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		<title>KLIXS.de | Neue Definitionen F</title>
		<description>Die neusten Begriffsdefinitionen zum Buchstaben F bei KLIXS.de.</description>
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		<lastBuildDate>Thu, 29 Jul 2010 21:15:35 GMT</lastBuildDate>
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			<title>KLIXS - Deutschland</title>
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		<item>
			<title>FORSCHUNGSAUFTRAG</title>
			<description><![CDATA[Die Bezeichnung Forschungsauftrag trifft auf einen Vertrag &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung wissenschaftlicher Arbeiten im Auftrag Dritter zu. Im Rahmen eines Forschungsauftrages verpflichtet sich der Auftragsnehmer bestimmte Forschungsleistungen von einen Auftraggeber zu &uuml;bernehmen. Nicht zu verwechseln ist der Forschungsauftrag mit der Forschungsf&ouml;rderung, denn der Forschungsauftrag beinhaltet die Erbringung der genau umschriebenen Forschungsleistung, erst dann erfolgt die vollst&auml;ndige Bezahlung.]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/forschungsauftrag/F/787.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FACHWERKHAUS</title>
			<description><![CDATA[<strong>Das Fachwerkhaus <br />
</strong>hat ein aus Holz tragendes Ger&uuml;st, bei dem meist mit einem Holz-Lehm-Verbund oder Ziegelwerk die Zwischenr&auml;ume gef&uuml;llt sind. Von der Antike bis in das 19.&nbsp;Jahrhundert war die Fachwerkbauweise eine der meisten verbreitetsten Bauweisen in Mitteleuropa n&ouml;rdlich der Alpen bis nach England.]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/fachwerkhaus/F/301.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FUCHSSKELETT</title>
			<description><![CDATA[<strong><u>Wie sieht ein Fuchsskelett aus?<br />
</u></strong>
<div class="textparagraph">   Das Skelett eines Fuchses gleicht in vielen Punkten dem eines Hundes oder Wolfes. Im Vergleich zu einem Wolfsskelett   wirkt ein nat&uuml;rlich Fuchsskelett weitaus zierlicher; die Wirbels&auml;ule ist st&auml;rker gebogen, der Schweif im Verh&auml;ltnis   zum K&ouml;rper l&auml;nger. </div>
<br />
<a target="_blank" href="http://www.fuechse.info/faq/images/FoxSkeleton.jpg"><img src="http://www.fuechse.info/faq/images/thumbs/FoxSkeleton.jpg" alt="" /></a><br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<em> &nbsp; Skelett eines Rotfuchses</em>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/fuchsskelett/F/3485.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FETTABSAUGUNG</title>
			<description><![CDATA[<p><font face="Arial">Das Bodyconturing durch das Absaugen von Fett (Liposuktion) bietet die ideale M&ouml;glichkeit, hartn&auml;ckige Fettansammlungen schonend zu entfernen und dem Koerper ein proportionales Aussehen zu verleihen. </font></p>
<p><font face="Arial">Die Liposuction eignet sich prinzipiell fuer jedermann, den die di&auml;t- und fettresistenten Fettpolster (genetisch bedingtes Depotfett) stoeren. Bei Frauen sind es vor allem die kritischen Zonen am Bauch (Kugelbauch), an Gesaess, Hueften und Oberschenkeln (Reithosen), an Knien, Waden, Oberarmen, Kinn (Doppelkinn) und an den Wangen, die ein gutes Koerperbefinden beeintr&auml;chtigen k&ouml;nnen und den Wunsch nach Ver&auml;nderung hervorrufen. </font></p>
<p><font face="Arial">Der &quot;Reithosenspeck&quot; gehoert dabei zu den h&auml;ufigsten Gr&uuml;nden f&uuml;r eine Fettabsaugung. Die Bindegewebespannung, bzw. der &quot;Sofaknopfeffekt&quot;, der fuer die Cellulite verantwortlich ist, wird durch das Entfernen der Fettzellen auf jeden Fall gelockert, kann somit gemildert bzw. ganz entfernt werden. Das Ergebnis: Hautstraffung und Gewebefestigung, eine Versch&ouml;nerung des Hautbildes (Cellulitisminderung) und harmonische K&ouml;rperkonturen. </font></p>
<p><font face="Arial">Jeder fuenfte Patient des Schoenheitschirurgen ist heute ein Mann. Auch fuer ihn sind das optimale Aussehen und ein gut proportionierter Koerper ein wichtiger Faktor fuer Lebensqualit&auml;t und Erfolg. Beim Mann bilden sich Problemzonen haeufig am Bauch, am Ruecken, an der Taille sowie an Brust und als Doppelkinn. Bei der Entfernung von Fettpolstern im Bereich des Bauches ist es entscheidend, ob es sich hierbei um sog. &quot;Rettungsringe&quot; handelt oder ob das Fett sich tief im Bauchinneren angesammelt hat. </font></p>
<p><font face="Arial">Wie erfolgt eine Liposuction? </font></p>
<p><font face="Arial">Seit ihren Anfaengen in den 70er Jahren wurde die Technik der Fettabsaugung stark verfeinert. Heute sind die Verfahren sehr gewebeschonend und haben selten Nebenwirkungen. Es gibt verschiedene medizinische Alternativen, meist jedoch arbeiten die Chirurgen nach der &auml;usserst schonenden und wohl dosierten Tumeszenzmethode, auch &quot;feuchte Fettabsaugung&quot; genannt. </font></p>
<p><font face="Arial">Im Vorfeld der Operation wird - oftmals computergest&uuml;tzt - mit dem Patienten das Wunschergebnis erarbeitet. Zu Beginn des Eingriffs wird das Fettgewebe durch Unterspritzung der Haut mit mehreren Litern einer Kochsalz-Wasser-Loesung aufgeweicht, so dass die vom Gewebe gel&ouml;sten Fettzellen fuer die anschliessende Absaugung vorbereitet sind. Die Haut ueber dem Absaug-Areal ist prall gespannt, das Fettgewebe selbst von weicher Konsistenz, so dass das Absaugen per Vakuumpumpe mit mikrofeinen Kan&uuml;len (ca. 1,5 mm Durchmesser) schonend vorgenommen werden kann. </font></p>
<p><font face="Arial">Innere Blutungen, Nerven- oder Lymphgefaessverletzungen werden durch die Anwendung der Mikroinstrumente vermieden. Insgesamt lassen sich pro Eingriff 3-5 Liter K&ouml;rperfett entfernen. Das Absaugen des Fettes direkt unter der Haut verursacht zudem einen zusaetzlichen Schrumpfeffekt: Nach und nach zieht sich die Haut zusammen und passt sich der neuen K&ouml;rperform an. So entsteht ein glattes und ebenm&auml;ssiges Hautbild. Und: einmal reduzierte Fettzellen bilden sich nicht wieder nach. </font></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/fettabsaugung/F/202.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FISCHE</title>
			<description><![CDATA[<p><u>Fische</u> </p>
<p>= Wasser bewohnende Wirbeltiere, die durch Kiemen atmen.</p>
<p>Fische sind Kaltbl&uuml;ter, dass hei&szlig;t sie haben stehts die Gleiche K&ouml;rpertemperatur wie ihre Umgebung. Den Sauerstoff atmen die meisten durch ihre Kiemen ein. Sie sind durch ihre Schuppen gesch&uuml;tzt und bewegen sich durch das Wasser mit ihrem Schwanz. Die Schuppen sind vielfach von glitschigem Schleim bedeckt, sodass der Fisch besser durch das Wasser gleitet.</p>
<p>Es gibt drei gro&szlig;e Fischgruppen: Kieferlose Fische, Knoppelfische und Knochenfische. Zusammen bilden sie die &Uuml;berklasse <strong>Pisces</strong>, mit mehr als 20'000 Arten.</p>
<p><u>Kieferlose Fische </u></p>
<p>= primitive Fische mit einem Mund ohne Kiefer. Die meisten Fische haben Kiefer mit Gelenken, bei den kieferlosen Fischen aber ist der Mund eine einfache Saug&ouml;ffnung. Sie waren in der Evolution vor &uuml;ber 400 Mio. Jahren die ersten Fische. Heute leben nur noch <strong>Neunaugen</strong> und<strong> Inger</strong>. Sie bilden mit rund 70. Arten die &Uuml;berklasse <strong>Agnatha</strong>.</p>
<p><u>Knorpelfische</u></p>
<p>= haben ein Skelett aus Knorpel statt Knochen. Fast alle Knorpelfische sind r&auml;uberische Meeresbewohner. Zu ihnen geh&ouml;ren <strong>Haie</strong> und <strong>Rochen</strong>. Sie besitzen bewegliche Kiefer und das Skelett besteht aus dem widersandsf&auml;higen, elastischen Knorpel. Die Haut mit ihren zahnartigen Schuppen f&uuml;hlt sich an wie Sandpapier. Die &uuml;ber 700 Knorpelfischarten bilden die Klasse <strong>Chondroichthyes</strong>.</p>
<p><u>Knochenfische</u></p>
<p>= sind Fische mit Kiefern und Knochenskelett. Knochenfische haben ein Knochenskelett und bleiben mit einer Schwimmblase in der&nbsp; Schwebe. Die Kiemen sind von einem<strong> Kiemendeckel </strong>bedeckt. Die &uuml;ber 20'000 Knochenfischarten bilden die Klasse <strong>Osteichthyes</strong>. Das Gr&ouml;&szlig;enspektrum reicht vom riesigen Mondfisch (Mola mola) der bis zu 2 Tonnen wiegen kann, hinzu&nbsp;den winzigen, noch nicht einmal einen Zentimeter langen <strong>Grundeln</strong> (Trimmatom). </p>
<p><u>Neunaugen</u></p>
<p>= sind parasitisch, kieferlose Fische. Neunaugen leben im Salz- und S&uuml;&szlig;wasser. Erwachsene Tiere sind lang und haben einen runden Mund mit scharfen Z&auml;hnen. Als Parasiten heften sie sich an andere Fische und saugen ihr Blut. Junge Neunaugen werden durch Metamorphose zum erwachsenen Tier.</p>
<p><u>Lungenfische</u></p>
<p>= Fische die mit kugel&auml;hnlichen Organen atmen. Lungenfische sind ungew&ouml;hnlich lang und mit Stummelflossen. Sie leben in warmen S&uuml;mpfen und atmen mit Organen, die wie eine Lunge funktionieren. Viele Lungenfische &uuml;berleben im Schlamm vergraben die Trockenzeit. Sie sind die einzigen heute lebenden Verwandten einer vor Jahrmillionen weit verbreiteten Gruppe von Fischen.</p>
<p><u>Plattfische</u></p>
<p>= Fische die auf der Seite liegen. Die am Meeresboden lebenden Plattfische machen w&auml;hrend ihrer Entwicklung eine bemerkenswerte Verwandlung durch. Sie schwimmen zun&auml;chst im offenen Wasser und lassen sich dann am Boden nieder. Dort legt der Fisch sich auf die Seite und das nach unten blickende Auge wandert allm&auml;hlich nach oben, sodass schlie&szlig;lich beide Augen auf der Oberseite liegen. Zur Ordnung der Plattfische (Pleuronectiformes) geh&ouml;rt die <strong>Sandflunder </strong>(Rhambo Solea plebeia).</p>
<p><u>Tiefseefische</u></p>
<p>= Fische, die in lichtlosen Meerestiefen leben. In gro&szlig;er Tiefe reicht das Licht f&uuml;r pflanzliches Leben nicht aus. Fische, die dort leben, m&uuml;ssen sich von herabsinkenden&nbsp; Abf&auml;llen oder voneinander ern&auml;hren. Viele Tiefseefische zeigen <strong>Biolumineszen</strong>. Sie leuchten selbst. Mit dem Licht locken sie vorallem Beute an. &Uuml;ber dem Maul des weiblichen<strong> Anglerfisches </strong>(Lophius piscatorius) h&auml;ngt ein leuchtender K&ouml;der. Kommt ein anderer Fisch neugierig in die N&auml;he, wird er gefressen.</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/fische/F/35.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FAULTIER</title>
