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		<title>KLIXS.de | Neue Definitionen L</title>
		<description>Die neusten Begriffsdefinitionen zum Buchstaben L bei KLIXS.de.</description>
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			<title>KLIXS - Deutschland</title>
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			<title>LAS-VEGAS</title>
			<description><![CDATA[Las Vegas liegt im Bundesstaat Nevada und ist umgeben von einer W&uuml;stenlandschaft. Die Stadt des Spiels und der Show ist in jeder Hinsicht eine Superlative. Im Sommer ist es manchmal so hei&szlig;, dass man es kaum aushalten kann. 40 Grad im Schatten sind keine Seltenheit. In der Stadt stehen 19 von 20 der gr&ouml;&szlig;ten Hotels weltweit,erstaunlich ist auch, dass fast jedes Hotel ein unterschiedliches Thema wie zum Beispiel eine Pyramide f&uuml;r das Thema &Auml;gypten hat. Neben zahlreichen&nbsp; Gl&uuml;ckspielen und Shows hat die Stadt eine reizvolle Umgebung wie der Hover Dam rund 50 km von Las Vegas entfernt, der die Stadt mit Wasser und Strom versorgt. Mehr als 30 Millionen Menschen zieht es j&auml;hrlich in die Spielermetropole Las Vegas. Der Reiz von Las Vegas liegt aber nicht nur im Spielen sondern auch die vielen Shows, die gro&szlig;e Anzahl an Attraktionen sowie Sportveranstaltungen ziehen die Menschen nach Las Vegas. Au&szlig;erdem werden an keinem Ort auf der Welt so viele Ehen geschlossen, weswegen unz&auml;hlige Hochzeitskapellen in der Stadt verteilt sind.]]></description>
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			<title>LOW-CARB</title>
			<description><![CDATA[Kurz und b&uuml;ndig: low carb ist eine Ern&auml;hrungsweise mit <em>wenigen  Kohlenhydraten</em>.<br />
Warum, wieso, was passiert da eigentlich und wozu soll das gut sein?<br />
Die Ern&auml;hrung der meisten Menschen ist die des &quot;Gemischtk&ouml;stlers&quot;. Das  bedeutet, dass wir uns &uuml;blicherweise von pflanzlichen (Obst, Gem&uuml;se,  Getreide) und tierischen (Fleisch, Fisch, Milchprodukte) Nahrungsmitteln  ern&auml;hren. Aus ideologischen (z.B. Vegetarier), geografischen (z.B.  Eskimos) gesundheitlichen (z.B. Trennk&ouml;stler) oder religi&ouml;sen (z.B.  Islam) Gr&uuml;nden hat es allerdings schon immer Abweichungen von der  &quot;Alles-Esser-Ern&auml;hrungsform&quot; gegeben.<br />
Und - haupts&auml;chlich um das K&ouml;rpergewicht zu beeinflussen - hat sich die  Ern&auml;hrung nach low carb entwickelt. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf  die Insulinproduktion des K&ouml;rpers gelegt. Insulin wird von der  Bauchspeicheldr&uuml;se ausgesch&uuml;ttet, um - vereinfacht gesagt - die Zucker  im menschlichen K&ouml;rper in Energie abzubauen. Diese Energie ist entweder  schnell verf&uuml;gbar (Einfachzucker) oder wird l&auml;ngerfristig gespalten  (Mehrfachzucker). Zu viel zugef&uuml;hrte Kohlenhydrate werden u.a. mit Hilfe  des Insulin &quot;auf Halde gelegt&quot; - unsere <strong>Fettpolster</strong>. Eine  &quot;Nebenwirkung&quot; der Insulinaussch&uuml;ttung ist Hunger. Deshalb bietet z.B.  ein Schokoriegel nur einen kurzzeitig Energieschub. Langfristig erzeugt  er nur noch mehr Hunger. Das passiert leider auch mit Produkten wie  Weissbrot, Crossaints und sogar mit dem - als gesund angesehenen - Obst,  dass viel Zucker enthalten kann (Bananen, s&uuml;sse Kirschen, Ananas etc.).<br />
Deshalb - und es gibt auch noch andere Gr&uuml;nde - wird mit einer Ern&auml;hrung  mit m&ouml;glichst wenigen Kohlenhydraten versucht, dieser &quot;Hungerschaukel&quot;  (viel Zucker - viel Insulin - schnell einsetztender erneuter Hunger) aus  dem Wege zu gehen. Die Hauptbestandteile der low carb-Ern&auml;hrung sind  demzufolge Eiweiss und Fett.<br />
Auch hier ist eine Insulinaussch&uuml;ttung erforderlich, ohne die der  menschliche K&ouml;rper nicht auskommt, um Nahrung in Energie umzubauen. Aber  diese Insulinreaktion oder Insulinantwort des K&ouml;rpers f&auml;llt viel  geringer aus.<br />
Und da Fett und Eiweiss viel mehr s&auml;ttigen, als Br&ouml;tchen und Kuchen,  wird - trotz h&ouml;herer Kaloriendichte - bei low carb nicht so viel Nahrung  zugef&uuml;hrt. Oder wie <strong>Dr. Robert Atkins</strong> sinngem&auml;ss einmal gesagt hat:  &quot;Wir alle haben schon mal 10 Kekse verdr&uuml;ckt, aber wer isst schon 10  Steaks auf einmal?&quot;]]></description>
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			<title>LORCHHAUSEN</title>
			<description><![CDATA[Lorchhausen, ist ein Ortsteil der Stadt Lorch im Rheingau und Grenzort zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz. Der Ortsteil ist ein traditionsreicher Weinbauort mit rund 20 Hektar Rebfl&auml;che mit den &uuml;berwiegend Sp&auml;tburgunder- und Rieslingweinen.<br />
