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		<title>KLIXS.de | Neue Definitionen E</title>
		<description>Die neusten Begriffsdefinitionen zum Buchstaben E bei KLIXS.de.</description>
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			<title>KLIXS - Deutschland</title>
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			<title>ERICH-MÜLLER</title>
			<description><![CDATA[Prof.h.c. Erich Ed. M&uuml;ller, Ms.D. ist Astrobiographie&copy; Profiler - Parapsychologe,  Zert. Trauminterpret, Dozent, Autor, Forscher sowie Gr&uuml;nder und Pr&auml;sident des IPSIM Institut f&uuml;r Psi und Metaphysik* (Verein). Arbeitsgebiete: Astrobiographie&copy;**. Astrobiographische Trauminterpretation, Studien &uuml;ber Spiritualit&auml;t und Spirituelle Entwicklung durch Astrobiographie&copy; und Farbmeditation und deren Bedeutung f&uuml;r die Gestaltung des pers&ouml;nlichen Lebensmusters und der Spiritualit&auml;t im Alltag. Er wurde 1951 in Z&uuml;rich (Schweiz) geboren. Nach einer Lehre als Handelskaufmann arbeitete er zun&auml;chst als freier Journalist f&uuml;r diverse Zeitungen in der Schweiz. Sp&auml;ter absolvierte er ein USA - Fernstudium am renommierten Neotarian College of Philosophy N.C.P., Kansas, Missouri in Spiritueller Psychologie, Spiritueller Philosophie sowie in Mystischer Bibelinterpretation (Doctor of Metaphysics Ms.D. 1979, Doctor of Divinity D.D. 1981.) Ab 1976 studierte Prof. M&uuml;ller zudem Parapsychologie im Fachbereich Astrologie am Institut f&uuml;r Parapsychologie IPP (H&ouml;ferlin Institut), Weil am Rhein, Deutschland (Zertifikat 1979). Ebenfalls ab 1979 absolvierte er den Studienkurs Metaphysische Bibelinterpretation am College of Divine Metaphysics, Indianapolis, Indiana, USA. Am Institut f&uuml;r Traumanalysen, Kreuzlingen, Schweiz, schloss er 2002 den Studienlehrgang Traum und Traumdeutung mit dem Zertifikat ab. Prof.h.c. Erich Ed. M&uuml;ller entwickelte die traditionelle Astrologie zur Astrobiographie&copy; weiter. Er ist Begr&uuml;nder der Astrobiographischen Trauminterpretation (Traumprofil). In den achziger Jahren forschte Prof. M&uuml;ller &uuml;ber Pyron*** und publizierte zahlreiche Beitr&auml;ge dar&uuml;ber in Fachzeitschriften und ver&ouml;ffentlichte 1984 das Skript &quot;Pyron - Energie aus dem Kosmos&quot;. Prof. M&uuml;ller entwickelte das Konzept des Teletransfers und des Imprintings (Psionik)**** im IPSIM Psioniklabor. Ferner entwickelte er das Konzept der dreistufigen Spiritualit&auml;t. Ferner entwickelte er 1998 das Astrobiographische Familienmodell&copy;. Er wies 2003 mit dem Parallelit&auml;tsprinzip und Fibonacci - Zahlen metaphysisch die Reinkarnation nach! Im Jahr 1999 entdeckte Prof. M&uuml;ller den Astro Fraktal Code&copy;, die individuelle kosmische Zahl, mit der die pers&ouml;nlichen Fraktale exakt nach den individuellen kosmischen Konstellationen berechnet werden. Die Struktur dieser Astrofraktale vermitteln Informationen &uuml;ber den Stand der spirituellen Entwicklung einer Person. Ferner entdeckte er 2007 die Astro Matrix&copy; im Astrogramm. Von 1983 - 1987 lebte und arbeitete er in Castelnuovo Val di Cecina (Pisa), Italien, wo er 1984 von der Nobile Accademia de' Caspi, Bergamo / Italien, in Anerkennung seiner kulturellen Verdienste zum Professor honoris causa und Accademico Onorario f&uuml;r Kultur ernannt wurde. Er erhielt Ehrendoktorgrade in Religion und Parapsychologie. Seit 1982 ist Prof. M&uuml;ller regul&auml;res Mitglied der renommierten OARCA - Akademie e.V., M&uuml;nchen, Deutschland, die ihn 1987 aufgrund seiner Verdienste zum korrespondierenden Mitglied w&auml;hlte. In Biel / Schweiz, nahm er im Jahr 2000 an einem Seminar &quot;Edelsteinmeditation&quot; teil und belegte 2003 in Z&uuml;rich das Seminar &quot;J&uuml;dische Spiritualit&auml;t&quot; mit dem Chassidischen Rabbi Jehosua Witt, Jerusalem, Israel, einem Sch&uuml;ler des ber&uuml;hmten Chassidischen Rabbi Shlomo Carlebach. 2004 besuchte Prof. M&uuml;ller ein Seminar beim bekannten deutschen Philosophen Peter Sloterdijk und 2005 ein Seminar &uuml;ber Martin Buber am Institut f&uuml;r Philosophie und Ethik IPE in Z&uuml;rich. 2006 folgte eine Vorlesung beim bekannten Deutschen Theologen, Philosophen und Psychotherapeuten Eugen Drewermann am IPE, Z&uuml;rich.<br />
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1980 gr&uuml;ndete er das IPSIM Institut f&uuml;r Psi und Metaphysik (Verein), in Uster, Schweiz.<br />
Gleichzeitig ist er seit 1998 Mitglied des IPSIM auf Lebenszeit!<br />
2005 wurde Prof. M&uuml;ller vom Vorstand zum Pr&auml;sidenten des IPSIM auf Lebenszeit gew&auml;hlt.<br />
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Seit 1989 ist er ferner Dozent f&uuml;r Spirituelle Psychologie, Spirituelle Philosophie und Astrobiographie&copy; am IPSIM. Von 1993 - 2003 arbeitete er ferner als Kursleiter f&uuml;r Astrologie an der Klubschule Migros, der gr&ouml;ssten privaten Erwachsenenbildungseinrichtung der Schweiz. Ebenfalls von ihm entwickelt wurde das &ldquo;Free Learning&rdquo; System!<br />
<br />
1984 erschien sein Skript &quot;Pyron - Energie aus dem Kosmos&quot;, EMU Verlag, Castelnuovo Val di Cecina (Pisa), Italien und 1985 das Buch &quot;Mensch und Schwingung&quot;, Verlag 2000, G&ouml;ttingen, Deutschland (zwischenzeitlich vergriffen). 1998 ver&ouml;ffentlichte er die Typoskripte &quot;Wendepunkte des Denkens&quot;,  &raquo;Grundlagen der Astrobiographie sowie &quot;Regelwerk der Astrobiographie&quot; 2007, alle IPSIM Press Uster. Dar&uuml;berhinaus publizierte er eine grosse Zahl von Fachartikeln in Printmedien und im Internet. Ebenfalls erstellte er seit 1980 weit &uuml;ber 1000 schriftliche astrologische Analysen und  astrobiographische Profile!<br />
Als verantwortlicher Redakteur und Webmaster betreut er &uuml;berdies die Website: www.ipsim.eu.tt. Er zeichnet ferner als Redaktor f&uuml;r den Inhalt des monatlichen Newsletter &quot;IPSIM Notizen&quot; verantwortlich! Von 1990 bis zu ihrer Einstellung im Mai 2007 schrieb er die w&ouml;chentliche Astro Kolumne in einer gr&ouml;sseren regionalen Wochenzeitung.<br />
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*   Metaphysik = Psionik und Spirituelle Philosophie.<br />
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**  Astrobiographie = Weiterentwicklung der klassischen, traditionellen Astrologie. Ziel: Durch die Beschreibung der seelischen, emotionalen und geistigen Eigenschaften, selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln im Alltag zu erm&ouml;glichen zu unterst&uuml;tzen und zu f&ouml;rdern! Ferner die Entwicklung und F&ouml;rderung des Spirituellen Bewusstseins.<br />
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***     Pyron = Pyramidenenergie (Teilgebiet der Psionik).<br />
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****     Psionik (neuer Begriff f&uuml;r Parapsychologie)&nbsp;<br />
<br />]]></description>
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		</item>
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			<title>EJAKULATION</title>
			<description><![CDATA[<strong>Ejakulation</strong> - auch Samenerguss genannt, bezeichnet das Abgeben von Samenfl&uuml;ssigkeit aus dem Penis w&auml;hrend des m&auml;nnlichen H&ouml;hepunktes.]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/ejakulation/E/106.html</link>
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		</item>
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			<title>EISHOCKEY</title>
			<description><![CDATA[<p>Eishockey ist eine der schnellsten und sicherlich auch aufregendesten&nbsp;Mannschaftssportarten der Welt, die mit f&uuml;nf Feldspielern und einem&nbsp;Torwart auf einer etwa 60&nbsp;m langen und 30&nbsp;m breiten Eisfl&auml;che gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, den Puck, eine flache Hartgummischeibe,&nbsp;&nbsp;in das gegnerische Tor zu bef&ouml;rdern.</p>
<p>Eishockey wurde wohl erstmals zwischen 1840 und 1875 in Kanada gespielt, wo britische Soldaten unter der schottischen Bezeichnung&nbsp;Shinney, auf Schnee und Eis spielten. Die Bezeichnung <em>Hockey</em> kommt aus dem Franz&ouml;sischen und bedeutet in etwa &bdquo;krummer Stock&ldquo;.</p>
<p>Eishockey ist durch die Internationale Eishockey-F&ouml;deration (IIHF) international organisiert. Der Weltverband hat bis heute 64 Mitgliedsverb&auml;nde. Als beste Eishockeyliga der Welt gilt die nordamerikanische National Hockey League (NHL).</p>
<p>Weit verbreitet ist Eishockey vor allem in den L&auml;ndern der Rekordweltmeister Kanada, Russland (bzw. der ehemaligen Sowjetunion) und den USA, Tschechien und der Slowakei, sowie den nordischen L&auml;ndern (vor allem Schweden und Finnland) aber auch in der Schweiz, sowie in Lettland.</p>
<p>In Deutschland geh&ouml;rt Eishockey - nach Fu&szlig;ball - zu den beliebtesten Mannschaftssportarten und erfreut sich bis in die unteren Ligen eines regen Zuschauerinteresses. Bis vor ca. 25 Jahren dominierten meist die Eishockey-Hochburgen im S&uuml;den Deutschlands (Augsburg, Kaufbeuren, Garmisch, Bad T&ouml;lz, F&uuml;ssen, Landshut, Rosenheim sowie Bad Nauheim in Mittelhessen) das Geschehen im deutschen Eishockey. Bedingt durch die fortschreitende Kommerzialisierung der Sportart wird das deutsche Eishockey in den letzten Jahren eher von Teams aus Gro&szlig;st&auml;dten (z. B. D&uuml;sseldorf, Mannheim, K&ouml;ln, Berlin) beherrscht.</p>
<p>Der &auml;lteste deutsche Eishockeyclub ist der AEV - Augsburger Eislaufverein (jetzt Augsburger Panther) der 1878 gegr&uuml;ndet wurde. Zu erw&auml;hnen ist, da&szlig; dieser Verein noch heute in der obersten deutschen Eishockeyliga, der DEL, vertreten ist.</p>]]></description>
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		</item>
		<item>
			<title>ENZIAN</title>
			<description><![CDATA[<p><font face="Arial">Die blaubl&uuml;henden Enzianaten sind wohl jedem bekannt. Arzneilich verwendet werden jedoch die unterirdischen Teile des Gelben Enzians, der bis zu einem Meter hoch wachsen kann und gro&szlig;e, goldgelbe, in Trugdolden stehende Bl&uuml;ten hat. Heimisch ist die Pflanze in mitteleurop&auml;ischen Gebirgsregionen. Sie ist eine typische Gebirgspflanze und w&auml;chst daher auf den Bergen der Alpen. Er kommt auch auf den h&ouml;chsten Bergen des Schwarzwalds und der Vogesen vor.</font></p>
<p><font face="Arial">Enzian ist selten geworden und steht daher auch unter Naturschutz. Inzwischen haben sich die Best&auml;nde durch den Schutz aber wieder erholt. </font></p>
<p><font face="Arial">Bereits seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. ist die Wirkung des Gelben Enzians als St&auml;rkungs- und Magenmittel bekannt. Auch heute finden die aus den Enzianwurzeln extrahierten Bitterstoffe als Heilmittel bei Verdauungsst&ouml;rungen sowie Leber- und Gallenleiden Verwendung, da durch die Bitterstoffe die Bildung der Magens&auml;fte angeregt werden. Die Wirkung ist wohltuend, st&auml;rkend, belebend, appetitanregend und Sodbrennen wird gemildert.</font></p>
<p><font face="Arial"><strong>Zubereitung von Tee: </strong>1 Teel&ouml;ffel voll Enzianwurzel mit einer Tasse Wasser kalt ansetzen, etwa 5 Stunden ziehen lassen, abseihen, oder 1 Teel&ouml;ffel mit einer Tasse kochendem Wasser &uuml;bergie&szlig;en, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Den Tee 30 Minuten vor den Mahlzeiten schluckweise triken. </font></p>
<p><font face="Arial">Enzian wirkt ausserdem leicht abf&uuml;hrend und kann dadurch Verstopfungen beheben. Die Volksheilkunde setzt den Enzian auch zur Vorbeugung gegen Erk&auml;ltungen ein. Er f&ouml;rdert zudem die Menstruation. Fr&uuml;her wurde Enzian auch gegen&nbsp;Ohnmachtsanf&auml;lle und kalte H&auml;nde und F&uuml;sse verwendet. Eine blau-violette Enzianart wird als Bachbl&uuml;te verwendet: <strong>Bachbl&uuml;te: Gentian</strong></font></p>
<p><font face="Arial">Man kann den Enzian auch als Tinktur einnehmen. </font><font face="Arial">F&uuml;r die Tinktur &uuml;bergiesst man die kleingeschnittenen Enzianwurzeln mit Doppelkorn oder Weingeist und l&auml;sst den&nbsp;Ansatz in einem verschlossenen Glas zwei bis sechs Wochen ziehen. Danach abseihen und dreimal t&auml;glich vor den Mahlzeiten zeh bis zwanzig Tropfen einehmen. </font></p>
<p><font face="Arial">Enzianwurzeln werden aber auch vielfach in Kr&auml;uterlik&ouml;ren oder zu Schnaps (&quot;Enzianschnaps&quot;) verarbeitet und werden<br />
in Apotheken und Kr&auml;uterhandlungen angeboten. </font></p>