			<description><![CDATA[Zweifingerfaultiere sind Verwandte der Ameisenb&auml;ren und G&uuml;rteltiere. Die Familie der Faultiere (preguica) befinden sich in Mittel- und S&uuml;damerika bis Peru und S&uuml;dbrasilien, wo sie in den Baumkronen der tropischen Regenw&auml;lder leben und h&auml;ngen die meiste Zeit an &Auml;sten im Urwald. Sie sind nachts aktiv, bewegen sich aber immer sehr sehr langsam, wie im Zeitlupen-Tempo - und immer mit dem R&uuml;cken nach unten und dem Bauch nach oben - durch ein geruhsames Leben. Wegen dieser langsamen, tr&auml;gen, phlegmatischen Bewegungen, erhielt das Faultier auch seinen Namen. <br />
<br />
Insgesamt besagt eine Studie die 1996 erstellt wurde, das Faultiere im Durchschnitt etwa 60% des Tages bewegungslos in den Baumwipfeln h&auml;ngen, 22% des Tages wird gegessen, etwa 12% sozialem Austausch gewidmet und nur etwa 6% des Tages bewegt sich das Faultier. Bei der Fortbewegung hangeln sie sowohl waagrecht als auch senkrecht kletternd an &Auml;sten entlang, erstaunlich dabei ist, das sie trotz ihrer langsamen Fortbewegung kaum einen Ast brechen und so immer sicher unterwegs sind. So geschickt sich Faultiere im Ge&auml;st bewegen k&ouml;nnen, so unbeholfen sind sie am Boden. So verlassen sie ihr luftiges Reich nur, wenn sie dort kein Futter mehr finden und die n&auml;chste Baukrone nicht erreichen k&ouml;nnen. Am Boden k&ouml;nnen sie sich nur auf dem Bauch liegend m&uuml;hsam vorw&auml;rts ziehen, wobei sie f&uuml;r 200 Meter etwa eine Stunde ben&ouml;tigen. Im Wasser erweisen sie sich hingegen als echt gute Schwimmer. <br />
<br />
Seit seiner ersten Entdeckung im 16. Jahrhundert wurde das Faultier als tr&auml;ge und h&auml;sslich beschrieben. Es sei ein wertloses, unvollkommenes Gesch&ouml;pf. An dieser Ansicht &auml;nderte sich erst Mitte des 20. Jahrhundert etwa, als sich Wissenschaftler eingehender mit diesen faszinierenden Tieren besch&auml;ftigten. Heute wissen wir, dass jedes Gesch&ouml;pf auf unserer Erde eine betimmte &ouml;kologische Aufgabe erf&uuml;llt.<br />
<br />
Faultiere leben kopf&uuml;ber in den Baumkronen. Da Bl&auml;tter h&auml;ufig nach unten wachsen, h&auml;ngen sie direkt ins Maul des Faultiers, wenn sie mit ihren gebogenen Krallen die wie riesige Klammerhaken sind die &Auml;ste zu sich geranziehen. Auch die inneren Organe wie Magen und Leber sind verschoben und das &quot;verkehrte&quot; Leben angepasst. <br />
<br />
Die Haare des Faultierfells gehen nicht vom R&uuml;cken zum Bauch, sondern umgekehrt. Man nennt die Richtung der Haare den &quot;Haarstrich&quot;. Weil der Haarstrich vom Bauch zum R&uuml;cken geht, l&auml;uft beim Faultier das Regenwasser gut ab, wenn das Tier am Baum h&auml;ngt. <br />
<br />
Die Gliedma&szlig;en bei Faultieren sind oft ganz unterschiedlich, Finger und Zehen zeigen Verwachsungen und sind in ihrer Anzahl reduziert. Es gibt 2 Faultierfamilien - die mit 2 und die mit 3 Fingern. Fr&uuml;her nannte man sie Zwei- bzw. Dreizehenfaultiere, was allerdings verwirrend ist, da alle Faultiere an den Hinterf&uuml;&szlig;en 3 Zehen haben. Nur an den H&auml;nden - den &quot;Vorderf&uuml;&szlig;en&quot; - besitzen die einen 3 und die anderen 2 Fingern mit langen, gebogenen bis zu 7,5 cm lange Sichelkrallen, mit denen sie wie mit Haken Zweige zu sich heranziehen k&ouml;nnen. Die Halswirbels&auml;ule ist sehr beweglich und gestattet eine Kopfdrehung um 180 Grad wie bei den Eulen.<br />
<br />
&Uuml;brigens Faultiere beim Fressen zu beobachten, erfordert sehr viel Geduld. In Zoos bekommen Faultiere meist eine abwechslungsreichere Nahrung als in frier Wildbahn aus Obst, Eiern, gekeimtem Getreide und Salat. <br />
<br />
Die Faultiere haben keine festgelegten Brunstzeiten. Man hat Junge in allen Monaten angetroffen. Die Tragzeit betr&auml;gt etwa 120 - 180 Tage, beim zweifinger-Faultier etwa 8 - 9 Monate. Danach wird 1 Junges geboren. Bei der Paarung h&auml;ngen die Partner an den Armen und pressen die B&auml;uche aneinander. <br />
<br />
Die kleinen verstecken sich erst einmal vier Wochen im Fell der Mutter, bevor sie sich trauen, ihr Umfeld n&auml;her zu erforschen. Das Junge wird etwa 5 Monate lang ges&auml;ugt, verl&auml;&szlig;t mit etwa 9 Monaten den K&ouml;rper der Mutter und hat mit ca. 2,5 - 3 Jahren die volle Erwachsenengr&ouml;&szlig;e und Geschlechtsreife erreicht. Die Tiere erreichen eine Gr&ouml;&szlig;e von ca. 85 cm und ein Gewicht von 4 bis 8 kg. Die Lebenserwartung betr&auml;gt 30 - 40 Jahre.<br />
<br />
Die meisten Faultiere sind in ihrem Lebensraum noch recht h&auml;ufig. In Brasilien ist es inzwischen gesch&uuml;tzt. Da Faultiere aber auf die tropischen Regenw&auml;lder als Lebensraum angewiesen sind, werden sie durch die Abholzung der W&auml;lder auch direkt in ihrer Existenz bedroht.]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/faultier/F/175.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FLIEDER</title>
			<description><![CDATA[<p><font face="Arial">Urspr&uuml;nglich bl&uuml;hte der wilde <strong>Flieder</strong> nur auf dem Balkan und wurde erst im 16. Jahrhundert durch die osmanischen Eroberungen in Mitteleuropa kultiviert. Die Ausbreitung des Flieders l&auml;sst sich sprachhistorisch zur&uuml;ck verfolgen, wie Prof. Dr. Hans-Walter Lack vom Botanischen Garten der Freien Universit&auml;t Berlin nachweist.</font></p>
<p><font face="Arial">Der <strong>Flieder </strong>erreicht in Mitteleuropa eine H&ouml;he von zwei bis drei Metern. Auf der Balkanhalbinsel, wo der Flieder urspr&uuml;nglich beheimatet war, w&auml;chst noch heute die kleinw&uuml;chsige Wildform der Pflanze. Die erste erhaltene Abbildung von bl&uuml;hendem Flieder stammt aus dem Istanbul des 16. Jahrhunderts. Ein Botschafter von Ferdinand I., dem Kaiser des Heiligen R&ouml;mischen Reiches, hielt sich damals in Begleitung eines Arztes und seines Zeichners in Istanbul auf.</font></p>
<p><font face="Arial">Von dem &ouml;sterreichischen Zeichner stammt die erste Zeichnung, die sich heute im Wiener Privatbesitz befindet. Die Zeichnung gelangte von Istanbul nach Prag und diente als Vorlage f&uuml;r einen Holzschnitt, der 1565 in Venedig ver&ouml;ffentlicht wurde.</font></p>
<p><font face="Arial">Auch sprachhistorisch l&auml;sst sich nachweisen, dass die Osmanen den Flieder verbreiteten:<br />
So ist die Bezeichnung f&uuml;r Flieder dort auf drei Wurzeln zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Der Name &quot;leylac&quot; weist auf t&uuml;rkisch-arabische Wurzeln, &quot;argovan&quot; auf den persischen Ursprung hin. Der Terminus<br />
&quot;paschalia&quot; stammt aus dem Griechischen und bedeutet &quot;Osterpflanze&quot;, da der Flieder w&auml;hrend des griechisch-orthodoxen Osterfestes bl&uuml;ht.</font></p>
<p><font face="Arial">Die slowenische Bezeichnung ist interessant, weil die w&ouml;rtliche &Uuml;bersetzung &quot;spanischer Holunder&quot;<br />
lautet. Dieser deutsche Name ist um 1600 in Wien dokumentiert. Die Slowenen entlehnen also ein<br />
Wort aus dem Deutschen, w&auml;hrend die Kroaten ein persisches Wort &uuml;bernehmen.</font></p>
<p><font face="Arial">Flieder (Syringa vulgaris Hybriden)<br />
Der Fliederbusch stand vor 100 Jahren in fast jedem Garten - heute ist er ein wenig aus der Mode gekommen. Flieder kann auch als kleiner Baum gezogen werden und bedarf kaum einer Pflege, au&szlig;er, dass er nicht zu trocken stehen darf. </font></p>
<p><font face="Arial">Da dieses Geh&ouml;lz ein starkes Wurzelgeflecht ausbildet, ist es nicht ratsam Flieder zu nahe an andere Pflanzen anzulegen. Es sind nur wenige Begleitpflanzen geeignet: Hasengl&ouml;ckchen, Judassilberling, Nachtviole, Vergissmeinnicht, Tulpen und andere Zwiebelblumen. Die Kombination Flieder/Goldregen kontrastiert gut. Er ist zusammen mit anderen Geh&ouml;lzern wie Ahorn, Ginster,&nbsp; Hartriegel, Heckenkirsche, Mahonie, Schneeball und Spierstrauch gut geeignet f&uuml;r L&auml;rm- und<br />
Stauchschuzt; f&uuml;r Bl&uuml;tenhecken zusammen mit Deutzie, Kolkwitzie, Pfeifenstrauch, Schneeball, f&uuml;r Hangbepflanzung. - Bauerngartengeh&ouml;lz. - F&uuml;r den Duftgarten geeignet. - Bienenweide, - f&uuml;r Hummel- und Ligusterschw&auml;rmer.</font></p>
<p><font face="Arial">Vom Flieder gibt es zahlreiche Arten und Sorten. Als Rarit&auml;t gilt der geschlitztbl&auml;ttrige Flieder: Syrina lancinata- diese Form ist schwachw&uuml;chsig und wird etwa 2 Meter hoch, die Bl&uuml;ten<br />
sind helllila und duftend. Diese Form stammt aus China.</font></p>
<p><font face="Arial">F&uuml;r kleine G&auml;rten oder Steing&auml;rten eignet sich der Kleinbl&auml;ttrige Herbstflieder, Syringa microphylla 'Superba' der volle Strauch wird nur 1,5 Meter hoch breit. Die rosafarbenen Bl&uuml;ten erscheinen von Mai bis Oktober. Syringa microphylla vertr&auml;gt auch saure B&ouml;den sehr gut!</font></p>
<p><font face="Arial">Chinesischer Flieder (Syringa chinensis)<br />
Der Chinesische Flieder kommt aber nicht aus China. Die Form entstammt verschiedenen Kreuzungen, mit denen vor etwa 250 in Frankreich (Rouen) begonnen wurde. Die Bl&uuml;ten duften nicht so intensiv, wie die von Syringa vulgaris. </font></p>
<p><font face="Arial">Tats&auml;chlich aus China kommt Syringa pekinensis, der Peking-Flieder. Die Bl&uuml;ten sind gelblichwei&szlig; und duften wie Liguster. &Uuml;brigens sind Syringa und Lingustrum verwandte Arten. Auch ist es m&ouml;glich Syringa auf Fraxinus ornus zu veredeln, was eine gleichsam seltsame Verwandtschaft aufzeigt.</font></p>
<p><font face="Arial"><strong>Zwergenduftflieder </strong>(Syringa meyeri 'Palibin')<br />
Besonders gut als (frostharte) K&uuml;belpflanze geeignet. H&ouml;he 100 - 150 cm. Bl&uuml;te 5 - 6, fliederfarben, stark duftend. Anspr&uuml;che wie der echte Flieder, vertr&auml;gt auch Sandboden. Sonne. F&uuml;r Terasse und Steingarten. Trockenresistent.</font></p>
<p><font face="Arial"><strong>Herbstflieder</strong> (Syringa microphylla 'Superba')<br />
Bl&uuml;te duftend, 5 - 6, Nchbl&uuml;te 9 - 10, 4 - 7 cm lang, 150 cm hoch. Bl&uuml;tenfarbe erst lilarosa, dann hellrosa: Im Fr&uuml;hjahr kr&auml;ftig zur&uuml;ckschneiden. Begleitpflanze weisses Schleierkraut. <br />
W&auml;rmelieben. Sonne. Stark duftend. F&uuml;r K&uuml;bel und Einzelstellung. Bogig &uuml;berh&auml;ngend als Bienenweide, Dachgarten, passt besonders gut zu weissen Stauden.</font></p>
<p><font face="Arial"><strong>Samtflieder</strong> (Syringa patula 'Miss Kim')<br />
H&ouml;he ca. 150 - 200 cm. Bl&uuml;te 5 - 6, lila, stark duftend.</font></p>
<p><font face="Arial"><strong>K&ouml;nigsflieder</strong>, Chinesischer Flieder (Syringa x chinensis 'Saugeana')<br />
H&ouml;he 3 - 4 m, langsam wachsend, breitw&uuml;chsig. Deckt den Boden ab. Lilarosafarbene, duftende Bl&uuml;tenrispen, 5. F&uuml;r Vasenschnitt und Hecken. Sonne, Halbschatten. Bis zu 30 cm h&auml;ngen die Bl&uuml;tenrispen dicht an dicht am Strauch und entsenden den klassischen Duft.</font></p>
<p><font face="Arial"><strong>Bogenflieder</strong> (Syringa reflexa)<br />