<br />
Erstmals urkundlich erw&auml;hnt im Jahr 1211 in einem G&uuml;terverzeichnis des Klosters Eberbach und bildete als Siedlung von Lorcher Edelknappen bis 1773 mit Lorch eine Gemeinde. Im 19. Jahrhundert war Lorchhausen ein Teil der Provinz Hessen-Nassau und kam zum K&ouml;nigreich Preu&szlig;en. In einem kleinen Gebiet, dem Freistaat Flaschenhals befand sich der Ort nach dem Ersten Weltkrieg zwischen den Besatzungszonen der Amerikaner und Franzosen. Anerkannt als Freistaat wurde&nbsp; das Gebiet 1919 im Vertrag von Versailles&nbsp; und bestand bis 1923. Zum Land Hessen geh&ouml;rt der Ort Seit 1947. Der Zusammenschluss mit Lorch erfolgte 1971.]]></description>
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			<title>LORCH-AM-RHEIN</title>
			<description><![CDATA[<h4 style="text-align: left;">Lorch&nbsp; hat ca. 4080 Einwohner und ist ca.54&nbsp;km&sup2; gro&szlig;.</h4>
<p style="text-align: left;">Zur  			Stadt geh&ouml;ren neben Lorch die Stadtteile Lorchhausen, Espenschied,  			Ransel, Ranselberg und Wollmerschied und G&uuml;tersloh in Nordrhein-Westfalen ist die Weinpatenstadt der Stadt Lorch und zu den Partnerst&auml;dten geh&ouml;ren Ligug&eacute; in Frankreich, St. Beno&icirc;t, Frankreich.</p>
<p style="text-align: left;">Das  			&auml;lteste schriftliche Zeugnis der Stadt Lorch ist eine Urkunde aus  			dem Jahre 1085. Diese beurkundet Erzbischof Wezilo, dass der  			Mainzer Domkanonikus Embricho dem Domkapitel eine Anzahl G&uuml;ter geschenkt habe, darunter ein Haus und Weinberge in Lorch.</p>
<p style="text-align: left;"> 			&Uuml;ber der Stadt steht ein Rest der ehemaligen Stadtbefestigung, die Ruine Nollig. </p>
<p style="text-align: left;">Die Erbauung der Ruine Nollig&nbsp; erfolgte vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert. Errichtet wurde diese auf dem die Stadt Lorch &uuml;berragenden Bergr&uuml;cken mit dem Namen &quot;Wachtenberg&quot; als Teil der Stadtummauerung. <br />
</p>
<p style="text-align: left;">In  			der Endphase des Zweiten Weltkriegs und in den Jahren 1460, 1631, 1794 kam es in Lorch zu  			Kriegshandlungen, die zum Teil erhebliche Zerst&ouml;rungen verursacht  			haben.</p>
<p style="text-align: left;">Im 13. Jahrhundert wurde  			in Lorch eine Pfarrei eingerichtet, die im Jahr 1254 zum ersten Mal  			urkundlich erw&auml;hnt wurde.</p>
<p style="text-align: left;">Die katholische  			Pfarrkirche St. Martin aus dem 13. Jahrhundert<font color="#000088"> </font>wurde &uuml;ber den Resten einer noch teilweise erhaltenen  			sp&auml;tromanischen Basilika errichtet.&nbsp; 1483  			entstand der Hochaltar der den Mittelpunkt bildet. Als gr&ouml;&szlig;ter und vielleicht erster  			urspr&uuml;nglich monochrom konzipierter Schnitzaltar des deutschen  			Kunstbereichs besitzt er herausragende kunstgeschichtliche  			Bedeutung. Sie wurde im Jahr 2006 nach dem Einzug des neue Pfarrers  			gr&uuml;ndlich renoviert.</p>
<p style="text-align: left;">Der  						Freistaat  						Flaschenhals der am 10. Januar 1919 ausgerufen  wurde, war eine provisorische  						Staatsbildung zwischen den Besatzungszonen. An den Ministaates im  						Stadtgebiet erinnern noch heute zahlreiche Wappen an diese Zeit.</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/lorch-am-rhein/L/2838.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>LIPPENBLÜTLER</title>
			<description><![CDATA[lippenbl&uuml;tler sind gew&uuml;rz-, parfum- und heilplanzen. der begriff kommt daher, weil die bl&uuml;ten lippenf&ouml;rmig sind und die unterlippe meist gr&ouml;&szlig;er ist (wie beim menschen). es gibt auch giftige lippenbl&uuml;tler, wie z.B. katzenminze. lippenbl&uuml;tler haben kelchbl&auml;tter.]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/lippenbluetler/L/269.html</link>
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			<title>LANDESPOLIZEISCHULE-DER-ENTHÜLLUNGSBERICHT</title>
			<description><![CDATA[<p>Landespolizeischule-der Enth&uuml;llungsbericht ist ein Buch, welches als Ratgeber und Erfahrungsbericht die wahre Geschichte eines entlassenen Polizeianw&auml;rters namens Martin Hamann &nbsp;beschreibt. Das Buch kam im Jahre 2006 heraus und wird vom Bettina-Peters-Verlag gef&uuml;hrt. Die Seitenzahl betr&auml;gt 229 Seiten, es ist in deutsch geschrieben und liegt im Taschenbuchformat vor. </p>
<p><a href="http://www.martin-hamann.de">http://www.martin-hamann.de</a></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/landespolizeischule-der-enthuellungsbericht/L/2781.html</link>
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			<title>LINKBUTTON</title>