<p><font face="Arial">Als Nebenwirkung ist der Enzian jdoch auch kr&auml;ftigend und st&auml;rkt das Kreislaufsystem. Bei zu hohem Blutdruck und auch in der Schwangerschaft sollte man jedoch von der Verwendung des Enzians absehen. </font></p>
<p><font face="Arial">Die Best&auml;nde der stattlichen, 50 bis 100 Zentimeter hohen Pflanze sind als Folge von Lebensraumverlust und &Uuml;bernutzung stark zur&uuml;ckgegangen. Gro&szlig;e Mengen von Enzianwurzeln sind im Handel und werden zur Herstellung von Medikamenten und Branntwein verwendet. Der gesch&auml;tzte j&auml;hrliche Weltbedarf der Rohdroge liegt bei etwa 6.000 Tonnen frischen Wurzeln.</font></p>
<p><font face="Arial">Bei der Sammlung der Wurzeln wird die gesamte Pflanze zerst&ouml;rt. Deshalb wird seit mehreren Jahren auch der Anbau der Art erforscht und bereits auf kleinen Parzellen von insgesamt etwa 150 Hektar praktiziert. Er k&ouml;nnte eines Tages eine Entlastung der verbliebenen Wild-Populationen bedeuten. Derzeit stammt jedoch der Gro&szlig;teil der Wurzeln immer noch aus Wildsammlung. </font></p>
<p><font face="Arial">WWF und TRAFFIC erarbeiten daher konkrete Konzepte zur nachhaltigen Nutzung des Gelben Enzians und anderer Medizinal-<br />
und Aromapflanzen.</font></p>
<p><font face="Arial">Gentiana acaulis, st&auml;ngelloser Enzian, Bl&uuml;tenglocken tiefblau, 5 - 6, 10 cm. Wintergr&uuml;n. Feuchter, kalkhaltiger Boden. Allgemein bekannt, gesch&uuml;tzt.&nbsp; Begleitpflanzen Edelweiss, Gr&auml;ser (Schwingel), Staudenlein. Auch als Sammelbezeichnung f&uuml;r alle Enzianpflanzen mit st&auml;ngellosen, grossen Trichterbl&uuml;ten gebr&auml;uchlich. Deshalb muss beim Kauf nachgefragt werden, ob sie kalkliebend sind oder nicht. Die Hybriden sind in der Regel einfacher zu handhaben. F&uuml;r absonnigen <br />
Boden. Er braucht humosen Lehm mit Kalkzugabe. Dieser hier ist f&uuml;r feuchten, aber kalhaltigen Boden.</font></p>
<p><font face="Arial">Gentiana acaulis dinarica, der bosnische Enzian, dankbarster und am reichsten bl&uuml;hender st&auml;ngelloser Enzian, tiefblau, bl&uuml;ht im Fr&uuml;hjahr und Herbst. Langlebig. </font></p>
<p><font face="Arial">Gentiana alpina, Alpenenzian. Die Bl&uuml;ten sind innen gr&uuml;n gefleckt, aussen violettblau, Mai - August, 15 cm, st&auml;ngellos. Halbschatten. Steingartenpflanze. W&auml;chst in der Natur auf kalkhaltigen B&ouml;den. </font></p>
<p><font face="Arial">Gentiana angulosa, weisser 'Schusternagel', selten. Kleinbl&uuml;tig, blau, 4 - 5, 10 cm, robust. </font></p>
<p><font face="Arial">Gentiana asclepiadea, Schwalbenwurzenzian. Bl&uuml;tenglocken dunkelblau 7 - 9, 50 cm. Die Glocken wachsen aus den Blattachseln. Halbschatten. Kalkboden. Der Stand ist etwas feuchter als die anderen. Auch eine weisse Form ist dabei.</font></p>
<p><font face="Arial">Der Enzian ist eine mehrj&auml;hrige Pflanze, die bis zu sechzig Jahre alt werden kann. Er w&auml;chst allerdings auch recht langsam und bl&uuml;ht meistens erst nach zehn Jahren. </font></p>
<p><font face="Arial">Die dicke, &auml;stige Wurzel wird bis zu einen Meter lang. Besonders massive Exemplare k&ouml;nnen bis zu vier Kilo wiegen. Aussen sind die Wurzeln braun und innen gelb. Die Wurzeln des giftigen, weissen Germers, dessen Bl&auml;tter denen des Enzian &auml;hneln, sind deutlich k&uuml;rzer und innen weiss. Das erm&ouml;glicht eine Unterscheidung der beiden Wurzeln. Sobald&nbsp;der Fr&uuml;hling weit genug fortgeschritten ist, dass der Schnee dauerhaft schmilzt, wachsen aus der Wurzel bodennahe Bl&auml;tter. Die Bl&auml;tter sind gross und spitz eif&ouml;rmig. Sie haben mehrere ausgepr&auml;gte Nerven, die bogenf&ouml;rmig verlaufen. </font></p>
<p><font face="Arial">Wenn sich der Stengel nach oben streckt, wachsen die Bl&auml;tter in Etagen gekreuzt gegenst&auml;ndig. Diese Bl&auml;tter sind nach unten gebogen, sodass sie fast wie Schalen wirken. Ab Juni bis Anfang August bl&uuml;ht der Enzian mit gelben Bl&uuml;ten, die oberhalb der Bl&auml;tteretagen in dichten Quirlen wachsen. </font></p>
<p><font face="Arial">Die Bl&uuml;ten sind f&uuml;nfz&auml;hlig und radf&ouml;rmig. Aus den Bl&uuml;ten entwickeln sich dicke aufrecht stehende Schoten, die kleine Samen enthalten. </font></p>
<p><font face="Arial">Der blaue Enzian, &uuml;ber den Lieder gesungen werden, ist &uuml;brigens ein naher Verwandter der gleichen Gattung. Er hat &auml;hnliche Inhaltsstoffe, ist jedoch weniger heilkr&auml;ftig.</font></p>]]></description>
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		</item>
		<item>
			<title>EDITH-SITWELL</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=744341"><img title="EdithSitwell" alt="EdithSitwell" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/341/744341_148a7a96d4_s.jpg" /></a></p>
<p>Eine bedeutende britische Dichterin war Edith Sitwell (1887&ndash;1964). Die &bdquo;Wegbereiterin des literarischen Modernismus&ldquo; erregte durch ihre eigenwillige Lyrik mit k&uuml;hnen Wortsch&ouml;pfungen, konstruierten Gedankenverbindungen, &uuml;berraschenden Bildern, unregelm&auml;&szlig;igen Rhythmen und Dissonanzen starkes Aufsehen. Kritiker bescheinigten ihr einen sechsten Sinn f&uuml;r Rhythmus und Klang. Die Musik der Verse, die Assoziationen, die sie hervorriefen, erschienen ihr wichtiger als die Bedeutung der W&ouml;rter.</p>
<p>Edith Sitwell wurde am 7. September 1887 in Scarborough (Gro&szlig;britannien) als Tochter einer aristokratischen Familie geboren. Ihr Vater Sir George Sitwell hatte mit Kohlengruben ein Verm&ouml;gen verdient und galt als k&uuml;hler, knickriger Kauz mit &uuml;berm&auml;&szlig;igem Respekt vor Geld und vornehmer Geburt. Ihre Mutter Lady Ida war die attraktive, leichtsinnige und vergn&uuml;gungss&uuml;chtige Enkelin eines Herzogs. </p>
<p>Sp&auml;ter schilderte Edith Sitwell ihre Kindheit als &bdquo;schmutzige H&ouml;lle&ldquo;. Die sch&ouml;ne Mutter liebte ihre Erstgeborene nicht, weil sie kein Junge und au&szlig;erdem h&auml;sslich war. Zudem lie&szlig; sie ihre Tochter die Entt&auml;uschung &uuml;ber ihre Ehe b&uuml;&szlig;en. Der Vater begegnete Edith mit herablassender Geringsch&auml;tzung, weil sie keine griechische Nase hatte und wenig Interesse an Tennisspiel zeigte. </p>
<p>Im Sommer 1914 zog Edith Sitwell mit ihrer ehemaligen Erzieherin, die eine talentierte Pianistin und &Uuml;bersetzerin des franz&ouml;sischen Dichters Arthur Rimbaud (1854&ndash;1891) war, nach London. Die innere Befreiung von der lieblosen Mutter wurde m&ouml;glich, weil Lady Ida auf einen Gauner hereingefallen war, der sie in betr&uuml;gerische Geldgesch&auml;fte verwickelte und sie deswegen ins Gef&auml;ngnis musste.</p>
<p>Der erste von der sensiblen und hochbegabten Edith Sitwell verfasste Gedichtband unter dem Titel &bdquo;The Mother and other Poems&ldquo; (1915) entwickelte sich zum Riesenerfolg. Britische Zeitungen ver&ouml;ffentlichten ihre Lyrik, ber&uuml;hmte Kritiker wurden auf sie aufmerksam, und bald gab die erfolgreiche Dichterin eine eigene, neue Poesie pr&auml;sentierende Zeitschrift heraus. </p>
<p>Zu dieser Zeit lebte Edith Sitwell in einem Londoner Kleinb&uuml;rgerviertel. In ihrer kleinen Wohnung standen nur halbzerbrochene M&ouml;bel. Ihre Jahresrente von hundert Pfund erlaubte lediglich bescheidene Mahlzeiten mit Tee, Brot, Suppe und getrockneten Bohnen. Trotz ihrer Armut lud Edith jeden Samstagnachmittag zum Tee. Zu ihren Besuchern geh&ouml;rt auch die Schriftstellerin Virginia Woolf (1882&ndash;1941), die einmal in ihr Tagebuch schrieb, es habe nur Zuckerwasser und Kirschen gegeben.</p>
<p>In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg bildete Edith Sitwell zusammen mit ihren j&uuml;ngeren Br&uuml;dern, den Dichtern Osbert Sitwell (1892&ndash;1969) und Sacheverell Sitwell (1897&ndash;1988), in London das Zentrum eines avantgardistischen kulturellen Zirkels. Auch ihre Br&uuml;der hatten sich unter dem Eindruck des Skandals von ihrer Familie gel&ouml;st und dem Vater nie verziehen, dass er die Schulden ihrer Mutter nicht beglich, was Lady Ida vor dem Gef&auml;ngnis bewahrt h&auml;tte.</p>
<p>Die drei Sitwells traten als Dandys auf. Mal trugen sie Leopardenfelle, mal schwarze Capes mit schwarzen Zigeunerh&uuml;ten, mal bedeckten sie sich mit Rosen und tanzten im v&auml;terlichen Schloss Ringelreihen, wobei sie der Fotograf Cecil Beaton (1904&ndash;1980) ablichtete. &Uuml;ber diese Meister der Eigenreklame l&auml;sterte der englische Literaturkritiker Frank Raymond Leavis (1895&ndash;1978), die Sitwells geh&ouml;rten nicht in die Geschichte der Lyrik, sondern der Werbung. Von ihrem Bruder Sacherell wurde Edith einmal als &bdquo;&Auml;btissin der Nachtigallen&ldquo; gew&uuml;rdigt.</p>
<p>K&uuml;nstlerkollegen urteilten meistens positiv &uuml;ber das Trio. Der Romancier und Lyriker David Herbert Lawrence (1885&ndash;1930) lobte die Geschwister, sie h&auml;tten England gelehrt, wie man jung sei. Sie h&auml;tten der Langeweile den Krieg erkl&auml;rt, bescheinigte ihnen die Schriftstellerin Evelyn Waugh (1903&ndash;1966). Die Schriftstellerin Rebecca West (1892&ndash;1983) bezeichnete sie als &bdquo;Nachfahren der glanzvollsten Gruppierung, die England je besa&szlig;, der Whig-Aristokratie des 18. Jahrhunderts&ldquo;. </p>
<p>1926 begegnete Edith Sitwell in Paris dem elf Jahre j&uuml;ngeren russischen Maler Pavel Tchelitschew (1898&ndash;1957). Sie liebte den neurotischen und homosexuellen K&uuml;nstler, der sie zwar als Muse, G&ouml;nnerin und geistige Vertraute verehrte, aber ihre tiefen Gef&uuml;hle nicht erwiderte, 30 Jahre lang bis zu seinem Tod. Von ihrer Freundschaft zeugen ein halbes Dutzend pr&auml;chtiger Gem&auml;lde, die der Russe von ihr anfertigte.</p>
<p>Vor den in Frankreich einmarschierenden Deutschen floh Edith Sitwell 1939 aus Paris zum Familiensitz &bdquo;Renishaw Hall&ldquo; bei Sheffield. Dort erlebte sie zusammen mit ihrem Bruder Osbert und dessen Lebensgef&auml;hrten bitterkalte Winter ohne Heizung und elektrisches Licht. Damals dachte sie dar&uuml;ber nach, den Lebensgef&auml;hrten ihres Bruder zu ermorden. Sp&auml;ter erkl&auml;rte sie, sie sei zum katholischen Glauben &uuml;bergetreten, um ihren Mordgedanken zu widerstehen. </p>
<p>Im Sommer 1944 las Edith Sitwell bei einer Veranstaltung in London w&auml;hrend eines Luftschutzalarms ihre Verse bis zur letzten Zeile, obwohl durch die weit offen stehenden Fenster das Sirren einer n&auml;herkommenden Bombe zu h&ouml;ren war. Ein Augen- und Ohrenzeuge r&uuml;hmte die Dichterin, sie sei &bdquo;kaltbl&uuml;tig wie ein Admiral, der inmitten einer Seeschlacht von der Br&uuml;cke Befehle erteilt&ldquo; gewesen. </p>
<p>Noch als 61-J&auml;hrige sagte Edith Sitwell, sie k&ouml;nne sich selbst nicht leiden, weil sie so h&auml;sslich sei. Sie hatte ein knochiges Gesicht mit einer Hakennase, kleine Augen, einen schmallippigen Mund und d&uuml;nne, fahle Haare. Ihre Auftritte wurden von ihr sorgf&auml;ltig inszeniert: Sie verkleidete sich als Tudorf&uuml;rstin, spanische Infantin, Hexe, mittelalterliche Madonna, Chinesin, Naiade oder Gendarm. H&auml;ufig trug sie phantastische Kopfbedeckungen und riesige Schmuckst&uuml;cke. </p>
<p>Aus Edith Sitwells Feder stammen Gedichte, Romane, Essays und Biographien. Die ersten Gedichte beschworen eine M&auml;rchenwelt, in der Kinder umgehen und &auml;ltere Frauen ermorden. Sp&auml;ter entlarvte sie die Barbarei hinter den Fassaden des Gesellschaftslebens. Ihre Gedichte erschienen in &bdquo;Selected poems&ldquo; (1936), &bdquo;The canticle of the rose&ldquo; (1949 mit Gedichten von 1920 bis 1947), &bdquo;Gardeners and astronomers&ldquo; (1953) und &bdquo;Collected poems&ldquo; (1957). </p>
<p>Einer von Edith Sitwells bekanntesten Romanen hei&szlig;t &bdquo;Under a black son&ldquo; (1937, deutsch: &bdquo;Ich lebe unter einer schwarzen Sonne, 1950). Er kreiste um das Leben des irisch-englischen Satirikers Jonathan Swift (1667&ndash;1745). Zu ihren erfolgreichsten Biographien und Essays z&auml;hlen &bdquo;Alexander Pope&ldquo; (1930), &bdquo;The English eccentrics&ldquo; (1933), &bdquo;Aspects of modern poetry&ldquo; (1934), &bdquo;Victoria of England&ldquo; (1936, deutsch: &bdquo;Viktoria von England&ldquo;, 1947), &bdquo;A poets notebook&ldquo; (1943), &bdquo;Fanfare for Elizabeth&ldquo; (1946, deutsch 1947), &bdquo;A notebook on William Shakespeare&ldquo; (1948). </p>
<p>1954 konvertierte Edith Sitwell zur r&ouml;misch-katholischen Kirche. Im selben Jahr wurde sie auch zur Dame (&bdquo;Tr&auml;gerin des Ordens des British Empire&ldquo;) ernannt. Die Universit&auml;ten Oxford, Durham und Leeds ernannten sie zum Ehrendoktor.</p>