Schnell und breit wachsender Strauch, H&ouml;he 3 - 4 m. Bl&uuml;te 6, rosafarbene bis rote &uuml;berh&auml;ngende Rispen, innen fast weiss, 10 - 16 cm lang. Gelbe F&auml;rbung der Bl&auml;tter im Herbst. Auch f&uuml;r&nbsp; feuchtere B&ouml;den und lichten Schatten geeignet. Unterpflanzung mit Sommerblumen m&ouml;glich, wenn die unteren Astschleppen entfernt werden.</font></p>
<p><font face="Arial"><strong>Perlenflieder</strong> (Syringa swegiflexa)<br />
Bl&uuml;tenrispen 30 cm lang, dunkelrosa, 6 -7, 150 cm. F&uuml;r Solit&auml;r, Hecken und Vasenschnitt. Sonne.</font></p>
<p><font face="Arial">Syringa prestoniae 'Miss Canada'.<br />
Bl&uuml;te pinkfarben, 5 - 6, aufrecht wachsend. Wurzelecht. F&uuml;r kleine G&auml;rten und K&uuml;bel ist Trockenresistent.</font></p>
<p><font face="Arial">Syringa vulgaris - Hybride Edelflieder Sensation.<br />
Wind- und stadtklimafest. Trockenheitsvertr&auml;glich.</font></p>
<p><font face="Arial">Syringa vulgaris Edelflieder Charles Joly.<br />
Roter Flieder, gef&uuml;llt, zweifarbig.</font></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/flieder/F/1115.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FRIEDE-SPRINGER</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=352063"><img alt="FriedeSpringer" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/063/352063_058955069e_s.jpg" /></a></p>
<p>15. August 1942: Friede Riewerts wird als Tochter des G&auml;rtnermeisters Erich Riewerts und der Hauswirtschaftsleiterin Elise Riewerts, geb. Hassold, in Oldsum auf der Nordseeinsel F&ouml;hr in Schleswig-Holstein geboren. Sie ist das zweite von insgesamt f&uuml;nf Kindern. Vor ihr kam ihr Bruder Christfried zur Welt, nach ihr folgten ihre Schwester Ingke sowie die Br&uuml;der Nahmen und Erk.</p>
<p>1943: Erich Riewerts, der Vater von Friede, wird in Russland durch Granatsplitter im rechten Arm schwer verwundet, liegt monatelang in Lazaretten und kann den Ellbogen nicht mehr bewegen. Kurz vor Kriegsende kehrt er zu seiner Familie zur&uuml;ck.</p>
<p>1950: Erich Riewerts pachtet die G&auml;rtnerei seines Vaters Cornelius Riewerts und zieht mit seiner Familie in das an der G&auml;rtnerei gelegene Wohnhaus in S&uuml;derende.</p>
<p>1949-1958: Friede Riewerts besucht die kaum einen Kilometer von S&uuml;derende entfernte Volksschule in Oldsum. In ihrem Abschlusszeugnis von Mitte M&auml;rz 1958 &uuml;berwiegen gute Noten.</p>
<p>1958: Friede Riewerts beginnt eine Lehre im Hotelfach im Duus-Hotel in Wyk, die sie nach wenigen Monaten abbricht, danach hilft sie ihrem Vater in dessen G&auml;rtnerei und lernt in Wyk Schreibmaschine, Stenographie und Englisch. In der Folgezeit nimmt ein halbes Jahr lang Unterricht in Englisch, Musik und Mathematik an der Heimvolkshochschule in Ratzeburg </p>
<p>1961/1962: Friede Riewerts arbeitet ein Jahr lang als Kinderm&auml;dchen beim Kieler Oberb&uuml;rgermeister Hans M&uuml;thling, dessen Kinder sie zuvor schon bei Aufenthalten der Familie M&uuml;thling auf F&ouml;hr betreut hatte.</p>
<p>1962-1965: Friede Riewerts arbeitet als Kinderm&auml;dchen beim Fabrikanten Raymond Schulte in Wermelskirchen im Rheinland. </p>
<p>Sommer 1965: In der Zeitung &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo; liest Friede Riewerts die Anzeige &bdquo;Villenhaushalt sucht Kinderm&auml;dchen&ldquo;. Sie bewirbt sich in Hamburg als Kinderm&auml;dchen f&uuml;r den kleinen Sohn Raimund Nicolaus (geb. 1962) aus der vierten Ehe des Verlegers Axel Caesar Springer (1912-1985) mit Helga Alsen, geborene Ludewig-Sarre. Beim Vorstellungsgespr&auml;ch verliebt sich der Verleger auf den ersten Blick in die 30 Jahre j&uuml;ngere Friede.</p>
<p>November 1965: Die 23-j&auml;hrige Friede Riewerts tritt ihre Stelle als Kinderm&auml;dchen bei Springer in Hamburg an.</p>
<p>Fr&uuml;hjahr 1966: Das Ehepaar Axel und Helga Springer trennen sich. Der kleine Sohn Raimund Nicolaus lebt weiterhin im Haushalt seines Vaters und wird von Friede Riewerts betreut.</p>
<p>Fr&uuml;hsommer 1966: Springers vierte Ehefrau Helga zieht nach Gstaad in die Schweiz, wo Elfriede Riewerts weiterhin als Kinderm&auml;dchen f&uuml;r Raimund Nicolaus arbeitet.</p>
<p>Winter 1966/1967: Beim Skifahren in der Schweiz st&uuml;rzt Friede Riewerts und verdreht sich dabei das Kniegelenk, das schlecht heilt. Sie kehrt zu ihren Eltern nach S&uuml;derende zur&uuml;ck, wo ihr die Knieverletzung noch monatelang zu schaffen macht.</p>
<p>Fr&uuml;hjahr 1967: Friede Riewerts k&uuml;ndigt bei Helga Springer als Kinderm&auml;dchen.</p>
<p>Fr&uuml;hjahr 1967: Der 54 Jahre alte Axel Springer fliegt mit einem Hubschrauber zu einem Treffen mit der 23-j&auml;hrigen Friede Riewerts nach Wyk und bietet ihr dabei das Du an.</p>
<p>1, Mai 1967: In London tritt Friede Riewerts beim Besitzer eines Ledergesch&auml;fts eine Au-pair-Stelle als Kinderm&auml;dchen f&uuml;r zwei kleine M&auml;dchen an, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Sie hat Kontakt mit Axel Springer, der ihr schreibt oder sie anruft. Wegen des schlechten Arbeitsklimas bei ihrer Londoner Gastfamilie gibt Friede diese Stelle bald wieder auf.</p>
<p>Juli 1967: Friede Riewerts besucht ihre Schulfreundin Marrin Carlsen in Madrid und arbeitet dort als Babysitterin. Axel Springer erf&auml;hrt von ihrem Vater ihre Anschrift in der spanischen Hauptstadt und schickte ihr immer wieder Telegramme, Briefe oder Blumen.</p>
<p>September 1967: Friede Riewerts kehrt nach Deutschland zur&uuml;ck, trifft sich wieder mit Axel Springer und wird seine Lebensgef&auml;hrtin.</p>
<p>1967: Friede Riewerts lebt in Hamburg und besucht eine Fremdsprachenschule.</p>
<p>Dezember 1977: Axel Springer macht Friede Riewerts im Strandhotel &bdquo;Maritim&ldquo; in Travem&uuml;nde einen Heiratsantrag.</p>
<p>20. Januar 1978: Axel Springer und Friede Riewerts heiraten standesamtlich im Standesamt von Berlin-Charlottenburg. Es ist die f&uuml;nfte Ehe Springers.</p>
<p>17. Dezember 1978: Axel Springer (66) und Friede Springer(36) heiraten kirchlich in der Marienkirche in Berlin. </p>
<p>30. November 1984: Friede Springer wird zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Konzernholding Axel Springer Gesellschaft f&uuml;r Publizistik GmbH &amp; Co, Berlin, ernannt.</p>
<p>Sommer 1985: Friede Springer wird Mitglied des Aufsichtsrates.</p>
<p>22. September 1985: Axel Springer stirbt im Alter von 73 Jahren im Berliner Martin-Luther-Krankenhaus an Herzmuskelentz&uuml;ndung. Die 43-j&auml;hrige Friede Springer wird Haupterbin und Testamentsvollstreckerin.</p>
<p>1986: Friede Springer gibt das Buch &bdquo;Axel Springer &ndash; Die Freunde dem Freund&ldquo; heraus.</p>
<p>Januar 1988: Die Springer-Erben kaufen die 1983 f&uuml;r 250 Millionen Mark an Burda ver&auml;u&szlig;erten 24,9 Prozent des Aktienkapitals des Springer-Verlags f&uuml;r 530 Millionen Mark zur&uuml;ck.</p>
<p>1988: Friede Springer wird mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet.</p>
<p>Dezember 1993: Erich Riewerts, der Vater von Friede Springer, stirbt. </p>
<p>5. Oktober 1994: Bundespr&auml;sident Roman Herzog &uuml;berreicht Friede Springer auf Schloss Bellevue in Berlin den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Sie erh&auml;lt diese hohe Auszeichnung f&uuml;r ihr gro&szlig;es Engagement im Medienbereich.</p>
<p>1995: Friede Springer wird mit dem Outstandig Civilian Service Award der US-Army geehrt.</p>
<p>1996: Friede Springer erh&auml;lt das Gro&szlig;e Bundesverdienstkreuz.</p>
<p>2. November 2000: Friede Springer wird im Centrum Judaicum f&uuml;r ihre erfolgreichen Bem&uuml;hungen zur deutsch-j&uuml;dischen Verst&auml;ndigung in Deutschland mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland ausgezeichnet. </p>
<p>2000: Friede Springer wird mit der Ritterw&uuml;rde der Franz&ouml;sischen Ehrenlegion, dem h&ouml;chsten nationalen Orden der Republik Frankreich, ausgezeichnet.</p>
<p>2001: Friede Springer erh&auml;lt den Teddy Kollek Preis der Jerusalem-Stiftung f&uuml;r ihr Engagement und die Vertiefung des Verst&auml;ndnisses zwischen Deutschland und Israel. </p>
<p>Oktober 2002: Friede Springer besitzt die Mehrheit (55,4 Prozent) der Aktien des Springer-Konzerns.</p>
<p>Mai 2002: Friede Springer erh&auml;lt in Beer-Sheva (Israel) die Ehrendoktorw&uuml;rde (Dr. h.c.) der Ben-Gurion-Universit&auml;t des Negev. Damit ehrt die Hochschule eine ganz besondere Frau im Pressewesen.</p>
<p>2003: Friede Springer wird mit dem Weizmann Preis des Weizmann Instituts der Wissenschaften (Israel) ausgezeichnet.</p>
<p>Mitte November 2003: Friede Springer bekommt den Preis f&uuml;r Verst&auml;ndigung und Toleranz des J&uuml;dischen Museums Berlin.</p>
<p>20. April 2004: Friede Springer, die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Axel Springer AG, &uuml;bernimmt den Vorsitz im Collegium pro Academia, dem F&ouml;rderverein der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. </p>
<p>12. Juli 2004: Friede Springer wird der Bayerische Verdienstorden verliehen.</p>
<p>August 2004: Die Friede Springer Stiftung zur Erforschung und Diagnostik von Herz- und Kreislauferkrankungen mit Sitz in Berlin wird errichtet. Diese Stiftung soll auch an Axel Springer erinnern, der an einer Herzkrankheit starb.</p>
<p>2005: Das Buch &bdquo;Friede Springer &ndash; Die Biographie&ldquo; der Journalistin Inge Kl&ouml;pfer erscheint. Es entsteht nach ausf&uuml;hrlichen Gespr&auml;chen der Autorin mit der Verlegerin.</p>
<p>Mitgliedschaften: Friede Springer ist Beiratsmitglied der Deutsche Bank AG Berlin, Mitglied des Stiftungsrats Deutsches Herzzentrum Berlin, Kuratoriumsmitglied der KulturStiftung der L&auml;nder, Gr&uuml;ndungsmitglied des Vereins der Freunde des Kunstgewerbemuseums Julius Lessing Gesellschaft, Vorstandsmitglied des Vereins Deutsch-Israelische Hilfe f&uuml;r krebskranke Kinder, Mitglied des Verein zur F&ouml;rderung des Israel-Museums in Jerusalem, Vorstandsmitglied der Freunde und F&ouml;rderer der Deutschen Staatsoper Berlin, Mitglied des F&ouml;rderkreises der Deutschen Oper Berlin, Mitglied des F&ouml;rderkreises Freunde der Komischen Oper Berlin, Kuratoriumsmitglied der Freunde der Preu&szlig;ischen Schl&ouml;sser und G&auml;rten, Mitglied des Vereins der Freunde der Nationalgalerie, Kuratoriumsmitglied des Axel-Springer-Preises f&uuml;r Nachwuchsjournalisten, Aufsichtratmitglied Partner f&uuml;r Berlin.</p>
<p>*</p>
<p>Literatur:</p>
<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=357331"><img alt="DerFallAxelSpringer" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/331/357331_5fc4ddc0bf_s.jpg" /></a></p>
<p>J&Uuml;RGS, Michael: Der Fall Axel Springer. Eine deutsche Biografie, M&uuml;nchen 1995<br />