			<description><![CDATA[<p><font face="Arial">Ein Linkbutton ist ein grafisches Webseitenelement, welches signalisieren soll, dass die gerade ge&ouml;ffnete Webseite von anderen Webseiten aus verlinkt werden darf oder nicht. Durch die unmissverst&auml;nliche Aussage des Buttons wird der Wunsch des Webseitenbetreibers nach einer Verlinkung oder Nicht-Verlinkung schnell klar und ohne viele Worte ausgedr&uuml;ckt.&nbsp; </font></p>
<p><font face="Arial">Eine Garantie, dass der Wunsch respektiert wird, gibt es selbstverst&auml;ndlich nicht. Allerdings scheint sich der Einsatz eines Linkbuttons in jedem Fall zu lohnen, wenn sich damit 20% weniger unerw&uuml;nschte Verlinkungen vermeiden - oder aber auch erw&uuml;nschte Verlinkungen erzeugen - lassen.</font></p>
<p>Beispiel und weitere Infos zu diesem Thema: <font face="Arial">http://www.poyoli.de/linkbuttons1.php</font></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/linkbutton/L/1218.html</link>
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		</item>
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			<title>LAVENDEL</title>
			<description><![CDATA[<p>Der Lavendel stammt aus dem Mittelmeerraum und sein Name leitet sich von Lavare ab, dem lateinischen Wort f&uuml;r Waschen. Zwar reinigt Lavendel selbst nicht, doch er umgibt mit einem Geruch von Klarheit und Frische. Auch als Mittel gegen die Pest wurde der reinigende Lavendel verwendet. Lavendel konnte als Hexen- oder Teufelspflanze die Hexen retten, die vom Teufel verfolgt wurden; sie brauchten sich nur auf einen Lavendelstock zu setzen. Wen wundert's auch, dass der Duft nach Sauberkeit den Teufel vertrieb?</p>
<p>Die Lavendelbl&uuml;ten sowie die Bl&auml;tter haben einen stark duftenden, intensiven, herben Duft. Wer einmal im Sommer den S&uuml;den Frankreichs/Provence bereiste, vergi&szlig;t die weiten, blau bl&uuml;henden Lavendelfelder und ihren typischen Duft nicht mehr. Weitere gro&szlig;e Anbaugebiete befinden sich in S&uuml;dosteuropa. </p>
<p>Beim Lavendel kommen alle auch untrainierte Nasenfl&uuml;gel auf ihre Kosten: Lavendel wurde fr&uuml;her auch die Fu&szlig;b&ouml;den gestreut, um die Luft frisch zu halten. In der Provence, dem Hauptanbaugebiet, sollten die Lanvendelpfl&uuml;cker durch seinen Duft vor Tuberkolose-Epidemien verschont geblieben sein (im Mittelalter dann die Menschen von der Pest). Fr&uuml;her fielen die Damen viel h&auml;ufiger in Ohnmacht als heute - in solchen F&auml;llen hielt man ihnen dann Lavendel unter die Nase und Parfums und Seifen mit Lavendel gibt es seit dem 15. Jahrhundert. </p>
<p>In unseren Breiten wird er gerne in den G&auml;rten angepflanzt, weil er nicht nur gut duftet, sondern auch h&uuml;bsch aussieht. </p>
<p>Lavendel ist an trockene Standorte angepa&szlig;t und ben&ouml;tigt daher nur wenig Wasser. Das Substrat sollte m&ouml;glichst nur leicht feucht gehalten werden und darf durchaus auch einmal komplett austrocknen. Kurzzeitig richtet aber auch stark erh&ouml;hte Feuchtigkeit keinen Schaden an. </p>
<p>Interessanterweise vertreibt Lavendelduft auch auf sanfte Weise Ameisen. In der Aromalampe vertreibt Lavendel&ouml;l l&auml;stige Insekten im Raum. </p>
<p>Die Bl&uuml;ten sind f&uuml;r viele Insekten eine wichtige Nahrungsquelle, z. B. f&uuml;r Hummeln und Schmetterlinge.</p>
<p>Den echten Lavendel (Lavandula angustifolia) kennt man schon lange als Heilpflanze aus alten Kloster- und Bauerng&auml;rten. Er ist zuverl&auml;ssig winterhart und wird in der Naturheilkunde innerlich und &auml;u&szlig;erlich eingesetzt und wirkt antiseptisch, beruhigend, bl&auml;hungstreibend, harntreibend und krampfl&ouml;send. Ausserdem findet er Anwendung bei Asthma, Ersch&ouml;pfung, Herzbeschwerden, Husten, Kreislaufschw&auml;che, Migr&auml;ne, Nervosit&auml;t, Nervenschw&auml;che (&quot;Nervenkraut&quot;), Neuralgien und bei Schlaflosigkeit. Er wird auch bei Neuralgien, Gliederschmerzen, Insektenstichen sowie Husten eingesetzt. Er wirkt u. a. keimt&ouml;tend, entkrampfend, schmerzstillend, blutdruckausgleichend und entspannend. Lavendel wird auch als Badezusatz gegen Gicht, Ischia, Rheuma, Nervenschmerzen eingesetzt. Hildegard von Bingen empfiehlt bei Lungenbeschwerden &quot;Lavendelwein&quot;.</p>
<p>Besonders bew&auml;hrt ist er bei unruhigen Babys und deren Problemen. Hier kann ein Lavendelkissen Wunder wirken. Es hilft dass sie besser schlafen k&ouml;nnen und ruhiger werden. </p>
<p>Ein alternatives Heilmittel ist der Lavendelspiritus, welcher sich zu entspannenden Einreibungen oder aromatischen Waschungen des K&ouml;rpers bestens eignet: Man gibt dazu 1 Teil Lavendelbl&uuml;ten auf 3 Teile Alkohol und 3 Teile Wasser. 2 Tage in der Sonne stehen lassen und dann filtrieren. Eine Handvoll Bl&uuml;ten mit 1/4 l hei&szlig;em Wasser &uuml;bergie&szlig;en und dem Fu&szlig;bad zugegeben hilft bei Schwei&szlig;f&uuml;&szlig;en. </p>
