<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<rss version="2.0">
	<channel>
		<title>KLIXS.de | Neue Definitionen H</title>
		<description>Die neusten Begriffsdefinitionen zum Buchstaben H bei KLIXS.de.</description>
		<link>http://www.KLIXS.de</link>
		<language>de-de</language>
		<lastBuildDate>Thu, 29 Jul 2010 21:08:42 GMT</lastBuildDate>
		<generator>KLIXS - Deutschland</generator>
		<image>
			<url>http://www.KLIXS.de/images/klixs-rss.gif</url>
			<title>KLIXS - Deutschland</title>
			<link>http://www.KLIXS.de</link>
			<width>139</width>
			<height>38</height>
		</image>
		<item>
			<title>HILCHENHAUS</title>
			<description><![CDATA[<u><strong>Das Hilchenhaus</strong></u><br />
<br />
Der bedeutendste Rittersitz ist das Hilchenhaus. Es war der Stammsitz der Hilchen. Ihr &auml;lteres Stammhaus, ein Fachwerkhaus, dasauf der gegen&uuml;berliegenden Seite an der ,,Schullengasse&quot; stand, wurde wegen Bauf&auml;lliggkei gegen Ende des vorherigen Jahrhunderts abgerissen. DasHilchenhaus ist aus massivem Bruchsteinwerk erbaut und verputzt. Die monumentale Fassade zur Rheinfront hin hat einen viergeschossigen Staffelgiebel. Ein zweigeschossiger Erker wird von zwei Runds&auml;ulen gest&uuml;tzt, die 1819 ausgewechselt wurden. Ein umlaufenderBalkon zeigt reichen plastische, aber erheblich verwitterten Schmuck. 10 Familienwappen, als Flachrilief des Brustbildes eines Ritter in eleganter zeitgen&ouml;ssischer Tracht. Das flach Relief &uuml;ber dem Eingang wird verschieden interpretiert. Stramberg erkennt einen Geistlichen, der einer Dame einen Weinhumpen reicht und dar&uuml;ber Gott Amor mit einer Schlinge, Hans feldtkeller sieht einen &auml;lteren Mann in Schaube (eine Joppe) und J&uuml;geren Ritter, die sich zutrinken, und bezeichnet den Vorgang als ,,Willekum&quot; des heimkehrenden Feldmarschalls Hilchen, dar&uuml;ber einen Herkules mit Schlange. Bei Errichtung des neuen Hauses &uuml;berbaute Johann Hilchen mit Genehmigung der Gemeinde die Schullengasse, die zur Kirche und zur nicht mehr vorhandenen Anteil an der Weidgerechtigkeit und an der Mitelm&uuml;hle an der Wisper (an der jetzigen Schlosserei Dahlen) her und mu&szlig;te sich verpflichten, die Gasse nicht f&uuml;r den Durchgangverkehr zu sperren. An der Nardseite steht ein quadratischer Treppenturm mit einer steinernen Wendeltreppe. Von den Innenr&auml;ume wird das Erdgescho&szlig; als Gutsausschank des Kanitz'schen Weingutes, das Hauptgescho&szlig; wird durch einen L&auml;ngsgang in zwei Teile getrennt. Der hintere Teil enth&auml;lt die ehemalige Hauskapelle, eine K&uuml;che und eine Speisekammer, der vordere den Rittersaal mit einer Erkernische mit Netzgew&ouml;lbe. Das Innere des Hauses wurde im Krieg durch einen Brand erheblich besch&auml;digt.<br />
<br />
<u>Quelle: DieChronik der Stadt Lorch im Rheingau</u>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/hilchenhaus/H/3520.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/hilchenhaus/H/3520.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HOMOTHERIUM</title>
			<description><![CDATA[<p>Homotherium hei&szlig;t eine Gattung der pr&auml;historischen S&auml;belzahnkatzen, fr&uuml;her auch S&auml;belzahntiger genannt. Diese Gattung wurde 1890 von dem italienischen Mediziner und Naturforscher Emilio Fabrini di Montaione erstmals beschrieben. Bei der wissenschaftlichen Untersuchung hatten ihm Funde aus dem Arnotal (Val d'Arno) vorgelegen. Homotherium existierte in Afrika und Europa bereits im Plioz&auml;n vor mehr als vier Millionen Jahren. Funde von Homotherium kennt man auch aus Deutschland und &Ouml;sterreich. Der geologisch j&uuml;ngste Fund von Homotherium stammt aus dem sp&auml;ten Eiszeitalter vor etwa 28.000 Jahren und lag auf dem Grund der Nordsee, die einst Festland gewesen war.</p>
<p>*</p>
<p>Literatur:<br />
Ernst Probst: S&auml;belzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon, GRIN, M&uuml;nchen 2009</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/homotherium/H/3511.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/homotherium/H/3511.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HÜGELGRÄBER-KULTUR</title>
			<description><![CDATA[Die Bronzezeit vor mehr als 2000 bis 800 v. Chr. gilt als die erste und l&auml;ngere der Metallzeiten in Europa. In dieser Zeit wurden Werkzeuge, Waffen und Schmuck aus Bronze hergestellt. In einigen Gebieten hatte die Bronzezeit eine andere Zeitdauer. So begann sie in S&uuml;ddeutschland schon vor etwa 2300 v. Chr. und endete um 800 v. Chr. In Norddeutschland dagegen w&auml;hrte sie von etwa 1600 bis 500 v. Chr. <br />
Zu den in Deutschland verbreiteten Kulturen der Bronzezeit geh&ouml;rt die H&uuml;gelgr&auml;ber-Kultur vor etwa 1600 bis 1300/1200 v. Chr. Nach heutigem Kenntnisstand war die H&uuml;gelgr&auml;ber-Kultur von Ostfrankreich (Elsa&szlig;) bis nach Ungarn (Kapatenbecken) verbreitet. Sie ist in diesem Gebiet mit der Mittelbronzezeit identisch und l&auml;&szlig;t sich in zahlreiche Lokalgruppen gliedern. <br />
Der Begriff H&uuml;gelgr&auml;ber-Kultur beruht darauf, dass sich etwa um 1600 v. Chr. in weiten Teilen Europas die Bestattungssitten radikal &auml;nderten: Statt die Toten wie in der Fr&uuml;hbronzezeit in Flachgr&auml;bern beizusetzen, sch&uuml;ttete man nun h&auml;ufig &uuml;ber den Gr&auml;bern ein bis zwei Meter hohe Grabh&uuml;gel auf und setzte dann nicht selten noch weitere Verstorbene darin bei.]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/huegelgraeber-kultur/H/3492.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/huegelgraeber-kultur/H/3492.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HAUSFINANZIERUNG</title>
			<description><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Der Begriff Hausfinanzierung wird &uuml;berwiegend synonym f&uuml;r eine Baufinanzierung oder eine Immobilienfinanzierung verwendet. Er umfasst damit alle Formen und Arten der Finanzierung eines Bauvorhabens oder des Erwerbs einer Immobilie. <o:p></o:p></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;">Die Finanzierungssumme wird im Wesentlichen daf&uuml;r aufgebracht, die entstehenden Grundst&uuml;cks- und Baukosten, oder den Kaufpreis und die mit dem Kauf einer Immobilie im Zusammenhang stehenden Kosten zu decken. F&uuml;r eine Hausfinanzierung sind verschiedene Kredit- oder Darlehensformen m&ouml;glich. Zu den h&auml;ufigsten z&auml;hlen in Deutschland Bausparvertr&auml;ge. Es k&ouml;nnen aber auch Annuit&auml;tendarlehen, Ratentilgungsdarlehen, Forwarddarlehen und andere Finanzierungsformen angewendet werden. <o:p></o:p></span></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/hausfinanzierung/H/3473.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/hausfinanzierung/H/3473.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HEILPRAKTIKER-PSYCHOTHERAPIE</title>
			<description><![CDATA[Das Heilpraktikergesetz erlaubt nach bestandener &Uuml;berpr&uuml;fung durch das Gesundheitsamt auch ohne universit&auml;res Studium die Aus&uuml;bung der Heilkunde, seit 1994 auch eingeschr&auml;nkt f&uuml;r Psychotherapie. Die tragende Idee dabei ist, therapeutische Begabungen in der Bev&ouml;lkerung zu f&ouml;rdern, und Menschen die Therapieerlaubnis zu geben, die ohne diese M&ouml;glichkeit Kranke nicht behandeln d&uuml;rften. <br />
Abzugrenzen von der T&auml;tigkeit als Heilpraktiker Psychotherapie ist die T&auml;tigkeit der universit&auml;r ausgebildeten &Auml;rzte und Psychologen, ihnen steht seit 1999 nach dem Psychotherapeutengesetz nur noch allein der Titel &bdquo;Psychotherapeut/in&ldquo; zu. <br />
<br />
Die heilkundliche Psychotherapie gilt den psychogenen St&ouml;rungen das sind z.B. Belastungsst&ouml;rungen, Anpassungsst&ouml;rungen und neurotische Erkrankungen.<br />
<br />
Weitere Informationen zur T&auml;tigkeit finden Sie im Internet unter http://www.nlp-trainings-tille.de Institut f&uuml;r Kommunikation und Gesundheit Bernhard Tille - Heilpraktikerschule Rhein-Main Tel.: 06172-689992.]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/heilpraktiker-psychotherapie/H/3450.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/heilpraktiker-psychotherapie/H/3450.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HUMMEL</title>
			<description><![CDATA[<p><font face="Arial">Hummeln geh&ouml;ren wie Bienen, Wespen und Ameisen zu den Hautfl&uuml;glern, die ihren Namen von den vier zarten, durchsichtigen Fl&uuml;geln haben. Ungef&auml;hr 100.000 Arten dieser Ordnung aus der gro&szlig;en Tiergruppe der Insekten sind bisher bekannt.</font></p>