<p>Am 9. Dezember 1964 starb Edith Sitwell im Alter von 77 Jahren in London. Ihre Autobiographie &bdquo;Taken care of&ldquo; (1965) erschien erst nach ihrem Tod. 1979 kam die Monographie &bdquo;Fa&ccedil;ades &ndash; Edith, Osbert, Sacheverell Sitwell&ldquo; von John Pearson heraus, 1981 die Biographie &bdquo;A Unicorn among Lions&ldquo; von Victoria Glendinning. </p>
<p>Literatur: &nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; bei:<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-600691">www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-600691</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
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			<title>EMILY-GREENE-BALCH</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=528793"><img alt="EmilyGreeneBalch" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/793/528793_4088fa37d7_s.jpg" /></a></p>
<p>Als eine der bedeutendsten Pazifistinnen der USA wird die amerikanische Sozialpolitikerin und Wirtschaftswissenschaftlerin <strong>Emily Greene Balch</strong> (1867&ndash;1961) in Nachschlagewerken gew&uuml;rdigt. Au&szlig;erdem war sie eine der Gr&uuml;nderinnen der &bdquo;Women&rsquo;s Trade Union League&ldquo; (&bdquo;Gewerkschaftliche Frauenliga&ldquo;) in Nordamerika. F&uuml;r ihre segensreiche Arbeit ist sie als zweite Amerikanerin mit dem Friedensnobelpreis belohnt worden.</p>
<p><strong>Emily Greene Balch</strong> kam am 8. Januar 1867 als zweites von sechs Kindern des Rechtsanwalts Francis Balch und der Lehrerin Ellen Maria Noyces Balch in dem Dorf Jamaica Plain, heute ein Stadtteil von Boston (Massachusetts), zur Welt. Die Eltern geh&ouml;rten zur Religionsgemeinschaft der &bdquo;Unitarier&ldquo;, die an die Einheit Gottes glaubt und dessen Dreifaltigkeit ablehnt. Au&szlig;erdem waren sie Gegner der Sklaverei.</p>
<p>W&auml;hrend ihrer Kindheit liebte Emily Greene schw&auml;rmerisch die Natur und sp&uuml;rte fr&uuml;h den Drang zu schreiben. Sie notierte all ihre Gef&uuml;hlsregungen gewissenhaft in einem Tagebuch. Mit 19 Jahren trat sie 1886 in die erste Abschlussklasse am &bdquo;Bryn Mawr College&ldquo; in Boston ein. Zun&auml;chst w&auml;hlte sie griechische und r&ouml;mische Literatur als Schwerpunkte, sp&auml;ter wechselte sie zur Volkwirtschaft. </p>
<p>1889 machte die scheue und bescheidene Studentin ihren Abschluss und erhielt als erste Frau das neugestiftete &bdquo;Europaean Fellowship&ldquo;, ein Stipendium f&uuml;r ein einj&auml;hriges Studium in Paris. 1890/1891 belegte sie an der Sorbonne in Paris Vorlesungen in Wirtschaftswissenschaften und verfasste die Studie &bdquo;&Ouml;ffentliche Hilfe f&uuml;r die Armen in Frankreich&ldquo;, die 1893 von der &bdquo;American Economic Association&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurde.</p>
<p>Nach der R&uuml;ckkehr aus Paris half Emily Greene Balch dem Gr&uuml;nder der bereits 1863 aus der Taufe gehobenen &bdquo;Children&rsquo;s Aid Society&ldquo; in Boston, Charles Birthwell. 1892 begegnete sie in einem Sommercamp erstmals der amerikanischen Sozialreformerin Jane Addams (1860&ndash;1935), mit der sie ihr ganzes Leben lang befreundet war und zusammenarbeitete. </p>
<p>Im Dezember 1892 gr&uuml;ndete Emily Greene Balch zusammen mit Helena Dudley (1858&ndash;1932) und Helen Cheever (1865&ndash;1960) das Hilfswerk &bdquo;Denison House&ldquo;. Dieses nach dem ersten Direktor der Kendall School, James Denison (1845&ndash;1909), benannte Hilfswerk war eine Einrichtung der Settlementbewegung, die 1869 in Gro&szlig;britannien aufkam und gemeinn&uuml;tzige Einrichtungen (Nachbarschaftsheime) in gro&szlig;st&auml;dtischen Bezirken entwi-ckelte. </p>
<p>Neben Jane Addams gilt Emily Greene Balch, die das &bdquo;Denison House&ldquo; leitete, als eine der f&uuml;hrenden Vertreterinnen der Settlementbewegung in den USA. Im &bdquo;Denison House&ldquo; lernte Emily die Sorgen und N&ouml;te von Unterst&uuml;tzungsempf&auml;ngern, vernachl&auml;ssigten Kindern, schlecht bezahlten Arbeitern und Prostituierten kennen.</p>
<p>1894 studierte Emily Greene Balch ein Semester lang in &bdquo;Harvard Annex&ldquo; (heute &bdquo;Radcliff College&ldquo;) und ein Viertelsemester an der Chicago University, um sich auf eine Lehrt&auml;tigkeit vorzubereiten. 1895 folgte ein einj&auml;hriges Studium an der Friedrich-Wilhelm-Universit&auml;t in Berlin (heute Humboldt-Universit&auml;t), wo sie eine der ersten 40 Studentinnen war, die Theorien des Sozialismus kennen lernte und an Treffen der &bdquo;Sozialistischen Internationale&ldquo; teilnahm.</p>
<p>Im Juli 1896 kehrte Emily Greene Balch in die USA zur&uuml;ck. Noch auf dem Schiff erhielt sie das Angebot f&uuml;r eine Teilzeitstelle als Assistenz-Professorin f&uuml;r Volkswirtschaft und Sozialwissenschaften am &bdquo;Wellesley College&ldquo;. Anfangs korrigierte sie die Arbeiten der Studenten, ab 1897 unterrichtete sie selbst und hatte nun eine Vollzeitstelle. Sie lehrte von 1897 bis 1918 als Professorin f&uuml;r Wirtschaft und Politik am &bdquo;Wellesley College&ldquo;. </p>
<p>1903 z&auml;hlte Emily Greene Balch zu den Gr&uuml;ndern der &bdquo;Women&rsquo;s Trade Union League&ldquo; (&bdquo;Gewerkschaftliche Frauenliga&ldquo;). 1905/1906 untersuchte sie in &Ouml;sterreich-Ungarn und teilweise in der USA die Lebensbedingungen der slawischen Bev&ouml;lkerung. 1913 &uuml;bernahm sie den Vorsitz der neuen Fakult&auml;t f&uuml;r Wirtschafts-, Sozial- und Politikwissenschaften am Wellesley College. </p>
<p>Im April 1915 nahmen Emily Greene Balch und die amerikanische Pathologin Alice Hamilton (1869&ndash;1970) am Friedenskongress der Frauen in Den Haag (Niederlande), der unter der Parole &bdquo;Wider den Krieg&ldquo; stand, teil. Dabei erarbeiteten 1136 Frauen aus zw&ouml;lf Nationen einen Friedensplan, der den Ersten Weltkrieg beenden sollte. </p>
<p>Zusammen mit Jane Addams gr&uuml;ndete Emily Greene Balch 1915 in Z&uuml;rich das &bdquo;International Komitee f&uuml;r dauernden Frieden&ldquo; (IFFF). Daraus ging 1919 die &bdquo;Internationale Frauenliga f&uuml;r Frieden und Freiheit&ldquo; (&bdquo;Women&rsquo;s International Leage for Peace and Freedom&ldquo; = WILPF) hervor. Au&szlig;erdem machten die Frauen Vorschl&auml;ge, die zum Ende des Krieges f&uuml;hren und den Frieden erhalten sollten. </p>
<p>Zu einer der Frauendelegationen, die ihre Friedensvorschl&auml;ge europ&auml;ischen Regierungen unterbreiteten, geh&ouml;rte Emily Greene Balch: Sie reiste in die skandinavischen L&auml;nder und nach Russland. Emily Greene Balch und Jane Addams sprachen auch beim amerikanischen Pr&auml;sidenten Woodrow Wilson (1856&ndash;1924) vor, der ihre Vorschl&auml;ge wohlwollend anh&ouml;rte, doch seine Berater winkten ab. </p>
<p>Aus R&uuml;cksicht auf das &bdquo;Wellesley College&ldquo;, das ihre pazifistische Einstellung und ihre fortschrittlichen Wirtschaftstheorien nicht teilte, nahm Emily Greene Balch nach dem Kriegseintritt der USA 1916 einen einj&auml;hrigen Forschungsurlaub. Sie konzentrierte sich mit ihrer ganzen Kraft auf die Friedensarbeit und galt deswegen nach Jane Addams als &bdquo;zweitgef&auml;hrlichste Frau der USA&ldquo;. </p>
<p>1919 lief der Lehrauftrag der 52-j&auml;hrigen Emily Greene Balch f&uuml;r das &bdquo;Wellesley College&ldquo; aus und wurde nicht verl&auml;ngert. Dies geschah nicht wegen ihres Eintretens f&uuml;r den Sozialismus, sondern wegen ihres Engagements als Pazifistin und ihrer Teilnahme an Anti-Kriegs-Demonstrationen. Die arbeitslose Professorin verdiente zun&auml;chst durch Artikel f&uuml;r das New Yorker Magazin &bdquo;Nation&ldquo; ihren Lebensunterhalt. </p>
<p>Von 1919 bis 1922 arbeitete Emily Greene Balch als bezahlte Generalsekret&auml;rin und Schatzmeisterin der &bdquo;Internationalen Frauenliga f&uuml;r Frieden und Freiheit&ldquo;, f&uuml;r die sie in Genf ein st&auml;ndiges B&uuml;ro einrichtete. Sie organisierte die internationalen Verflechtungen innerhalb der Liga und baute die Verbindung zum V&ouml;lkerbund, der seinen Sitz von London nach Genf verlegte, auf. </p>
<p>1921 schloss sich Emily Greene Balch der &bdquo;Religious Society of Friends&ldquo; (&bdquo;Gemeinschaft der Freunde&ldquo;) in London an, deren Anh&auml;nger Qu&auml;ker genannt werden. Deren Philosophie ist es, in wichtigen Dingen Einigkeit, in unwesentlichen Dingen Freiheit und &uuml;ber allem die helfende Liebe walten zu lassen.</p>
<p>Aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden gab Emily Greene Balch 1922 ihr Amt als Generalsekret&auml;rin der &bdquo;Internationalen Frauenliga f&uuml;r Frieden und Freiheit&ldquo; auf. 1926 ging sie im Auftrag der WILPF in das seit 1915 von den USA besetzte Haiti und legte hier&uuml;ber 1927 eine Studie vor. Nach ihrer Haiti-Mission sprach sie mit Pr&auml;sident Coolidge Calvin (1872&ndash;1933) und konnte ihn bewegen, eigene Untersuchungen anzustellen. Wegen des Amtswechsels 1929 war es dann aber erst Pr&auml;sident Herbert Clark Hoover (1874&ndash;1964), der 1930 diese Pl&auml;ne umsetzen konnte. </p>
<p>Ab 1931 f&uuml;hrte Emily Greene Balch die amerikanische Sektion der &bdquo;Women&rsquo;s International Leage for Peace and Freedom&ldquo;. 1934/1935 fungierte sie erneut als Generalsekret&auml;rin der WILPF. 1936 w&auml;hlte man sie wegen ihrer Verdienste zur Ehrenpr&auml;sidentin der WILPF. </p>
<p>Vor und w&auml;hrend des Zweiten Weltkrieges setzte sich Emily Greene Balch f&uuml;r die Aufnahme fl&uuml;chtender Juden in den USA ein. Ihre strikte pazifistische Haltung geriet ins Wanken, als sie von gravierenden Verletzungen elementarster Menschenrechte durch die &bdquo;Nazis&ldquo; erfuhr. </p>
<p>Aus der Feder von Emily Greene Balch stammen die Ver&ouml;ffentlichungen &bdquo;Public Assistance of the Poor in France&ldquo; (1893), die Studie &uuml;ber slawische Einwanderer mit dem Titel &bdquo;Our Slavic Fellow-Citizens&ldquo; (&bdquo;Unsere slawischen Mitb&uuml;rger, 1910), &bdquo;Women at The Hague&ldquo; (1915), &bdquo;Approaches to the Great Settlement&ldquo; (&bdquo;Schritte zu einer Friedensl&ouml;sung&ldquo;, 1918), &bdquo;Occupied Haiti&ldquo; (1927), &bdquo;Refuguees as Assets&ldquo; (1939) und der Gedichtband &bdquo;The Miracle of Living&ldquo; (1941). </p>
<p>1946 verlieh man Emily Greene Balch &ndash; zusammen mit dem amerikanischen evangelischen Theologen John Raleigh Mott (1865&ndash;1955) &ndash; in Oslo den Friedensnobelpreis. Die Nachricht &uuml;ber diese hohe Auszeichnung erfuhr sie &ndash; von Altersbeschwerden und Asthma geplagt &ndash; im Krankenhaus. Im April 1948 hielt die 81-J&auml;hrige bei der Verleihung des Friedennobelpreises f&uuml;r 1946 eine lange Dankesrede. Den gr&ouml;&szlig;ten Teil des mit dem Preis verbundenen Geldbetrages von 16000 US-Dollar stellte sie der WILPF zur Verf&uuml;gung.</p>
<p>Einen Tag nach ihrem 94. Geburtstag starb Emily Greene Balch am<br />
9. Januar 1961 in Cambridge (Massachusetts).</p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; bei:<br />
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			<link>http://www.KLIXS.de/emily-greene-balch/E/1261.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>ELISABETH-FRY</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=545484"><img alt="ElizabethFry" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/484/545484_58eae8b886_s.jpg" /></a></p>
<p>Als Reformerin des Gef&auml;ngnissystems in Gro&szlig;britannien w&auml;hrend des fr&uuml;hen 19. Jahrhunderts ging die Engl&auml;nderin <strong>Elizabeth Fry</strong> (1780&ndash;1845), geborene Gurney, in die Geschichte des Strafvollzugs ihres Heimatlandes ein. Dank des Einflusses dieses &bdquo;Engels der Gefangenen&ldquo; sind die Verh&auml;ltnisse in englischen Frauengef&auml;ngnissen sp&uuml;rbar verbessert worden. </p>
<p>Elizabeth Gurney wurde am 21. Mai 1780 als dritte von sieben T&ouml;chtern des wohlhabenden Fabrikanten und Schlossbesitzers John Gurney (1749&ndash;1809) und seiner Frau Catherine in Earlham bei Norwich in der Grafschaft Norfolk geboren. Ihre Eltern geh&ouml;rten zur &bdquo;Society of Friends&ldquo; (&bdquo;Gesellschaft der Freunde&ldquo;), deren Mitglieder wegen ihrer ekstatischen Zust&auml;nde &bdquo;Quaker&ldquo; (&bdquo;Qu&auml;ker&ldquo; oder &bdquo;Zitterer&ldquo;) hei&szlig;en. </p>
<p>Die &bdquo;Qu&auml;ker&ldquo; lehnen Sakramente, Dogma und kirchliche Institutionen ab. Sie leisten auch keinen Eid, verweigern Kriegsdienste, f&uuml;hren ein bed&uuml;rfnisloses Leben und helfen allen in Not geratenen Menschen. Einst k&auml;mpften sie gegen die Sklaverei, setzten sich f&uuml;r den Weltfrieden ein und engagierten sich in M&auml;&szlig;igungs- und Enthaltsamkeitsbewegungen. </p>