<p>Obwohl eigentlich mehr ein Riechkraut, sind die Bl&uuml;ten doch auch eine e&szlig;bare Dekoration (frisch oder getrocknet) mit herb-w&uuml;rzigem Geschmack. Lammfleisch erh&auml;lt mit Lavendel eine individuelle Note - aber Vorsicht, er w&uuml;rzt sehr stark! Der klassische Rosenbegleiter bringt den Duft der Provence nicht nur in den Garten sondern auch in die bekannte Kr&auml;uterw&uuml;rzmischung &quot;Herbes de Provence&quot;. In England ist Zucker mit Lavendelgeschmack beliebt (Bl&uuml;ten mit dreifacher Menge ihres Gewichts in Zucker einstampfen). Oder w&uuml;rzen Sie ein Lammgericht statt mit Rosmarin einmal mit Lavendel! Ein paar frische Bl&uuml;tenbl&auml;tter zur So&szlig;e Bernaise gegeben erhebt diese in den Rang einer Apho-So&szlig;e, d. h. sie wirkt liebesanregend.</p>
<p>Im &quot;Garten der Gesundheit&quot; (1485) wird Lavendel zwar als Muttergottespflanze bezeichnet, welche &quot;kuscheyt brenget&quot;, also unkeusche Gel&uuml;ste beseitigt, trotzdem war der Lavendel als Liebespflanze bekannt. Er ist das Symbol f&uuml;r ein geheimes Einverst&auml;ndnis in der Liebe. Fr&uuml;her fand man den Duft als hilfreich gegen Liebeskummer und weltweit bekannt als aphrodisierender Tee, parf&uuml;mierten sich fr&uuml;her Prostituierte mit Lavendelwasser, um die M&auml;nner anzuziehen. Bis im 19. Jahrhundert nahmen arme provenzialische M&auml;dchen vor der Hochzeit ein Bad in Lavendel. Wenn sie schon keinen Lavendelacker mit in die Ehe brachten, wollten sie wenigstens so riechen.</p>
<p>Das Schreibpapier f&uuml;r einen Liebesbrief mit Lavendelbl&uuml;ten eingerieben erf&uuml;llte angeblich alle W&uuml;nsche des Briefes und mit Lanvendel parf&uuml;mierte W&auml;sche soll widerspenstige M&auml;nner gef&uuml;gig machen (ob man dran glaubt oder nicht, jedenfalls wird die W&auml;sche angenehm aromatisiert). Unters Kissen des Liebsten gesteckt weckt Lavendel romantische Gef&uuml;hle - und die Leidenschaft weckt er als erfrischender Badezusatz. </p>
<p><strong><u>Rezept f&uuml;r einen Liebeszaubertrank:</u></strong></p>
<p>1/2 Teel&ouml;ffel gemahlener Lavendelbl&uuml;ten, 1/2 Vanillestange, 2 Gew&uuml;rznelken, 1 Zimtstange in einen Topf geben und mit kochendem Wasser &uuml;bergie&szlig;en. 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und 1/2 Liter Rotwein dazugeben. Schmeckt hei&szlig; und kalt. </p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/lavendel/L/151.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>LANA-TURNER</title>
			<description><![CDATA[<p><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/LanaTurner.jpg" /></p>
<p>Hollywoods gr&ouml;&szlig;te Schauspielerin der 1940-er Jahre war Lana Turner (1920&ndash;1995), die eigentlich Julia Jean Mildred Frances Turner hie&szlig;. In der Geschichte des Films ist sie die erste gewesen, die man als &bdquo;Glamour-Girl&ldquo; bezeichnete. Am besten verk&ouml;rperte sie Frauen, die s&uuml;ndigten oder auch mordeten. Als platinblonde Sexg&ouml;ttin nahm sie in den 1940-er und 1950-er Jahren viel von der sp&auml;teren Marilyn-Monroe-Manie vorweg. Ihre sieben Ehen und Skandale lieferten der Regenbogenpresse reichlich Stoff. </p>
<p>Julia Jean Mildred Frances Turner wurde am 8. Februar 1920 in der Bergarbeiterstadt Wallace (Idaho) geboren. Ihre Eltern zogen sp&auml;ter nach San Francisco (Kalifornien). Der Vater soll angeblich einem Raubmord zum Opfer gefallen sein. Zun&auml;chst besuchte das M&auml;dchen die Grundschule in Sacramento (Kalifornien), dann die Klosterschule &bdquo;Convent of Immaculate Conception&ldquo; (&bdquo;Konvent der Unbefleckten Empf&auml;ngnis&ldquo;) in Hollywood (Kalifornien). Die Mutter betrieb in Los Angeles (Kalifornien), wo sie seit 1936 lebte, einen kleinen Sch&ouml;nheitssalon. </p>
<p>&Uuml;ber Lana Turners eigentliche Entdeckung gibt es unterschiedliche Versionen. Einmal hei&szlig;t es, sie habe als Kellnerin in einem Eissalon bedient, als man auf sie aufmerksam wurde. Andererseits wird erz&auml;hlt, sie sei Stenotypistin bei einer Versicherungsgesellschaft gewesen, als sie 1937 in einem kleinen Caf&eacute; dem Chefredakteur des &bdquo;Hollywood Reporter&ldquo;, Billy Wilkerson, auffiel. Nach einer anderen Variante schw&auml;nzte sie die Schule, trank in &bdquo;Sawab&rsquo;s Drugstore&ldquo; eine Cola und erregte dabei die Aufmerksamkeit von Wilkerson. Nach eigenem Eingest&auml;ndnis hatte sie damals nicht viel mehr als &bdquo;einen Busen und einen Hintern&ldquo; zu bieten.</p>