<p><font face="Arial">Die meisten von ihnen leben einzeln, nur wenige sind sozial, d. h. sie gr&uuml;nden wie die Vorfahren unserer Honigbienen &quot;Staaten&quot;. Ein bis zwei Prozent der Wildbienen sind Hummelarten, die - bis auf die Kuckuckshummeln - sozial leben. In Europa sind 53 Hummelarten und 10 Kuckucks- bzw. Schmarotzerhummeln bekannt, im deutschsprachigen Raum 36 Hummelarten, von denen einige inzwischen extrem selten sind, und alle 10 Kuckuckshummeln. In Deutschland gibt es noch h&ouml;chstens 31 Hummelarten wie z. B. die Waldhummeln, Steinhummeln, Erdhummeln. Alle sehen aus wie dicke Bienen mit dunklem Pelz. Die Erdhummeln sind ca. 20 bis 30 mm lang. Hummeln f&uuml;ttern ihre Larven mit Honig. Die Arbeiterinnen sammeln aus Bl&uuml;ten ihre Nahrung. </font></p>
<p><font face="Arial">Der Laie kann oft eine Hummelbiene nicht von ihren ebenso schlanken und wenig behaarten wilden Verwandten unterscheiden, eine Hummel aber erkennt er meist leicht an ihrer Gr&ouml;&szlig;e und ihrem gedrungenen K&ouml;rperbau und an ihrem Haarkleid. Vor allem dessen Farbmuster erlaubt es auch dem Anf&auml;nger, die in vielen unserer G&auml;rten h&auml;ufigsten Hummelarten, die &uuml;brigens schon im M&auml;rz erscheinen, schnell zu identifizieren:</font></p>
<p><font face="Arial">- Wiesenhummel (Bombus pratorum)<br />
- Dunkle Erdhummel ( Bombus terrestris)<br />
- Gartenhummel (Bombus hortuorum)<br />
- Ackerhummel (Bombus pascuorum)<br />
- Steinhummel (Bombus lapidarius)<br />
- Baumhummel (Bombus hypnorum)</font></p>
<p><font face="Arial">Problematisch wird die Sache erst, wenn etwas die verschiedenen Erdhummeln - Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris), Helle Erdhummel (Bombus lucorum), Kryptarum Erdhummel (Bombus crytarum), Gro&szlig;e Erdhummel (Bombus magnus) - oder der Steinhummel &auml;hnelnde Arten voneinander unterschieden werden sollen. Das Problem ist n&auml;mlich: Es gibt keine andere heimische Bienengattung, bei der die F&auml;rbung so variiert wie bei unseren Hummeln.</font></p>
<p><font face="Arial">Die K&ouml;niginnen und Arbeiterinnen besitzen einen Stachel, sind aber nicht stechlustig. Manche Hummelnester werden in der Erde gebaut. In einem Hummelnest, das die K&ouml;nigin im Fr&uuml;hling alleine begonnen hat, leben im Sommer zwischen 100 und 400 Hummeln. Im Herbst stirbt das ganze Hummelvolk ab, nur die jungen K&ouml;niginnen &uuml;berleben.</font></p>
<p><font face="Arial">Drei Viertel aller Bl&uuml;tenpflanzen werden von Hummeln, Bienen und Wespen best&auml;ubt. Sie sind aber auch an der Best&auml;ubung von Nutzpflanzen im Land- und Gartenbau beteiligt. Einige Pflanzenarten werden fast ausschlie&szlig;lich von Hummeln best&auml;ubt: Klee, Lupinen, Wicken und Erbsen und Bohnen zum Beispiel. An kalten und feuchten <br />
Fr&uuml;hlingstagen, wenn weder Bienen noch andere Insekten ausfliegen, sind es die Hummeln, die immer noch die Bl&uuml;ten best&auml;uben. Ohne sie w&uuml;rde die Obsternte in manchen Jahren d&uuml;rftig ausfallen. </font></p>
<p><font face="Arial">Hummeln sind auch viel emsiger als Honigbienen: Bis zu 1000 Bl&uuml;ten besucht eine Hummel am Tag. Allein 500 Bl&uuml;ten muss sie aufsuchen, um ihren Eigenbedarf von 1/10 g Nektar zu decken. Das ist 1/6 ihres Eigengewichtes von 0,6 Gramm&quot;.</font></p>
<p><font face="Arial">F&uuml;r die Honiggewinnung wurden sie allerdings nie eingesetzt, wohl aber in der Landwirtschaft f&uuml;r die gezielte Best&auml;ubung von Futterpflanzen, Obstb&auml;umen und sogar von Nutzpflanzen in Gew&auml;chsh&auml;usern. Viele Bl&uuml;ten lassen sich &uuml;berhaupt nur durch die gro&szlig;en und kr&auml;ftigen Hummeln best&auml;uben. Deshalb und wegen ihrer gro&szlig;en Friedfertigkeit haben sie bei den meisten Menschen einen viel besseren Ruf als etwa die Wespen und Hornissen. </font></p>
<p><font face="Arial">Der eigene Garten ist sowohl ein interessanter Studienplatz wie auch ein geeignetes Schutzgebiet: Hummeln lassen sich hier vom Fr&uuml;hjahr bis zum Sp&auml;tsommer in allen Entwicklungsphasen ihrer V&ouml;lker beobachten, und mit wenigen Ma&szlig;nahmen kann man zu ihrem Schutz beitragen!</font></p>
<p><font face="Arial">Die Steinhummel (Bombus lapidarius) ist eine der attraktivsten Hummeln und wurde &quot;Insekt des Jahres&quot; 2005.</font></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/hummel/H/78.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/hummel/H/78.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HEIRATSVERMITTLUNG</title>
			<description><![CDATA[<span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">Eine Heiratsvermittlung - heute meistens Partnervermittlung oder&nbsp;teilweise auch Partneragentur genannt &ndash; hilft M&auml;nnern oder Frauen gegen Honorar bei der Suche nach einer geeigneten Partnerin oder einem Partner. Die Suchenden hoffen, auf diese Weise eine Liebesbeziehung entwickeln zu k&ouml;nnen, die im Idealfall bis zu einer Heirat f&uuml;hrt. Nach der Einf&uuml;hrung des Internets entstanden immer mehr Online-Partneragenturen, deren Zahl in Deutschland auf rund 2.000 gesch&auml;tzt wird. Die Zahl der Nutzer&nbsp;soll in Deutschland mehr als&nbsp;6 Millionen Menschen betragen. </span>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/heiratsvermittlung/H/485.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/heiratsvermittlung/H/485.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HIMBEERE</title>
			<description><![CDATA[<p>Der Wortursprung der <strong>Himbeere</strong> kommt von der althochdeutschen Bezeichnung hintperi und wird als &quot;Beere der Hinde&quot; (der Hirschkuh) gedeutet, die wohl die Beeren gerne fressen. Der wissenschaftliche Gattungsname Rubus nimm Bezug sich auf die roten Fr&uuml;chte und der Artname idaeus stammt aus dem griechischen und bezieht sich auf den Strauch batos idaios, der auf dem Berg Ida wuchs. </p>
<p>Die <strong>Himbeere</strong> wurde wahrscheinlich schon in der Steinzeit von den Menschen genutzt. Aber kultiviert wird sie wohl erst seit dem Mittelalter. </p>
<p>Schon der r&ouml;mische Schriftsteller Plinius (23 n. Chr.) erw&auml;hnt eine Pflanze Rubus idaeus in seinen Schriften, von der die alten Kr&auml;uter&auml;rzte des Mittelalters annahmen, es sei die <strong>Himbeere</strong>. </p>
<p>Das nat&uuml;rliche Verbreitungsgebiet der <strong>Himbeere</strong> ist riesig. Sie w&auml;chst wild im mittleren und n&ouml;rdlichen Europa, in Asien und im nord&ouml;stlichen Nordamerika. Fast &uuml;berall, wo sie verbreitet ist, wird sie auch erwerbsm&auml;&szlig;ig angebaut. Die Saison f&uuml;r Himbeeren geht von Juni bis September. Die besonders aromatischen Waldhimbeeren werden gewerblich gesammelt, im Bayrischen Wald, in Polen und in den Balkanl&auml;ndern. Unsere M&auml;rkte werden haupts&auml;chlich durch die heimische Produktion beliefert. </p>
<p>Die <strong>Himbeere</strong> ist an Waldr&auml;ndern und Lichtungen zu finden. Nat&uuml;rlich wird sie auch gerne in G&auml;rten angepflanzt. Sie steht gerne halbschattig auf n&auml;hrstoffreichem Lehmboden. </p>
<p>Die herrlich saftigen und s&uuml;&szlig;en Himbeeren wachsen an bis zu 2 m hohen dornigen Halbstr&auml;uchern. Botanisch gesehen sind Himbeeren Sammelfr&uuml;chte, d. h. mehrere kleine, behaarte Steinfr&uuml;chte sitzen auf einem Fruchtboden, von dem sie sich w&auml;hrend der Reifung leicht l&ouml;sen. Unsere Gartenhimbeere erreicht einen Durchmesser von etwa 2 cm, die Wildform hingegen ur 0,5 - 1 cm. Die meisten Sorten der runden und l&auml;nglichen Himbeere sind von intensiv roter Farbe. Unter den heimischen Obstarten ist ihr Aroma einzigartig. </p>
<p>Zu den Inhaltstoffen der <strong>Himbeere</strong> z&auml;hlen: Zucker, Fruchts&auml;uren, Pektin, die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Phosphor, Provitamin A und die Vitamine B1, B2 und C. Der Saft aus den Himbeeren ist in der Volksheilkunde ein Getr&auml;nk bei Fieber und wird bei Saftkuren verwendet. </p>
<p>Die <strong>Himbeere</strong> hat einen angenehmen Geruch und schmeckt s&uuml;&szlig;sauer. Sie wirkt leicht abf&uuml;hrend, appetitanregend, blutreinigend, erfrischend, harn- und schwei&szlig;treibend. Ausserdem hat sie einen positiven Einflu&szlig; auf den Monatszyklus und entspannt die Geb&auml;rmuttermuskulatur w&auml;hrend der Schwangerschaft. </p>