<p>Von ihren Eltern, Geschwistern und anderen Kindern wurde Elizabeth mit dem Kosenamen &bdquo;Betsy&ldquo; gerufen. Ihr ganzes Leben lang stand sie stark unter dem Einfluss ihrer Mutter. Catherine Gurney vertrat die f&uuml;r ihre Zeit ungew&ouml;hnlich fortschrittliche Auffassung, M&auml;dchen sollten ebenso gut wie Jungen ausgebildet werden. &bdquo;Betsy&ldquo; und ihre Schwestern schockten andere &bdquo;Qu&auml;ker&ldquo;, wenn sie farbenpr&auml;chtige und seidene Kleider trugen oder einmal sogar die Postkutsche stoppten. </p>
<p>&bdquo;Betsy&ldquo; erhielt Unterricht in Geschichte, Franz&ouml;sisch und Latein. Die Mutter erz&auml;hlte ihr Geschichten aus der Bibel, las ihr Psalmen vor und nahm sie mit, wenn sie arme und kranke Menschen besuchte und ihnen half. Elizabeth verlor fr&uuml;h ihre Mutter, als sie erst zw&ouml;lf Jahre alt war. </p>
<p>Am 4. Februar 1798 ging die 17-j&auml;hrige Elizabeth &ndash; mit eleganten lilafarbenen Stiefeln und roten Schn&uuml;rb&auml;ndern &ndash; mit ihren Schwestern zu einem Gottesdienst, bei dem sie erstmals den amerikanischen &bdquo;Qu&auml;ker&ldquo; William Savery (1750&ndash;1804) h&ouml;rte und ergriffen weinte. Danach bat sie ihren Vater, sie im Haus ihres Onkels, wo Savery zu Gast war, am Mittagessen teilnehmen zu lassen.</p>
<p>Nachmittags zog es die sieben Gurney-Schwestern erneut zur Andacht, nach der &bdquo;Betsy&ldquo; fast auf der ganzen Heimfahrt im Wagen weinte. Am n&auml;chsten Morgen kam Savery zum Fr&uuml;hst&uuml;ck zu den Gurneys und erkl&auml;rte nachher Elizabeth, sie sei zu einem hohen und wichtigen Werk berufen. Von da ab schienen ihre Vergn&uuml;gungssucht und Freude an weltlichen Dingen verschwunden.</p>
<p>1799 unternahm Elizabeth Gurney einen Besuch in London, wo sie William Savery wieder begegnete. W&auml;hrend ihres Aufenthaltes in der britischen Hauptstadt ging sie auch ins Theater und in die Oper und wunderte sich dar&uuml;ber, ob es richtig sei, Freude dabei zu empfinden. Nach intensiven Kontakten und Gespr&auml;chen mit ihrer Cousine Priscilla Hannah Gurney und ihrer Freundin Deborah Darby wandelte sich &bdquo;Betsy&ldquo; zur &uuml;berzeugten &bdquo;Qu&auml;kerin&ldquo;, die auf ihrem Familienlandsitz &bdquo;Plashet House&ldquo; verwaiste Kinder in einer Sonntagsschule unterrichtete.</p>
<p>Im Sommer 1799 besuchte der &bdquo;Qu&auml;ker&ldquo; Joseph Fry (1777&ndash;1861) die Familie Gurney auf ihrem Landsitz, verliebte sich in Elizabeth und heiratete sie am 18. August 1800. Die Frys waren wohlhabende Kaufleute, die mit Tee, Kaffee und Gew&uuml;rzen handelten und sp&auml;ter eine Bank er&ouml;ffneten. Betsy und Joseph lebten anfangs bei den Frys in London. Im August 1801 brachte Elizabeth Fry ihre Tochter Katherine zur Welt. In den folgenden zwei Jahrzehnten schenkte sie weiteren zehn Kindern das Leben. </p>
<p>Um 1812 lernte Elizabeth Fry den franz&ouml;sischen Aristokraten, Stephen Grellet (1773&ndash;1855), eigentlich Etienne Grellet du Mabillier, kennen, der sich in den USA den &bdquo;Qu&auml;kern&ldquo; angeschlossen hatte, in Europa das Qu&auml;kertum predigte und in England einige Gef&auml;ngnisse besichtigte. Er erz&auml;hlte ihr von verheerenden Zust&auml;nden im Frauengef&auml;ngnis von Newgate, wo weibliche H&auml;ftlinge teilweise mit Neugeborenen auf dem Steinfu&szlig;boden lagen. </p>
<p>Als Elizabeth und andere &bdquo;Qu&auml;kerinnen&ldquo; von Grellet um Hilfe f&uuml;r die Kinder in den Gef&auml;ngnissen gebeten wurden, besuchte diese zusammen mit ihrer Schw&auml;gerin das Gef&auml;ngnis von Newgate. Von dem, was sie dort mit eigenen Augen sahen, waren die beiden Frauen schockiert. Unter anderem wurden sie Zeugen davon, wie zwei Gefangene einem toten Baby die Kleider aus- und einem anderen Kind anzogen. Am n&auml;chsten Tag kehrten die Besucherinnen mit warmen Sachen und sauberem Stroh f&uuml;r das Lager von Kranken zur&uuml;ck. </p>
<p>Obwohl sie dieses Elend nicht vergessen konnte, war Elizabeth Fry nicht f&auml;hig, in den folgenden vier Jahren erneut das Frauengef&auml;ngnis von Newgate aufzusuchen. W&auml;hrend dieser Zeit erlebte sie finanzielle Schwierigkeiten der &bdquo;Fry Bank&ldquo;, gebar zwei weitere Kinder und betrauerte den Tod ihrer vierj&auml;hrigen Tochter Betsy. </p>
<p>Vor Weihnachten 1816 besuchte Elizabeth Fry erstmals wieder das Frauengef&auml;ngnis von Newgate, wo sie die Gefangenen daf&uuml;r gewann, ihre Kinder unterrichten zu lassen, damit sie bessere Chancen im Leben haben. 1817 gr&uuml;ndete sie den &bdquo;Frauenverein zur Besserung weiblicher Str&auml;flinge&ldquo; und 1819 eine Lehr- und Arbeitsschule f&uuml;r verurteilte weibliche Gefangene, die von einer Vorsteherin und zw&ouml;lf Frauen geleitet wurde. </p>
<p>Au&szlig;erdem engagierte sich Elizabeth Fry zwischen 1837 und 1843 bei Reisen nach Amerika, Frankreich, in die Schweiz und Deutschland f&uuml;r die Reform des Strafrechts und des Strafvollzugs. Nach einem Besuch in Schottland ver&ouml;ffentlichte sie das Buch &bdquo;Observation, on the visiting, superintendence and government of female prisoners&ldquo; (1827). </p>
<p>Die Kunde &uuml;ber das Wirken von Elizabeth Fry verbreitete sich in anderen Gegenden Gro&szlig;britanniens und im &uuml;brigen Europa. Nach ihrem Vorbild gr&uuml;ndeten russische Frauen ein Kommittee f&uuml;r den Besuch von Gef&auml;ngnissen. Sogar die britische K&ouml;nigin Viktoria (1819&ndash;1901) wurde auf sie aufmerksam und empfing sie zu einer Audienz. </p>
<p>Zeitweise hatte Elizabeth Fry unter mancherlei Kritik zu leiden. Ein Teil der weiblichen Gefangenen &auml;rgerte sich dar&uuml;ber, nicht weiterhin Alkolhol trinken sowie Gl&uuml;cksspielen und dem M&uuml;&szlig;iggang nachgehen konnten. Lokalpolitiker kritisierten den neuen &bdquo;Prison Act&ldquo; von 1823, der einige Ideen von Elizabeth ber&uuml;cksichtigte und den Gef&auml;ngnissen mehr finanzielle Mittel garantierte. Au&szlig;erdem mokierten sich Qu&auml;ker dar&uuml;ber, da&szlig; die meisten von Elisabeths Kindern einen Andersgl&auml;ubigen heirateten. </p>
<p>1828 brach die von Elizabeths Mann geleitete &bdquo;Fry-Bank&ldquo; zusammen. Elizabeth wurde damals von einigen Zeitungen zu Unrecht beschuldigt, sie habe Gelder der Bank f&uuml;r ihre wohlt&auml;tigen Zwecke verwendet. Daraufhin bekam sie die Missachtung von Qu&auml;kern und anderen Leuten deutlich zu sp&uuml;ren.</p>
<p>Elizabeth Fry starb am 12. Oktober 1845 im Alter von 65 Jahren in Ramsgate. Nach ihrem Tod ist ein halbes Dutzend B&uuml;cher &uuml;ber ihr Leben und Werk erschienen. </p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; bei:<br />
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			<link>http://www.KLIXS.de/elisabeth-fry/E/1260.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>EMMELINE-PANKHURST</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=383506"><img alt="EmmelinePankhurst" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/506/383506_f092262cba_s.jpg" /></a></p>
<p>Eine der radikalsten K&auml;mpferinnen f&uuml;r das Wahlrecht der Frauen in Gro&szlig;britannien war <strong>Emmeline Pankhurst</strong> (1858&ndash;1928), geborene Goulden, die Gr&uuml;nderin der &bdquo;Women&rsquo;s Social and Political Union&ldquo;. Sie wurde acht Mal wegen Vergehens gegen die &ouml;ffentliche Ordnung, Brandstiftung und anderer Straftaten verurteilt. Vor dem Ersten Weltkrieg geisterte die Pankhurst sozusagen als Schreckgespenst durch viele Illustrierte und Witzbl&auml;tter. Ihr Schlachtruf hie&szlig; &bdquo;Votes for Women&ldquo;.</p>
<p>Emmeline Goulden kam am 4. Juli 1858 in Manchester zur Welt. Ihr Vater, der Baumwolldrucker Robert Goulden, war ein engagierter Gegner der Sklaverei. Zu den fr&uuml;hesten Kindheitserlebnissen der kleinen Emmeline geh&ouml;rte, dass sie mit ihrer Mutter in Man-chester zugunsten bed&uuml;rftiger Ex-Sklaven in den USA sammelte. Emmelines Lieblingsbuch war &bdquo;Onkel Toms H&uuml;tte&ldquo; von der amerikanischen Schriftstellerin Harriet Beecher-Stowe (1811&ndash;1896).</p>
<p>Im Alter von 14 Jahren nahm Emmeline Goulden erstmals an einem Treffen von Frauenrechtlerinnen teil und begeisterte sich f&uuml;r deren Ideen. 1884 heiratete sie den merklich &auml;lteren Politiker und Rechtsanwalt Dr. Richard Marsden Pankhurst (1836&ndash;1898), der an Frauenfragen interessiert war.</p>
<p>Emmeline Pankhurst f&uuml;hrte eine gl&uuml;ckliche Ehe, aus der im Laufe der Zeit insgesamt f&uuml;nf Kinder hervorgingen. Dr. Richard Marsden Pankhurst bewarb sich f&uuml;r das Parlament, aber die &bdquo;Irish National Party&ldquo; boykottierte alle liberalen Kandidaten. Dr. Pankhurst starb 1898 nach dem Durchbruch seines Magengeschw&uuml;rs. </p>
<p>Am 10. Oktober 1903 gr&uuml;ndete Emmeline Pankhurst die &bdquo;Women&rsquo;s Social and Political Union&ldquo; (WSPU) als &uuml;berparteiliche Organisation zur Erringung des Frauenwahlrechts. Das Motto der von ihr geleiteten WSPU lautete: &bdquo;Deeds, not words&ldquo; (&bdquo;Taten statt Worte&ldquo;). Die Mitglieder dieser bis 1914 radikalsten Organisation der Frauenbewegung wurden &bdquo;Suffragetten&ldquo; genannt. </p>
<p>Der franz&ouml;sisch-englische Begriff &bdquo;Suffragette&ldquo; ist von dem lateinischen Wort &bdquo;suffragium&ldquo; (deutsch: &bdquo;Stimmrecht&ldquo;) abgeleitet. Die &bdquo;Suffragetten&ldquo; in Gro&szlig;britannien k&auml;mpften mit Hungerstreiks, Demonstrationen und gewaltsamen Aktionen f&uuml;r die politische Gleichberechtigung der Frauen. </p>
<p>An der Arbeit der bekanntesten &bdquo;Suffragette&ldquo; Emmeline Pankhurst beteiligten sich auch ihre T&ouml;chter Christabel (1880&ndash;1958) und Estelle Sylvia (1882&ndash;1960). Die WPSU konnte immer mehr Frauen f&uuml;r den Kampf um das Frauenwahlrecht begeistern. Die &bdquo;Suffragetten&ldquo; versuchten, andere Politiker f&uuml;r ihre Ziele zu gewinnen, organisierten Demonstrationen und r&uuml;ttelten die &Ouml;ffentlichkeit auf, indem sie Fenster einschlugen, Briefk&auml;sten in Brand steckten, Golfpl&auml;tze mit S&auml;ure zerst&ouml;rten und mit Hungerstreiks gegen ihre Inhaftierung protestierten.</p>
<p>W&auml;hrend des Ersten Weltkrieges (1914&ndash;1918) unterbrachen die &bdquo;Suffragetten&ldquo; ihre Protestaktionen. Emmeline f&uuml;hrte statt dessen die &bdquo;Women&rsquo;s Right to Work Campaign&ldquo; an, in der Frauen M&auml;nnerarbeit in Fabriken &uuml;bernahmen, Lastwagen fuhren und andere T&auml;tigkeiten verrichteten, die w&auml;hrend des Krieges von gro&szlig;em Wert f&uuml;r Gro&szlig;britannien waren. 1914 erschien ihr Buch &bdquo;My own story&ldquo;.</p>
<p>Nach dem Ersten Weltkrieg gingen die Pankhursts jeweils eigene Wege. Emmeline Pankhurst wurde 1918 Mitglied der &bdquo;Konservativen Partei&ldquo;. Einige Wochen sp&auml;ter verabschiedete man in Gro&szlig;britannien das Gesetz, das den Frauen &uuml;ber 30 das volle Stimmrecht garantierte. Das geschah einesteils aus Anerkennung der Leistungen der Frauen w&auml;hrend des Krieges, andererseits aus Angst vor weiteren militanten Aktionen.</p>
<p>Die Tochter Sylvia Pankhurst wurde eine radikale Sozialistin und k&auml;mpfte f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit &Auml;thiopiens. Christabel dagegen engagierte sich als Evangelistin in den USA. </p>
<p>Am 14. Juni 1928 starb Emmeline Pankhurst im Alter von 69 Jahren in London. Ihre Tochter Sylvia schrieb &uuml;ber sie das Buch &bdquo;The Life of Emmeline Pankhurst&ldquo; (1935). </p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; von Ernst Probst<br />
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			<link>http://www.KLIXS.de/emmeline-pankhurst/E/1253.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>ELLA-FITZGERALD</title>
			<description><![CDATA[<p><a title="" target="_blank" href="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/Fitzgerald.jpg"><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/Fitzgerald_small.jpg" /></a></p>
<p>Als beste Jazzinterpretin der Welt lobten Experten die farbige amerikanische S&auml;ngerin<strong> Ella Fitzgerald</strong> (1918&ndash;1996). Die &bdquo;First Lady des Jazz&ldquo; musizierte mit allen gro&szlig;en Vertretern dieser Musikrichtung, machte s&auml;mtliche Wandlungen mit und unternahm auch immer wieder erfolgreiche Ausfl&uuml;ge in die Welt der Popmusik sowie des Musicals. Der Tenorsaxophonist Lester Young (1909&ndash;1959) bezeichnete sie als &bdquo;Lady Time&ldquo;.</p>