<p>Der Journalist Wilkerson soll die Turner mit dem Regisseur Mervin Le Roy (1870&ndash;1954) zusammengebracht haben, der ihr eine winzige Rolle in dem Film &bdquo;The won&rsquo;t forget&ldquo; (1937) anbot. Le Roy verschaffte der Turner 1938 einen Vertrag mit dem Filmstudio &bdquo;Metro-Goldwyn-Mayer&ldquo; (MGM). Um ihr sexuelles Image zu f&ouml;rdern, schlug er ihr das Pseudonym &bdquo;Lana&ldquo; vor. </p>
<p>Nachher stellte man Lana Turner als Sexsymbol und als so genanntes &bdquo;Sweatergirl&ldquo; (&bdquo;Pullim&auml;dchen&ldquo; oder &bdquo;Pulloverm&auml;dchen&ldquo;) heraus. Im Film &bdquo;Love Finds Andy Hardy&ldquo; (1938) pr&auml;gte ihr Partner Mickey Rooney den Titel &bdquo;Glamour-Girl&ldquo; f&uuml;r sie, der zu einem feststehenden Begriff in der Filmsprache wurde. </p>
<p>Als &bdquo;Sweatergirl&ldquo; l&ouml;ste Lana Turner in den USA einen nationalen Trend aus, von dem au&szlig;er ihr auch die Kosmetik- und Dessousindustrie profitierte. Filme, Magazinbeitr&auml;ge und Abertausende von Pin-up-Fotos trugen dazu bei, dass in den Vereinigten Staaten innerhalb eines Jahres viereinhalb Millionen schaumstoffverst&auml;rkte B&uuml;stenhalter und attrappen&auml;hnliche Korsagen verkauft wurden. </p>
<p>Nach einigen weiteren Streifen hatte Lana Turner mit dem Film &bdquo;Ziegfeld Girl&ldquo; (1941) bereits als 20-J&auml;hrige den k&uuml;nstlerischen Durchbruch geschafft. Den H&ouml;hepunkt ihrer Popularit&auml;t erreichte sie als m&ouml;rderische Ehebrecherin in dem Thriller &bdquo;The postman always rings twice&ldquo; (&bdquo;Im Netz der Leidenschaften&ldquo;, 1946). F&uuml;r ihre Rolle als neurotische Witwe in &bdquo;Peyton Place&ldquo; (&bdquo;Glut unter der Asche&ldquo;, 1957) wurde sie f&uuml;r den &bdquo;Oscar&ldquo; nominiert. Als ihr letzter gro&szlig;er Erfolg gilt &bdquo;Imitation of Life&ldquo; (&bdquo;So lange es noch Menschen gibt&ldquo;, 1959). Ende der 1950-er Jahre verfiel sie zunehmend dem Alkohol.</p>
<p>Auch als Produzentin bet&auml;tigte sich Lana Turner erfolgreich. 1958 gr&uuml;ndete sie die &bdquo;Lanturn Productions&ldquo; und 1966 die &bdquo;Eltee Productions&ldquo;. In den 1960-er Jahren sah man die Turner vor allem im Fernsehen. 1969 wirkte sie in 15 Folgen der TV-Serie &bdquo;The Survivors&ldquo; mit. 1978 drehte sie ihren letzten Film &bdquo;Witches&rsquo; Brew&ldquo;. In den 1980-er Jahren trat sie im Theater auf und spielte in der amerikanischen Fernsehserie &bdquo;Falcon Crest&ldquo; mit, die auch in Deutschland gesendet wurde. </p>
<p>Lana Turner war sieben Mal verheiratet. Als 19-J&auml;hrige ehelichte sie den Jazzmusiker Artie Shaw, zwei Jahre sp&auml;ter den Schauspieler und Restaurateur Steven Crane, dann den Zinn-Million&auml;r Henry J. (Bob) Topping, den Schauspieler und Tarzan-Darsteller Lex Barker (1919&ndash;1973), den Kaufmann Fred May, danach Robert Eaton und 1969 den Hypnotiseur Donald Dante. Ihre Tochter Cheryl stammt aus der Ehe mit Steven Crane. Zu Lanas zahlreichen Liebhabern geh&ouml;rten Frank Sinatra (1915&ndash;1998) und Tyronne Power (1914&ndash;1958).</p>
<p>In ihren Memoiren &bdquo;Lana: The Lady, The Legend, The Truth&ldquo; (&bdquo;Lana: Die Lady, die Legende, die Wahrheit&ldquo;, 1992) berichtete die Turner &uuml;ber Entt&auml;uschungen, Misshandlungen, einige Abtreibungen und Totgeburten sowie &uuml;ber einen gescheiterten Selbstmordversuch. In diesem Buch stellte sie auch die Frage, warum sie sich immer von den falschen M&auml;nnern angezogen f&uuml;hlte und warum sie immer als Opfer enden musste. </p>
<p>1957 trennte sich Lana Turner von Lex Barker, als sie von ihrer minderj&auml;hrigen Tochter Cheryl erfuhr, dass ihr Mann das M&auml;dchen jahrelang missbrauchte. Am Karfreitag 1958 erstach die 14-j&auml;hrige Cheryl den Gangster und Geliebten ihrer Mutter, Johnny Stompanato, in Notwehr mit einem K&uuml;chenmesser. Stampanato hatte Lana Turner nach einem erbitterten Schlafzimmerstreit bedroht. Lanas Auftritt im Zeugenstand als verzweifelte Mutter wurde von einigen Zeitungen als ihre gr&ouml;&szlig;te schauspielerische Leistung empfunden.</p>
<p>1992 musste Lana Turner wegen Kehlkopfkrebs operiert werden. Am 29. Juni 1995 starb sie im Alter von 75 Jahren in Century City (Kalifornien) an Krebs.</p>
<p>Literatur: &nbsp;&quot;Superfrauen: 14 B&uuml;cher auf einer CD-ROM&quot; bei:<br />
<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935718829/qid%3D1147200583/028-7008173-6006919">www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935718829/qid%3D1147200583/028-7008173-6006919</a></p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/lana-turner/L/332.html</link>
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		</item>
		<item>
			<title>LEPTOLEPIDES-SPRATTIFORMIS</title>
