalsozialisten, die nach den 6. Reichstagswahlen die st&auml;rkste Fraktion bildeten. Damals wurde sie von dem nationalsozialistischen Politiker Joseph Goebbels (1897&ndash;1945) beschimpft und verleumdet. Ebenfalls 1932 warnte sie vor dem kommenden Krieg, der Deutschland mit Tod und Verderben &uuml;bers&auml;en werde.</p>
<p>1933 fl&uuml;chtete Clara Zetkin vor den Nationalsozialisten in die &bdquo;Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken&ldquo; (UdSSR). Eine ihrer letzten Handlungen war die Aufdeckung einer geheimen Ministerliste, die unter anderem Walter Ulbricht (1893&ndash;1973), Wilhelm Florin (1894&ndash;1944) und Fritz Heckert (1884&ndash;1936) im &bdquo;Fall einer siegreichen Revolution&ldquo; in Deutschland pers&ouml;nliche Machtpositionen sichern sollte. Dies kommentierte sie mit den Worten: &bdquo;Diese Trottel denken nur an sich und nicht an die Arbeiter&ldquo;. </p>
<p>Am 20. Juni 1933 starb Clara Zetkin im Alter von 76 Jahren auf Schloss Archangelskoje in der N&auml;he von Moskau. An ihrem Trauerzug beteiligten sich mehr als 600000 Arbeiterinnen, Arbeiter, Studentinnen und Studenten sowie Soldaten der Roten Armee. Man bestattete ihre Urne an der Kremlmauer in Moskau. </p>
<p>Die &bdquo;Sozialistische Einheitspartei Deutschlands&ldquo; (SED) &uuml;bertrug 1949 das ehemalige Wohnhaus von Clara Zetkin in Birkenwerder deren aus der Sowjetunion zur&uuml;ckgekehrtem Sohn Maxim. Auf dessen Initiative wurde zum 100. Geburtstag seiner Mutter 1957 in dem Haus eine Gedenkst&auml;tte eingerichtet.</p>]]></description>
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			<title>CHANEL</title>
			<description><![CDATA[&nbsp;
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<p><a title="" target="_blank" href="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/Chanel.JPG"><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/Chanel_small.jpg" /></a></p>
<p>Als &bdquo;Hohepriesterin der Mode&ldquo; und &bdquo;K&ouml;nigin der Haute Couture&ldquo; feierte man die franz&ouml;sische Modesch&ouml;pferin Coco Chanel (1883&ndash;1971), die b&uuml;rgerlich Gabrielle Chanel hie&szlig;. Weltweit bekannt wurden Cocos bortenges&auml;umtes Chanel-Kost&uuml;m &ndash; kombiniert aus kurzem Rock, der eine Handbreit &uuml;ber dem Knie schwebte, Pullover und Jacke &ndash;, das &bdquo;kleine Schwarze&ldquo; &ndash; ein kurzes Kleid der Charlestone-Epoche &ndash; und das herb-s&uuml;&szlig;e Parf&uuml;m &bdquo;Chanel Nummer 5&ldquo;. </p>
<p>Gabrielle Chanel kam am 19. August 1883 als zweite uneheliche Tochter des Hausierers Albert Chanel und seiner Geliebten Jeanne Devolle in dem Sevennen-Dorf Saumur an der Loire zur Welt. Ihr Vater heiratete ihre Mutter am 17. November 1884, als bereits das dritte M&auml;dchen unterwegs war. 1889 und 1891 folgte jeweils ein Junge, wovon letzterer jedoch bald starb.</p>
<p>Nach dem fr&uuml;hen Tod ihrer vermutlich einer Bronchitis erlegenen Mutter am 16. Februar 1895 wurde die elf Jahre alte Gabrielle Chanel, die bis dahin beim Verkauf von Wein und Kurzwaren auf der Stra&szlig;e geholfen hatte, v&ouml;llig verwahrlost in das Waisenhaus eines Klosters von Obasine gebracht. Da die Schwestern der &bdquo;Kongregation vom Heiligen Herzen Mariens&ldquo; bereits ihr Abendessen eingenommen hatten, boten sie Gabrielle zwei schnell gekochte Eier an. </p>
<p>Mit knapp 18 Jahren wechselte Gabrielle Chanel in das &bdquo;Pensionat Notre-Dame&ldquo; der Stiftsdamen von &bdquo;Saint Augustin&ldquo; in Moulins am Allier. Dort erhielt sie zwei Jahre lang am Internat f&uuml;r minderbemittelte junge M&auml;dchen Unterricht. Hierher kam seit ihrem zehnten Lebensjahr auch ihre etwa gleichaltrige Tante Adrienne Chanel. </p>