<p><strong>Ella Fitzgerald</strong> kam am 25. April 1918 in Newport News (Virginia) zur Welt. Ihren Vater kannte sie nicht, weil dieser bereits kurz nach der Geburt die Familie verlie&szlig; und fr&uuml;h starb. Sp&auml;ter heiratete die Mutter wieder, und die Familie wohnte in &auml;rmlichen Verh&auml;ltnissen zusammen mit anderen schwarzen Zuwanderern im New Yorker Vorort Yonkers. </p>
<p>Die Mutter arbeitete zun&auml;chst in einer W&auml;scherei und sp&auml;ter in einem Getr&auml;nkehandel. Ella hockte zu Hause stundenlang vor dem Plattenspieler und h&ouml;rte sich die Lieder der &bdquo;Boswell Sisters&ldquo; oder der &bdquo;Mills Brothers&ldquo; an, die als &bdquo;K&ouml;nige des Swing&ldquo; galten. Au&szlig;erhalb der Schule lernte sie Musizieren und Tanzen und verdiente zeitweise als Aufpasserin in einem Bordell etwas Taschengeld. </p>
<p>Zun&auml;chst tr&auml;umte <strong>Ella Fitzgerald</strong> davon, T&auml;nzerin zu werden. Sie tanzte in Schulauff&uuml;hrungen und auf den Stra&szlig;en Harlems und bewarb sich beim &bdquo;Harlem Opera House&ldquo; als T&auml;nzerin. Am Abend ihres Deb&uuml;ts konnte sie sich jedoch vor lauter Lampenfieber kaum bewegen, sang deshalb verlegen einen Song von Connie Boswell (1907&ndash;1976) und begeisterte damit das Publikum. In der Folgezeit hatte sie etliche Auftritte und gewann einige Amateurwettbewerbe.</p>
<p>Bald war <strong>Ella Fitzgerald</strong> so bekannt, dass ihr eine Radioshow des Senders &bdquo;Columbia Broadcastings System&ldquo; (CBS) einen Vertrag anbot. Der Abschluss kam jedoch nicht zustande, weil ihre Mutter starb, bevor sie f&uuml;r die minderj&auml;hrige Ella unterschreiben konnte, und ihr Stiefvater unterst&uuml;tzte sie nicht.</p>
<p>Im Februar 1935 t&auml;uschte die 17-j&auml;hrige <strong>Ella Fitzgerald</strong> ein h&ouml;heres Alter vor und unterschrieb einen Vertrag als S&auml;ngerin mit dem &bdquo;Harlem Opera House&ldquo;. Schon damals zog Ellas ungew&ouml;hnlich klangvolle Drei-Oktaven-Stimme ihre Zuh&ouml;rer in den Bann. Unter anderem fiel sie dem Jazzmusiker Benny Carter wohltuend auf, der den Bandleader und Drummer Chick Webb (1902&ndash;1939) auf sie aufmerksam machte. Webb nahm sie 1935 unter Vertrag, wurde ihr Mentor und v&auml;terlicher Freund. Mit ihm machte sie ihre ersten Schallplattenaufnahmen wie die Jazzballade &bdquo;Mr. Paganini&ldquo; und das verswingte Kinderlied &bdquo;A-Tisket, A-Tasket&ldquo;, das sie selbst schrieb.</p>
<p>Ella wurde das j&uuml;ngste Mitglied der &bdquo;American Society of Composers, Authors und Publishers&ldquo; und von Chick Webb auf seiner ersten Tournee in den Westen der USA und sp&auml;ter in den S&uuml;den mitgenommen. Wie andere schwarze K&uuml;nstler jener Zeit litt auch Ella an der damaligen Rassendiskriminierung. Sie und die anderen Bandmitglieder konnten keine &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel benutzen, fuhren deswegen im eigenen Bus, und weil Hotels sie nicht aufnahmen, schliefen sie auch in dem Fahrzeug. Au&szlig;erdem durften sie wegen ihrer Hautfarbe keine Toiletten an Tankstellen benutzen. </p>
<p>Chick Webb erkrankte bei der ersten Tournee an Lungenentz&uuml;ndung, wurde in Alabama in ein Krankenhaus eingeliefert und starb nach einer Woche. Nach Webbs Tod &uuml;bernahm die 21-j&auml;hrige Ella von 1939 bis 1942 die Leitung der Band, die sich bald &bdquo;Ella Fitzgerald and Her Famous Orchestra&ldquo; nannte. 1941 heiratete Ella den Hafenarbeiter Bennie Korngay, von dem sie sich nach zwei Jahren trennte.</p>
<p>Nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg 1941 wurden einige Bandmitglieder Ellas zum Milit&auml;r einzogen, und die Band musste aus Mangel an guten Musikern aufgel&ouml;st werden. Danach arbeitete sie mit verschiedenen Ensembles zusammen. </p>
<p>1947 machten Ella und der Musiker Dizzy Gillespie (1917&ndash;1993) zusammen Plattenaufnahmen in dem neuen Jazzstil Bepob. Sie ging mit Gillespies Band auf Tournee, hatte mit dem Lied &bdquo;Lady be good&ldquo; gro&szlig;en Erfolg und freundete sich mit Ray Brown, dem Bassisten von Gillespie, an, der im Sp&auml;tsommer 1948 ihr zweiter Ehemann wurde.</p>
<p>Von 1948 bis 1952 trat Ella Fitzgerald in einer Jazzcombo auf, die Ray Brown leitete. Nach R&uuml;ckkehr von einer Europatournee 1948 kauften Ella und Ray ein Haus in St. Albans bei New York. Sp&auml;ter adoptieren sie einen kleinen Jungen, den sie &bdquo;Ray junior&ldquo; nannten, und der vielfach irrt&uuml;mlich als Sohn von Ray Brown gehalten wurde. 1952 lie&szlig;en sich Ella und Ray scheiden. </p>
<p>Bei einer Konzerttournee begegnete Ella Fitzgerald 1956 dem zehn Jahre j&uuml;ngeren D&auml;nen Thor Einar Larsen, der in einer Schallplattenfirma arbeitete. Die amerikanische S&auml;ngerin nahm sich eine zweite Wohnung in D&auml;nemark und heiratete Larsen. Doch der dritte Gatte entpuppte sich als Schwindler, der seine schwedische Verlobte um ihr Verm&ouml;gen gebracht hatte, weswegen man ihn zu f&uuml;nf Monaten Zwangsarbeit verurteilte. Daraufhin wurde Ellas dritte Ehe sofort geschieden.</p>
<p>Zu Ella Fitzgeralds k&uuml;nstlerischen Partnern geh&ouml;rten der Trompeter Louis Armstrong (1900&ndash;1971) genannt &bdquo;Satchmo&ldquo;, der Pianist Count Basie, der Pianist Duke Ellington (1899&ndash;1974), der Klarinettist Benny Goodman, der Pianist Oscar Peterson und der Pianist Tommy Flanagan. Von ihr sind etwa 250 Schallplatten erschienen, sie erhielt zw&ouml;lf &bdquo;Grammys&ldquo; und zahlreiche andere Auszeichnungen und trat in dem Film &bdquo;Pete Kelly&rsquo;s Blues&ldquo; (1955) und in mehreren eigenen Fernsehshows auf. </p>
<p>Zu Beginn der 1960-er Jahre lie&szlig; sich Ella Fitzgerald in Beverly Hills bei Hollywood nieder, wo sie ein zweist&ouml;ckiges Haus mit Swimmingpool im Innenhof erworben hatte. Ihre Nachbarn waren vor allem wei&szlig;e Schauspieler, S&auml;nger und Million&auml;re, die es nicht gerne sahen, dass sich eine Schwarze zu ihnen gesellte.</p>
<p>1971 unterzog sich Ella Fitzgerald einer Augenoperation. Zuvor konnte sie die helle B&uuml;hnenbeleuchtung nicht mehr ertragen, danach trug sie eine dunkle Brille. Im September 1986 lie&szlig; sie in Los Angeles (Kalifornien) eine Bypass-Operation am Herzen vornehmen. 1993 wurden ihr wegen schwerer Diabetes beide Unterschenkel amputiert. Am 15. Juni 1996 starb sie im Alter von 78 Jahren in ihrem Haus in Beverly Hills (Kalifornien).</p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; von Ernst Probst<br />
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			<link>http://www.KLIXS.de/ella-fitzgerald/E/1252.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>ELIZABETH-BLACKWELL</title>
			<description><![CDATA[&nbsp;
<h2 class="post-title"><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=1015626"><img title="ElizabethBlackwell" alt="ElizabethBlackwell" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/626/1015626_e06ca54422_s.jpg" /></a></h2>
<div class="post-body">
<p>Die erste Frau, die in den USA erfolgreich das Doktorexamen ablegte, war die aus England stammende <strong>Elizabeth Blackwell</strong> (1821&ndash;1910). Zu ihren Lebzeiten herrschte die Ansicht vor, nur M&auml;nner k&ouml;nnten Mediziner werden. Allen Schwierigkeiten zum Trotz verwirklichte sie ihren Berufwunsch. Amerikas erste &Auml;rztin pr&auml;gte den in der Krankheitsvorsorge ber&uuml;hmten Satz &bdquo;Vorbeugen ist besser als Heilen&ldquo;. </p>
<p><strong>Elizabeth Blackwell</strong> wurde am 3. Februar 1821 als viertes von neun Kindern des Zuckerraffineurs Samuel Blackwell (1790&ndash;1838) und seiner Frau Hannah Lane (1792&ndash;1870) in Counterslip bei Bristol in England geboren. Sie erhielt den Kosenamen &bdquo;Bess&ldquo;. Ihr Vater nannte sie &bdquo;Little Shy&ldquo; (&bdquo;kleine Sch&uuml;chterne&ldquo;).</p>
<p>Als Elizabeth elf Jahre alt war, zerst&ouml;rte nachts ein Feuer das Gesch&auml;ft ihres Vaters. Dadurch verarmte die Familie und wanderte 1832 in die USA aus. In New York stieg Samuel Blackwell erneut ins Zuckergesch&auml;ft ein, aber er wollte keinen Zucker verkaufen, der mit Hilfe von Sklaven hergestellt wurde. 1837 zog die Familie Blackwell nach Cincinnati in Ohio, wo der Vater im Jahr darauf starb. </p>
<p>Elizabeth verdiente anfangs als Lehrerin an der von ihrer Mutter betriebenen kleinen Privatschule f&uuml;r schwarze Kinder ihren Lebensunterhalt. Sp&auml;ter gab sie Musikunterricht in Charleston, um damit ihr Medizinstudium zu finanzieren. Am 23. Januar 1849 bestand die 27-J&auml;hrige als erste Frau in den USA und als beste Studentin ihres Jahrgangs am &bdquo;Geneva College&ldquo; in New York das Doktorexamen. Damit war sie die erste &Auml;rztin in Amerika, fand jedoch keine Stelle und reiste deswegen nach Europa.</p>
<p>In London begegnete <strong>Elizabeth Blackwell</strong> der britischen Krankenschwester Florence Nightingale (1820&ndash;1910). Anschlie&szlig;end ging sie nach Paris, um dort Arbeit zu suchen. Weil in Frankreich ihre Dissertation nicht anerkannt wurde, erwarb sie ein franz&ouml;sisches Diplom f&uuml;r Geburtshilfe. Danach kehrte sie nach New York zur&uuml;ck und plante, dort eine eigene Praxis zu er&ouml;ffnen.</p>
<p>Als ihr in New York kein Hausbesitzer R&auml;umlichkeiten f&uuml;r eine Praxis vermieten wollte, nahm Elizabeth Blackwell ein Darlehen auf und erwarb ein Haus. Bald kamen so viele Patientinnen zu ihr, dass sich die Presse f&uuml;r sie interessierte und m&auml;nnliche Kollegen ihre Arbeit anerkannten. </p>
<p>Dank ihrer Einnahmen konnte <strong>Elizabeth Blackwell</strong> 1857 das erste Frauen- und Kinderkrankenhaus in New York er&ouml;ffnen. Ihre Schwester Emily (1826&ndash;1910), die am &bdquo;Rush Medical College&ldquo; in Chicago Medizin studiert hatte, arbeitete f&uuml;r sie zun&auml;chst als Hebamme und leitete sp&auml;ter zusammen mit der Polin Dr. Marie Zakrzewska (1829&ndash;1902) das New Yorker Krankenhaus. Diesem gliederte man sp&auml;ter ein medizinisches Kolleg an, das Frauen die Ausbildung zur &Auml;rztin erleichterte.</p>
<p>Bei einem ihrer Aufenthalte in England gr&uuml;ndete <strong>Elizabeth Blackwell</strong> die &bdquo;National Health Society&ldquo;. In ihrem Geburtsland lernte sie auch Sophia Jex-Blake (1840&ndash;1912) kennen, die sich 1869 an der medizinischen Fakult&auml;t der Universit&auml;t Edinburgh beworben hatte und anfangs abgewiesen wurde, weil es sich f&uuml;r eine einzelne Frau nicht schicke, an den Kursen teilzunehmen. Deshalb organisierte sie eine Gruppe von sieben Frauen, die dann studieren durfte. </p>
<p>Nach einem Jahr wollten Sophia Jex-Blake und die anderen Frauen den Anatomiekurs besuchen. Der Weg zum H&ouml;rsaal wurde f&uuml;r sie zur Qual. M&auml;nnliche Studenten verbarrikadierten den Eingang, bewarfen sie mit Schmutz und beschimpften sie &uuml;bel. Als sie endlich ankamen, pr&auml;sentierte man den Frauen Schafe und erkl&auml;rte, nun seien auch &bdquo;niedrige Tiere&ldquo; nicht mehr von H&ouml;rs&auml;len ausgeschlossen. </p>
<p>Nachdem man ihr auch das erreichte Diplom verweigerte, setzte Sophia Jex-Blake ihre Studien in New York fort und wurde eine Sch&uuml;lerin von Elizabeth Blackwell. 1875 versuchte Sophia in England, Frauen aufgrund der Lizenz f&uuml;r Geburtshilfe in das Medizinregister eintragen zu lassen. Daraufhin trat die gesamte Pr&uuml;fungsbeh&ouml;rde aus Protest zur&uuml;ck. Jex-Blake hatte damals in Edinburgh eine Medizinische Schule gegr&uuml;ndet, an die sie auch Elizabeth Blackwell holte, die 1899 ihre New Yorker Schule schloss, weil das &bdquo;Cornell University College&ldquo; von da an auch Medizinstudentinnen aufnahm.</p>
<p>Elizabeth und Emily Blackwell setzten sich bis zu ihrem Tod f&uuml;r die Verbesserung der hygienischen Verh&auml;ltnisse und f&uuml;r den Ausbau der allgemeinen Krankenversicherung ein. Kritisch &auml;u&szlig;erten sie sich &uuml;ber den exzessiven Einsatz der Chirurgie und &uuml;ber die sexuelle Doppelmoral. </p>
<p>Am 3. Mai 1910 starb Elizabeth Blackwell im Alter von 89 Jahren in Kilmun (Schottland). Ihre Schwester Emily folgte ihr noch im selben Jahr ins Grab. </p>
<p>Auch andere Blackwell-Kinder waren im Berufsleben sehr erfolgreich. Samuel (1823&ndash;1901) und Henry (1825&ndash;1909) wirkten als Sozialreformer. Anna (1816&ndash;1900) arbeitete als Zeitungskorrespondentin, Ellen (1828&ndash;1901) als Schriftstellerin und K&uuml;nstlerin. Samuel heiratete die erste amerikanische Pastorin, Antoinette Brown (1825&ndash;1921), und Henry die Frauenrechtlerin und K&auml;mpferin gegen die Sklaverei, Lucy Stone (1818&ndash;1893).</p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; von Ernst Probst<br />