			<description><![CDATA[<p><a title="" target="_blank" href="http://data1.blog.de/blog/f/fossilien-news/img/Leptolepis6166992219Mallux.jpg"><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/f/fossilien-news/img/Leptolepis6166992219Mallux_small.jpg" /></a></p>
<p>Der &quot;sprotten&auml;hnliche&quot; Knochenfisch <strong>Leptolepides sprattiformis</strong> ist im Solnhofener Plattenkalk aus der sp&auml;ten Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren relativ h&auml;ufig zu finden. Die Schicht, in der diese Fischart massenhaft vorkommt, wird lokal als &quot;Fischli-Flinz&quot; bezeichnet. Leptolepides ist eine Art von &quot;Leitfossil&quot; im Solnhofener Plattenkalk.</p>
<p><strong>Leptolepides sprattiformis</strong> trat zu Lebzeiten in der Jurazeit in gro&szlig;en Schw&auml;rmen auf, um sich so vor Angreifern zu sch&uuml;tzen. Ungeachtet dessen war er - wie Reste im Darmtrakt von Raubfischen jener Zeit belegen - im Jurameer ein beliebter Beutefisch gewesen. Vermutlich wurde er auch von r&auml;uberischen Meeressauriern und von manchen Flugsaurierarten gejagt.</p>
<p>Der &ouml;sterreichische Pal&auml;ontologe Othenio Abel (1875-1946) hielt die Funde von <strong>Leptolepides sprattiformis</strong> aus dem Solnhofener Plattenkalk f&uuml;r P&auml;rchen, die zur Laichzeit in die Lagune von Solnhofen vorgesto&szlig;en sind. Diese Ansicht gilt heute als &uuml;berholt.</p>
<p>Mit seiner verkn&ouml;cherten Wirbels&auml;ule geh&ouml;rt Leptolepides sprattiformis zur h&ouml;chst entwickelten Gruppe (Unterklasse) der Fische, den Knochenfischen (Teleostei). Der kleine &quot;sprotten&auml;hnliche Fisch&quot; hat ungef&auml;hr die Gr&ouml;&szlig;e eines menschlichen Fingers. </p>
<p>Den Artnamen Leptolepides sprattiformis hat der franz&ouml;sische Zoologe Henri Ducrotay de Blainville (1777-1850) gepr&auml;gt. </p>
<p>Die meistens hervorragend erhaltenen Funde von Leptolepides sprattiformis werden im Fossilienhandel h&auml;ufig angeboten. Gar nicht selten prangen statt nur eines einzigen Exemplars sogar mehrere dieser &quot;sprotten&auml;hnlichen&quot; Fische auf einer Platte. </p>
<p>Wer in f&uuml;r Fossiliensammler ge&ouml;ffneten Besucher-Steinbr&uuml;chen der Gegend von Solnhofen nach solchen kleinen Fischen Ausschau h&auml;lt, findet mitunter trotz stundenlanger Schwei&szlig;arbeit mit Hammer und Mei&szlig;el kein einziges Exemplar. Wer dies einmal selbst erlebt hat, ist froh, dass Leptolepides sprattiformis im Fossilienhandel erh&auml;ltlich ist.<br />
</p>]]></description>
			<link>http://www.KLIXS.de/leptolepides-sprattiformis/L/326.html</link>
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		</item>
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			<title>LOLA-MONTEZ</title>
			<description><![CDATA[<p><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/LolaMontez.jpg" /></p>
<p>Der zweifelhafte Ruf, Bayerns bekannteste M&auml;tresse gewesen zu sein, geb&uuml;hrt der T&auml;nzerin Lola Montez (1818&ndash;1861), geborene Maria Dolores Eliza Gilbert. In sie verliebte sich K&ouml;nig Ludwig I. (1786&ndash;1868) so unsterblich, dass er ihretwegen in seinem Land eine ernste Staatskrise heraufbeschwor. Einem Freund vertraute der bayerische Herrscher in einem Brief &uuml;ber seine Aff&auml;re an: &bdquo;E&szlig;lust und Schlaf verlor ich zum Teil, fiebrig hei&szlig; wallte mein Blut, in des Himmels H&ouml;hen hob es mich, meine Gedanken wurden reiner, ich wurde besser.&ldquo; </p>
<p>Maria Dolores Eliza Gilbert kam am 25. August 1818 als Tochter eines schottischen Offiziers und einer Kreolin in Limerick (Irland) zur Welt. Bis zum Alter von neun Jahren lebte sie in Kalkutta (Indien), wo ihr Vater stationiert war. Danach wurde sie in einem britischen Internat erzogen. </p>
<p>Als Maria Dolores Eliza Gilbert 14 Jahre alt war, wollte ihre Mutter sie mit einem 60-J&auml;hrigen verheiraten. Doch Lola graute davor, sie lie&szlig; sich statt dessen lieber vom 30-j&auml;hrigen Begleiter ihrer Mutter verf&uuml;hren, der f&uuml;r kurze Zeit ihr Mann wurde. </p>
<p>Sp&auml;ter stellte sich Lola ohne Tanzausbildung bei einem Londoner Theater vor, wurde als T&auml;nzerin engagiert und erntete beim ersten Auftritt wegen ihrer Sch&ouml;nheit allerlei Komplimente. Von 1842 bis 1846 reiste sie durch Europa und tanzte in Theatern von Paris, Warschau, Moskau und Berlin. </p>
<p>Wo Lola Montez auch immer auftauchte, gab es Skandale. Ihretwegen duellierten sich oft verliebte Konkurrenten. Wegen gebundener M&auml;nner, die nicht von ihr ablassen wollten, verwies man sie mehrfach aus einer Stadt. Au&szlig;erdem rauchte sie verbotswidrig in einem Park und wurde deswegen eingesperrt. Manchmal ohrfeigte sie &ouml;ffentlich Staatsdiener. </p>