KL&Ouml;PFER, Inge: Friede Springer. Die Biografie, Hamburg 2005<br />
LOHMEIER, Henno: Springer. Ein deutsches Imperium, Berlin 1992<br />
SPRINGER, Friede (Herausgeberin): Axel Springer &ndash; Die Freunde dem Freund, Berlin/Frankfurt 1986</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/friede-springer/F/1136.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FRANZISKA-VON-ROM</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=603450"><img alt="FranziskavonRom" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/450/603450_6b009d3d30_s.jpg" /></a></p>
<p>Patronin der Autofahrer ist &ndash; neben Christophorus und Elias &ndash; die heilige Francesca Romana oder Franziska von Rom (1384&ndash;1440), geborene Francesca de Bussi, verheiratete de Ponziani. Sie stiftete den Orden &bdquo;Nobili Oblati di Tor de&rsquo;Specchi&ldquo; und leitete diesen nach dem Tod ihres Ehemanns als Oberin. Der heilige Franz von Sales (1567&ndash;1622) bezeichnete Franziska als &bdquo;eine der gr&ouml;&szlig;ten Heiligen&ldquo;. </p>
<p>Francesca de Bussi kam 1384 als Tochter eines italienischen Adligen in Rom zur Welt. Sie wollte bereits als Elfj&auml;hrige in ein Kloster eintreten, was ihre Eltern jedoch verboten. Sp&auml;ter wurde sie mit dem Adligen Lorenzo de Ponziani verheiratet, dem sie sechs Kinder schenkte. Ab 1424 lebte sie mit ihrem Ehemann enthaltsam. </p>
<p>Als Frau opferte sich Francesca de Ponziani f&uuml;r die Familie auf und k&uuml;mmerte sich vorbildlich um ihre Kinder. Wenn der Haushalt und die Kinder es zulie&szlig;en, suchte sie die von ihr im Dachgeschoss eingerichtete Betstube auf, um dort zu beten. Au&szlig;erdem beschenkte sie Arme reich und pflegte in Spit&auml;lern sogar Pestkranke.</p>
<p>Die fromme Wohlt&auml;terin erlitt mehrere Schicksalsschl&auml;ge: Ihr Ehemann wurde bei Stra&szlig;enk&auml;mpfen in Rom schwer verwundet und musste fl&uuml;chten. Daraufhin pl&uuml;nderte man sein Haus, konfiszierte sein Verm&ouml;gen und entf&uuml;hrte seinen &auml;ltesten Sohn Giovanni als Geisel nach Neapel. Ihr Lieblingssohn Evangelista und die anderen Kinder starben an der Pest. </p>
<p>In der Folgezeit lebte Francesca einsam und verlassen im r&ouml;mischen Palast der Familie Ponziani. Damals scharte sie einige vornehme Frauen und M&auml;dchen um sich, die aus Liebe zu Jesus Christus ihr Leben in den Dienst am N&auml;chsten stellten. </p>
<p>Am 15. August 1425, dem Fest Mari&auml; Himmelfahrt, gr&uuml;ndete Francesca die Genossenschaft &bdquo;Nobili Oblati di Tor de&rsquo;Specchi&ldquo;, die nach dem r&ouml;mischen Kloster &bdquo;Tor de&rsquo;Specchi&ldquo; (&bdquo;Spiegelturm&ldquo;) benannt ist. Die Genossenschaft ist als weiblicher Zweig aus dem Olivetanerorden (&bdquo;Congregatio Sanctae Mariae Montis Oliveti&ldquo;, deutsch: &bdquo;Kongregation der heiligen Maria vom &Ouml;lberg&ldquo;) hervorgegangen. Als Frau konnte sich Franziska diesem Kloster nicht anschlie&szlig;en. </p>
<p>Francesca besa&szlig; mystische Gaben, stand in st&auml;ndigem geistigen Kontakt mit ihren Schutzengeln und gab oft Rat und Hilfe. Bei der sch&ouml;nsten ihrer Visionen sah sie drei Himmel: den Sternenhimmel, den Kristallhimmel und den Feuerhimmel. </p>
<p>Einer Legende zufolge sa&szlig; Francesca einmal mit ihrer Freundin Vannosa im Garten unter einem Baum und beriet sich mit ihr &uuml;ber die Mittel, mit denen sie ein heiliges Leben f&uuml;hren k&ouml;nnten. Als sie &uuml;ber &Uuml;bungen sprachen, f&uuml;r die sie die Erlaubnis ihrer Ehem&auml;nner ben&ouml;tigten, bemerkten die beiden Frauen, dass der Baum &uuml;ber ihnen mitten im Fr&uuml;hling statt Bl&uuml;ten reife Birnen trug. Sie brachten die s&uuml;&szlig;en Fr&uuml;chte, die vor ihre F&uuml;&szlig;e fielen, zu ihren M&auml;nnern, und diese waren angesichts des Wunders mit den Pl&auml;nen ihrer Gattinnen einverstanden&ldquo;.</p>
<p>Laut einer anderen Legende erschien Francesca in der Nacht des 14. Oktober 1434 in ihrem Betzimmer die Muttergottes, die ihr Anweisungen gab, die sie dem Papst in Bologna mitteilen sollte. Am n&auml;chsten Tag bat Francesca ihren Beichtvater Dom Giovanni er solle die W&uuml;nsche der Muttergottes erf&uuml;llen. Der Papst empfing den Priester herzlich, billigte die Forderungen und erteilte entsprechende Befehle. Als Dom Giovanni nach der R&uuml;ckkehr &uuml;ber seinen Erfolg berichten wollte, sagte ihm Francesca, sie sei im Geiste dabei gewesen und wisse alles, was er erlebt habe.</p>
<p>Nach jahrelanger Verbannung kehrten Francescas Ehemann Lorenzo und ihr &auml;ltester Sohn Giovanni zur&uuml;ck. Mit gro&szlig;er Geduld brachte sie die beiden verbitterten M&auml;nner dazu, mit ihren Feinden endlich Frieden zu schlie&szlig;en. Trotz aufopfernder Pflege seiner Gattin siechte Lorenzo de Ponziani langsam dahin. Francesca harrte bei ihm aus, bis er starb.</p>
<p>Die trauernde Witwe bat wie eine B&uuml;&szlig;erin &ndash; barfu&szlig; und ohne G&uuml;rtel &ndash; um Aufnahme bei den Schwestern im Kloster &bdquo;Tor de&rsquo;Specchi&ldquo;. 1436 wurde sie Oberin des von ihr gestifteten Ordens, dem sie bis zu ihrem endg&uuml;ltigen Eintritt als Oblata angeh&ouml;rt hatte. Als Oblata bezeichnet man Erwachsene, die sich und ihre Dienste einem Kloster weihen und ein jederzeit l&ouml;sbares Gehorsamkeitsgel&ouml;bnis ablegen. </p>
<p>Am 3. M&auml;rz 1440 holte man Francesca an das Krankenbett ihres Sohnes Giovanni. Bei der abendlichen R&uuml;ckkehr zu Fu&szlig; ins Kloster wurde ihr wegen Fieber und Mattigkeit so schwindlig, dass sie umkehren musste. </p>
<p>Am 9. M&auml;rz 1440 starb Francesca im Alter von 56 Jahren im &bdquo;Palazzo Ponziani&ldquo; an einer Rippenfellentz&uuml;ndung. Man bestattete sie in der r&ouml;mischen Kirche &bdquo;Santa Maria Nuova&ldquo;. Im fr&uuml;hen 17. Jahrhundert wurde dieses Gotteshaus der 1608 heilig gesprochenen Ordensgr&uuml;nderin geweiht und hei&szlig;t seitdem &bdquo;Santa Francesca Romana&ldquo;. </p>
<p>Papst Pius XI. (1857&ndash;1939) ernannte Franziska von Rom 1925 zur Schutzpatronin der Autofahrer. Ihr Gedenktag ist der 9. M&auml;rz. Darstellungen von ihr sind im Kloster &bdquo;Tor de&rsquo;Specchi&ldquo; zu sehen. Auf einem Fresko aus dem 15. Jahrhundert zeigt sie auf ein Buch, neben ihr steht ein Schutzengel.</p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; von Ernst Probst<br />
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			<link>http://www.KLIXS.de/franziska-von-rom/F/1130.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FLORENCE-NIGHTINGALE</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=727628"><img title="FlorenceNightingale" alt="FlorenceNightingale" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/628/727628_c15373c7b5_s.jpg" /></a></p>
<p>Die ber&uuml;hmteste Krankenpflegerin Gro&szlig;britanniens war Florence Nightingale (1820&ndash;1910). Ihrem selbstlosen Einsatz und gro&szlig;en Organisationstalent ist es zu verdanken, dass die w&auml;hrend des Krimkrieges (1853&ndash;1856) verwundeten und erkrankten englischen Soldaten bessere &Uuml;berlebenschancen hatten. Anfangs musste sie gegen die Feindseligkeit und das Unverst&auml;ndnis der Milit&auml;rbeh&ouml;rden k&auml;mpfen, die sich beharrlich weigerten, das britische Sanit&auml;tswesen zu reformieren.</p>
<p>Florence Nightingale kam am 15. Mai 1820 w&auml;hrend der zweij&auml;hrigen Hochzeitsreise ihrer beg&uuml;terten Eltern, William Edward und Frances Nightingale, in Florenz zur Welt. Ihr Vorname Florence beruht auf ihrem italienischen Geburtsort. Ein Jahr zuvor war ihre &auml;ltere Schwester Parthenope in Neapel (griechisch: Parthenope) geboren worden.</p>
<p>Nach ihrer R&uuml;ckkehr lebten die Nightingales jeweils w&auml;hrend der Sommermonate in Lea Hurst (Derbyshire) und in der kalten Jahreszeit in Embly (Hampshire). Florence und Parthenope erhielten von ihrem Vater, der an der Universit&auml;t Cambridge lehrte, Unterricht. Florence war eine gute Sch&uuml;lerin, die gerne und leicht lernte. Sie entwickelte sich zu einer attraktiven jungen Dame. </p>
<p>1837 h&ouml;rte die 17-j&auml;hrige Florence im Garten die Stimme Gottes, der sie aufforderte, sie solle ihr Werk tun, aber sie wusste damals noch nicht, was damit gemeint war. Bald interessierte sie sich f&uuml;r soziale Fragen, Hospit&auml;ler und Krankenpflege. Ihre Eltern zeigten sich hiervon nicht begeistert, weil sie ein solches T&auml;tigkeitsfeld f&uuml;r eine gebildete junge Dame nicht f&uuml;r erstrebenswert hielten. </p>
<p>Mit 25 Jahren wollte Florence Nightingale im Krankenhaus von Salisbury arbeiten, doch der Vater und die Mutter erlaubten dies nicht. Als Reaktion darauf schrieb sie das Buch &bdquo;Cassandra&ldquo;, eine leidenschaftliche Anklageschrift gegen das eingegrenzte Leben h&ouml;herer T&ouml;chter.</p>
<p>Zur Zeit des famili&auml;ren Streites &uuml;ber ihre berufliche Zukunft trat Florence Nightingale mit Charles und Selina Bracebridge, zwei Freunden der Familie Nightingale, eine gro&szlig;e Reise an. Das Trio besuchte Italien, &Auml;gypten, Griechenland und im Juli 1850 auch Deutschland. In Kaiserswerth bei D&uuml;sseldorf besichtigten die drei das von dem evangelischen Theologen Theodor Fliedner (1800&ndash;1864) gegr&uuml;ndete Mutterhaus der Diakonissen. </p>
<p>W&auml;hrend der folgenden Jahre kehrte Florence Nightingale nach Kaiserswerth zur&uuml;ck und lie&szlig; sich dort drei Monate lang zur Krankenschwester ausbilden. Sp&auml;ter vervollkommnete sie ihre Ausbildung bei den &bdquo;Barmherzigen Schwestern&ldquo; in Paris. 1853 gr&uuml;ndete sie mit ihrem Privatverm&ouml;gen eine kleine Krankenanstalt in der Harley Street von London.</p>
<p>Ab 1853 k&auml;mpften im Krimkrieg das Osmanische Reich (T&uuml;rkei) sowie ab 1854 Gro&szlig;britannien und Frankreich gegen Russland. Auf diesen Krieg war das britische Sanit&auml;tswesen nicht vorbereitet. W&auml;hrend bei den Franzosen und Russen bereits Krankenschwestern im Einsatz waren, fehlten bei den Briten nicht nur &Auml;rzte und Pflegepersonal, sondern auch Hilfsmittel.</p>
<p>Nach einem Aufsehen erregenden Bericht in der Londoner Zeitung &bdquo;Times&ldquo; &uuml;ber die schreckliche Lage an der Front und die unzureichende Versorgung der Verwundeten schlug der britische Kriegsminister Sidney Herbert (1810&ndash;1861) vor, Florence Nightingale solle die Pflege beim Heer organisieren. Sie war durch ihre Ausbildung f&uuml;r diese schwierige Aufgabe gut vorbereitet. </p>
<p>Zusammen mit 38 weiteren Krankenschwestern brach Florence Nightingale am 21. Oktober 1854 nach Skutari, einer Vorstadt auf der asiatischen Seite von Konstantinopel (T&uuml;rkei), auf, um den im Krimkrieg verwundeten und erkrankten britischen Soldaten zu helfen. Am 4. November 1854 trafen die Krankenschwestern im Milit&auml;rhospital von Skutari ein. </p>