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</div>]]></description>
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		</item>
		<item>
			<title>ELISABETH-RUTTKAY</title>
			<description><![CDATA[<p><strong>Elisabeth Ruttkay</strong>, geb&uuml;rtige Ungarin, lebt seit 1956 in &Ouml;sterreich. Sie studierte in Wien und arbeitet seit 1968 an der Pr&auml;historischen Sammlung des Naturhistorischen Museums Wien. </p>
<p><strong>Elisabeth Ruttkay</strong> hat sich gro&szlig;e Verdienste um die Erforschung der Jungsteinzeit in &Ouml;sterreich&nbsp;erworben. Von ihr stammen die Begriffe Bisamberg-Oberpullendorf-Gruppe (1976), M&ouml;dling-Z&ouml;bing-Gruppe (1973) und Herzogenburg-Gruppe (1981) f&uuml;r Kulturstufen der Jungsteinzeit.</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/elisabeth-ruttkay/E/1243.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>ELISABETH-TEISSIER</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=509695"><img alt="Teissier" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/695/509695_15ba7ffe2c_s.jpg" /></a></p>
<p>Zu den bekanntesten Sterndeuterinnen Europas geh&ouml;rt die aus der Schweiz stammende franz&ouml;sische Astrologin und Schriftstellerin Elisabeth Teissier. Ihre gr&ouml;&szlig;ten Erfolge feierte sie allerdings nicht in ihrer Heimat, sondern in Deutschland. Dort trugen die &bdquo;Astro-Show&ldquo; im Fernsehen sowie Artikel in der Presse und B&uuml;cher zum Ruhm der attraktiven Wahrsagerin bei, der eine Karriere als Filmstar versagt blieb.</p>
<p>Elisabeth Teissier erblickte am 6. Januar 1938 &ndash; im Zeichen des Steinbocks &ndash; als Tochter eines Kaufmanns in der schweizerischen Hauptstadt Bern das Licht der Welt und wuchs zun&auml;chst dort auf. Eine Zeitlang lebte sie mit ihren schweizerisch-franz&ouml;sischen Eltern in Marokko und in Frankreich. </p>
<p>Ein alter armenischer Apotheker, der sich mit dem komplexen Horoskop von Elisabeth befasste, sagte ihr bereits als kleines M&auml;dchen voraus, in ihr stecke ein &bdquo;Pionier&ldquo; und eine &bdquo;gute Astrologin&ldquo;. Der Mann prophezeite ihr au&szlig;erdem, sie werde in ihrem Leben viele interessante Dinge tun, bescheinigte ihr eine empfindliche Leber und ebensolche Nerven und warnte sie vor Zerstreuung und vor St&uuml;rzen.</p>
<p>Nach dem Verlassen der Schule begann Elisabeth ein Medizinstudium an der Pariser Sorbonne. Bereits nach einem Jahr wechselte sie jedoch in die philosophische Fakult&auml;t, studierte Deutsch, Englisch und Franz&ouml;sisch und machte einen Abschluss als Gymnasiallehrerin. Anschlie&szlig;end lehrte sie an einer Pariser Schule und bewarb sich bei der Pariser Modesch&ouml;pferin Coco Chanel (1883&ndash;1971) als Model. Sie bekam den Job, obwohl ihre k&uuml;nftige Arbeitgeberin anfangs z&ouml;gerte: &bdquo;Ah, Sie haben viel Busen&ldquo;. </p>
<p>Die &uuml;ppige Oberweite und die langen Beine &ndash; lichte H&ouml;he 1,15 Meter &ndash; Elisabeth Teissiers st&ouml;rten sp&auml;ter die Filmleute nicht. Man sah sie unter anderem als Partnerin von Jean-Paul Belmondo in dem Streifen &bdquo;L&rsquo;incorrigible&ldquo; (&bdquo;Der Unverbesserliche&ldquo;, 1975). Der italienische Regisseur Federico Fellini (1920&ndash;1993) schw&auml;rmte bei ihrem Anblick: &bdquo;Che bella donna&ldquo;, sein franz&ouml;sischer Berufskollege Roger Vadim (1928&ndash;2000), machte ihr das Kompliment: &bdquo;Sie sind sehr sch&ouml;n&ldquo;. </p>
<p>Aber der k&uuml;nstlerische Durchbruch auf der Leinwand f&uuml;r die &bdquo;franz&ouml;sische Loren&ldquo;, wie Elisabeth Teissier genannt wurde, blieb aus. Der franz&ouml;sische Regisseur Louis Malle tr&ouml;stete sie, die Zeit der gro&szlig;en Stars wie Ava Gardner (1922&ndash;1990) und Elizabeth Taylor sei vorbei. Elisabeth Teissier sei um 20 Jahre zu sp&auml;t zur Welt gekommen. Heutzutage nehme man &bdquo;Lieschen M&uuml;llers&ldquo; f&uuml;r dominierende Rollen. </p>
<p>Da sie kein Filmstar werden konnte, wandte sich Elisabeth Teissier den Sternen zu, mit denen sie sich &ndash; wie sie sp&auml;ter erz&auml;hlte &ndash; schon seit ihrem 14. Lebensjahr besch&auml;ftigte. Sie ging bei einem greisen Astrologen in die Lehre, staunte &uuml;ber dessen Offenbarungen und bet&auml;tigte sich als astrologische Lebenshelferin f&uuml;r Boulevardbl&auml;tter. </p>
<p>Eine italienische Sterndeuterin sagte Elisabeth Teissier eine gro&szlig;e Zukunft voraus: &bdquo;Ich sehe dich im Fernsehen; das wird Staub aufwirbeln&ldquo;. Tats&auml;chlich gab sie 1975 in einem Pariser Fernsehsender das &ndash; nach eigenen Angaben &ndash; &bdquo;erste TV-Horoskop Europas&ldquo;, erntete damit jedoch in der Presse wenig Anerkennung. Ein Kritiker bescheinigte ihr &bdquo;Ein altes Rezept jammervoller Hexenkunst&ldquo;. Die Astrologin nahm den Reinfall gelassen, weil damals die Sterne ung&uuml;nstig standen: Mars genau auf dem Himmelshintergrund &ndash; das bedeutete Aggression in der Nation.</p>
<p>1981 sorgte Elisabeth Teissier an der Seite des Schauspielers Horst Buchholz in der &bdquo;Astro-Show&ldquo; des &bdquo;Bayerischen Rundfunks&ldquo; auf deutschen Fernsehbildschirmen f&uuml;r Aufsehen. Die langbeinige franz&ouml;sische Astrologin schlug in der Bundesrepublik wie ein Komet ein. </p>
<p>Wie sehr sich die Westdeutschen damals f&uuml;r Astrologie interessierten, zeigten auch die Reaktionen auf eine Artikelserie in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung: T&auml;glich gingen bei dem Boulevard-Blatt etwa 500 Briefe mit Notrufen an Elisabeth Teissier ein. Die Briefschreiber wandten sich wegen der unterschiedlichsten Probleme &ndash; wie Haarausfall, Krankheiten, medizinische Eingriffe und ehelicher Untreue &ndash; an die Sterndeuterin und legten teilweise Geldscheine in die Kuverts.</p>
<p>Auf der Astrologiewelle schwammen auch Verlage mit. Der deutsche &bdquo;Goldmann Verlag&ldquo; brachte unter dem Titel &bdquo;Verbrennt die Hexe nicht&ldquo; die Memoiren der noch nicht einmal 40-j&auml;hrigen Elisabeth Teissier heraus. Im &ouml;sterreichischen &bdquo;Molden Verlag&ldquo; erschien ihre Astro-Fibel &bdquo;Und die Sterne haben doch recht&ldquo;, die im franz&ouml;sischen Original 1976 kein Bestseller wurde.</p>
<p>Beim Erstellen ihrer Horoskope verwendete Elisabeth Teissier einen nach ihren Angaben programmierten Computer. In den fr&uuml;hen 1980-er Jahren hie&szlig; es, ihr gro&szlig;es Ziel sei die Einf&uuml;hrung eines wissenschaftlich anerkannten &bdquo;Lehrstuhls f&uuml;r Astrologie&ldquo;. Mit Hilfe von Computern wollte sie Reihenuntersuchungen durchf&uuml;hren, die belegen sollten, wie sich bestimmte Gestirnkonstellationen auf das Verhalten und Schicksal der Menschen auswirken. </p>
<p>Bei Prominenten sind Elisabeth Teissiers Horoskope sehr gefragt. Die italienische Schauspielerin Sophia Loren erfuhr von ihr, sie habe einen stark ausgepr&auml;gten Sexualtrieb&ldquo;. Don Juan Carlos von Spanien wurde von ihr gewarnt, sein 42. Lebensjahr werde eines der wichtigsten in seinem Leben sein. US-Pr&auml;sident Ronald Reagan prophezeite sie eine &bdquo;Gef&auml;hrdung&ldquo;, womit sie angeblich das Attentat auf ihn am 30. M&auml;rz 1981 richtig voraussagte.</p>
<p>1960 heiratete Elisabeth Teissier den franz&ouml;sischen Wirtschaftsfachmann Andr&eacute; Teissier du Cros. Aus der Ehe stammen die T&ouml;chter Isabella und Marianne. 1981 berichtete die Presse &uuml;ber eine Ehekrise und eine bevorstehende Trennung. In ihrer Freizeit geht die Sterndeuterin gerne lange spazieren. Weitere Hobbys sind Joga und Kochen.</p>
<p>Bis Anfang 1982 wohnte Elisabeth Teissier in dem Pariser Nobelvorort Neully, danach vor allem in Genf. Sie kennt angeblich ihren Todestag, will ihn aber erst kurz vor dem Eintreffen bekanntgeben. Vor dem Sterben hat sie wenig Angst, weil sie an Seelenwanderung und Wiedergeburt glaubt. </p>
<p>Zusammen mit dem franz&ouml;sischen Biologen Dr. Henri Laborit (1914&ndash;1995), der durch seine Mitwirkung in dem Film &bdquo;Mon oncle d&rsquo;Amerique&ldquo; (1980) einem gr&ouml;&szlig;eren Publikum bekannt wurde, schrieb Elisabeth Teissier das Buch &bdquo;Etoiles+Molecules&ldquo;. An der &bdquo;Encyclopedie de l&rsquo;Astrologie&ldquo; (1992) wirkte sie als Herausgeberin und &ndash; gemeinsam mit etwa 50 Astrologen aus der ganzen Welt &ndash; als Co-Autorin mit. </p>
<p>Zwei der Werke von Elisabeth Teissier wurden 1995 in die chinesische Sprache &uuml;bersetzt. Damit ist sie die erste westliche Astrologin, die trotz Zensur in Chinesisch erschienen ist. 1997 entwickelte sich ihr Buch &bdquo;Les &eacute;toiles de l&rsquo;Elis&eacute;e&ldquo; &uuml;ber ihre sieben Jahre als Beraterin des franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten Fran&ccedil;ois Mitterrand (1916&ndash;1995) zum Beststeller. </p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/elisabeth-teissier/E/1239.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>ELSA-BRÄNDSTRÖM</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=670059"><img title="ElsaBraendstroem" alt="ElsaBraendstroem" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/059/670059_fd3c992fa4_s.jpg" /></a></p>
<p>Gro&szlig;e Verdienste bei der Versorgung deutscher und &ouml;sterreichischer Kriegsgefangener in Russland und bei ihrer R&uuml;ckf&uuml;hrung in die Heimat erwarb sich von 1914 bis 1920 die schwedische Abgeordnete des &bdquo;Roten Kreuzes&ldquo;, Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m (1888&ndash;1948). W&auml;hrend ihrer segensreichen Arbeit kam sie in Lagern, Gef&auml;ngnissen, Bergwerken und Lazaretten mit etwa 700000 Gefangenen in Verbindung. Ihre dankbaren Sch&uuml;tzlinge verliehen ihr den Ehrentitel &bdquo;Engel von Sibirien&ldquo;.</p>
<p>Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m kam am 26. M&auml;rz 1888 als Tochter des schwedischen Generals Edvard Br&auml;ndstr&ouml;m, der als Milit&auml;rattach&eacute; nach Russland kommandiert wurde, in Sankt Petersburg zur Welt. Sie verbrachte die ersten drei Jahre ihres Lebens in St. Petersburg und die n&auml;chsten </p>
<p>17 Jahre in Schweden, wo sie in Stockholm ein Lehrerinnenseminar absolvierte. 1908 wurde ihr Vater als schwedischer Gesandter an den Zarenhof nach Sankt Petersburg berufen.</p>
<p>Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 sah Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m bei der Besichtigung des Nikolai-Hospitals in Sankt Petersburg erstmals die Not und das Elend deutscher und &ouml;sterreichischer Kriegsgefangener. Daraufhin meldete sie sich zusammen mit ihrer Freundin Ethel von Heidenstam (1881&ndash;1979) zum russischen Krankenpflegedienst. Ab 1915 traten die beiden Frauen in die Dienste des &bdquo;Schwedischen Roten Kreuzes&ldquo;. </p>
<p>Fortan arbeitete Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m mit fast &uuml;bermenschlich wirkender Energie f&uuml;r die Erleichterung des Loses ihrer Sch&uuml;tzlinge. Als Delegierte des &bdquo;Schwedischen Roten Kreuzes&ldquo; reiste sie durch ganz Russland und bis in die entferntesten Gegenden Sibiriens. </p>
<p>Beim ersten Besuch eines russischen Lagers in Sibirien bot sich Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m ein Bild des Grauens. In f&uuml;r 500 Menschen gedachten Baracken vegetierten mehr als 800 deutsche und &ouml;sterreichische Soldaten dahin. Die Holzschuppen sind von fr&uuml;her her mit Flecktyphus infiziert gewesen, es gab keine Badem&ouml;glichkeiten. In der Krankenstation war der Boden mit Menschen &uuml;bers&auml;t. Nur auf einigen Pl&auml;tzen standen dort eiserne Bettstellen ohne Stroh, auf denen zwei Kranke lagen und oft noch zwei darunter. In der ganzen Station gab es keine einzige Decke oder ein Kissen. Jeder Gefangene erhielt nur einen Becher Wasser. </p>
<p>In anderen Lagern waren die Zust&auml;nde nicht besser. Einmal erfuhr Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m von einem Lagerbefehl, der das Heizen der &Ouml;fen verbot. Die Gefangenen sollten sich durch ihre eigene W&auml;rme erw&auml;rmen, hie&szlig; es. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges kamen wegen der katastrophalen Zust&auml;nde in den russischen Lagern mehr als 80 Prozent der deutschen und &ouml;sterreichischen Gefangenen durch Seuchen, Hunger und K&auml;lte um.</p>