<p>Die Bl&auml;tter werden in der Volksmedizin &auml;u&szlig;erlich zur Linderung bei Entz&uuml;ndungen im Mund- und Rachenbereich angewendet. Die Bl&auml;tter enthalten Gerbstoffe und wiken somit gegen Durchfall. Fr&uuml;her wurde w&auml;hrend der letzten 3 Monate ein Tee zur Geburtsvorbereitung getrunken. Der Tee eignet sich auch zur Geburtserleichterung bei Haustieren. Heutzutage spielen die Bl&auml;tter in der Heilkunde kaum noch eine Rolle, man findet sie aber noch als Zusatz in Teemischungen zur Blutreinigung. Die Fr&uuml;chte weisen einen Vitamin C-Gehalt von 25 mg/100 g auf. Ferner enthalten sie Vitamin A, Rutin und viel Biotin, das unter anderem f&uuml;r Glanz und F&uuml;lle der Haare sorgt. &nbsp;</p>
<p>Die <strong>Himbeere</strong> ist leicht verderblich. Eine l&auml;ngere Aufbewahrung dieser Weichfrucht ist deshalb nicht ratsam. Sie eignt sich aber sehr gut zum Einfrieren. </p>
<p><strong>Himbeeren</strong> werden entweder roh verzehrt oder sofort verarbeitet. Verwendung findet diese k&ouml;stliche Frucht in Kaltschalen, Obstsalaten, Eiscreme, Pudding, Rote Gr&uuml;tze, Kuchen, Marmelade, Fruchtgelee, Bonbons, Saft, Sirup, S&uuml;&szlig;speisen u.s.w. Sie werden auch zahlrichen alkoholischen Getr&auml;nken zugegeben wie&nbsp;z.B. Rumt&ouml;pfen.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/himbeere/H/409.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/himbeere/H/409.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HEDWIG-COURTHS-MAHLER</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=713601"><img title="HedwigCourths-Mahler" alt="HedwigCourths-Mahler" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/601/713601_cafdb8c6e7_s.jpg" /></a></p>
<p>Deutschlands erfolgreichste Autorin von Unterhaltungsromanen in der ersten H&auml;lfte des 20. Jahrhunderts war die Schriftstellerin <strong>Hedwig Courths-Mahler</strong> (1867&ndash;1950), geborene Ernestine Friederike Elisabeth Mahler. Sie schrieb 208 B&uuml;cher &ndash; wie &bdquo;Die Bettelprinze&szlig;&ldquo; (1914), &bdquo;Griseldis&ldquo; (1917) und &bdquo;Dein ist mein Herz&ldquo; (1920). Ihre Werke wurden in ein Dutzend Sprachen &uuml;bersetzt, erreichten eine Gesamtauflage von etwa 36 Millionen Exemplaren und dienten oft als Stoff f&uuml;r Kinofilme. </p>
<p>Ernestine Friederike Elisabeth Mahler erblickte am 18. Februar 1867 in Nebra/Unstrut (Sachsen-Anhalt) als uneheliches Kind das Licht der Welt. Ihr Vater, der Saaleschiffer Ernst Schmidt, starb 1866 im Preu&szlig;isch-&ouml;sterreichischen Krieg an der Cholera, bevor er heiraten konnte und seine Tochter geboren wurde. Ihre Mutter heiratete wenig sp&auml;ter wieder, aber der junge Ehemann fiel im Deutsch-franz&ouml;sischen Krieg von 1870/1871. </p>
<p>Die verwitwete Mutter arbeitete in Wei&szlig;enfels als Krankenhausk&ouml;chin und gab ihre sechs Wochen alte Tochter Ernestine zu fremden Leuten in Pflege. Dort wurde das Kind verpr&uuml;gelt, gequ&auml;lt und vernachl&auml;ssigt, bis sich die Flickschuster-Eheleute Birkner in Wei&szlig;enfels seiner erbarmten und es aufzogen.</p>
<p>Beim Besuch eines Wanderzirkus faszinierte eine Reiterin namens &bdquo;Hedwig, die Zigeunerbraut&ldquo; Ernestine so sehr, dass sie sich fortan &bdquo;Hedwig&ldquo; nannte. Sie besuchte die B&uuml;rgerschule, interessierte sich sehr f&uuml;r das Theater und las gerne die Romane der Schriftstellerinnen Eugenie Marlitt (1825&ndash;1887), eigentlich Eugenie John, und Wilhelmine Heimburg (1850&ndash;1912), eigentlich Berta Behrens, in der Familienzeitschrift &bdquo;Gartenlaube&ldquo;.</p>
<p>Unter dem Vorwand, ihre Tochter sei nicht gesund, nahm die leibliche Mutter, die in Leipzig Zimmer vermietete, die Zw&ouml;lfj&auml;hrige von der Schule, damit sie im Haushalt helfen konnte. Mit 14 Jahren arbeitete Hedwig als Hausm&auml;dchen bei der Leipziger Patrizierfamilie Rumschedel, bei der sie &ndash; laut Legende &ndash; der alten Mutter ihres Dienstherrn vorlas. </p>
<p>Danach verdiente Hedwig Mahler zun&auml;chst im Exportgesch&auml;ft Mey &amp; Edlich und sp&auml;ter als Verk&auml;uferin von Seidenb&auml;ndern bei Ro&szlig;m&auml;&szlig;ler unter den Arkaden des alten Leipziger Rathauses ihren Lebensunterhalt. Damals schm&ouml;kerte sie viel in B&uuml;chern, die sie aus einer Leihbibliothek holte und schrieb nachts selbst Geschichten, die alle tragisch ausgingen.</p>
<p>Im Alter von 17 Jahren versuchte sich Hedwig Mahler erstmals selbst als Schriftstellerin. Nach Feierabend schrieb sie nachts im Schein einer Kerze heimlich Erz&auml;hlungen, die sie an Redaktionen abschickte und die anfangs rasch wieder zusammen mit einer Absage zur&uuml;ckkamen. Doch sie lie&szlig; sich dadurch nicht entmutigen und wurde eines Tages f&uuml;r ihre Beharrlichkeit belohnt, als die &bdquo;Leipziger Tageszeitung&ldquo; eines ihrer Werke ver&ouml;ffentlichte.</p>
<p>Hedwig verlobte sich mit dem Maler Fritz Courths (1863&ndash;1936), der in einem Tapetengesch&auml;ft Muster f&uuml;r Tapeten und Teppiche entwarf und zu diesem Zeitpunkt noch zu wenig verdiente, um heiraten und eine Familie ern&auml;hren zu k&ouml;nnen. W&auml;hrend der Verlobungszeit verfasste Hedwig die Novelle &bdquo;Die Verlassene&ldquo;, deren Heldin an Liebeskummer zugrunde ging. </p>
<p>Im Januar 1889 trat Fritz Courths eine Stelle als Lehrer an der Dekorationsmalerschule in Halle/Saale an und konnte nun eine Heirat wagen. Bald nach der Hochzeit 1889 verkauften beide ihren Hausstand, weil sie in Krakau (Polen) eine neue Existenz aufbauen wollten. Als dieses Vorhaben scheiterte, ging das mittellose Ehepaar nach Leipzig, bezog unweit der Musikhochschule eine Wohnung und vermietete Zimmer an Studenten. Im Oktober 1889 kam die Tochter Margarete und im April 1891 die Tochter Friede zur Welt. </p>
<p>Die finanzielle Lage der Familie besserte sich, als Fritz Courths in einer M&ouml;belfabrik Arbeit fand. Er schloss mit einer Firma in Chemnitz einen Vertrag &uuml;ber eine langj&auml;hrige Zusammenarbeit und errang als k&uuml;nstlerischer Leiter auf der Pariser Weltausstellung 1904 f&uuml;r seine Firma eine Gold- und selbst eine Silbermedaille. </p>
<p>Trotz ihrer Arbeitsbelastung als Hausfrau und Mutter zweier Kinder schrieb Hedwig Courths-Mahler heimlich weiterhin Romane, die sie jedoch bei keinem Verlag einreichte. Als jedoch der Chefredakteur des &bdquo;Chemnitzer Tageblatts&ldquo;, Paul Hermann Hartwig gest. 1927), in ihr Haus kam, gab sie ihm ein Manuskript zur Pr&uuml;fung. Er las den Roman &bdquo;Licht und Schatten&ldquo; noch in derselben Nacht, war davon fasziniert, erwarb ihn f&uuml;r 250 Mark und druckte ihn in Fortsetzungen ab. Danach kaufte eine andere Chemnitzer Zeitung f&uuml;r je 400 Mark zwei weitere Romane.</p>
<p>F&uuml;r ihren vierten Roman &bdquo;Scheinehe&ldquo; erhielt Hedwig Courths-Mahler von der &bdquo;Union Deutsche Verlagsgesellschaft&ldquo; bereits 2400 Mark &ndash; das war bereits mehr als der Jahresverdienst ihres Mannes. Von da an verfasste sie j&auml;hrlich drei oder vier Romane. Sie wurde in Chemnitz eine lokale Ber&uuml;hmtheit, in deren Hause Schauspieler, Kritiker und Honoratioren verkehrten.</p>
<p>Ab M&auml;rz 1905 lebte die Familie in Berlin, wohin Fritz Courths von<br />
seiner Firma versetzt worden war. Damals schien die gro&szlig;e Zeit der Dekorationsmaler vorbei zu sein. </p>
<p>Auch Hedwig Courths-Mahler, die in Berlin niemand kannte, konnte dort schlecht als Autorin Fu&szlig; fassen. In ihrer Not schloss sie mit dem Verleger Taendler einen Vertrag, in dem sie sich verpflichtete, ein Jahrzehnt lang j&auml;hrlich mindestens drei Romane f&uuml;r je 100 Mark zu schreiben. Erst der Tod des Verlegers, der ihre Texte mit gro&szlig;em Profit an andere Verlage und Zeitschriften verkaufte, befreite sie von dieser &bdquo;Sklavenarbeit&ldquo;, und sie konnte sogar die Rechte f&uuml;r ihre alten Texte zur&uuml;ckkaufen. </p>
<p>Im Februar 1912 unterzeichnete Hedwig Courths-Mahler einen Vertrag mit dem Friedrich Rothbarth-Verlag in Leipzig &uuml;ber sechs Jahre, der ihr merklich bessere Honorare garantierte und die Abdruckrechte f&uuml;r Zeitschriften und Zeitungen &uuml;berlie&szlig;. Nun erhielt sie 350 Mark f&uuml;r die ersten 3000 Exemplare eines Romans, je 150 Mark f&uuml;r jedes weitere Tausend. Den Durchbruch schaffte sie mit dem Roman &bdquo;Die wilde Ursula&ldquo; (1912). </p>