<p>Die Pflege der verwundeten Soldaten in Skutari erfolgte zun&auml;chst unter primitivsten Umst&auml;nden, weswegen bald die Cholera ausbrach. Zeitweise hatten die britischen Krankenschwestern 3000 bis 4000 Soldaten zu versorgen. Innerhalb von drei Monaten beschafften sie f&uuml;r 10000 Soldaten Kleidung und andere Gebrauchsgegenst&auml;nde.</p>
<p>Florence Nightingale verbesserte in kurzer Zeit die Pflege der Verwundeten und Kranken. Sie senkte die Sterblichkeitsziffer durch verbesserte Pflege, beseitigte unertr&auml;gliche Zust&auml;nde in den Lazaretten und warb in Gro&szlig;britannien Krankenschwestern an. Gegen Ende des Krimkrieges waren ihr insgesamt 125 Pflegekr&auml;fte unterstellt. </p>
<p>Im August 1856 erkrankte Florence Nightingale an Cholera und musste gegen ihren Willen nach England zur&uuml;ckkehren. Noch vom Krankenbett aus entwarf sie in London einen Organisations- und Arbeitsplan f&uuml;r die milit&auml;rische und zivile Krankenversorgung, der grundlegende Bedeutung besa&szlig;. Im November jenes Jahres machte sie ein Hotelzimmer in London zum Zentrum ihrer Kampagne. </p>
<p>F&uuml;r ihren Beitrag zu Armee-Statistiken und vergleichenden Hospital-Statistiken wurde Florence Nightingale 1858 als erste Frau in die &bdquo;Royal Statistic Society&ldquo; aufgenommen. 1859 erschien das von ihr verfasste Buch &bdquo;Notes on Hospitals&ldquo; und 1860 ihr Werk &bdquo;Notes on Nursing&ldquo; (deutsch: &bdquo;Rathgeber f&uuml;r Gesundheitspflege&ldquo;, 1878). </p>
<p>Mit den Mitteln einer Geldsammlung er&ouml;ffnete Florence Nightingale am 15. Juni 1860 am &bdquo;St. Thomas Hospital&ldquo; in London eine Schwesternschule nach modernen wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Als Leiterin dieser Schule fungierte die Matrone Sarah Elizabeth Wardroper (1813&ndash;1892). Danach errichtete man weitere Schulen und Ausbildungsst&auml;tten f&uuml;r Krankenschwestern und Milit&auml;r&auml;rzte in England und in den Kolonien.</p>
<p>Dank des Engagements von Florence Nightingale wurde die Krankenpflege als Lehrberuf anerkannt. Dies erreichte sie gegen den Widerstand von &Auml;rzten, die Krankenschwestern f&uuml;r &bdquo;dummes, schmutziges und trunks&uuml;chtiges Pack&ldquo; hielten, das auszubilden sich nicht lohnte&ldquo;.</p>
<p>Ab 1862 widmete Florence Nightingale in Indien ihr Augenmerk vor allem auf die Gesundheit der Armee, den Zustand der &ouml;ffentlichen Gesundheit und die Entwicklung der Bew&auml;sserung. 1874 wurde sie Ehrenmitglied der &bdquo;American Statistical&ldquo; Association.</p>
<p>1883 verlieh K&ouml;nigin Viktoria (1819&ndash;1901) Florence Nightingale als Anerkennung f&uuml;r ihr Lebenswerk das &bdquo;Royal Red Cross&ldquo;. 1907 zeichnete K&ouml;nig Eduard VII. (1841&ndash;1910) sie als erste Frau mit dem &bdquo;Orden f&uuml;r hohe Verdienste um das britische Reich und die Menschheit&ldquo; aus. Die Stadt London ernannte sie 1908 zu ihrer Ehrenb&uuml;rgerin. </p>
<p>Am 13. August 1910 starb Florence Nightingale im Alter von 90 Jahren in London. Weil sie damals wegen ihrer Verdienste um die Krankenpflege als Ber&uuml;hmtheit galt, wollte man sie in der &bdquo;Westminster Abbey&ldquo; begraben. Doch die bescheidene Florence verf&uuml;gte in ihrem Testament, sie solle in St. Margaret&rsquo;s, East Wellow, nahe ihrem Elternhaus in Embley Park, begraben werden. </p>
<p>Wenige Monate nach Florence Nightingale starb auch der Schweizer Henri Dunant (1828&ndash;1910), der durch ihr Beispiel zur Gr&uuml;ndung des &bdquo;Roten Kreuzes&ldquo; veranlasst wurde. 1912 stiftete man die Florence-Nightingale-Medaille, die h&ouml;chste internationale Auszeichnung, die das &bdquo;Rote Kreuz&ldquo; f&uuml;r Krankenschwestern zu vergeben hat. </p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; von Ernst Probst<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&amp;n=301928">www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&amp;n=301928</a></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/florence-nightingale/F/1129.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FRANZISKA-SCHERVIER</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=600804"><img alt="Schervier" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/804/600804_f4e423e034_s.jpg" /></a></p>
<p>Zu den f&uuml;hrenden Gestalten des sozialen Katholizismus im 19. Jahrhundert z&auml;hlt die Gr&uuml;nderin des Ordens der &bdquo;Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus&ldquo;, die selige Franziska Schervier (1819&ndash;1876). Die von ihr aus der Taufe gehobene Genossenschaft half vor allem straff&auml;llig gewordenen Frauen, betreute aber auch Kranke ambulant und k&uuml;mmerte sich um Bed&uuml;rftige. Franziska wurde als &bdquo;Mutter der Armen&ldquo; und als &bdquo;Franziska von Aachen&ldquo; verehrt.</p>
<p>Franziska Schervier kam am 3. Januar 1819 als eines von sieben Kindern des Nadelfabrikanten und beigeordneten B&uuml;rgermeisters Johann H. C. Schervier und seiner aus Frankreich stammenden Frau Marie Louise Victorie in Aachen zur Welt. Ihr Taufpate war Kaiser Franz I. von &Ouml;sterreich (1768&ndash;1835), der im Sp&auml;therbst 1818 die Nadelfabrik besichtigt hatte. Er w&uuml;nschte, das zu erwartende Kind solle Franz hei&szlig;en, doch da es ein M&auml;dchen wurde, nannte man es Franziska und gab ihm den Kosenamen &bdquo;Fr&auml;nzchen&ldquo; </p>
<p>Franziska besuchte die private katholische h&ouml;here T&ouml;chterschule St. Leonhard. Dort &uuml;bte die Lehrerin und Dichterin Luise Hensel (1798&ndash;1876), von der das Werk &bdquo;M&uuml;de bin ich, geh&rsquo; zur Ruh&ldquo; stammt, einen gro&szlig;en Einfluss auf sie aus. Luise Hensel war die Tochter eines evangelischen Predigers, trat sp&auml;ter zum katholischen Glauben &uuml;ber und vermittelte Franziska die Sorge f&uuml;r Arme und Kranke.</p>
<p>Schulkameradinnen von Franziska Schervier waren Klara Fey (1815&ndash;1894) und Pauline von Mallinckrodt (1817&ndash;1881), die sp&auml;ter Kongregationen gr&uuml;ndeten. Franziska Schervier, Klara Fey und Pauline von Mallinckrodt gelten als das &bdquo;Aachener Dreigestirn&ldquo;. Alle drei haben die Begriffe Hingabe, Vertrauen und Sorge um den Mitmenschen in die Tat umgesetzt.</p>
<p>Im Alter von 13 Jahren musste Franziska den Tod ihrer Mutter beklagen. Kurz danach starben ihre zwei &auml;lteren Schwestern. Damit wurde die 14-J&auml;hrige &uuml;ber Nacht zur Herrin eines anspruchsvollen Haushalts. Sie lernte zu planen und zu f&uuml;hren und nutzte die Freiheit, mehr f&uuml;r die Armen zu tun, als es ihr vorher m&ouml;glich war. Dem Vater gefiel zwar nicht alles, was Franziska tat, aber er bewunderte ihre wachsende Selbstst&auml;ndigkeit und lie&szlig; sie gew&auml;hren.</p>
<p>Einige Jahre sp&auml;ter schloss sich Franziska einem Kreis junger Damen an, die mehr tun wollten, als nur Almosen zu geben: Sie pflegten Kranke, verbanden Wunden, wuschen schmutzige Kinder, flickten zerrissene Kleidung und s&auml;uberten Wohnungen. Viele vornehme Standesgenossen r&uuml;mpften &uuml;ber diese Werke der N&auml;chstenliebe die Nase, aber einfache Leute sprachen respektvoll von den &bdquo;heiligen Fr&auml;ulein&ldquo;.</p>
<p>Zusammen mit dem an der Kirche St. Paul in Aachen als Seelsorger wirkenden Kaplan Johann Josef Istas (gest. 1843) richtete Franziska Schervier eine &bdquo;Johannisk&uuml;che&ldquo; ein, die arme Familien mit einem warmen Mittagessen versorgen sollte. Hierf&uuml;r erbettelte Franziska t&auml;glich Holz, Kohle sowie auf dem Markt &uuml;briggebliebene Nahrungsmittel. Kurz vor dem Tod des Vaters 1845 gab sie die F&uuml;hrung des Haushalts an eine j&uuml;ngere Schwester ab.</p>
<p>Zu Pfingsten 1845 gr&uuml;ndete Franziska Schervier die Genossenschaft der &bdquo;Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus&ldquo;, die sie als Vorsteherin leitete. Die Konstitutionen dieses Ordens sahen vor, dass die Genossenschaft kein Geld besitzen und auf Spenden angewiesen sein sollte. Vor der Gr&uuml;ndung hatte sich Franziska bei den Kreuzschwestern in L&uuml;ttich (Belgien) kundig gemacht. Am Vorabend des Franziskusfestes 1845 fing das Zusammenleben der jungen Frauen in dem Haus am Jakobstor an. </p>
<p>Als erstes versorgten die &bdquo;Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus&ldquo; die Bed&uuml;rftigen in den Aachener Pfarreien St. Paul und St. Jakob mit Essen. In das Haus am Jakobstor nahmen die Schwestern im Laufe der Zeit auch insgesamt bis zu 30 junge Prostituierte auf, die wegen Arbeitslosigkeit, Unerfahrenheit und Verf&uuml;hrung zu Dirnen geworden waren. Als ein M&auml;dchen r&uuml;ckf&auml;llig wurde, ging Franziska in M&auml;nnerkleidung ins Bordell und holte es heraus. </p>
<p>1848 bezogen die &bdquo;Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus&ldquo; ein altes Dominikanerkloster bei St. Paul in Aachen. 1849 richteten sie in Burtscheid im Jonastor eine Krankenpflegestation ein. Daraus ging sp&auml;ter das Marienhospital hervorging, das bereits 1889 &uuml;ber 180 Betten verf&uuml;gte. </p>
<p>Am 12. August 1851, dem Namenstag der heiligen Klara, wurden die ersten 24 Armen-Schwestern in der Aachener Kirche St. Paul eingekleidet. 1852 kaufte Mutter Franziska das zu Beginn des 19. Jahrhunderts s&auml;kularisierte Aachener Klarissenkloster in der Kleinmarschierstra&szlig;e, das zum Mutterhaus wurde. Die ersten 24 Schwestern legten am 25. August 1852 in St. Paul die ewigen Gel&uuml;bde ab. </p>
<p>Das Mitgef&uuml;hl von Franziska Schervier galt vor allem gestrandeten Menschen. G&uuml;tig und sanft half sie Prostituierten und weiblichen Strafgefangenen. Acht Mal begleitete sie sogar zum Tode verurteilte M&auml;nner auf ihrem letzten Weg bis zum Schafott. Auf diesem Engagement beruht ihr Ehrentitel &bdquo;Mutter der Armen&ldquo;. </p>
<p>Im September 1858 wurde in Cincinnati (Ohio) die erste Niederlassung der Armen-Schwestern in den USA gegr&uuml;ndet. Franziska Schervier reiste zwei Mal in die Vereinigten Staaten und gr&uuml;ndete dort Ordensniederlassungen und Einrichtungen f&uuml;r Arme. Die erste Fahrt nach Nordamerika trat sie im Juni 1863 an, wobei sie die Wirren des amerikanischen B&uuml;rgerkrieges (1861&ndash;1865) erlebte, die zweite im April 1868.</p>
<p>1864 wurden die Armen-Schwestern von Preu&szlig;en und &Ouml;sterreich im deutsch-d&auml;nischen Krieg zum Lazarettdienst angefordert. 1865 stattete K&ouml;nigin Augusta von Preu&szlig;en (1811&ndash;1890) der damals gerade kranken Mutter Franziska in Aachen einen Besuch ab. Auch im deutsch-&ouml;sterreichischen Krieg 1866 pflegten die Armen-Schwestern verwundete Soldaten. W&auml;hrend des deutsch-franz&ouml;sischen Krieges 1870/1871 betreuten sie etwa 20 Lazarette und halfen Tausenden von Verwundeten. </p>