<p>Nach abenteuerlichen Jahren traf Lola Montez 1846 ohne Ausweispapiere in der bayerischen Landeshauptstadt M&uuml;nchen ein. Dort gab sie sich f&auml;lschlicherweise als spanische T&auml;nzerin adliger Herkunft namens Se&ntilde;ora Maria de los Dolores Porris y Montez aus. </p>
<p>Weil der Intendant der M&uuml;nchener Hofb&uuml;hne sie nicht auftreten lie&szlig;, wandte sich Lola an K&ouml;nig Ludwig I. Dieser war ein Freund der K&uuml;nste und sch&ouml;ner Frauen, wovon die in Schloss Nymphenburg aufgeh&auml;ngten Bilder von 38 attraktiven Damen zeugen, die er portr&auml;tieren lie&szlig;. </p>
<p>Am 7. Oktober 1846 begegneten sich erstmals der 60 Jahre alte Ludwig I. und die 28-j&auml;hrige Lola Montez. Bei dieser Audienz verfiel der Monarch &ndash; seit 1810 mit Therese Charlotte Luise von Sachsen-Hildburghausen (1792&ndash;1854) verheiratet, die ihm vier S&ouml;hne und vier T&ouml;chter schenkte und nach der die M&uuml;nchener Theresienwiese benannt wurde &ndash; dem Charme der rassigen T&auml;nzerin. </p>
<p>Ludwig I. fing sofort Feuer und wurde zum Schutzherrn und M&auml;zen von Lola Montez. Weniger begeistert als der in Liebe entflammte Landesvater war das M&uuml;nchener Publikum bei Lolas drei Auftritten. Es reagierte darauf mit &bdquo;unerwarteter K&auml;lte&ldquo;. Der K&ouml;nig schenkte Lola Montez ein Haus, in dem er sie fast t&auml;glich besuchte. Zu ihren Gunsten &auml;nderte er sogar sein Testament. </p>
<p>Lola intrigierte gegen unliebsame Zeitgenossen, die prompt bei Ludwig I. in Ungnade fielen. In der &Ouml;ffentlichkeit trat sie oft mit Reitpeitsche auf und provozierte Zwischenf&auml;lle mit Privatpersonen. Als der M&uuml;nchener Polizeidirektor gegen sie vorging, versetzte ihn der K&ouml;nig zur Strafe in die Provinz. In Witzbl&auml;ttern und Karikaturen nannte man Lola &bdquo;die spanische Fliege&ldquo;, &bdquo;des K&ouml;nigs tolle T&auml;nzerin&ldquo;, &bdquo;schwarzer Teufel&ldquo; und &bdquo;bayerische Pompadour&ldquo;. </p>
<p>Die betrogene K&ouml;nigin Therese ertrug die seelischen Belastungen geduldig und gewann so beim Volk viele Sympathien. Dagegen wuchs der Widerstand gegen K&ouml;nig Ludwig I. ungeachtet seines Ansehens als Sch&ouml;pfer pr&auml;chtiger Bauten, die M&uuml;nchen den Beinamen &bdquo;Isar-Athen&ldquo; einbrachten. </p>
<p>Nachdem der Monarch seine Geliebte zur &bdquo;Gr&auml;fin von Landsfeld&ldquo; ernannt hatte, trat 1847 das bayerische Kabinett unter Ministerpr&auml;sident Karl August von Abel (1788&ndash;1859) zur&uuml;ck. Studenten demonstrierten vor dem Palais der frischgebackenen Gr&auml;fin und warfen Fensterscheiben ein. </p>
<p>Nach weiteren Protestaktionen von Studenten gegen die Montez befahl Ludwig I. am 9. Februar 1848, die Universit&auml;t zu schlie&szlig;en. Am 10. Februar 1848 zogen &bdquo;tausend der achtbarsten B&uuml;rger&ldquo; vor die M&uuml;nchener Residenz, verlangten politische Reformen, Wiederer&ouml;ffnung der Universit&auml;t und Ausweisung von Lola Montez. Es folgten unruhige Wochen, die mit den so genannten M&uuml;nchener &bdquo;M&auml;rzst&uuml;rmen&ldquo; eskalierten. </p>
<p>Angesichts drohender Ausschreitungen gab K&ouml;nig Ludwig I. am 16. M&auml;rz 1848 bekannt, dass Lola Montez die bayerische Staatsb&uuml;rgerschaft aberkannt wurde und dass sie zu verhaften sei, wo immer sie in Bayern angetroffen werde. Aber die &bdquo;Gr&auml;fin von Landsfeld&ldquo; war schon &uuml;ber alle Berge. Zeitweise standen sich sogar Volk und Milit&auml;r bewaffnet gegen&uuml;ber. Am 19. M&auml;rz 1848 musste Ludwig I. zugunsten seines Sohnes Maximilian II. Joseph (1811&ndash;1864) auf den Thron verzichten. </p>
<p>Lola Montez lebte danach in Gro&szlig;britannien, Spanien und ab 1851 in Nordamerika. 1851 erschienen ihre Memoiren, die 1986 eine Neuauflage mit rund 1800(!) Seiten erlebten. In den USA trat sie mit einer Tanztruppe als &bdquo;Lola Montez in Bavaria&ldquo; in New York und San Francisco (Kalifornien) sowie als Westernlady in Goldgr&auml;berst&auml;dten auf, hielt Vortr&auml;ge &uuml;ber ihre Reisen, &uuml;ber heroische Frauen in der Geschichte und &uuml;ber Sch&ouml;nheitspflege. </p>
<p>W&auml;hrend ihres Aufenthalts in San Francisco sah man Lola Montez zuweilen in abenteuerlicher Aufmachung auf der Stra&szlig;e. Sie rauchte eine Zigarre, auf ihrer Schulter sa&szlig; ein Papagei und sie f&uuml;hrte zwei Windhunde an der Leine. Sp&auml;ter lie&szlig; sich Lola auf einer Besitzung in Grass Valley nieder, wo Prospektoren ihr zu Ehren einen Berg als &bdquo;Mount Lola&ldquo; bezeichneten, und hielt einen B&auml;ren als Haustier.</p>