<p>Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m linderte das Los der Kriegsgefangenen durch Lebensmittel, Decken, Medikamente, Geld und Zuspruch. Bei gleichg&uuml;ltigen und manchmal b&ouml;swilligen Lagerverwaltungen setzte sie merkliche Verbesserungen durch. Mitunter redete sie mit pflichtvergessenen russischen Lagerkommandanten eine deutliche Sprache oder dr&auml;ngte erfolgreich auf ihre Abl&ouml;sung. Der Lagerkommandant von Tobolsk in der sibirischen Tundra beispielsweise wurde abgesetzt, weil er deutsche und &ouml;sterreichische Gefangene ausgepeitscht hatte.</p>
<p>Den Kriegsgefangenen, die fern der Heimat und ohne Nachricht von ihren Verwandten unter harten Bedingungen in dumpfer Verzweiflung dahinlebten, erschien die hochgewachsene, blonde und blau&auml;ugige junge Schwedin, die mit tatkr&auml;ftiger Hilfe zu ihnen kam, wie ein Engel. Als Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m selbst an Flecktyphus erkrankte, beteten in den Lagern die Gefangenen f&uuml;r ihre Genesung.</p>
<p>Zur Zeit der bolschewistischen Revolution 1917 waren noch immer etwa 200000 Kriegsgefangene in Sibirien v&ouml;llig von der Welt abgeschnitten. Trotz der Warnungen des russischen Revolution&auml;rs und Politikers Leo Trotzki (1879&ndash;1940) brach Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m mit schwedischen und deutschen Schwestern nach Sibirien auf und wurde dort 1918 w&auml;hrend des Aufstandes der Tschechen als Spionin verhaftet und ins Gef&auml;ngnis geworfen. </p>
<p>Im Herbst 1918 wurde Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m in Omsk ihre Arbeitserlaubnis entzogen. Bereits im Winter 1918/1919 erhielt sie eine erneute Legitimation. Vom Sommer 1919 bis zum Fr&uuml;hjahr 1920 hielt sie sich in Wladiwostock und Krasnojarsk auf. 1920 internierte man sie in Omsk, anschlie&szlig;end kehrte sie nach Schweden zur&uuml;ck.</p>
<p>Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges leitete der norwegische Polarforscher und Diplomat Fritjof Nansen (1861&ndash;1930) die Heimf&uuml;hrung der Kriegsgefangenen aus Sowjetrussland und organisierte als Hochkommissar des &bdquo;V&ouml;lkerbundes&ldquo; (&bdquo;Nansenamt&ldquo;, 1912&ndash;1930) von 1921 bis 1923 Hilfsaktionen f&uuml;r das hungernde Sowjetrussland. 1922 erhielt er den Friedensnobelpreis. </p>
<p>1920 kehrte Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m &uuml;ber Stettin nach Schweden zur&uuml;ck. In ihrem Buch &bdquo;Unter Kriegsgefangenen in Ru&szlig;land und Sibirien&ldquo; (1920) und in Vortr&auml;gen rief sie die schwedische Bev&ouml;lkerung zu neuer Hilfe auf. Ein Teil der Spenden in H&ouml;he von insgesamt zweieinhalb Millionen Kronen ging sofort nach Sibirien. Mit einem anderen Teil erwarb Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m 1922 das Moorbad Marienborn-Schmeckwitz bei Kamentz in Sachsen und die Schreiberm&uuml;hle bei Lychen (Uckermark) n&ouml;rdlich von Berlin, das sie als Arbeitssanatorium f&uuml;r ehemalige Kriegsgefangene aus Sibirien einrichtete. </p>
<p>Auch den Kindern der in Kriegsgefangenschaft gestorbenen V&auml;ter galt Elsa Br&auml;ndstr&ouml;ms Sorge. 1923 sammelte sie w&auml;hrend einer sechsmonatigen Vortragsreise in den USA rund 100000 US-Dollar, mit denen sie in der Inflationszeit nach Deutschland zur&uuml;ckkehrte und ein Schloss bei Alt-Mittweida in Sachsen pachtete, das sie als Kinderheim f&uuml;r Kriegswaisen und Kinder ehemaliger Kriegsgefangener einrichtete. Dieses Heim bezeichnete sie als &bdquo;Neusorge&ldquo;. </p>
<p>F&uuml;r ihre aufopfernde Arbeit verlieh die Universit&auml;t T&uuml;bingen Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m den Ehrendoktortitel. Der deutsche Diplomat Harry Graf Kessler (1868&ndash;1937) bezeichnete sie 1926 als &bdquo;Die nordische Jeanne d&rsquo;Arc&ldquo;. </p>
<p>Nach einer Russlandreise heiratete Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m 1929 den Dresdener P&auml;dagogen Dr. Robert Ulich (1890&ndash;1977). Ihr Mann war als Ministerialreferent im &bdquo;S&auml;chsischen Ministerium f&uuml;r Volksbildung&ldquo; f&uuml;r die Hochschulen des Landes Sachsen zust&auml;ndig und lehrte zugleich an der &bdquo;Technischen Hochschule Dresden&ldquo; in der Kulturwissenschaftlichen Abteilung als Honorarprofessor f&uuml;r Praktische P&auml;dagogik. </p>
<p>1931 verkaufte Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m-Ulich die Schreiberm&uuml;hle Lychen und gab das Heim &bdquo;Neusorge&ldquo; an den Leipziger F&uuml;rsorgeverein ab. Damals wurde die &bdquo;Elsa-Br&auml;ndstr&ouml;m-Werbegemeinschaft der Frauen&ldquo;, ein Fonds f&uuml;r Studiengelder ehemaliger Neusorger, gegr&uuml;ndet. 1932 brachte Elsa ihre Tochter Brita zur Welt.</p>
<p>Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 trat Robert Ulich, der seit 1919 der &bdquo;Sozialdemokratischen Partei Deutschlands&ldquo; (SPD) angeh&ouml;rte, aus dem Staatsdienst aus und legte auch seine Honorarprofessur nieder. In jenem Jahr erlebte Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m-</p>
<p>Ulich, dass die Biographie ihrer Freundin Elsa Bj&ouml;rkman-Goldschmidt &uuml;ber den &bdquo;Engel von Sibirien&ldquo; nicht gedruckt wurde, weil sie mit einem Sozialisten verheiratet war und dies nicht ins Verlagsprogramm passte.</p>
<p>Als das Ehepaar 1933 beschloss, mit seiner Tochter in die USA zu emigrieren, versuchte der Diktator Adolf Hitler (1889&ndash;1945), die ber&uuml;hmte Wohlt&auml;terin von diesem Schritt abzuhalten, und lud sie zu einer Unterredung auf den Obersalzberg ein. Die von Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m-Ulich per Telegramm &uuml;bermittelte Antwort lautete kurz und klar &bdquo;Nein&ldquo;. Im Januar 1934 folgte Professor Ulich einem Ruf der Harvard-Universit&auml;t in Cambridge (Massachusetts) und verlie&szlig; zusammen mit Frau und Tochter Deutschland. </p>
<p>In Amerika unterst&uuml;tzte Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m-Ulich deutsche Emigranten. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches setzte sie alle Hebel in Bewegung, um notleidenden Deutschen zu helfen. Die evangelische Kirche trat damals mit der Bitte an sie heran, ob sie in Deutschland die Arbeit in der Kinderf&uuml;rsorge nach dem Vorbild des Heims &bdquo;Neusorge&ldquo; wieder aufnehmen wolle. Doch die Besatzungsm&auml;chte verweigerten ihr den Pass. </p>
<p>Der Wunsch Elsa Br&auml;ndstr&ouml;m-Ulichs, Deutschland wiederzusehen, ging nicht mehr in Erf&uuml;llung. Sie wurde schwer krank und starb am 4. M&auml;rz 1948 im Alter von 59 Jahren in Cambridge (Massachusetts). Man setzte ihre Urne auf der elterlichen Grabst&auml;tte in Stockholm bei.</p>]]></description>
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			<title>ELISABETH-FLICKENSCHILDT</title>
			<description><![CDATA[<p>Als eine der imponierendsten Darstellerinnen der deutschen Theatergeschichte gilt die Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Elisabeth Flickenschildt (1905&ndash;1977). Kritiker r&uuml;hmten ihre raffinierte sprachliche Pr&auml;gnanz, ihre Neigung zu hintergr&uuml;ndigem Sarkasmus, ihre eisige Brillanz und ihren Hauch von Hoheit, den sie nie verlor. Man bezeichnete sie als &bdquo;magic lady&ldquo;, &bdquo;Monument des deutschen Theaters&ldquo; und &bdquo;K&ouml;nigin des Theaters&ldquo;. &bdquo;Die Flickenschildt&ldquo; spielte auch in etwa 75 Filmen mit und wirkte als Sprecherin in H&ouml;r- und Fernsehspielen.</p>
<p>Elisabeth Flickenschildt wurde am 16. M&auml;rz 1905 in Blankenese bei Hamburg als Tochter des Kapit&auml;ns Heinrich Friedrich August Flickenschildt geboren, der sie auf seine Seereisen zwischen den skandinavischen L&auml;ndern mitnahm. Nach ihrem Abitur ging sie anderthalb Jahre in einem Hamburger Modegesch&auml;ft zur Lehre.</p>
<p>Eines Tages las Elisabeth Flickenschildt im &bdquo;Hamburger Fremdenblatt&ldquo; die lobende Kritik &uuml;ber eine Auff&uuml;hrung im &bdquo;Hamburger Schauspielhaus&ldquo; und betrachtete unaufh&ouml;rlich das Foto eines erfolgreichen Schauspielers. Kurzentschlossen schnitt sie am n&auml;chsten Tag im Garten einige Rosen ab, fuhr nach Hamburg zur Wohnung des erw&auml;hnten Schauspielers und trug ihm den Wunsch, Schauspielerin zu werden und ein l&auml;ngeres Gedicht, das sie in der Schule gelernt hatte, vor. Der K&uuml;nstler wurde ger&uuml;hrt und schenkte ihr eine Karte f&uuml;r das Schauspielhaus.</p>
<p>Der Vater lehnte anfangs die Schauspielpl&auml;ne Elisabeths ab, gab aber dann doch seine Zustimmung zur Ausbildung bei dem Hamburger Schauspieler Robert Nhil (1858&ndash;1938). Elisabeth brach ihre Lehre ab und feierte ihr Deb&uuml;t auf der B&uuml;hne im &bdquo;Hamburger Schauspielhaus&ldquo; als B&auml;uerin Armgard in &bdquo;Wilhelm Tell&ldquo;. </p>
<p>1933 bewarb sich Elisabeth Flickenschildt beim Direktor der &bdquo;M&uuml;nchner Kammerspiele&ldquo;, Otto Falckenberg (1873&ndash;1947), der sie zur Probe bestellte und nach dem Vorsprechen sofort engagierte. Nach drei Jahren wechselte sie 1936 zum &bdquo;Deutschen Theater&ldquo; in Berlin zu Heinz Hilpert (1890&ndash;1967). Zwischen 1936 und 1944 war Elisabeth Flickenschildt mit dem Theaterwissenschaftler Rolf Badenhausen (1907&ndash;1987) verheiratet.</p>
<p>Von 1939 bis 1944 mehrte Elisabeth Flickenschildt unter den Regisseuren J&uuml;rgen Fehling (1885&ndash;1968) und vor allem Gustaf Gr&uuml;ndgens (1899&ndash;1963) am &bdquo;Berliner Staatstheater&ldquo; ihren Ruhm. Als Gr&uuml;ndgens &bdquo;der Flickenschildt&ldquo; die Rolle der Hexe in dem St&uuml;ck &bdquo;Faust&ldquo; anbot, widersetzte diese sich mit den Worten: &bdquo;Das mache ich nicht, die Rolle ist mir zu klein. Gr&uuml;ndgens antwortete daraufhin entr&uuml;stet: &bdquo;Sie sind eine Anarchistin&ldquo;, verpflichtete sie aber l&auml;chelnd an das &bdquo;Berliner Staatstheater&ldquo;.</p>
<p>Ab 1936 sah man Elisabeth Flickenschildt auch auf der Leinwand. Sie wirkte unter anderem in den Filmen &bdquo;Der zerbrochene Krug&ldquo; (1937), &bdquo;Der Maulkorb&ldquo; (1938), &bdquo;Ein M&auml;dchen geht an Land&ldquo; (1938), &bdquo;Die barmherzige L&uuml;ge&ldquo; (1939), &bdquo;Robert Koch&ldquo; (1939), &bdquo;Trenck, der Pandur&ldquo; (1940), &bdquo;Ohm Kr&uuml;ger&ldquo; (1941), &bdquo;Der gro&szlig;e K&ouml;nig&ldquo; (1942), &bdquo;Rembrandt&ldquo; (1942), &bdquo;Zwischen Himmel und Erde&ldquo; (1942), &bdquo;Altes Herz wird wieder jung&ldquo; (1943), &bdquo;Romanze in Moll&ldquo; (1943), &bdquo;K&ouml;nig f&uuml;r eine Nacht&ldquo; (1950) und &bdquo;Wir Wunderkinder&ldquo; (1958) mit.</p>
<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Elisabeth Flickenschildt in M&uuml;nchen auf, bevor Gustaf Gr&uuml;ndgens sie 1947 in sein Ensemble nach D&uuml;sseldorf holte, mit dem sie 1955 nach Hamburg ging. Unter Gr&uuml;ndgens, der ihr das &Auml;u&szlig;erste abverlangte, entwickelte sie sich sich zu einer der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Theaterschauspielerinnen. </p>
<p>Elisabeth Flickenschildt spielte klassische Frauenrollen der Weltliteratur ebenso meisterhaft wie gro&szlig;e Dramen der Moderne. Ihre Rollen zeichneten sich durch bei&szlig;ende Ironie, Abgr&uuml;ndigkeit, Intelligenz, Herzlichkeit und Demut aus. Ihre faszinierende Stimme konnte zugleich drohen und schmeicheln, t&ouml;nen und locken, lachen und keifen.</p>
<p>Gr&uuml;ndgens nannte die 1,79 Meter gro&szlig;e, rothaarige Schauspielerin mit markantem Gesicht, breitem Mund und leicht angerauter Stimme liebevoll &bdquo;Flicki&ldquo;. Zwischen den beiden entstand ein so enger geistiger und feinsinniger Kontakt, dass Gr&uuml;ndgens einmal meinte, in einem anderen Leben m&uuml;sse &bdquo;die Flickenschildt&ldquo; einmal seine Frau oder seine Schwester gewesen sein.</p>
<p>Der pl&ouml;tzliche Tod von Gustaf Gr&uuml;ndgens 1963 ersch&uuml;tterte Elisabeth Flickenschildt tief und machte sie k&uuml;nstlerisch heimatlos. Danach band sie sich an keine B&uuml;hne mehr fest, sondern trat nur noch bei Gastspielen und Tourneen auf. 1967 inszenierte sie Ernst Buchors </p>
<p>Aischylos-&Uuml;bertragung der &bdquo;Perser&ldquo; selbst als Erstauff&uuml;hrung und &uuml;bernahm die Hauptrolle der K&ouml;nigin Atossa. Zum letzten Mal stand sie kurz vor ihrem Tod als Volumnia in William Shakespeares &bdquo;Colorian&ldquo; auf der B&uuml;hne des Hamburger &bdquo;Thalia-Theaters&ldquo;.</p>
<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg drehte Elisabeth Flickenschildt zahlreiche Filme, die jedoch nicht immer erstklassig waren und pr&auml;sentierte sich als Schauspielerin auch h&auml;ufig dem Fernsehpublikum. 1965 verlieh ihr die nordrhein-westf&auml;lische Landesregierung &bdquo;als einer der hervorragendsten Schauspielerinnen der deutschen B&uuml;hne&ldquo; den Titel &bdquo;Professor&ldquo;. </p>