<p>Am 14. Dezember 1876 starb Franziska Schervier im Alter von 57 Jahren in Aachen. Bei ihrer Beisetzung auf dem Ostfriedhof unter der Kreuzwegstation &bdquo;Veronika reicht Jesus ihr Schwei&szlig;tuch dar&ldquo; l&auml;uteten alle Kirchenglocken der Stadt. Im Juli 1880 wurde sie in das Kloster an der Kleinmarschierstra&szlig;e in Aachen umgebettet. Am 14. Dezember 1973 trug man ihre Gebeine aus der Krypta des Mutterhauses in die Kapelle und setzte sie dort bei.</p>
<p>Papst Pius X. (1835&ndash;1914) best&auml;tigte am 12. Oktober 1901 den Orden der &bdquo;Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus&ldquo;. Im September 1912 wurde der Prozess zur Seligsprechung der Ordensgr&uuml;nderin eingeleitet. 61 Jahre sp&auml;ter nahm Papst Paul VI. (1897&ndash;1978) am 28. April 1974 Franziska Schervier im Petersdom in den Kreis der Seligen auf. Ihr Gedenktag wird am 14. Dezember begangen. </p>
<p>1959 verselbstst&auml;ndigten sich die amerikanischen und italienischen Niederlassungen als Kongregation der &bdquo;Franziskanerinnen der Armen&ldquo;. Die deutsche Gemeinschaft hat Niederlassungen in Deutschland und Belgien, die amerikanische Gemeinschaft in den USA, Brasilien, Italien und im Senegal. </p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; von Ernst Probst<br />
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			<link>http://www.KLIXS.de/franziska-schervier/F/1128.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FRANZISKA-STREITEL</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=493902"><img alt="Streitel" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/902/493902_e31fd1cf7d_s.jpg" /></a></p>
<p>Als Gr&uuml;nderin des Ordens der &bdquo;Schwestern von der Schmerzhaften Mutter&ldquo; machte sich die deutsche Schwester Maria Franziska vom Kreuz (1844&ndash;1911), geborene Amalia Franziska Rosa Streitel, einen Namen. Ihre Worte &bdquo;durch Kreuz zum Licht&ldquo;, die sie in einem Brief im Juli 1894 schrieb, gingen bei ihr buchst&auml;blich in Erf&uuml;llung; denn ihre Verdienste wurden zu Lebzeiten scheinbar schlecht belohnt: Nach Verleumdungen verlor sie ihr Amt als Generaloberin und lebte ihre letzten 15 Jahre als einfache Schwester in der Kongregation, die sie gegr&uuml;ndet hatte.</p>
<p>Amalia Franziska Rosa Streitel kam am 24. November 1844 als erstes von vier Kindern des Landgerichtsassessors und sp&auml;teren Bezirksamtmanns Adam Streitel und seiner Frau Franziska Karolina, geborene H&ouml;rhammer, in Mellrichstadt bei W&uuml;rzburg zur Welt. Noch am selben Tag erfolgte ihre Taufe in ihrem Elternhaus. Dabei leuchtete trotz des tr&uuml;ben Himmels pl&ouml;tzlich ein heller Sonnenschein im Zimmer auf.</p>
<p>Fr&uuml;h interessierte sich Amalia f&uuml;r religi&ouml;se Fragen, als Neunj&auml;hrige besonders &uuml;ber das Geheimnis des Kreuzes. Einmal legte sie sich kleine Holzst&uuml;cke ins Bett, um auch nachts Bu&szlig;e zu tun. Im April 1857 empfing die Zw&ouml;lfj&auml;hrige in der Pfarrkirche von Mellrichstadt die &bdquo;Erste Heilige Kommunion&ldquo;. Bald danach versetzte man ihren Vater nach Weyhers bei Fulda. Gefirmt wurde Amalia im September 1857 in Gersfeld. Zwischen 1858 und 1862 besuchte sie im Kloster &bdquo;Maria Stern&ldquo; in Augsburg eine h&ouml;here Schule. </p>
<p>Nach ihrer Ausbildung kehrte Amalia zu ihren Eltern zur&uuml;ck. Gerne w&auml;re sie in einen strengen Klausurorden eingetreten, was ihre Eltern jedoch nicht erlaubten. Statt dessen trat Amalia am 25. September 1866 im Augsburger Kloster &bdquo;Maria Stern&ldquo; in den Dritten Orden des heiligen Franz von Assisi (1182&ndash;1226) ein. Bei der Einkleidung erhielt sie den Namen &bdquo;Schwester Maria Angela&ldquo;. Obwohl sie darum bat, Kranken helfen zu d&uuml;rfen, bildete man sie im Franz&ouml;sischen und in der Musik weiter.</p>
<p>Am 8. Juni 1868 legte Schwester Maria Angela ihre erste heilige Profess ab. Von 1868 bis 1871 wirkte sie als Lehrerin in N&ouml;rdlingen, anschlie&szlig;end kam sie als Oberin nach Altom&uuml;nster und nach W&uuml;rzburg, zuerst ins Elisabethenheim und sp&auml;ter ins Marienheim. Wieder litt sie innerlich unter ihrem heimlichen Wunsch, einem strengeren Orden anzugeh&ouml;ren wollen.</p>
<p>Der Bischof von Augsburg erlaubte Schwester Angela am 17. Januar 1882 den Wechsel ins Karmelitinnenkloster Himmelspforten zu W&uuml;rzburg. Dort trat sie am 25. Januar 1882 ein, und bei ihrer Einkleidung erhielt sie den Namen &bdquo;Schwester Petra&ldquo;. Am 13. Dezember 1882 verlie&szlig; sie &ndash; inneren Eingebungen gem&auml;&szlig; &ndash; Himmelspforten und reiste zu ihren Eltern in Bamberg. Auf Wunsch ihres Beichtvaters sollte sie sich in Rom bei Pater Johann Baptist Jordan (1848&ndash;1918) melden, der 1881 den Orden der Salvatorianer gegr&uuml;ndet hatte und Schwestern f&uuml;r eine Neugr&uuml;ndung suchte.</p>
<p>Am Aschermittwoch, dem 14. Februar 1883, reiste Schwester Petra nach Rom, wo sie am 16. Februar 1883 ankam. Am 6. M&auml;rz folgten ihr zwei Kandidatinnen. Zw&ouml;lf Tage sp&auml;ter &ndash; am 18. M&auml;rz &ndash; legte sie ihre Gel&uuml;bde ab und w&auml;hlte den Namen &bdquo;Schwester Maria Franziska vom Kreuz&ldquo;. </p>
<p>Von Anfang an waren Franziska und Pater Jordan verschiedener Meinung &uuml;ber die Ideale ihrer Ordensgemeinschaft. Franziska wollte Armut und Demut nach franziskanischer Auffassung und in der strengsten Form; Jordan dagegen glaubte, die Ordensstrenge Mutter Franziskas k&ouml;nne von seiner Kongregation auf Dauer nicht eingehalten werden. Obwohl von beiden selbst nicht geplant, erfolgte 1885 eine Trennung von Seiten der Kirche.</p>
<p>Papst Leo XIII. (1810&ndash;1903) best&auml;tigte am 12. Oktober 1885 die Schwesterngemeinschaft von Mutter Franziska und bezeichnete sie als &bdquo;Sorores Charitatis a Matre Dolorosa&ldquo; (&bdquo;Schwestern von der Schmerzhaften Mutter&ldquo;). Monsignor Georg Jacquemin (1853&ndash;1920), &bdquo;Doktor in Theologie und Kirchenrecht&ldquo;, ein frommer Mann und Delegat im Vatikan f&uuml;r mehrere Bisch&ouml;fe, wurde von Papst Leo XIII. als geistlicher Direktor f&uuml;r die neue Schwesterngemeinschaft ernannt. Er blieb in seinem Amt bis zu seinem Tod im April 1920. </p>
<p>Ende November 1885 &uuml;bersiedelten 36 Schwestern mit Mutter Franziska in ein gr&ouml;&szlig;eres Haus in Rom, in der Stra&szlig;e &bdquo;Borgo Santo Spirito&ldquo;, gegen&uuml;ber vom Vatikan. Wie vorher, betreuten sie arme Waisenkinder in ihrem Konvent und pflegten arme Kranke in ihren Wohnungen. </p>
<p>Betreuung armer Kinder und Pflege armer Kranker waren nur die &auml;u&szlig;ere T&auml;tigkeit der Schwestern, die sich um Mutter Franziska scharten. Der eigentliche Zweck der Gr&uuml;ndung war, eine geistig verdunkelte, s&auml;kularisierte Welt wieder zum Licht, zu Gott, zu f&uuml;hren, nicht durch gro&szlig;e Reden und Taten, sondern in den kleinen allt&auml;glichen Dingen, in einem Geist, der mit dem der heiligen Theresia von Lisieux (1873&ndash;1897) verglichen werden kann. </p>
<p>Mutter Franziska sah deutlich die Probleme des 19. Jahrhunderts, die noch heute die gleichen sind. So schrieb sie am 25. M&auml;rz 1883: &bdquo;Wir stehen an einer geistigen Crisis ... in einem Jahrhundert der Emp&ouml;rung gegen Gott und des g&ouml;ttlichen Gesetzes ... im Streben nach eitlem Ruhm und Scheingr&ouml;&szlig;e &ndash; selbst in den Personen, die dem Herrn in besonderer Weise in Demut und Willensentsagung zu dienen verpflichtet w&auml;ren &ndash; ein sich Gro&szlig;machen wegen Dingen, die einzig nur ein Leugnen der geoffenbarten ewigen Wahrheiten &ndash; ja ein Leugnen des pers&ouml;nlichen Gottes selbst ist, man verlangt nach s&uuml;ndhafter Freiheit &ndash; rei&szlig;t sich stolz von Gott los, sagend: ,Dir will ich nicht dienen&lsquo;, rei&szlig;t mit sich alle staatliche Ordnung &ndash; und &uuml;bergibt sich mit Seele und Leib dem ewigen Verderben&ldquo;.</p>
<p>Wie konnten Mutter Franziska und ihre Schwestern diesen &Uuml;beln entgegentreten? Dar&uuml;ber schrieb sie am 16. Juli 1883: &bdquo;Gebet und Arbeit sollen in gleichen Linien laufen und als Doppelschwestern an der Hebung des geistigen und sozialen Elends der Menschheit wirkend, derselben wieder lehren was es hei&szlig;t ,beten und arbeiten&lsquo;&ldquo;.</p>
<p>Dass die Schwestern im Geiste von Mutter Franziska lebten, beweisen die Worte eines Priesters in Amerika im Jahre 1938: &bdquo;Es waren so gute Schwestern, besser als andere, die ich kannte; so dem&uuml;tig, bescheiden, gottergeben, zur&uuml;ckhaltend, fromm, arbeitsam; so verschieden von anderen Schwestern wie Tag und Nacht; sie waren ein Herz und eine Seele; es gab keine Eifersucht unter ihnen. Besonders aber war es der Schwestern Armut, die mich zu ihnen hinzog. Und alle diese Tugenden lernten die Schwestern von Mutter Franziska, welche hierin als Muster und Vorbild vor ihnen leuchtete&ldquo;. </p>
<p>Am 26. November 1889 erfolgte die Gr&uuml;ndung der ersten Niederlassung in den USA: das Franziskus-Krankenhaus in Wichita (Kansas). Ab Mai 1890 half Franziska dort mehr als zehn Monate lang mit Rat und Tat und gr&uuml;ndete weitere Krankenh&auml;user in Menomonie, Marshfield und Oskosh (Wisconsin) sowie zwei kleine Pfarrschulen, in Aleppo und in Ost (Kansas). </p>
<p>Im Juni 1891 unternahm Mutter Franziska eine weitere Reise in die Vereinigten Staaten. Im Dezember 1892 er&ouml;ffnete sie in Wien-Simmering ein Haus zur Aus&uuml;bung der ambulanten Krankenpflege. </p>
<p>Von 1894 bis 1899 leiteten die &bdquo;Schwestern von der Schmerzhaften Mutter&ldquo; das &bdquo;Maria-Theresia-Krankenhaus&ldquo; in Wien f&uuml;r Frauen. Zahlreiche weitere Gr&uuml;ndungen &ndash; vor allem in Nordamerika &ndash; folgten.</p>
<p>Am 7. August 1895 trat Mutter Franziska ihre dritte und letzte Reise in die USA an. In Monsignor Joseph Joch (1861&ndash;1944) hatte sie seit 1892 einen hervorragenden Helfer und F&ouml;rderer in der Ausgestaltung der schon errichteten und der noch zu gr&uuml;ndenden Filialen in Amerika. Er blieb mit den Schwestern bis zu seinem Tod im April 1944. </p>
<p>Im M&auml;rz 1896 gab es Missverst&auml;ndnisse, deren Natur noch unbekannt ist, zwischen Mutter Franziska und Monsignor Joch. Doch nicht seinetwegen, sondern wegen Monsignor Jacquemin, reiste Franziska Mitte M&auml;rz ab, hielt sich bis Ostern im Wiener Konvent auf und nahm von dort Schwester Valeria, deren Rat sie sch&auml;tzte, mit nach Rom.</p>