<p>Zehn Jahre lang lebte die Familie Courths in Karlshorst in einer Mietwohnung im zweiten Stock, ehe sie 1915 in Charlottenburg eine repr&auml;sentative Beletage bezog. Durch die Inflation von 1923 verlor die Familie ihr Verm&ouml;gen von mehr als einer Million Goldmark. Nach diesem finanziellen Desaster wagte Hedwig mit einem Vorschuss ihres Verlegers Rothbarth von nur zehn Mark einen Neuanfang als Autorin. Bereits 1924 lagen bereits wieder zw&ouml;lf neue Romane von ihr vor. </p>
<p>Der Ruhm von Hedwig Courths-Mahler hatte auch Schattenseiten: Es gab neidische, sp&ouml;ttische oder bissige Kommentare in Literaturzeitschriften und Kabaretts. Der Schriftsteller und Kabarettist Hans Reimann (1889&ndash;1969) beispielsweise schrieb ein schmales B&auml;ndchen mit dem Titel &bdquo;Hedwig Courths-Mahler. Schlichte Geschichten f&uuml;rs deutsche Heim&ldquo; (1922). Er pr&auml;gte auch die wenig schmeichelhaften Bezeichnungen &bdquo;Kotz-Mahler&ldquo; und &bdquo;Kurz-Malheur&ldquo;.</p>
<p>Dank ihres Schreibflei&szlig;es und zeitweise bis zu 16-st&uuml;ndiger Arbeitstage h&auml;ufte Hedwig Courths-Mahler bis zu ihrem 70. Geburtstag 1937 wieder ein betr&auml;chtliches Verm&ouml;gen an. </p>
<p>Zunehmend druckten Zeitungen und Zeitschriften ihre Werke ab, die sie allesamt ohne Schreibmaschine zu Papier brachte. Das Blatt &bdquo;Die Hausfrau&ldquo; mit mehr als 40 Lokalausgaben ver&ouml;ffentlichte im Kulturteil ausschlie&szlig;lich Romane von Hedwig Courths-Mahler. </p>
<p>Die Nationalsozialisten legten der erfolgreichen Autorin nahe, sie solle die Figuren ihrer Romane ab&auml;ndern. Doch Hedwig Courths-Mahler weigerte sich, aus den Adligen und Gro&szlig;grundbesitzern SA-Leute und Parteifunktion&auml;re zu machen und den Negativgestalten in ihren Geschichten eindeutig j&uuml;dische Z&uuml;ge zu verleihen.</p>
<p>1932 verlie&szlig; Hedwig Courths-Mahler das unruhige Berlin, zog an den Tegernsee nach Oberbayern, kaufte dort den &bdquo;Mutterhof&ldquo; gegen&uuml;ber von Rottach-Egern und lebte hier zur&uuml;ckgezogen mit ihrem Mann, der am 21. April 1936 starb. Danach bewirtschaftete sie mit ihren T&ouml;chtern den &bdquo;Mutterhof&ldquo;.</p>
<p>Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 verweigerte man bald die Papierzuteilung f&uuml;r die B&uuml;cher von Hedwig Courths-Mahler, weil Unterhaltung nicht als kriegswichtig galt. Ihre Tochter Friede Birkner erhielt 1940 Schreibverbot und kam im April 1942 wegen Vergehens gegen das &bdquo;Heimt&uuml;ckegesetz&ldquo; in das Gef&auml;ngnis Stadelheim bei M&uuml;nchen. Bei einem Unfall w&auml;hrend der Zwangsarbeit erlitt sie lebensgef&auml;hrliche Beinverletzungen und musste neun Mal operiert werden. Kurz vor Kriegsende starb 1945 einer von Hedwigs Schwiegers&ouml;hnen, der Berliner Musikverleger Anton Bock, im Konzentrationslager (KZ) Saarstedt.</p>
<p>1948 verfasste Hedwig Courths-Mahler ihren letzten Roman &bdquo;Die Flucht in den Frieden&ldquo;. Damals reichten die Notizen der 81-J&auml;hrigen noch f&uuml;r rund 200 weitere B&uuml;cher. Von den Machthabern der Ostzone wurde die Verbreitung ihrer Werke verboten. </p>
<p>Hedwig Courths-Mahler besa&szlig; eine charakterliche Eigenschaft, die vielen ihrer Kritiker fehlte: Sie hatte Humor. Einem Rundfunk-Reporter erkl&auml;rte sie einmal: &bdquo;Ich bin die ber&uuml;chtigte Courths-Mahler, und ich habe das Happy-End erfunden&ldquo;. </p>
<p>Am Sonntag, 26. November 1950, starb Hedwig Courths-Mahler im Alter von 83 Jahren an Herzschw&auml;che. Man fand die Tote friedlich in ihrem Sessel mit einem Buch der Autorin Marlitt in der Hand. In ihrem Testament stand, niemand solle ihrem Sarg folgen. Sie wurde auf dem Friedhof in Tegernsee beerdigt. Ihre beiden T&ouml;chter Margarete Elzer (1889&ndash;1966) und Friede (Elfriede) Birkner (1891&ndash;1985) verfassten ebenfalls Unterhaltungsromane, letztere sogar noch mehr als ihre Mutter. </p>
<p>Literatur: &nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; von Ernst Probst<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919">www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919</a></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/hedwig-courths-mahler/H/462.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/hedwig-courths-mahler/H/462.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HANNA-REITSCH</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=691066"><img title="Hanna Reitsch" alt="Hanna Reitsch" hspace="5" vspace="5" src="http://data2.blog.de/media/066/691066_7d776d02f5_s.jpg" /></a></p>
<p>Eine der besten, ber&uuml;hmtesten und erfolgreichsten Fliegerinnen der Welt war die Deutsche <strong>Hanna Reitsch</strong> (1912&ndash;1979). Ihr Ruf als Pilotin von Weltklasse beruhte auf mehr als 40 Rekorden aller Klassen und Flugzeugtypen. Unter anderem wurde sie der erste weibliche Flugkapit&auml;n, flog als erste Frau einen Hubschrauber und unternahm den ersten Hubschrauberflug in einer Halle.</p>
<p><strong>Hanna Reitsch</strong> kam am 29. M&auml;rz 1912 als zweites von drei Kindern des Augenarztes Willy Reitsch und seiner Frau Emy Helff-Hibler von Alpenheim in Hirschberg im Riesengebirge (Schlesien) zur Welt. Ihr Vater leitete eine Augenklinik, die als Privatklinik dem dortigen Diakonissenhaus angegliedert war. Ihr &auml;lterer Bruder hie&szlig; Kurt (geb. 1908), ihre j&uuml;ngere Schwester Heidi (geb. 1916).</p>
<p>Im Alter von vier Jahren wollte Hanna mit ausgebreiteten Armen vom Balkon des Elternhauses springen. Als ihre Mutter dies verhinderte und sagte &bdquo;Kind &ndash; dann w&auml;rst du ja tot&ldquo;, fragte Hanna: &bdquo;W&auml;r ich dann beim lieben Gott? T&auml;t er mich dann fragen: Hannerl, woll&rsquo;n wir&rsquo;s hageln lassen?&ldquo; Damals imponierte ihr nichts mehr als ein starker Hagel.</p>
<p>Obwohl Hanna gern und leicht lernte, blieb sie eine durchschnittliche Sch&uuml;lerin. Ihr &Uuml;bermut brachte ihr manchen Verweis ins Klassenbuch ein. Einmal l&ouml;ste sie w&auml;hrend des Unterrichts die Jagd auf eine Maus im Klassenzimmer aus, obwohl dort gar keine war. Hausaufgaben erledigte die sportliche und schwindelfreie Hanna oft in der Krone eines Baumes. </p>
<p>Bereits mit 13 oder 14 Jahren w&uuml;nschte sich Hanna, fliegende Missions&auml;rztin zu werden. Der Traum, fliegen zu k&ouml;nnen, lie&szlig; sie fortan nicht mehr los. In ihrer Freizeit radelte sie oft heimlich nach Grunau/Riesengebirge und sah den Segelflugsch&uuml;lern auf dem Galgenberg zu. 1931 legte die 19-J&auml;hrige am Realgymnasium in Hirschberg ihr Abitur ab. 1931/1932 besuchte die 1,54 Meter gro&szlig;e und zierliche Hanna die &bdquo;Koloniale Frauenschule&ldquo; in Rendsburg. </p>
<p>Ab 1932 studierte <strong>Hanna Reitsch</strong> Medizin in Berlin und Kiel, weil sie fliegende &Auml;rztin in Afrika werden wollte. Nebenher erwarb sie 1932 die Flugzeugf&uuml;hrerscheine f&uuml;r den Segelflug und f&uuml;r den Motorflug in Grunau/Riesengebirge und Berlin-Staaken. Im selben Jahr gelang ihr der erste Dauer-Segelflugrekord f&uuml;r Frauen, der f&uuml;nfeinhalb Stunden dauerte. </p>
<p>1933 unterbrach <strong>Hanna Reitsch</strong> ihr Studium und begleitete den Segelflugpionier, Wolfram (&bdquo;Wolf&ldquo;) Hirth (1900&ndash;1959), als Fluglehrerin an die neue Segelfliegerschule auf dem Hornberg bei Schw&auml;bisch Gm&uuml;nd. 1933 und 1934 nahm sie an einer Segelflug-Forschungsexpedition in Brasilien und Argentinien teil, verschrieb sich ganz der Fliegerei und beendete nach vier Semestern Medizin ihr Studium. </p>
<p>Im Juni 1934 trat <strong>Hanna Reitsch</strong> als Forschungs- und Testpilotin in die &bdquo;Deutsche Forschungsanstalt f&uuml;r Segelflug&ldquo; in Darmstadt ein, der sie bis 1945 als Zivilangestellte angeh&ouml;rte. 1936 gl&uuml;ckte ihr der Strecken-Segelflugweltrekord f&uuml;r Frauen &uuml;ber 305 Kilometer. </p>
<p>General Ernst Udet (1896&ndash;1941) berief <strong>Hanna Reitsch</strong> 1937 als Versuchspilotin an die &bdquo;Flugerprobungsschule der Luftwaffe&ldquo; nach Rechlin am M&uuml;ritzsee (Mecklenburg), wo sie Stukas, Bomber und J&auml;ger testete. Udet ernannte 1937 die 25-J&auml;hrige als erste Frau der Welt zum &bdquo;Flugkapit&auml;n&ldquo;, nachdem sie ihm neue Sturzflugbremsen vorf&uuml;hrte. Im Oktober jenes Jahres verlieh man auch Melitta Gr&auml;fin Schenk von Stauffenberg (1903&ndash;1945), geborene Schiller, den Titel &bdquo;Flugkapit&auml;n&ldquo;. </p>