<p>Nach dem Verlassen des Pensionats arbeiteten die 20-j&auml;hrige Gabrielle und Adrienne in der Garnisonsstadt Moulins am Allier als Verk&auml;uferinnen in einem Spezialgesch&auml;ft f&uuml;r Aussteuer- und Babyartikel, wo beide bei ihrem Arbeitgeber in einem Zimmer wohnten. Au&szlig;erdem f&uuml;hrten sie f&uuml;r die Damen dieses Ortes Stichelarbeiten aus und fertigten H&uuml;te an. </p>
<p>Zu ihrem Vornamen &bdquo;Coco&ldquo; kam Gabrielle Chanel durch ihre Auftritte in der &bdquo;Rotonde&ldquo; von Moulins, dem Tingeltangel der Hauptstadt des franz&ouml;sischen Departements Allier. Dort sang sie das r&uuml;hrende Chanson &bdquo;Qui qu&rsquo;a vu &Ccedil;oco dans l&rsquo; Trocad&eacute;ro?&ldquo;. Deswegen nannte das Publikum, zu dem schmucke Offiziere des 10. J&auml;gerregiments von Moulins geh&ouml;rten, sie bald nur noch &bdquo;la petite Coco&ldquo;. </p>
<p>Der gesellschaftliche Aufstieg von Gabrielle Chanel begann 1904, als sich Etienne Balsan (1880&ndash;1953), der Sohn eines Pariser Industriellen, der als Lehrgangsoffizier in Moulins diente, f&uuml;r sie interessierte. Er brachte ihr bei, wie man sich in der feinen Gesellschaft benimmt, und von ihm wurde sie schwanger, worauf sie eine Abtreibung vornehmen lie&szlig;. Coco lebte von 1906 bis 1910 mit Balsan in Royallieu zusammen. </p>
<p>Einem Vorschlag von Etienne Balsan folgend, fertigte Gabrielle Chanel f&uuml;r Freundinnen anmutige H&uuml;te an. Die von ihr kreierten Kopfbedeckungen trugen keine Strau&szlig;enfedern, T&uuml;ll, Samtschleifen oder flatternde B&auml;nder. Diese ungewohnte Schmucklosigkeit wurde von manchen Tr&auml;gerinnen als Ausdruck einer neuen exzentrischen Modelaune gesch&auml;tzt.</p>
<p>Durch ihren Liebhaber Etienne Balsan machte Coco Chanel 1909 die Bekanntschaft des britischen Bergwerksbesitzers Arthur (&bdquo;Boy&ldquo;) Capel (gest. 1919). Einige Tage sp&auml;ter erwartete sie den Briten am Bahnhof von Pau. Bei einer Fahrt im Schlafwagen nach Paris wurde sie seine Geliebte. Capel bescheinigte Coco bei morgendlichen Ausritten, sie habe das Zeug zur Gesch&auml;ftsfrau und gab ihr eine B&uuml;rgschaft f&uuml;r einen Bankkredit, mit dem sie 1911 in Paris ihr erstes Modehaus er&ouml;ffnete. 1914 kam ein Hutgesch&auml;ft in Deauville dazu.</p>
<p>W&auml;hrend des Ersten Weltkrieges (1914&ndash;1918) blieben fast alle Modeh&auml;user in Paris geschlossen, nur das von Coco Chanel nicht. Sie kaufte ballenweise Baumwolljersey und n&auml;hte daraus schlichte geradlinige Kleider ohne R&uuml;schen, die bald die Welt der Mode revolutionieren sollten. </p>
<p>Nach dem Ersten Weltkrieg gelang Coco der eigentliche Durchbruch. Sie kreierte f&uuml;r Frauen den Kurzhaarschnitt (&bdquo;Bubikopf&ldquo;), Pullover, kurze R&ouml;cke und Hosen. In den 1920-er Jahren entwarf sie die ber&uuml;hmten &bdquo;Cardigan-Jacketts&ldquo;. Selbstbewusst sagte sie &uuml;ber sich: &bdquo;Der Stil, das bin ich&ldquo;.</p>
<p>In Paris mietete Coco Chanel nach dem Ersten Weltkrieg zun&auml;chst das Haus Nummer 22 in der &bdquo;Rue Cambon&ldquo;, sp&auml;ter kamen die H&auml;user 27 bis 31 dazu. Die Gesch&auml;fte liefen bald so gut, dass sie in einem blauen &bdquo;Rolls-Royce&ldquo; fahren und manche ihrer vielen Liebhaber mit Geld unterst&uuml;tzen konnte. Zu den wenigen M&auml;nnern, die Coco Chanel wirklich geliebt hat, geh&ouml;rte Hugh Richard Arthur Grosvenor, Herzog von Westminister (1879&ndash;1953), mit dem sie von 1924 bis 1933 liiert war. Der Adlige, einer der reichsten M&auml;nner Englands, hatte so manchen Spleen: Beispielsweise trank er morgens gr&uuml;nen Chartreuse (Kr&auml;uterlik&ouml;r) und lie&szlig; sich von seinem Diener jeden Morgen die Schn&uuml;rsenkel b&uuml;geln. Bei einer gemeinsamen Mittelmeerfahrt schenkte der Herzog Coco ein kostbares Halsgeschmeide, das sie zornig &uuml;ber Bord warf. </p>