<p>Am Ostermontag, 6. April 1896, trafen Mutter Franziska und Schwester Valeria in Rom ein. Unerwartet tauchte dort am sp&auml;ten Nachmittag auch Monsignor Joch auf, um am folgenden Tag mit Mutter Franziska zu sprechen und ihr zu helfen. Bis sp&auml;t in die Nacht betete diese vor dem Tabernakel und eilte morgens mit Valeria zum Franziskanerkloster nahe dem Lateran, um bei einem Priester Rat zu suchen. Danach fuhren beide nach Padua und beteten in der Kirche des heiligen Antonius. Anschlie&szlig;end reiste Franziska allein nach Bamberg zu ihrer Schwester. In der gleichen Nacht erkrankte Monsignor Joch schwer und musste im Bett bleiben.</p>
<p>Als Mutter Franziska nicht mehr in Rom erschien, benutzte Monsignor Jacquemin, der ihr seit 1894 nicht mehr so gut gesinnt war und sich zu viel in die Leitung der Schwestern einmischte, diese Gelegenheit, um sie mit falschen Behauptungen, die erst 1963 gefunden wurden, beim Kardinalvikar Lucidus Maria Parocchi (1833&ndash;1903) anzuklagen. Zusammen mit dem von Parocchi zur Ermittlung gesandten Pater Bernard Doebbing (1855&ndash;1916), dem sp&auml;teren Bischof von Nepi, erreichte er ungerechterweise die Absetzung Franziskas als Generaloberin. </p>
<p>Am 14. April 1896 wurde Schwester M. Johanna Ankenbrand (1858&ndash;1955), die im Oktober 1883 Mutter Franziska nach Rom gefolgt war, zur neuen Generaloberin ernannt. Franziska blieb bis zum 2. Juli 1905 im Mutterhaus in Rom und lebte anschlie&szlig;end in tiefer Demut in &bdquo;Castel Sant&rsquo;Elia&ldquo;, 50 Kilometer n&ouml;rdlich von Rom. Sie betreute die Kleinen im Kindergarten, betete stundenlang vor dem Tabernakel und zeigte eine gro&szlig;e Verehrung zur Gottesmutter Maria.</p>
<p>Am Lichtme&szlig;tag, dem 2. Februar 1911, fiel Franziska in der Kapelle in Ohnmacht, litt danach unter starken Kopfschmerzen und musste das Bett h&uuml;ten. In der Nacht zum 28. Februar 1911 empfing sie die heilige Kommunion als Wegzehrung. Fortan hielt sie die Augen geschlossen, nur hie und da sprach sie tiefgehende Worte. Am Nachmittag des 4. M&auml;rz 1911 &ouml;ffnete sie wieder ihre Augen. Ihr Gesichtsausdruck hatte etwas au&szlig;erordentlich Friedliches an sich; es war wie ein Schein der Verkl&auml;rung. An diesem Tag empfing sie zum letzten Mal die heilige Kommunion. Am 6. M&auml;rz, dem Tag, an dem Papst Pius X. (1835&ndash;1914) ihre Kongregation f&uuml;r immer best&auml;tigte, starb Franziska im Alter von 66 Jahren im Kloster zu &bdquo;Castel Sant&rsquo;Elia&ldquo;. </p>
<p>Beim Trauerzug durch die Stra&szlig;en knieten sich viele Menschen nieder, um den Segen der &bdquo;Heiligen&ldquo; zu empfangen, andere ber&uuml;hrten ehrfurchtsvoll ihren Sarg. Nach dem Tod von Franziska gab es immer wieder Berichte, die von wundersam erh&ouml;rten Gebeten an sie berichteten. </p>
<p>Der Di&ouml;zesanbischof von Nepi, Luigi Olivares (1873&ndash;1943), erlaubte am 12. November 1936, den Di&ouml;zesanprozess f&uuml;r die Seligsprechung von Franziska zu beginnen. Bei der ersten Sitzung am 5. April 1937 wurde ihr der Titel &bdquo;Dienerin Gottes&ldquo; verliehen. Papst Pius XII. (1876&ndash;1958) genehmigte am 13. Juni 1947 den &bdquo;Apostolischen Prozess&ldquo;. Der Seligsprechungsprozess ist noch nicht abgeschlossen.</p>
<p>Der Sitz der europ&auml;ischen Ordensprovinz der &bdquo;Schwestern von der Schmerzhaften Mutter&ldquo; befindet sich in Abenberg bei Schwabach (Mittelfranken) im ehemaligen Augustinerinnenkloster Marienburg. Zur Provinz geh&ouml;ren die Filialen in Deutschland, &Ouml;sterreich, und Italien. Nach Franziska Streitel sind Geb&auml;ude, Stra&szlig;en und Pl&auml;tze in Bayern, Italien, den USA und in Brasilien benannt worden.</p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; von Ernst Probst<br />
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<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/franziska-streitel/F/1127.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FRETTCHEN</title>
			<description><![CDATA[<p><strong>Frettchen</strong> stammen vermutlich von s&uuml;deurop&auml;ischen oder nordafrikanischen Iltissen ab. Schon vor &uuml;ber 2000 Jahren hatten &Auml;gypter, Griechen und R&ouml;mer gez&uuml;chtete Frettchen, die in den H&auml;usern M&auml;use, Ratten und Schlangen jagen sollten. Heute werden Frettchen als Haustiere gehalten; auf den Inseln Sizilien und Sardienien leben jedoch auch Frettchen, die verwildert sind. </p>
<p>Wilde Erop&auml;isce Iltisse (Mustela putorius) leben in einer abwechslungsreichen kleinen Welt: Sie m&ouml;gen Wiesen und kleine W&auml;lder und halten sich gerne in der N&auml;he eines Gew&auml;ssers auf, wagen sich aber auch in Siedlungen und G&auml;rten. Sie leben fast nur auf dem Boden und in unterirdischen G&auml;ngen und H&ouml;hlen. </p>
<p>Frettchen sind keine Wildtiere, sondern wurden aus wilden Iltissen gez&uuml;chtet. Wie Iltis, Marder und Wiesel geh&ouml;ren sie zur Familie der Marder und sind kleine Landraubtiere. Frettchen haben einen langgestreckten K&ouml;rper. Die Weibchen (F&auml;hen) werden ca. 35 Zentimeter lang und 550 bis 850 Gramm schwer, die M&auml;nnchen (R&uuml;den) 40 bis 45 cm lang und bis zu 1900 Gramm schwer.</p>
<p>An jedem ihrer kurzen, kr&auml;ftigen Beine haben Frettchen f&uuml;nf Zehen mit Krallen. Ihr langer buschiger Schwanz ist knapp halb so lang wie der K&ouml;rper. Der Kopf tr&auml;gt kleine, runde Ohren und eine abgerundete Schnauze. Frettchen k&ouml;nnen nicht besonders gut sehen: Kein Wunder, denn ihre Vorfahren sind &uuml;berwiegend in der Nacht aktiv und leben und jagen meist in unterirdischen Bauten. Deshalb ist es f&uuml;r sie viel wichtiger, gut zu h&ouml;ren und zu riechen. Au&szlig;erdem haben sie &uuml;berall im Gesicht Tasthaare. </p>
<p>Die ersten gez&uuml;chteten Frettchen waren alle Albinos: Sie haben ein wei&szlig;es Fell und rote Augen. Heute gibt es Frettchen in verschiedenen Farben. Besonders h&uuml;bsch sind die Iltisfrettchen. Sie entstanden aus der Kreuzung von Frettchen mit wilden Iltissen. </p>
<p>Der Haarwechsel eines Frettchens findet 2 x im Jahr statt. Das Winterhaar ist wesentlich flauschiger, dichter und l&auml;nger als das Sommerhaar. Sowohl die Unterwolle als auch das Grannenhaar werden gewechselt. Bei Fettchen, die im Freien gehalten werden, ist der Haarwechsel wesentlich intensiver. Frettchen sind sehr saubere Tiere. Nur wenn sie im Fr&uuml;hjahr und Herbst ihr Fell wechseln, sollte man die alten Haare ab und zu mit einer weichen B&uuml;rste herausk&auml;mmen. </p>
<p>Der wohl elementarste Unterschied zwischen einem Frettchen und einem wilden Iltis besteht darin, das Frettchen <strong>KEINE</strong> Einzelg&auml;nger, sondern gesellige Rudeltiere sind. Daher sollten sie mindestens zu <strong>ZWEIT</strong> gehalten werden. </p>
<p>Frettchen werden sehr schnell zutraulich und anh&auml;nglich und k&ouml;nnen gut als Haustiere gehalten werden, brauchen aber einen sehr gro&szlig;en K&auml;fig und m&uuml;ssen t&auml;glich wie ein Hund ausgef&uuml;hrt werden. Mit ihrem schnuckeligen Wesen und unerm&uuml;dlichen Spieltrieb, erobern sie die Herzen der ganzen Familie. Wer seinen Frettchen Aulauf in der Wohnung gew&auml;hrt, sollte seine Wohnung frettchensicher machen. Ihr st&auml;ndiger Tatendrang und ihre gro&szlig;e Neugier, machen sie zu geborenen Ausbrechern. Jedes noch so kleine Loch zieht sie unweigerlich an und sie geben keine Ruhe, bis sie darin verschwinden k&ouml;nnen. Was sie interessiert, wird &quot;ausgeliehen&quot; und in der Schlafkiste gebunkert. Viel Vermisstes l&auml;sst sich dort wieder finden. Frettchen brauchen neben viel Aufmerksamkeit und Zuwendung seitens ihres Herrchens/Frauchens auch Spielzeug zur Besch&auml;ftigung. Schachteln mit eingeschnittenen Zug&auml;ngen, Papprohre, Katzenkratzb&auml;ume, Papiers&auml;cke und Gummigegenst&auml;nde (Hartgummi) bringen ihnen viel Unterhaltung und Spa&szlig;. &Uuml;brigens, ob Sie nun einen R&uuml;den oder eine F&auml;he halten, ist vollkommen egal. Beide werden gleicherma&szlig;en zutraulich und verschmust. </p>
<p>Mit Hunden und Katzen vertragen sich Frettchen meist recht gut - vor allem, wenn sie sich von klein auf kennen. Hamster, Meerschweinchen, M&auml;use oder Kaninchen kann man jedoch nicht mit Frettchen zusammen halten: Sie wecken den Jagdtrieb der kleinen R&auml;uber; ein Frettchen w&uuml;rde diese Tiere sofort angreifen und sogar t&ouml;ten. </p>
<p>Frettchen ern&auml;hren sich vor allem von Fleisch und fressen nur ganz wenig pflanzliche Nahrung. Meist bekommen Frettchen zweimal am Tag spezielles Dosen- oder Trockenfutter, das alle f&uuml;r sie wichtigen N&auml;hrstoffe, Vitamine und Mineralien enth&auml;lt. Ein erwachsenes Frettchen braucht etwa 150 bis 200 Gramm Futter pro Tag. </p>
<p>Die Lebenserwartung der Frettchen betr&auml;gt etwa acht bis zehn Jahre. </p>
<p>In mehreren westeurop&auml;ischen L&auml;ndern geht der Bestand zur&uuml;ck. Auf der Roten Liste f&uuml;r Deutschland wird das Frettchen als gef&auml;hrdet aufgef&uuml;hrt. </p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/frettchen/F/673.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>FARAH-DIBA</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=590533"><img alt="FarahDiba" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/533/590533_211f798b20_s.jpg" /></a></p>
<p>Die erste Frau in der Geschichte Persiens, die zur Kaiserin gekr&ouml;nt wurde, war Farah Diba. Bei der glanzvollen Zeremonie am 26. Oktober 1967 setzte der bereits seit 26 Jahren regierende Schah Rezah Pahlavi (1919&ndash;1980) zuerst sich und dann seiner Gattin die Krone aufs Haupt. Fortan trug Farah den Titel &bdquo;Schahbanu&ldquo; (deutsch: &bdquo;Gemahlin des Schahs&ldquo;). Im Februar 1979 musste das Kaiserpaar das Land verlassen, im Juli 1980 war Farah bereits Witwe. </p>
<p>Farah Diba erblickte am 14. Oktober 1938 als einzige Tochter einer angesehenen, aber nicht reichen Familie in Iranisch-Aserbaidschan das Licht der Welt. Ihr Gro&szlig;vater Sho&rsquo;addouleh geh&ouml;rte vor dem Ersten Weltkrieg der persischen Botschaft in Moskau an. Ihr Vater Schrab Diba brachte es in der Kaiserlich-Iranischen Armee zum Hauptmann, ehe er sich ins Privatleben zur&uuml;ckzog. </p>
<p>Nach dem Tod des Vaters, der 1948 an den Folgen einer Operation starb, wuchs Farah Diba unter der Obhut ihrer Mutter und eines Onkels auf, der als Architekt arbeitete. Sie besuchte die franz&ouml;sische &bdquo;Jeanne d&rsquo;Arc-Schule&ldquo; und das ebenfalls franz&ouml;sisch gef&uuml;hrte Gymnasium &bdquo;Razi&ldquo; in Teheran und studierte von 1957 bis 1959 Architektur an der Pariser &bdquo;Ecole Sp&eacute;ciale d&rsquo;Archi-tecture&ldquo;.</p>