<p>1971 erschien Elisabeth Flickenschildts Autobiographie &bdquo;Kind mit roten Haaren &ndash; Ein Leben wie ein Traum&ldquo;, 1974 kam ihr Roman &bdquo;Pflaumen&ldquo; am Hut&ldquo; heraus. 1975 erhielt sie das &bdquo;Gro&szlig;e Bundesverdienstkreuz&ldquo;. Anl&auml;sslich ihres 70. Geburtstages erkl&auml;rte sie mit Nachdruck: &bdquo;Ich habe mich nie als Star gef&uuml;hlt, nie wie ein Star gelebt. Richtig ist, dass ich mich immer total engagiert habe. Das Theater war mein Lebensinhalt.&ldquo; </p>
<p>Auf die Frage, was sie tun w&uuml;rde, wenn sie drei W&uuml;nsche frei h&auml;tte, gab Elisabeth Flickenschildt zur Antwort: &bdquo;Unheimlich viel Geld, um unheimlich vielen Menschen eine Freude zu machen. Au&szlig;erdem Kraft und &Uuml;berlegenheit, um mit allen Schwierigkeiten fertig zu werden. Schlie&szlig;lich noch, dass alle Menschen so t&uuml;chtig und zufrieden werden, wie ich es bin.&ldquo;</p>
<p>Die Schauspielerin mochte Tiere besonders gerne und betrieb in ihren letzten Lebensjahren erfolgreich Landwirtschaft. Zun&auml;chst besa&szlig; sie in Hittenkirchen (Kreis Traunstein) am Chiemsee (Oberbayern) einen zehn Hektar gro&szlig;en Hof namens &bdquo;Maria Rast&ldquo; mit 30 K&uuml;hen. Sie wurde Mitglied des &bdquo;Traunsteiner Zuchtverbandes&ldquo; und erhielt eine Bescheinigung, dass sie eine &bdquo;Meisterb&auml;uern&ldquo; sei, die bei der Aufzucht von K&uuml;hen und Pferden Bemerkenswertes geleistet habe. Ihre Nachbarn waren stolz darauf, dass eine Schauspielerin unter ihnen lebte, die auch K&uuml;he melken konnte.</p>
<p>Weniger Gl&uuml;ck als in S&uuml;ddeutschland hatte &bdquo;die Flickenschildt&ldquo; als B&auml;uerin in Norddeutschland. 1975 wollte sie einen reetgedeckten Bauernhof mit 18 Hektar Fl&auml;che in Kleinw&ouml;rden an der Oste kaufen und dort Landwirtschaft betreiben. Sie schloss einen Vorvertrag, verkaufte ihren Hof bei Traunstein und bereitete sich auf dem Umzug vor. Doch weil zwei Nachbarn in Kleinw&ouml;rden Einspruch einlegten, kam es nicht dazu. </p>
<p>Ostern 1976, drei Monate nach der Sturmflut an der Elbe, zog Elisabeth Flickenschildt in Guderhandviertel (Kreis Stade) in einen von ihr f&uuml;r 500000 Mark erworbenen Bauernhof mit 6000 Quadratmeter Fl&auml;che ein. Das Bauernhaus mit Obstscheune und Stall waren nur durch den Deich und die Stra&szlig;e von der L&uuml;he getrennt. Dort erlebte &bdquo;die Flickenschildt&ldquo; vor ihrer Haust&uuml;re die erste Kirschbl&uuml;te. </p>
<p>Im August 1976 r&auml;umten Einbrecher aus Hamburg das von Elisabeth Flickenschildt mit wertvollen Antiquit&auml;ten ausgestattete Bauernhaus in Guderhandviertel aus. Die Polizei konnte jedoch die Einbrecher dingfest machen und die Beute wieder herbeischaffen. Im M&auml;rz 1977 musste &bdquo;Flicki&ldquo; wegen des Einbruchs erstmals in ihrem Leben zu einer Gerichtserhandlung, was ihr sichtlich schwer fiel.</p>
<p>Wenig sp&auml;ter bahnte sich ein neuer Prozess an, weil der Obstbauer, der Elisabeth Flickenschildt das Bauernhaus in Guderhandviertel verkauft hatte, auf dem Nachbargrundst&uuml;ck ein sechs Meter hohes Eternit-Obstlager errichtete. Vor diesem Anblick versuchte &bdquo;Flicki&ldquo; ihre Sitzecke im Garten durch einen Bretterzaun zu sch&uuml;tzen. Au&szlig;erdem behielt sie die letzte Rate des Kaufpreises ein, was nach Feststellung eines Gerichts zu Unrecht geschah.</p>
<p>Unangenehme Erfahrungen machte Elisabeth Flickenschildt auch mit der Gastlichkeit: Als sie in einem Lokal in Jork ihren Hund vom Teller fressen lie&szlig;, bat der Wirt sie, sein Gasthaus zu verlassen.</p>
<p>Im Juli 1977 erkl&auml;rte Elisabeth Flickenschildt dem &bdquo;Hamburger Abendblatt: &bdquo;Wenn ich am 1. Oktober Premiere im ,Thalia-Theater&lsquo; habe, werde ich wohl etwas Neues gefunden haben.&ldquo; Damals suchte sie eine neues Zuhause in der N&auml;he von Hamburg. Doch es kam ganz anders: Am 26. Oktober 1977 starb Elisabeth Flickenschildt im Alter von 72 Jahren in Stade. Mit ihr ging die Zeit der gro&szlig;en Heroinen zu Ende.</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/elisabeth-flickenschildt/E/1234.html</link>
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		</item>
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			<title>EDITH-STEIN</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=598764"><img alt="EdithStein" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/764/598764_bab14d6299_s.jpg" /></a></p>
<p>Eine der ersten Laientheologinnen Deutschlands wurde die Karmelitin und Philosophin Edith Stein (1891&ndash;1942). Die Tochter einer kinderreichen j&uuml;dischen Familie wechselte im Alter von 30 Jahren zum katholischen Glauben &uuml;ber. Sie und ihre Schwester Rosa mussten in der Gaskammer des Konzentrationslager Birkenau bei Auschwitz ihr Leben lassen. </p>
<p>Edith Stein kam am 12. Oktober 1891 als j&uuml;ngstes von elf Kindern des Holzh&auml;ndlers Siegfried Stein und seiner Frau Auguste in Breslau (Schlesien) zur Welt. Von ihren zahlreichen Geschwistern sind vier schon fr&uuml;h gestorben. Weil Edith am h&ouml;chsten j&uuml;dischen Feiertag Jom Kippur, dem Tag des S&uuml;ndenbekenntnisses und der L&auml;uterung, geboren wurde, betrachtete ihre tiefreligi&ouml;se Mutter sie als etwas Besonders und liebte die J&uuml;ngste mehr als die anderen Kinder. </p>
<p>Im Juli 1893 ist Ediths Vater auf tragische Weise ums Leben gekommen. Er fuhr an einem gl&uuml;hend hei&szlig;en Tag aufs Land, um Holz zu kaufen, ging im Wald ein St&uuml;ck zu Fu&szlig; und erlitt dabei einen Hitzschlag. Ein Brieftr&auml;ger sah ihn zwar am Boden liegen, dachte aber irrt&uuml;mlich, er wolle sich nur ausruhen, und ging vorbei. Erst als der Postbote Stunden sp&auml;ter den vermeintlich Schlafenden immer noch an derselben Stelle liegen sah, bemerkte er, dass der Mann tot war. </p>
<p>Nach dem Tod ihres Ehemanns leitete Auguste Stein die Holzhandlung. Ihre Tochter Edith hatte im Alter von 15 Jahren &ndash; nach eigener Aussage &ndash; Gott total aus ihrem Leben gestrichen und &bdquo;sich das Beten ganz bewusst aus freien St&uuml;cken abgew&ouml;hnt&ldquo;. Nach dem Verlassen der Viktoriaschule in ihrem Geburtsort studierte die hochbegabte Edith an der Universit&auml;t Breslau Germanistik und Geschichte. Ihr Berufsziel war es, Lehrerin zu werden. </p>
<p>Gro&szlig;es Aufsehen erregte Edith Stein, als sie bei dem j&uuml;dischen Psychologen und Philosophen Professor William Stern (1871&ndash;1938) in Breslau auch Philosophie belegte, was damals f&uuml;r eine Frau geradezu als unerh&ouml;rt galt. &Auml;hnlich betrachtet wurde ihr 1913 erfolgter Wechsel nach G&ouml;ttingen zu dem Philosophen Professor Edmund Husserl (1859&ndash;1938) f&uuml;r dessen Lehre der Ph&auml;nomenologie sie sich stark interessierte. Husserls Assistent war der aus einer angesehenen j&uuml;dischen Mainzer Familie stammende Dr. Adolf Reinach (1883&ndash;1917). </p>
<p>Im Juli 1916 reiste Edith Stein nach Freiburg im Breigau, wohin Professor Edmund Husserl berufen worden war und wo sie promovieren wollte. Sie unterbrach die Reise in Mainz und fuhr mit ihrer Freundin, der Mainzer Fabrikantentochter Pauline Reinach (1866&ndash;1944), nach Frankfurt am Main, wo sie im Dom eine Szene beobachtete, die sie tief beeindruckte.</p>
<p>&Uuml;ber dieses Erlebnis schrieb sie: &bdquo;Wir traten f&uuml;r einige Minuten in den Dom, und w&auml;hrend wir in ehrf&uuml;rchtigem Schweigen dort verweilten, kam eine Frau mit ihrem Marktkorb herein und kniete zu einem kurzen Gebet in einer Bank nieder. Das war f&uuml;r mich etwas ganz Neues. In die Synagogen und in die protestantischen Kirchen, die ich besucht hatte, ging man nur zum Gottesdienst. Hier aber kam jemand mitten aus den Werktagsgesch&auml;ften in die menschenleere Kirche wie zu einem vertrauten Gespr&auml;ch. Das habe ich nie vergessen k&ouml;nnen&ldquo;.</p>
<p>Im November 1917 fiel Dr. Adolf Reinach im Alter von 34 Jahren als Leutnant in Flandern. Um seinen Nachlass zu ordnen, fuhr Edith Stein nach G&ouml;ttingen. Dort traf sie dessen Witwe Anna, mit der Reinach vom j&uuml;dischen zum evangelischen Glauben &uuml;bergetreten war. Sie wunderte sich, statt einer verzweifelten Witwe eine gefasst wirkende Frau vorzufinden, die den Tod ihres Gatten als von Gott bestimmt hinnahm.</p>
<p>1921 entschloss sich Edith Stein w&auml;hrend des Besuches bei ihrer evangelischen Freundin Hedwig Conrad-Martius (1888&ndash;1966) in Bergzabern, zum katholischen Glauben &uuml;berzutreten. Was sie zu diesem Schritt bewog, ist unbekannt. Am 1. Januar 1922 wurde Edith Stein in Bergzabern getauft, wobei ihre evangelische Freundin mit bisch&ouml;flicher Erlaubnis als Taufpatin fungierte. Bald danach &ndash; am 22. Februar 1922 &ndash; firmte der Speyerer Bischof Ludwig Sebastian (1862&ndash;1943) die 27-J&auml;hrige in seiner Privatkapelle. Als Edith Stein ihrer Mutter kniend erkl&auml;rte: &bdquo;Mutter, ich bin katholisch&ldquo;, brachen beide in Tr&auml;nen aus. </p>
<p>Von 1923 bis 1931 unterrichtete die &bdquo;Doktorin der Philosophie&ldquo; Edith Stein als Lehrerin am Dominikanerinnenkloster St. Magdalena in Speyer. 1924 erschien ihr Werk &bdquo;Eine Untersuchung &uuml;ber den Staat&ldquo; und 1931 &bdquo;Das Ethos der Frauenberufe&ldquo;. Im Fr&uuml;hjahr 1932 folgte sie einem Ruf als Dozentin an das Institut f&uuml;r wissenschaftliche P&auml;dagogik in M&uuml;nster. Als dort nationalsozialistische Studentinnen lautstark St&ouml;rversuche unternahmen, war die zarte Frau mit ihrer leisen Stimme dem im Bem&uuml;hen um eine sachliche Diskussion nicht gewachsen. Ungeachtet dessen nahm sie ein Angebot aus S&uuml;damerika nicht an. </p>
<p>1933 trat Edith Stein in den Orden der Karmelitinnen in K&ouml;ln-Lindenthal ein. Am 15. April 1934 fand das Fest der Einkleidung statt, wof&uuml;r ihr ihre &auml;ltere Schwester Rosa aus Breslau die wei&szlig;e Seide f&uuml;r ihr Gewand geschickt hatte. Ihr Ordensname war fortan &bdquo;Teresia Benedicta a Cruce&ldquo;. 1936 folgte Rosa Stein, die sich ebenfalls katholisch taufen lie&szlig;, ihrer Schwester ins K&ouml;lner Kloster.</p>
<p>Unter dem Eindruck der sich verst&auml;rkenden Judenverfolgungen verfasste Schwester Teresia Benedicta am 9. Juli 1939 ihr Testament. Darin schrieb sie unter anderem: &bdquo;Schon jetzt nehme ich den Tod, den mir Gott zugedacht hat, in vollkommener Unterwerfung unter seinen heiligsten Willen mit Freuden entgegen. Ich bitte den Herrn, da&szlig; er mein Leben und Sterben annehmen m&ouml;chte... zur S&uuml;hne f&uuml;r den Unglauben des j&uuml;dischen Volkes..., f&uuml;r die Rettung Deutschlands und den Frieden der Welt, schlie&szlig;lich f&uuml;r meine Angeh&ouml;rigen, Lebende und Tote, und alle, die mir Gott gegeben hat: dass keines von ihnen verlorengehe&ldquo;.</p>
<p>Schon nach dem Juden-Pogrom vom 9. November 1938 war Schwester Teresia Benedicta auf Dr&auml;ngen ihrer Priorin in das niederl&auml;ndische Karmelitinnenkloster Echt &uuml;bergesiedelt, wo man sie und ihre Schwester Rosa in Sicherheit glaubte. Doch dies erwies sich als ein folgenschwerer Irrtum.</p>
<p>Am Sonntag, 2. August 1942, wurden Schwester Teresia Benedicta und ihre Schwester Rosa im Kloster Echt von der &bdquo;Geheimen Staatspolizei&ldquo; (&bdquo;Gestapo&ldquo;) verhaftet. Teresia Benedicta ergriff die Hand ihrer Schwester, die verst&ouml;rt auf der Klosterschwelle verharrte, und sagte zu ihr: &bdquo;Komm, wir gehen f&uuml;r unser Volk&ldquo;. Vermutlich sind die beiden Frauen schon wenige Tage sp&auml;ter &ndash; am 9. August 1942 &ndash; in der Gaskammer des Konzentrationslagers Birkenau bei Auschwitz ermordet worden.</p>
<p>Au&szlig;er Edith und Rosa Stein mussten auch deren Bruder Paul, dessen Frau sowie ihre Schwester Elfriede in Konzentrationslagern ihr Leben lassen. Drei andere Geschwister konnten nach S&uuml;d- und Nordamerika fliehen. </p>
<p>1950 erschien postum Edith Steins Werk &bdquo;Endliches und Ewiges Sein. Versuch eines Aufstiegs zum Sein&ldquo;. 1987 wurde die M&auml;rtyrerin, die ihr Leben als S&uuml;hneopfer einsetzte, von Papst Johannes Paul II. in K&ouml;ln selig gesprochen. Er ehrte damit eine tiefreligi&ouml;se Frau, hochbegabte Wissenschaftlerin, K&auml;mpferin f&uuml;r die Rechte der Frauen in Studium und Beruf und j&uuml;dische M&auml;rtyrerin. </p>
<p>Ab 12. Oktober 1991 beging man in Speyer den 100. Geburtstag von Edith Stein mit einer dreit&auml;gigen Feier. Am 11. Oktober 1998 erfolgte ihre Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II. in Rom.</p>]]></description>
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