<p>Als erste Pilotin der Welt &uuml;berquerte Hanna Reitsch 1937 im Segelflug die Alpen. Zudem flog sie damals als erste Frau den von Professor Heinrich Focke (1890&ndash;1979) konstruierten Hubschrauber &bdquo;Focke Wulf 61&ldquo;. In der riesigen Berliner &bdquo;Deutschlandhalle&ldquo; wagte sie 1938 mit dem Hubschrauber den ersten Hallenflug der Welt. Im selben Jahr siegte sie beim &bdquo;Deutschen Segelflug-Strecken-Wettbewerb&ldquo; von der Nordseeinsel Sylt nach Breslau (Schlesien). </p>
<p>1939 stellte Hanna Reitsch den Frauen-Segelflugweltrekord im Zielflug auf. Im selben Jahr flog sie den Gro&szlig;segler &bdquo;DFS 230&ldquo; ein, der f&uuml;r die Luftlandetruppen der Wehrmacht bestimmt war. Au&szlig;erdem f&uuml;hrte sie mit der &bdquo;DO 17&ldquo; und mit der &bdquo;HE 111&ldquo; etwa 150 Ballonseilkappversuche durch. Dabei ging es darum, Stahlseile britischer Ballonsperren mit einem vor dem Bug angebrachten Ger&auml;t zu zerschneiden.</p>
<p>Im Oktober 1942 flog Hanna Reitsch in Augsburg bei Messerschmitt das erste Raketenflugzeug der Welt, die &bdquo;ME 163 A&ldquo;, und sp&auml;ter die &bdquo;ME 163 B&ldquo;. Diese von dem Flugzeugkonstrukteur Aleander Lippisch (1894&ndash;1976) entwickelte Maschine erreichten bei einem Steigwinkel von 60 bis 70 Grad in anderthalb Minuten etwa 10000 Meter H&ouml;he. Auch an der Erprobung der &bdquo;V1&ldquo;, die im August 1943 zu einer unbemannten Rakete umgebaut wurde, wirkte sie mit.</p>
<p>Als Testpilotin war Hanna Reitsch furchtloser und tollk&uuml;hner als viele ihrer m&auml;nnlichen Kollegen. F&uuml;r ihre Leistungen als Testpilotin, bei denen sie einige schwere Verletzungen erlitt, erhielt sie w&auml;hrend des Zweiten Weltkrieges hohe Auszeichnungen. Man verlieh ihr das &bdquo;Eiserne Kreuz II&ldquo; (&bdquo;EK II&ldquo;) und das &bdquo;EK I&ldquo; &ndash; Letzteres nahm sie als erste und einzige Frau der deutschen Geschichte entgegen &ndash; sowie das &bdquo;Goldene Milit&auml;rfliegerabzeichen mit Diamanten&ldquo;. </p>
<p>Am 26 April 1945 flog Hanna Reitsch zusammen mit Generaloberst Robert Ritter von Greim (1892&ndash;1945) in das von den Russen eingeschlossene Berlin. Der Grund f&uuml;r dieses gef&auml;hrliche Unternehmen war, dass der nationalsozialistische Diktator Adolf Hitler (1889&ndash;1945) darauf bestanden hatte, Greims Ernennung zum Nachfolger von Hermann G&ouml;ring (1893&ndash;1946) als Oberbefehlshaber der Luftwaffe pers&ouml;nlich vorzunehmen. </p>
<p>In der Nacht bat der &bdquo;F&uuml;hrer&ldquo; in der Reichskanzlei Hanna Reitsch zu sich und erkl&auml;rte, die gro&szlig;e Sache, f&uuml;r die er gelebt und gek&auml;mpft habe, scheine nun verloren, sofern nicht die Armee des General Wenck, die schon nahe sei, den Ring der Belagerer durchbreche und Entsatz schaffe. Er gab der Fliegerin eine Phiole mit Gift. Nur mit M&uuml;he kam Hanna Reitsch aus Berlin wieder heil heraus. Hitler beging am 30. April 1945 Selbstmord. </p>
<p>Hanna Reitsch geriet mit dem &bdquo;Stab Kesselring&ldquo; in Zell am See (&Ouml;sterreich) in Gefangenschaft. Von Mai 1945 bis November 1946 war sie amerikanische Kriegsgefangene in Deutschland. </p>
<p>1952 errang Hanna Reitsch als einzige teilnehmende Frau bei den Segelflug-Weltmeisterschaften in Spanien unter den besten 40 Fliegern der Welt den dritten Preis. Ab 1954 arbeitete sie als Forschungspilotin bei der &bdquo;Deutschen Versuchsanstalt f&uuml;r Luftfahrt&ldquo; (DVL) in Darmstadt. </p>
<p>1955 wurde Hanna Reitsch bei den nationalen deutschen Segelflugmeisterschaften deutscher Segelflugmeister. 1956 stellte sie im freien Streckenflug mit 370 Kilometern den deutschen Frauen-Segelflugrekord auf. 1957 gelang ihr mit 6848 Metern der deutsche &bdquo;Frauen-H&ouml;hensegelflugrekord&ldquo; und gewann sie den &bdquo;1. Diamanten&ldquo; (&bdquo;H&ouml;hen-Diamanten&ldquo;) zur &bdquo;Gold-C&ldquo;. 1958 konnte sie nicht an den Segelflugweltmeisterschaften in Polen teilnehmen, weil ihr das Visum f&uuml;r die Einreise verweigert wurde. </p>
<p>1959 baute Hanna Reitsch den Leistungssegelflug in Indien auf. Sie war pers&ouml;nlicher Gast von Premierminister Jawaharlal (Pandit) Nehru (1889&ndash;1964) und ist mit ihm gesegelt. 1960 erflog sie im 300 Kilometer-Dreiecksflug den &bdquo;2. Diamanten&ldquo; zur &bdquo;Gold-C&ldquo;. 1961 lud man sie in die USA ein, wo Pr&auml;sident John F. Kennedy (1917&ndash;1963) sie im &bdquo;Wei&szlig;en Haus&ldquo; empfing. </p>
<p>1962 errichtete Hanna Reitsch mit zwei Fliegerkameraden eine Segelflugschule in Ghana, die sie bis 1966 leitete. 1970 gelangen ihr ein neuer deutscher Frauen-Segelflugrekord, der Gewinn des &bdquo;3. Diamanten&ldquo; (500 Kilometer Strecke) zur &bdquo;Gold-C&ldquo; und der Sieg in der Damenklasse im &bdquo;Deutschen Segelflug-Wettbewerb&ldquo;. Im September 1971 war sie bei den ersten &bdquo;Hubschrauber-Weltmeisterschaften&ldquo; Erste in der Damenklasse. </p>
<p>Im Mai 1972 stellte Hanna Reitsch im Geschwindigkeitsflug &uuml;ber die 300 Kilometer-Dreiecksstrecke einen deutschen Frauen-Segelflugrekord auf, 1977 einen weiteren deutschen Frauen-Segelflugrekord (Ziel&ndash;R&uuml;ckkehr &uuml;ber 644 Kilometer) und 1978 den Frauen-Segelflug-Weltrekord. Im September 1972 ernannte die &bdquo;Society of Experimental Test Pilots&ldquo; in Kalifornien Hanna Reitsch zum Ehrenmitglied. Einen Monat sp&auml;ter wurde sie in Arizona vom &bdquo;International Order of Characters&ldquo; zum &bdquo;Pilot des Jahres 1971&ldquo; gew&auml;hlt. 1975 verlieh man ihr die &bdquo;Internationale Kette der &bdquo;Windrose&ldquo;. </p>
<p>Von Hanna Reitsch stammen die B&uuml;cher &bdquo;Fliegen &ndash; Mein Leben&ldquo; (1951), &bdquo;Ich flog f&uuml;r Kwame Nkrumah&ldquo; (1968), &bdquo;Das Unzerst&ouml;rbare in meinem Leben&ldquo; (1975) und &bdquo;H&ouml;hen und Tiefen &ndash; 1945 bis zur Gegenwart&ldquo; (1978). Bei Vortr&auml;gen sprach sie selten in der Ich-Form, sondern redete von &bdquo;wir&ldquo; und meinte damit die Flieger aller Nationen. Als sie 1978 gefragt wurde, wie lange sie noch fliegen wolle, antwortete sie &bdquo;so lange ich lebe&ldquo;. Und dies tat sie auch.</p>
<p>Am 24. August 1979 starb Hanna Reitsch nach kurzer Krankheit im Alter von 67 Jahren in Frankfurt am Main an akutem Herzversagen. Ihrem Wunsch entsprechend, wurde sie in aller Stille auf einem Friedhof in Salzburg an der Seite von ihrem Vater und ihrer Mutter bestattet.</p>
<p>Literatur:&nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; bei:<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&amp;n=301928">www.amazon.de/gp/product/3935718829/028-7008173-6006919?v=glance&amp;n=301928</a></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/hanna-reitsch/H/461.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/hanna-reitsch/H/461.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HANS-STROMER</title>
			<description><![CDATA[<p>Unter den Stromers, einer der wichtigsten N&uuml;rnberger Patrizierfamilien, die t&uuml;chtige B&uuml;rgermeister, Erfinder und Forscher hervorbrachte, gab es auch ein &quot;schwarzes Schaf&quot;. Der Stadtrichter Hans IV. Stromer (1517-1592) wurde 1554 wegen Geheimnisverrats und unfl&auml;tiger Reden zu lebenslanger Haft in einem Turm verurteilt. Als Patrizier hatte er einen Wunsch frei und verlangte, auf Kosten der Stadt jeden Tag zwei Bratw&uuml;rste zu bekommen. Dies hielt er 38 (!) Jahre lang aus, dann st&uuml;rzte er sich aus dem Turm und starb.</p>
<p>Der ungl&uuml;ckliche Hans IV. Stromer gelangte in der Geschichte der alten Freien Reichsstadt N&uuml;rnberg als so genannter &bdquo;Bratwurst-Stromer&ldquo; zu trauriger Ber&uuml;hmtheit. Vor seiner Verurteilung war er ein geachteter B&uuml;rger seiner Vaterstadt gewesen, der er 1552 im Markgrafenkrieg mehrere Pferde zur Verf&uuml;gung gestellt hatte. </p>
<p>Nach einer anderen Quelle soll Hans IV. Stromer 1554 einen fremden Edelmann erstochen haben und deswegen zu einer lebenslangen Gef&auml;ngnisstrafe verurteilt worden sein. Angeblich verb&uuml;&szlig;te er im N&uuml;rnberger Turm Luginsland neben der Kaiserstallung, der 1945 im Zweiten Weltkrieg zerst&ouml;rt wurde, seine Strafe.</p>
<p>W&auml;hrend seiner langen Haft erhielt Hans IV. Stromer zu jeder Mahlzeit am Mittag und Abend eine Bratwurst. Ingesamt soll er angeblich fast 28.000 Bratw&uuml;rste verzehrt haben. </p>