<p>W&auml;hrend ihrer Studienzeit in Paris geh&ouml;rte Farah Diba der Meistermannschaft im Basketball an. Im Sommer pflegte die sportliche Studentin jeweils nach dem Morgengebet eine Stunde lang zu schwimmen. In der franz&ouml;sischen Hauptstadt begegnete Farah 1959 den Schah bei einem Empfang iranischer Studenten in der Pariser Botschaft, als dieser seine Europareise machte.</p>
<p>In Paris lernte Farah Diba auch den Schwager des Schahs, Ardeshir Zahedi, kennen. Er fungierte als Leiter des iranischen Programms f&uuml;r Auslandsstudenten. Zahedi war von der Pers&ouml;nlichkeit Farahs sehr angetan und machte sie mit seiner Frau Prinzessin Schanaz bekannt. Diese wiederum vermittelte ein weiteres Treffen mit dem &bdquo;Schah-in-schah&ldquo; (deutsch: &bdquo;K&ouml;nig der K&ouml;nige&ldquo;) bei einem privaten Essen der kaiserlichen Familie in Teheran.</p>
<p>Bereits wenige Wochen sp&auml;ter &ndash; am 23. Februar 1959 &ndash; feierten der Schah und Farah Diba ihre Verlobung. Am 21. Dezember 1959 schloss der 40 Jahre alte Schah in Teheran mit der 21-j&auml;hrigen Farah Diba seine dritte Ehe. Farah war nach der &auml;gyptischen Prinzessin Fawzia (erste Frau von 1939 bis 1948 und Schwester des &auml;gyptischen K&ouml;nigs Faruk) und Soraya Esfandiari-Baktiari (zweite Frau von 1951 bis 1958), deren Mutter aus Deutschland stammte, die erste reinbl&uuml;tige Perserin unter den Gattinnen des Schahs. </p>
<p>Der ersehnte Thronfolger Reza Cyrus Ali kam am 31. Oktober 1960 zur Welt. Es folgten im M&auml;rz 1963 die Tochter Masumeh Fahranaz, im April 1966 zweite Sohn Ali Reza und im M&auml;rz 1970 die zweite Tochter Leila. </p>
<p>Am 8. September 1967 stimmte das iranische Parlament einer Verfassungs&auml;nderung zu, die vorsah, dass Farah Diba im Falle des Todes des Schahs bis zur Vollj&auml;hrigkeit des Thronfolgers (1980) einem achtk&ouml;pfigen Regentschaftsrat vorstehen h&auml;tte m&uuml;ssen. Auf diese Weise w&auml;re sie bis zur Vollj&auml;hrigkeit ihres ersten Sohnes Staatsoberhaupt gewesen. Am 26. Oktober 1967 wurden der Schah zum Kaiser und seine Frau zur Kaiserin gekr&ouml;nt.</p>
<p>Farah Diba widmete sich nicht nur ihrer Familie, sondern auch 34 sozialen, p&auml;dagogischen und kulturellen Organisationen, deren Pr&auml;sidentin sie war. Sie unterst&uuml;tzte gesellschaftskritische Theaterinszenierungen, deren gewagte Themen ohne ihr Patronat unter dem Schahregime nie genehmigt worden w&auml;ren, wie etwa die zehn Teehaus-Szenen des Isma&rsquo;il Chaladsch &bdquo;Den Freitag t&ouml;ten&ldquo; mit deutlicher Kritik an den sozialen Verh&auml;ltnissen in Iran. Au&szlig;erdem setzte sie sich f&uuml;r liberale Ehe- und Scheidungsgesetze ein, f&ouml;rderte Schulen, Berufsausbildung, soziale Einrichtungen und Zentren f&uuml;r Familienplanung. Zudem beriet sie den Schah in kulturellen und sozialen Fragen.</p>
<p>Die Kaiserin engagierte sich nachdr&uuml;cklich f&uuml;r die Befreiung der persischen Frauen von mittelalterlichen Traditionen. Ihre vier Kinder erzog sie nach modernen westlichen Gesichtspunkten. Ihr Image als selbst&auml;ndige, moderne orientalische Frau schadete ihr allerdings zunehmends, als innenpolitische Spannungen auftraten und der religi&ouml;se Traditionalismus wiedererstarkte. Dieser agierte auch gegen die Aktivit&auml;ten der ausgebildeten Architektin, die modernen, wohl oft zu westlichen K&uuml;nste in Iran zu f&ouml;rdern, wie etwa durch die Einladung von Karl-Heinz Stockhausen zu den von ihr iniitierten Schirazer Kunstfestspielen.</p>
<p>Zwischen August 1978 und Februar 1979 erreichte der Widerstand gegen die als Diktatur empfundene Herrschaft der Pahlavis mit dem Generalstreik und der revolution&auml;ren Erhebung der Massen ihren H&ouml;hepunkt. Der Schah verlie&szlig; am 16. Januar 1979 den Iran, hielt sich zun&auml;chst in &Auml;gypten, ab Ende Januar in Marokko und sp&auml;ter von Ende M&auml;rz bis Juni auf den Bahamas auf. </p>
<p>Dank der Vermittlung des damaligen amerikanischen Au&szlig;enministers Henry Kissinger durfte die Familie des Schahs am 9. Juni 1979 nach Mexiko einreisen. Im Oktober 1979 suchte der an Krebs erkrankte Schah eine Klinik in New York auf, worauf die amerikanische Botschaft in Teheran durch iranische Studenten besetzt wurde. W&auml;hrend der Behandlung weigerte sich Mexiko, die Aufenthaltsgenehmigung zu verl&auml;ngern. </p>
<p>Nach l&auml;ngeren Verhandlungen erkl&auml;rte sich Panama bereit, dem Schah eine kleine Insel als Aufenthaltsort zur Verf&uuml;gung zu stellen. Ende M&auml;rz 1980 machte die Familie des Schahs von dem Angebot des &auml;gyptischen Staatspr&auml;sidenten Muhammad Anwar Sadat (1918&ndash;1981) Gebrauch, sich in Kairo niederzulassen. Dort starb der Schah nach mehreren Operationen am 27. Juli 1980. </p>
<p>Farah Diba, die sich heute &bdquo;Farah Pavlavi&ldquo; nennt, blieb auch nach dem Tod ihres Mannes in der &auml;gyptischen Hauptstadt und erwarb dort Anfang 1982 eine Villa im Vorort Heliopolis. Zudem kaufte sie ein Landhaus an der C&ocirc;te d&rsquo;Azur in Frankreich und eine Eigentumswohnung in Paris. Au&szlig;erdem besitzt sie ein Domizil in der amerikanischen Universit&auml;tsstadt Williamstown (Massachusetts), wo sie sich oft aufhielt, da ihre drei j&uuml;ngeren Kinder in den USA studierten.</p>
<p>Farah Dibas &auml;ltester Sohn Reza Cyrus Ali lie&szlig; sich am 31. Oktober 1980 zum Schah Reza II. proklamieren. In der Folgezeit versuchte er, von Marokko aus Politik zu machen. Dagegen zog sich Farah Diba weitgehend aus der Politik zur&uuml;ck, bekannte sich jedoch gelegentlich entschieden zur Monarchie. </p>
<p>Zu Farah Dibas 60. Geburtstag im Oktober 1998 berichtete die Presse, die Schahwitwe habe die Hoffnung auf eine Heimkehr in den Iran nie aufgegeben. Sie w&uuml;nsche sich den Tag herbei, an dem sie die Asche ihres Gatten heimbringen k&ouml;nne, und habe jeden Tag Heimweh. Heiraten wolle sie nie wieder. Kein Mann der Welt lasse sie den Schah vergessen.</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/farah-diba/F/1093.html</link>
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			<title>FOSSIL</title>
			<description><![CDATA[<p class="smalldesc">Als Fossilien (lateinisch: fodere, fossum = ausgegraben) werden heute nur die &Uuml;berreste von ausgestorbenen Pflanzen und Tieren sowie deren Lebensspuren bezeichnet. Urspr&uuml;nglich, zum Beispiel vom deutschen Naturforscher Georgius Agricola (1494&ndash;1555), dem Begr&uuml;nder der Mineralogie, Metallurgie und Bergbaukunde, hat man alle ausgegrabenen Besonderheiten, auch Mineralien und Steinwerkzeuge, des Erdbodens so genannt.</p>
<p class="smalldesc">Die Geschichte des Lebens auf unserem Planeten k&ouml;nnte nicht geschrieben werden, wenn die Vorfahren der heute lebenden Pflanzen und Tiere nicht ihre Spuren oder fossile Reste hinterlassen h&auml;tten. Diese &Uuml;berreste, also die Fossilien, erm&ouml;glichen es, die Entwicklung zu immer h&ouml;her entwickelten Formen zu verfolgen. Unz&auml;hlige Milliarden von Tieren sind seit der Entstehung des Lebens auf der Erde vor etwa vier Milliarden Jahren gestorben.</p>
<p class="smalldesc">Unz&auml;hlige Milliarden von Tieren sind seit der Entstehung des Lebens auf der Erde vor etwa vier Milliarden Jahren gestorben. Trotzdem ist unser Planet nicht von Relikten toter Tiere &uuml;bers&auml;t. Denn die &Uuml;berreste bleiben nur in Ausnahmef&auml;llen erhalten. Ein Fluginsekt oder ein Vogel etwa haben kaum Aussichten, innerhalb ihres Lebensraums fossilisiert zu werden. Dies kann nur geschehen, wenn der K&ouml;rper des toten Organismus bald nach dem Absterben durch Schlamm oder Sand bedeckt wird.</p>
<p class="smalldesc">Dies kann nur geschehen, wenn der K&ouml;rper des toten Organismus bald nach dem Absterben durch Schlamm oder Sand bedeckt wird. Zwar zersetzt sich auch dann der Weichk&ouml;rper, aber die Hartteile werden vor der Zerst&ouml;rung bewahrt. Auch landlebende Wirbeltiere, wie Saurier, Mammute oder Nash&ouml;rner, werden selten als Fossilien geborgen, weil ihre Leichen auf der Erdoberfl&auml;che der Zersetzung und der Verwitterung preisgegeben sind.</p>
<p class="smalldesc">Deshalb haben Pflanzen und Tiere, die einst in Meeren, Seen und Fl&uuml;ssen gelebt haben, eine gr&ouml;&szlig;ere Chance, der Nachwelt erhalten zu bleiben, als solche, die auf dem Land lebten.</p>
<p class="smalldesc">Als Fossil (lateinisch: fodere, fossum = ausgegraben) wird heute nur&nbsp;der &Uuml;berrest&nbsp;einer ausgestorbenen Pflanze&nbsp;oder Tieres sowie dessen Lebensspur bezeichnet. Urspr&uuml;nglich, zum Beispiel vom deutschen Naturforscher Georgius Agricola (1494&ndash;1555), dem Begr&uuml;nder der Mineralogie, Metallurgie und Bergbaukunde, hat man alle ausgegrabenen Besonderheiten, auch Mineralien und Steinwerkzeuge, des Erdbodens so genannt.</p>
<p class="smalldesc">Die Geschichte des Lebens auf unserem Planeten k&ouml;nnte nicht geschrieben werden, wenn die Vorfahren der heute lebenden Pflanzen und Tiere nicht ihre Spuren oder fossile Reste hinterlassen h&auml;tten. Diese &Uuml;berreste, also die Fossilien, erm&ouml;glichen es, die Entwicklung zu immer h&ouml;her entwickelten Formen zu verfolgen. Unz&auml;hlige Milliarden von Tieren sind seit der Entstehung des Lebens auf der Erde vor etwa vier Milliarden Jahren gestorben.</p>
<p class="smalldesc">Unz&auml;hlige Milliarden von Tieren sind seit der Entstehung des Lebens auf der Erde vor etwa vier Milliarden Jahren gestorben. Trotzdem ist unser Planet nicht von Relikten toter Tiere &uuml;bers&auml;t. Denn die &Uuml;berreste bleiben nur in Ausnahmef&auml;llen erhalten. Ein Fluginsekt oder ein Vogel etwa haben kaum Aussichten, innerhalb ihres Lebensraums fossilisiert zu werden. Dies kann nur geschehen, wenn der K&ouml;rper des toten Organismus bald nach dem Absterben durch Schlamm oder Sand bedeckt wird.</p>
<p class="smalldesc">Dies kann nur geschehen, wenn der K&ouml;rper des toten Organismus bald nach dem Absterben durch Schlamm oder Sand bedeckt wird. Zwar zersetzt sich auch dann der Weichk&ouml;rper, aber die Hartteile werden vor der Zerst&ouml;rung bewahrt. Auch landlebende Wirbeltiere, wie Saurier, Mammute oder Nash&ouml;rner, werden selten als Fossilien geborgen, weil ihre Leichen auf der Erdoberfl&auml;che der Zersetzung und der Verwitterung preisgegeben sind.</p>
<p class="smalldesc">Deshalb haben Pflanzen und Tiere, die einst in Meeren, Seen und Fl&uuml;ssen gelebt haben, eine gr&ouml;&szlig;ere Chance, der Nachwelt erhalten zu bleiben, als solche, die auf dem Land lebten.</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/fossil/F/1092.html</link>
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