<p>Der Herzog von Westminister w&uuml;nschte sich von Coco Chanel sehnlichst einen Stammhalter. Aus diesem Grund testete die mittlerweile 41-J&auml;hrige mit ihrem blaubl&uuml;tigen Geliebten viele ausgefallene Stellungen beim Geschlechtsverkehr, die ihr eine Hebamme als besonders empf&auml;ngnisf&ouml;rdernd empfohlen hatte. Nach jahrelangen ergebnislosen Versuchen &ndash; von Coco als &bdquo;dem&uuml;tigende Gymnastik&ldquo; empfunden &ndash; kehrte der Herzog nach England zur&uuml;ck.</p>
<p>1939 zog sich Coco Chanel von der B&uuml;hne der Pariser Haute Couture zur&uuml;ck. Sie lebte damals im Pariser Hotel &bdquo;Ritz&ldquo;, auf dessen Dach nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen die Hakenkreuzfahne wehte. Im &bdquo;Ritz&ldquo; war Coco schon vor dem Zweiten Weltkrieg der Deutsche Hans G&uuml;nther von Dincklage (geb. 1896) begegnet, der ihr Geliebter wurde und dem man sp&auml;ter die Kontrolle der franz&ouml;sischen Textilindustrie anvertraute. </p>
<p>W&auml;hrend des Zweiten Weltkrieges war das &bdquo;Modehaus Chanel&ldquo; geschlossen. Coco Chanel verdankt ihr Comeback Marie H&eacute;l&egrave;ne van Zylen (gest. 1995), die ihr 1953 ihr neuestes Ballkleid vorf&uuml;hrte. Coco fand dieses schrecklich, riss den Vorhang aus tiefrotem Taft herunter und machte aus dem Fetzen ein Ersatzkleid. Als Frau van Zylen diese abge&auml;nderte Robe auf einem Ball trug, fragte man sie mehrfach, woher sie diese wunderbare Kreation habe.</p>
<p>Weil die Gesch&auml;fte mit Parf&uuml;m nicht mehr gut gingen, pr&auml;sentierte Coco Chanel am 5. Februar 1954 nach 15-j&auml;hriger Pause wieder eine Kollektion. Die Kritiker &auml;u&szlig;erten sich &uuml;ber die unver&auml;ndert elegante und schlichte Linie entt&auml;uscht, doch die Kundinnen waren hellauf begeistert. </p>
<p>Als der Minirock aufkam, lehnte Coco Chanel dieses Kleidungsst&uuml;ck ab. Sie erkl&auml;rte, dies sei eine schreckliche Epoche f&uuml;r alle Frauen, die nicht mehr ganz jung seien. Dem sp&auml;ter kreierten Midirock sagte sie ein baldiges Ende voraus. Coco war ein auf Erfolg fixierter Workaholic und eine Perfektionistin, die auch noch auf dem Zenit ihrer Karriere jede Naht pers&ouml;nlich &uuml;berpr&uuml;fte. Wie viele Reiche, die als Kinder hungern mussten, hatte sie eine fast krankhafte Angst vor Armut. </p>
<p>Am 10. Januar 1971 starb Coco Chanel im Alter von 87 Jahren im Pariser Hotel &bdquo;Ritz&ldquo;, wo sie seit Jahrzehnten eine Suite bewohnte. Zuvor hatte sie &uuml;ber Unwohlsein geklagt, worauf ein Zimmerm&auml;dchen einen Arzt verst&auml;ndigte, der sie tot auffand. </p>
<p>An der Trauerfeier f&uuml;r Coco Chanel in der Pariser &bdquo;Madelaine-Kirche&ldquo; nahmen die Modesch&ouml;pfer Yves Saint-Laurent und Andr&eacute; Courr&egrave;ges, ihre Mannequins in Chanel-Kost&uuml;men und zahlreiche reiche Kundinnen teil. Der Sarg wurde nach dem Gottesdienst nach Lausanne (Schweiz) gebracht. </p>
<p>Nach Coco Chanels Tod &uuml;bernahm der deutsche Modesch&ouml;pfer Karl Lagerfeld die F&uuml;hrung des Hauses Chanel. Heute werden die exklusiven Modelle von Mademoiselle Chanel weltweit in Boutiquen verkauft. Sie sind inzwischen auch f&uuml;r jene Frauen erschwinglich, die zu ihren Lebzeiten von einem Chanel-Kleid allenfalls zu tr&auml;umen wagten. </p>
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