<p>Die Liebe zu den N&uuml;rnberger Schweinsbratw&uuml;rsten hatte auch Ernst Stromer von Reichenbach (1871-1952), einer der bedeutendsten Dinosaurier-Forscher der Welt, geerbt. Immer wenn der in M&uuml;nchen arbeitende Wissenschaftler in seine Vaterstadt kam, a&szlig; er dort im Lokal &bdquo;Bratwurstherzle&ldquo; N&uuml;rnberger Bratw&uuml;rste. Ernst Stromer von Reichenbach verfasste 1951 die Publikation &bdquo;Unsere Ahnen in der Reichsstadt N&uuml;rnberg 1250-1806&ldquo;, in der nat&uuml;rlich der &bdquo;Bratwurst-Stromer&ldquo; erw&auml;hnt wird.</p>
<p>Eine Nachfahrin der &bdquo;traurigen Ber&uuml;hmheit&ldquo; des &bdquo;Bratwurst-Stromer&ldquo; ist die fr&auml;nkische Freifrau Rotraut von Stromer-Baumbauer aus Erlangen. Sie setzt sich als Administratorin der Stromerstiftung f&uuml;r den Erhalt von Schloss Gr&uuml;nsberg bei Altdorf im Landkreis N&uuml;rnberger Land im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken ein. Zugunsten von Schloss Gr&uuml;nsberg finden zahlreiche Benefizveranstaltungen statt. </p>
<p>Schloss Gr&uuml;nsberg &ndash; auch Burg Gr&uuml;nsberg genannt &ndash; steht in einer Seitenschlucht des Schwarzachtales. Das Schloss geht auf eine Burganlage aus dem Mittelalter im 12. Jahrhundert zur&uuml;ck, die vermutlich an der Stelle eines ehemaligen Wehrturms gegen den Ungarneinfall von 985 entstand. Nachdem die Burg im 16. Jahrhundert mehrfach zerst&ouml;rt und wieder aufgebaut wurde, wechselten sich N&uuml;rnberger Patrizierfamilien als Besitzer ab.</p>
<p>Die Erweiterung der Burg zu einer Schlossanlage erfolgte im Zeitraum von 1717 bis 1723 unter dem letzten Mitglied der Patrizierfamilie Paumgartner. Hierbei erhielt die Anlage auch ihre bedeutenden Stuckdecken.</p>
<p>Ab 1754 geh&ouml;rte Schloss Gr&uuml;nsberg der Patrizierfamilie Stromer von Reichenbach, einer der wichtigsten und bedeutendsten Familien von N&uuml;rnberg. Ulman Stromer (1329-1407) verfasste das &quot;p&uuml;chel von meim geslechet und von abentewr&quot;, das als fr&uuml;hestes Werk der N&uuml;rnberger Geschichtsschreibung betrachtet wird. Der bereits erw&auml;hnte Ernst Stromer von Reichenbach war ein Pionier der Pal&auml;ontologie, machte sich um die Erforschung fossiler Wirbeltiere verdient und wirkte als einer der bedeutendsten Dinosaurier-Forscher. Der Leitspruch der Familie Stromer von Reichenbach lautet: &quot;dum spiro, spero&quot; &ndash; zu deutsch: &quot;solange ich atme, hoffe ich&quot;.</p>
<p>Im Jahre 2000 f&uuml;hrte die Familie Stromer von Reichenbach das Gut und die Burg in eine gemeinn&uuml;tzige &ouml;ffentliche Stiftung des b&uuml;rgerlichen Rechts &uuml;ber, um dieses &uuml;berregional bedeutende Denkmal f&uuml;r die Nachwelt zu erhalten und so weit wie m&ouml;glich der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich zu machen. </p>
<p>In Nachbarschaft von Schloss Gr&uuml;nsberg befinden sich die Sophienquelle, die gr&ouml;&szlig;te gefasste barocke Quellanlage n&ouml;rdlich der Alpen, die ebenfalls von der &quot;Stromerschen Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung&quot; erhalten werden muss, die Schlucht Teufelskirche in einem Wald, der 2004 in die FFH-Liste der EU als besonders sch&uuml;tzenswert aufgenommen wurde und ein Naturlehrpfad. Au&szlig;erdem geh&ouml;rt zur Gesamtanlage eine barocke Zehntscheune, anschlie&szlig;end an einen Renaissance-Barockgarten mit urspr&uuml;nglich sieben Terrassen, der heute als Tierfriedhof Anubis betrieben wird.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/hans-stromer/H/453.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/hans-stromer/H/453.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HADROSAURUS</title>
			<description><![CDATA[<p>Der fast 10 Meter lange Entenschnabel-Dinosaurier <strong>Hadrosaurus</strong>(Gro&szlig;e Echse) gilt als der erste Dinosaurier, der in Nordamerika gefunden wurde. Die Entdeckung seiner Knochenreste im Jahre 1856 l&ouml;ste die gro&szlig;e Zeit der amerikanischen Dinosaurier-Expeditionen aus. </p>
<p>Der an der University of Pennsylvania t&auml;tige amerikanische Anatomieprofessor Joseph Leidy (1823&ndash;1891) beschrieb und rekonstruierte 1858 Hadrosaurus. Er erkannte die &Auml;hnlichkeit des Skeletts von <strong>Hadrosaurus</strong> mit dem 1825 von dem englischen Arzt und Amateurgeologen Gideon Mantell (1790&ndash;1852) beschriebenen Iguanodon (&bdquo;Leguan-Zahn&ldquo;). Im Gegensatz zu Mantell, der Iguanodon f&uuml;r ein vierbeinig gehendes Tier hielt, bildete Leidy Hadrosaurus als zweibeinig laufend ab. Hadrosaurus besa&szlig; in den hinteren Partien seines Mauls Hunderte von Z&auml;hnen, die immer wieder ersetzt wurden. Funde von Hadrosaurus gl&uuml;ckten in Montana, New Jersey, New Mexico und South Dakota (USA)</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/hadrosaurus/H/441.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/hadrosaurus/H/441.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HANDTIER</title>
			<description><![CDATA[Die meisten Reptilienspuren Deutschlands aus der Trias vor etwa 250 bis 205 Millionen Jahren stammen von an Land lebenden Sauriern, deren Fu&szlig;abdr&uuml;cke einer menschlichen Hand &auml;hneln. Solche &bdquo;Handtier&ldquo;-F&auml;hrten sind in Deutschland vielfach gefunden worden. Die gr&ouml;&szlig;ten unter ihnen sind bis zu 35 Zentimeter lang und werden der Art Brachychirotherium herculis zugerechnet. Der Erzeuger dieser F&auml;hrten war vielleicht maximal 4 Meter lang. Die ersten &bdquo;Handtier&ldquo;-F&auml;hrten wurden schon 1833 in Hildburghausen (Th&uuml;ringen) entdeckt. Der Name &bdquo;Handtier&ldquo; geht auf den Darmst&auml;dter Pal&auml;ontologen Johann Jakob Kaup (1803&ndash;1873) zur&uuml;ck, der 1835 zwei unterschiedliche F&auml;hrtenformen aus Hildburghausen als Chirotherium barthii und Chirotherium sickleri bezeichnete. Der Gattungsname Chirotherium hei&szlig;t zu deutsch &bdquo;Handtier&ldquo;. Die Artnamen barthii und sickleri erinnern an zwei der ersten Entdecker solcher F&auml;hrten in Hildburghausen.]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/handtier/H/440.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/handtier/H/440.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HELENE-LANGE</title>
			<description><![CDATA[<p><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/HeleneLange.jpg" /></p>
<p>Als geistige F&uuml;hrerin der deutschen Frauenbewegung gilt die Lehrerin Helene Lange (1848&ndash;1930). Sie tat sich als K&auml;mpferin f&uuml;r die h&ouml;here Bildung von M&auml;dchen und f&uuml;r ihre Zulassung zum Hochschulstudium, f&uuml;r die Professionalisierung der Oberlehrerinnen, Gr&uuml;nderin des &bdquo;Bundes deutscher Frauenvereine&ldquo; und als Mitbegr&uuml;nderin des &bdquo;Allgemeinen deutschen Lehrerinnen-Vereins&ldquo; hervor. Au&szlig;erdem k&auml;mpfte sie daf&uuml;r, durch gleiche Bildungschancen den Frauen bessere Perspektiven im Beruf, in Politik und Gesellschaft zu verschaffen.</p>
<p>Helene Lange erblickte am 9. April 1848 als Tochter des Kaufmanns Carl Theodor Lange in der Achternstra&szlig;e von Oldenburg (Niedersachsen) das Licht der Welt. Zun&auml;chst besuchte sie wie ihre Br&uuml;der Otto und Theodor die Elementarschule von Tante W&ouml;bcken, dann die Krusesche M&auml;dchenschule. Mit sieben Jahren erlebte sie den fr&uuml;hen Tod ihrer Mutter. Als Kind las sie viel mit Leidenschaft.</p>
<p>In der H&ouml;heren T&ouml;chterschule wurde Helene Lange standesgem&auml;&szlig; in Nadelarbeit, Literatur und Kunst&auml;sthetik unterwiesen. Sie hasste die Handarbeitsstunden und schrieb sp&auml;ter dar&uuml;ber: &bdquo;Es geh&ouml;rt zu den allgemein geglaubten Theorien, dass man kleine M&auml;dchen gar nicht fr&uuml;h genug an die Handarbeit herankriegen k&ouml;nne&ldquo;. </p>
<p>Nach dem Tod ihres Vaters 1864 verbrachte die 16-J&auml;hrige im Haus des Pastors Carl Maximilian Eifert (1808&ndash;1888) und seiner Ehefrau im s&uuml;ddeutschen Eningen das damals &uuml;bliche &bdquo;Pensionsjahr&ldquo; f&uuml;r h&ouml;here T&ouml;chter. Im evangelischen Pfarrhaus hatte Helene Lange ihre Geburtsstunde als Frauenrechtlerin. Bei Geselligkeiten fand sie schnell heraus, dass intelligente Frauen bei Debatten beharrlich schwiegen, weil Diskussionen M&auml;nnersache waren. Au&szlig;erdem beneidete sie den Sohn des Pfarrers um sein Studium. Von da an war es f&uuml;r sie beschlossene Sache, das eigene Wissen zu vervollkommnen.</p>
<p>Als Helene Lange Lehrerin werden wollte, erlaubte ihr Vormund dies nicht, weil das noch niemand im Oldenburger Land getan habe. Daraufhin bildete sie sich &ndash; als Lehrerin und Sch&uuml;lerin zugleich &ndash; in einem els&auml;ssischen M&auml;dchenpensionat autodidaktisch weiter. 1870 wurde sie vollj&auml;hrig, zog mit einer kleinen Erbschaft versehen nach Berlin und legte 1872 in einem kurzen Anlauf das Lehrerinnenexamen ab. Sie lehrte am dortigen Seminar, einer der wenigen St&auml;tten, wo sich Frauen damals geistig weiterbilden konnten, und erkannte, dass Gleichberechtigung und gesellschaftliche Selbst&auml;ndigkeit der Frauen nur durch eine Neuordnung des M&auml;dchenschulwesens zu erreichen sei.</p>
<p>1876 erhielt Helene Lange eine feste Anstellung an den privaten Bildungsanstalten von Lucie Crain, an denen sie bis 1891 unterrichtete. Gemeinsam mit anderen Frauen &ndash; unter ihnen Henriette Schrader-Breymann (1827&ndash;1899) &ndash; forderte sie 1887 vom Berliner Kultusministerium die gleichberechtigte Beteiligung der Frauen am wissenschaftlichen Unterricht in den Oberklassen der h&ouml;heren M&auml;dchenschulen und die Gr&uuml;ndung von staatlichen Anstalten zur Ausbildung von wissenschaftlichen Lehrerinnen. </p>
<p>Begleitet wurde die Petition der Gruppe von einer Denkschrift, die man sp&auml;ter wegen ihres Umschlages als &bdquo;Gelbe Brosch&uuml;re&ldquo; bezeichnete. Darin forderte Helene Lange, die Frau m&uuml;sse um ihrer selbst willen und nicht zwecks anspruchsvoller Dekoration des Mannes gebildet werden. In den intellektuellen Kreisen Berlins l&ouml;ste die Eingabe starke Diskussionen aus. Die Presse stimmte zu, P&auml;dagogen dagegen &auml;u&szlig;erten sich kritisch. Im &bdquo;Deutschen Reichstag&ldquo; schwieg man zu diesem Thema. </p>
<p>Zusammen mit Minna Cauer (1841&ndash;1922), der Vorsitzenden des Berliner Vereins &bdquo;Frauenwohl&ldquo;, und Franziska Tiburtius (1843&ndash;1927), der ersten praktizierenden &Auml;rztin Berlins, ersuchte Helene Lange 1888 und 1889 den &bdquo;Wissenschaftlichen Zentralverein&ldquo; in Berlin, die Einrichtung von &bdquo;Realkursen zum Zweck der Vertiefung bzw. Erg&auml;nzung der allgemeinen Bildung, sowie zur Vorbildung f&uuml;r eine etwaige h&ouml;here gewerbliche oder wissenschaftliche T&auml;tigkeit&ldquo; zu &uuml;bernehmen.</p>
<p>Die ersten von Helene Lange geleiteten &bdquo;Realkurse f&uuml;r Frauen&ldquo; wurden 1889 in Berlin eingerichtet. Sie erm&ouml;glichten es M&auml;dchen, erstmals auch Mathematik, Naturwissenschaften, Latein und die Grundz&uuml;ge der Volkswirtschaft zu lernen. 1893 wurden die Realkurse in &bdquo;Gymnasialkurse&ldquo; umgewandelt. Die Absolventinnen konnten nun als Externe die Reifepr&uuml;fung an preu&szlig;ischen Gymnasien ablegen. Im selben Jahr forderte eine Petition des &bdquo;Allgemeinen Deutschen Frauenvereins&ldquo; mit 60000 Unterschriften die Freigabe des Studiums f&uuml;r Frauen. </p>
<p>Auf diese Aktivit&auml;ten von Helene Lange reagierte die &Ouml;ffentlichkeit zun&auml;chst &uuml;berwiegend negativ. Doch die Kurse erwiesen sich bald als gro&szlig;er Erfolg. 1896 absolvierten die ersten sechs Frauen in Deutschland ihr Abitur und gingen zum Studium ins Ausland, denn erst 1908 erhielten auch Frauen in Preu&szlig;en Zugang zu den Universit&auml;ten. </p>
<p>Seit 1893 gab Helene Lange zusammen mit ihrer 25 Jahre j&uuml;ngeren Lebensgef&auml;hrtin, der Lehrerin, Politikerin und Schriftstellerin Gertrud B&auml;umer (1873&ndash;1954), die Monatszeitschrift &bdquo;Die Frau&ldquo; heraus, die Sprachrohr der b&uuml;rgerlichen Frauenbewegung wurde und bis 1944 existierte. Beide Frauen fungierten auch als Herausgeberinnen des Handbuchs &bdquo;Die Frauenbewegung&ldquo; (1901&ndash;1906). </p>
<p>Helene Lange entwickelte sich zur geistigen F&uuml;hrerin der deutschen Frauenbewegung. Sie war 1890 Mitbegr&uuml;nderin des &bdquo;Allgemeinen Deutschen Lehrerinnen-Vereins&ldquo;, den sie 31 Jahre lang leitete, ab 1892 Vorsitzende des &bdquo;Allgemeinen Deutschen Frauenvereins&ldquo; (ADF) sowie 1894 eine der Gr&uuml;nderinnen und Vorstandsmitglied des &bdquo;Bundes Deutscher Frauenvereine&ldquo;. </p>
<p>Als 1908 den Frauen die Mitarbeit in politischen Parteien zugestanden wurde, trat Helene Lange der &bdquo;Deutschen Demokratischen Partei&ldquo; (DDP) bei. Damals wurde Luise Zietz (1865&ndash;1922) als erste Frau in den Vorstand der &bdquo;Sozialdemokratischen Partei Deutschlands&ldquo; (SPD) gew&auml;hlt. </p>
<p>1908 erschien Helene Langes Publikation &bdquo;Die Frauenbewegung in ihren modernen Problemen&ldquo;. Von 1917 bis 1920 unterrichtete sie an der &bdquo;Sozialen Frauenschule&ldquo; in Hamburg, die von Gertrud B&auml;umer geleitet wurde. 1919 zog sie als Abgeordnete in die Hamburger B&uuml;rgerschaft ein. 1921 brachte sie ihre &bdquo;Lebenserinnerungen&ldquo; heraus und 1928 ihre Aufs&auml;tze in &bdquo;Kampfzeiten&ldquo;. </p>
<p>Von ihrer Heimatstadt Oldenburg wurde Helene Lange anl&auml;sslich ihres 80. Geburtstages 1928 zur Ehrenb&uuml;rgerin ernannt. Am 13. Mai 1930 starb sie im Alter von 82 Jahren in Berlin. In Oldenburg erinnern eine 1954 nach ihr benannte Stra&szlig;e und eine B&uuml;ste am C&auml;cilienplatz an sie. &Uuml;ber die Wegbereiterin der Emanzipation sind mehrere B&uuml;cher erschienen. Heute wei&szlig; kaum noch jemand, dass sie es war, die den Begriff &bdquo;M&auml;nnerstaat&ldquo; gepr&auml;gt hat. Nach Helene Lange sind zahlreiche Schulen in Deutschland und sogar Z&uuml;ge der Bundesbahn benannt.</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/helene-lange/H/439.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/helene-lange/H/439.html</guid>
		</item>
		<item>
			<title>HELENA-RUBINSTEIN</title>
			<description><![CDATA[<p><a href="http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=78840"><img title="Rubinstein" alt="Rubinstein" hspace="5" vspace="5" src="http://data1.blog.de/media/840/78840_b53919d913_s.jpg" /></a></p>
<p>Der Ruhm, die erfolgreichste Kosmetikerin der Welt gewesen zu sein, geb&uuml;hrt der Unternehmerin Helena Rubinstein (vermutlich 1870&ndash;1965). Ihre m&auml;rchenhafte Karriere begann mit zw&ouml;lf Cremedosen. Nach ihrem Tod hinterlie&szlig; sie ein Kosmetikimperium mit 100 Niederlassungen in 14 L&auml;ndern und etwa 30000 Besch&auml;ftigten im Wert von 17,5 Millionen US-Dollar sowie ein Privatverm&ouml;gen von mehr als 100 Millionen US-Dollar. Der franz&ouml;sische K&uuml;nstler Jean Cocteau (1889&ndash;1963) verlieh Madame Rubinstein den ehrenvollen Titel &quot;Die Kaiserin der Kosmetik&quot;.</p>
<p>Helena Rubinstein kam vermutlich am 25. Dezember 1870 als eine von sieben T&ouml;chtern des Lebensmittelkaufmanns Horaz Rubinstein in Krakau (Polen) zur Welt, wo sie auch zur Schule ging. Ihre Mutter erlaubte Helene und deren Schwestern keine Schminke, achtete aber sehr auf deren Teint. Sie sagte ihren Kindern: &bdquo;Das Gesicht muss strahlen&ldquo;. Die T&ouml;chter der Familie Rubinstein pflegten ihre Haut mit einer Creme, die Helena ihr Leben lang benutzte.</p>
<p>Auf Wunsch des Vaters begann Helena Rubinstein mit 18 Jahren ein Medizinstudium in Krakau und Z&uuml;rich (Schweiz). Weil sie kein Blut sehen und riechen konnte, brach sie das Medizinstudium in Z&uuml;rich ab. 1902 wanderte sie nach Queensland in Australien aus, um bei einem verwitweten Onkel als Kinderm&auml;dchen zu arbeiten. Auf dem &bdquo;F&uuml;nften Kontinent&ldquo; wurde die 1,50 Meter gro&szlig;e und mollige Polin wegen ihrer zarten wei&szlig;en Haut von den durch Wind und Wetter gegerbten einheimischen Frauen beneidet.</p>
<p>Die wirtschaftliche Karriere von Helena Rubinstein begann mit zw&ouml;lf Cremedosen, die sie bei der langen Reise von Polen nach Australien in ihrem Gep&auml;ck mitf&uuml;hrte. Die Dosen enthielten eine von den Krakauer Gebr&uuml;dern Lykusky zusammenger&uuml;hrte Mixtur aus Kr&auml;utern, Mandel&ouml;l und Rinderfett, jene Creme die Helena &ndash; wie erw&auml;hnt &ndash; so sehr sch&auml;tzte.</p>
<p>In Australien verwendete Helena Rubinstein ihre Cremedosen nicht nur f&uuml;r sich selbst, sondern gab einen Teil davon zun&auml;chst an Freundinnen und sp&auml;ter auch an andere von Sonnenbrand geplagte Frauen ab, welche die Mixtur als kosmetisches Wundermittel empfanden. Sie bestellte Nachschub und verkaufte in Melbourne in ihrem 1902 er&ouml;ffneten kleinen Kosmetiksalon &bdquo;Helena Rubinstein, Beauty-Salon&ldquo; die Mixtur, die sie &bdquo;Creme Valaze&ldquo; nannte. </p>
<p>Die erfolgreiche Kosmetikerin blieb nicht lange in Australien, sondern &uuml;bergab zwei ihrer Schwestern ihr Gesch&auml;ft in Melbourne und kehrte nach Europa zur&uuml;ck. In Paris begann sie ein Studium bei einem der bekanntesten Haut&auml;rzte jener Zeit, dem Dermatologen Dr. Berthelot. Au&szlig;erdem befasste sie sich mit Ern&auml;hrungswissenschaft und Gesichtschirurgie. 1908 gr&uuml;ndete sie in London-Mayfair einen Sch&ouml;nheitssalon, 1912 in Paris das &bdquo;Maison de Beaut&eacute;&ldquo;.</p>
<p>1907 heiratete Helena Rubinstein den aus Polen stammenden Journalisten Edward William Titus (1870&ndash;1952), der erfolgreich als ihr Werbemanager arbeitete. Aus der Ehe gingen 1909 der Sohn Roy Valentine und 1912 der Sohn Horace Gustav hervor. Titus gab unter anderem eine englische Literaturzeitschrift heraus und betrieb im Haus Rubinstein ein Privattheater.</p>
<p>Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 wanderte Helena Rubinstein in die USA aus. Dort gr&uuml;ndete sie 1915 einen Sch&ouml;nheitssalon in New York und die &bdquo;Helena Rubinstein Inc.&ldquo;. 1920 stellte sie ihre Marke &bdquo;Helena Rubinstein&ldquo; vor. Fortan trugen Tuben und Tiegel, deren Inhalt Sch&ouml;nheit versprach, diesen Namen. Ihr damaliger, von ihrem Mann erfundener Werbeslogan lautete: &bdquo;Werde sch&ouml;n mit Helena&ldquo;.</p>
<p>Das Gesch&auml;ft ihres Lebens gl&uuml;ckte Helena Rubinstein kurz vor dem Finanzkrach der 1920-er Jahre, als sie 1928 zwei Drittel der &bdquo;Rubinstein Inc.&ldquo; f&uuml;r 7,3 Millionen US-Dollar an das Bankhaus &bdquo;Lehman Brothers&ldquo; verkaufte. Als die Wirtschaftskrise ihren tiefsten Punkt erreichte und auch das Bankhaus Lehman pleite machte, erwarb Helena 1929 den ganzen Komplex f&uuml;r nur 1,5 Millionen US-Dollar zur&uuml;ck.</p>
<p>Helena Rubinstein ging wieder nach Paris zur&uuml;ck und betrieb dort einen Salon, in dem es nicht nur um Kosmetik ging. Zu ihr kamen die Maler Henri Matisse (1869&ndash;1954), Amedeo Modigliani (1884&ndash;1920), Marc Chagall (1887&ndash;1985), Georges Braque (1882&ndash;1963) und Raoul Dufy (1877&ndash;1953), die Schriftsteller David Herbert Lawrence (1885&ndash;1930), William Faulkner (1897&ndash;1962) und Ernest Hemingway (1899&ndash;1961) sowie der Pianist Arthur Rubinstein (1886&ndash;1982), der trotz des gleichen Namens nicht mit ihr verwandt war. </p>
<p>1937 wurde Helena Rubinsteins erste Ehe mit Edward William Titus geschieden. 1938 wechselte ihr Generalmanager Harry Johnson zur Konkurrentin Elizabeth Arden (1891&ndash;1966). Ein Jahr sp&auml;ter r&auml;chte sich die Rubinstein, indem sie Ardens Ex-Mann und Generalmanager Thomas Jenkins Lewis (1875&ndash;1970) anheuerte. </p>
<p>1938 ehelichte Helena Rubinstein den merklich j&uuml;ngeren georgischen Prinzen Artchil Gourielli-Techkonia (1897&ndash;1955). Unweit von New York errichtete sie 1953 eine der gr&ouml;&szlig;ten Fabriken, die je von einer Frau geschaffen wurde. Bald besa&szlig; sie weitere Fabriken in Gro&szlig;britannien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Israel, Australien, Japan, Kanada und S&uuml;damerika. </p>
<p>Als Helena Rubinstein 1955 in Paris die Nachricht vom Tod ihres zweiten Gatten erhielt, schneuzte sie in ihr seidenes Betttuch und entschied, nicht zur Beerdigung nach New York zu fliegen. &bdquo;Er ist tot, warum das viele Geld verschwenden?&ldquo;, sagte sie zu ihrem Sekret&auml;r Patrick O&rsquo;Higgins. Viele Stunden sp&auml;ter telegraphierte sie zum halben Nachttarif: &bdquo;Zu krank, um zu reisen&ldquo;.</p>
<p>Einerseits gl&auml;nzte und protzte Helena Rubinstein mit ihrem Reichtum, andererseits war sie anderen gegen&uuml;ber sehr geizig. Kleinodien, Kunstwerke und Schmuckst&uuml;cke erwarb sie bar im Dutzend und mit einem Drittel Mengenrabatt, auf den sie nur selten widerwillig verzichtete. Ihre Garderobe bestand gr&ouml;&szlig;tenteils aus Kleidungsst&uuml;cken, die ihre Kammerzofe nach Vorbildern der Pariser Haute Couture kopierte. Der K&uuml;nstler Salvador Dal&iacute; (1904&ndash;1989) meinte &uuml;ber sie: &bdquo;Der Abstand, der die Irre von Chaillot von Helena Rubinstein trennte, war gewiss nicht gr&ouml;&szlig;er als die Breite eines Hutes&ldquo;. </p>
<p>Bei Interviews empfahl Helena Rubinstein, das beste, was eine Frau f&uuml;r ihre Sch&ouml;nheit tun k&ouml;nne, seien anderthalb Stunden Mittagsschlaf. Au&szlig;erdem sollte eine Frau niemals vergessen, sich gerade zu halten. Ein grader R&uuml;cken sei das Zeichen f&uuml;r gute Erziehung. Au&szlig;erdem sagte sie, die Frauen w&uuml;rden nicht alle an Verstopfung und daher welker Haut leiden, wenn sie mehr laufen w&uuml;rden. Sch&ouml;nheit k&ouml;nne nicht von au&szlig;en kommen, nicht vom Make-up, das man auflege. Sch&ouml;nheit sei harte Arbeit. Bei einem Interview hatte sie einmal den Mut, zuzugeben, dass sie selbst nur Wasser und Seife ben&uuml;tze.</p>
<p>Der Ablauf der Produktion im Kosmetikimperium von Helena Rubinstein, die in ihren besten Zeiten j&auml;hrlich umgerechnet eine halbe Milliarde Mark Umsatz erzielte, war gut durchrationalisiert. Der gesamte Bedarf von Creme, Lotion und W&auml;sserchen f&uuml;r Frankreich, Skandinavien und die Beneluxl&auml;nder wurde bereits 1964 von nur vier Arbeitskr&auml;ften in m&auml;chtigen Kupferkesseln gekocht. Den Puder f&uuml;r diesen riesigen Verbrauchermarkt produzierte ein Maschinensystem mit einer einzigen Bedienungskraft.</p>
<p>Als Unternehmerin beschritt Helena Rubinstein oft neue Wege: Designer und K&uuml;nstler entwarfen f&uuml;r sie Flacons und aufwendige Verpackungen. Schriftsteller texteten f&uuml;r sie Werbeanzeigen, Prospekte und das hauseigene Magazin. Namhafte Architekten schufen ihre Sch&ouml;nheitssalons, die sich den Besucherinnen als wahre &bdquo;Tempel der Kunst&ldquo; pr&auml;sentierten. </p>
<p>Helena Rubinstein machte sich als F&ouml;rderin der K&uuml;nste verdient. Sie gab Gem&auml;lde in Auftrag, wurde selbst von 50 Malern portr&auml;tiert, sammelte Kunstwerke, antike Miniaturm&ouml;bel, Gl&auml;ser und Schmuck. Au&szlig;erdem stiftete sie Reisestipendien an K&uuml;nstler und einen Kunstpreis in Frankreich, veranstaltete Kunstwettbewerbe, richtete einen Fonds zur Unterst&uuml;tzung von Kunststudenten ein, lie&szlig; in Tel Aviv ein Museum f&uuml;r Moderne Kunst, den &bdquo;Helena-Rubinstein-Pavillon&ldquo;, erbauen, und organisierte Ausstellungen f&uuml;r unbekannte Maler.</p>
<p>Auch als M&auml;zenatin f&uuml;r die Wissenschaft tat sich Helena Rubinstein hervor: Sie richtete einen &bdquo;Lehrstuhl f&uuml;r Chemie&ldquo; an der Universit&auml;t von Massachusetts ein, gr&uuml;ndete 1953 die &bdquo;Helena Rubinstein-Foundation&ldquo;, die Wissenschaftlerinnen f&ouml;rdert und seit 1998 mit Unterst&uuml;tzung der &bdquo;United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization&ldquo; (UNESCO) allj&auml;hrlich den mit je 20000 US-Dollar dotierten &bdquo;Helena-Rubinstein-Preis&ldquo; an vier Forscherinnen vergibt. </p>
<p>&bdquo;Madame sprach keine Sprache sehr gut &ndash; Englisch, Franz&ouml;sisch, Jiddisch, selbst Polnisch &ndash;, aber das hinderte sie nicht, genial zu sein&ldquo;, sagte ein Freund von Helena Rubinstein. &Uuml;ber Mitmenschen redete sie oft mit Verzicht auf deren Familiennamen. Statt dessen sprach sie von &bdquo;dem Mann, dem die Frau starb&ldquo; oder von &bdquo;dem, der immer mit dem Schirm kommt&ldquo;. Dies tat sie, weil sie sich keinen Namen merken konnte. </p>
<p>Selbst im hohen Alter war die Haut von Helena Rubinstein noch glatt und gepflegt. Sie betrieb regelm&auml;&szlig;ig Gymnastik und K&ouml;rperpflege, um f&uuml;r ihre Arbeit fit zu sein. Mit zunehmendem Alter interessierte sie sich nur noch f&uuml;r D&uuml;fte. Auf der Suche nach neuen Duftkomponenten unternahm sie weite Reisen. </p>
<p>Am 1. April 1965 starb Helena Rubinstein, deren genaues Alter nicht bekannt ist, in einem New Yorker Krankenhaus. Noch am Vortag ihres Todes hatte sie am Schreibtisch ihrer New Yorker Kommandozentrale gesessen. Sie hinterlie&szlig; ihren Erben H&auml;user, Schmuck, Gem&auml;lde und ein Kosmetikimperium. Ihr Testament umfasste 121 Einzelerbschaften. Den gr&ouml;&szlig;ten Teil erbte die Gesundheitsf&uuml;rsorge, weil sie es bedauerte, nicht &Auml;rztin geworden zu sein und Kosmetik nicht zur Medizin fortentwickeln zu k&ouml;nnen. </p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/helena-rubinstein/H/438.html</link>
			<guid isPermaLink="true">http://www.KLIXS.de/helena-rubinstein/H/438.html</guid>
		</item>
	</channel>
</rss>