<p>Am 17. Januar 1861 starb Lola Montez verarmt als 42-J&auml;hrige in New York und wurde in Brooklyn begraben. Ludwig I. lebte nach seiner Abdankung fast noch 20 Jahre lang. 1854 erlag seine Gattin, K&ouml;nigin Therese, im Alter von 62 Jahren der Cholera. In ihrem Testament bedankte sie sich bei ihrem Gatten &bdquo;f&uuml;r jeden Beweis der Liebe, durch welchen er mir das Leben zu versch&ouml;nern wu&szlig;te.&ldquo; </p>
<p>Ludwig I. pries noch als 70-j&auml;hriger in 250 Gedichten die Sch&ouml;nheit und Fr&ouml;mmigkeit der Hofdame Carlotta Freiin von Breidbach-B&uuml;rresheim (1838&ndash;1920). Diese lehnte jedoch seinen Heiratsantrag ab und ehelichte statt dessen den Grafen Philipp von Boos zu Waldeck (1831&ndash;1917), worauf ihr der abgeblitzte Bewerber 50000 Gulden schenkte. </p>
<p>Bis kurz vor seinem Tod nahm Ludwig I. an B&auml;llen und Einladungen in Nizza (Frankreich) teil. Am 29. Februar 1868 hauchte er im Alter von 82 Jahren in Nizza sein Leben aus. Sein Leichnam wurde von einer Ehrenkompagnie des bayerischen Heeres nach M&uuml;nchen geholt und in der von ihm errichteten Basilika St. Bonifaz beigesetzt. Der protestantischen K&ouml;nigin Therese blieb auch im Tode der Platz neben ihm verwehrt. F&uuml;r sie hatte Ludwig I. eine Seitenkapelle errichten lassen.</p>]]></description>
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			<title>LALE-ANDERSEN</title>
			<description><![CDATA[<p>Das ber&uuml;hmteste Lied zur Zeit des Zweiten Weltkrieges wurde von der deutschen Chansons&auml;ngerin <strong>Lale Andersen</strong> (1905&ndash;1972), eigentlich Lise-Lotte Helene Berta Bunnenberg, gesungen. Ihr &bdquo;Lili Marleen&ldquo; schloss jeweils die Sendefolge des deutschen &bdquo;Soldatensenders Belgrad&ldquo; ab und gefiel deutschen, britischen und amerikanischen Soldaten so gut, dass seine Interpretin international ber&uuml;hmt wurde. Die renommierte Londoner Tageszeitung &bdquo;Times&ldquo; nahm Lale Andersen 1969 in die Liste der bekanntesten Personen des 20. Jahrhunderts auf.</p>
<p>Lise-Lotte Helene Berta Bunnenberg kam am 23. M&auml;rz 1905 in Lehe &ndash; heute ein Stadtteil von Bremerhaven &ndash; als Tochter eines Schiffsstewards zur Welt. Wie ihr Vater hatte sie Sehnsucht nach der Ferne, von ihm lernte sie viele Shanties (Arbeitslieder der Seeleute). Ihre Mutter ist fr&uuml;h gestorben. 1924 heiratete die 19-j&auml;hrige Lise-Lotte den Worpsweder Maler Paul Ernst Wilke (1894&ndash;1992). Aus dieser Ehe gingen die Kinder Bj&ouml;rn, Litta und Michael hervor. </p>
<p>1930 nahm die 25-j&auml;hrige Lise-Lotte Wilke Schauspielunterricht in Bremen. Der Karriere wegen verlie&szlig; sie Ehemann und Kinder, wurde 1931 geschieden und suchte ihr K&uuml;nstlergl&uuml;ck in Berlin. 1931 begann sie als Peggy in der Kom&ouml;die &bdquo;Muss die Kuh Milch geben?&ldquo; des britischen Schriftstellers Somerset Maugham (1874&ndash;1965) ihre B&uuml;hnenlaufbahn am &bdquo;Deutschen K&uuml;nstlertheater&ldquo; in Berlin. Von 1931 bis 1933 trat sie an &bdquo;Dr. Roberts Klein-B&uuml;hnen&ldquo; in Berlin auf. 1932/1933 besuchte sie die Schauspielschule des &bdquo;Deutschen Theaters&ldquo; in Berlin. Ab 1934 verwendete sie das Pseudonym &bdquo;Lale Andersen&ldquo;.</p>
<p>Zwischen 1933 und 1937 geh&ouml;rte Lale Andersen zum Ensemble des Z&uuml;rcher Schauspielhauses. In diese Zeit fallen auch ihre dramatischen Studien bei dem deutschen Schauspieler Ernst Ginsberg (1904&ndash;1964), der nach seiner Emigration von 1933 bis 1962 Mitglied des Z&uuml;rcher Schauspielhauses war. Von 1938 bis 1941 sah man sie am &bdquo;Kabarett der Komiker&ldquo; von Willi Schaeffer (1884&ndash;1962) in Berlin, au&szlig;erdem als Salondame bei Otto Falckenberg (1873&ndash;1947) an den &bdquo;M&uuml;nchner Kammerspielen&ldquo; in &bdquo;Ihr erster Mann&ldquo; und in &bdquo;Simpl&ldquo;. </p>
<p>Das gef&uuml;hlvolle Lied &bdquo;Lili Marleen&ldquo;, das von einem jungen Wachtposten handelt, wurde 1915 w&auml;hrend des Ersten Weltkrieges von dem jungen deutschen Schriftsteller und Soldaten Hans Leip (1893&ndash;1983) auf dem Weg zur Ostfront getextet. Er schrieb das &bdquo;Lied eines jungen Wachtposten&ldquo; f&uuml;r seine Freundin und die seines Kumpels, die &bdquo;Lili&ldquo; und &bdquo;Marleen&ldquo; hie&szlig;en.</p>
<p>Das Lied verschwand dann in der Versenkung und wurde 1937 nach der lyrischen Melodie von Rudi Zink von Lale Andersen gesungen. Am 2. August 1939 nahm sie dasselbe Lied nach der einpr&auml;gsameren Vertonung von Norbert Schultze (Pseudonym: &bdquo;Frank Norbert&ldquo;) auf Platte auf. </p>
<p>Auch die zweite Version von &bdquo;Lili Marleen&ldquo; blieb zun&auml;chst v&ouml;llig unbeachtet. Der Durchbruch erfolgte im Sommer 1941, als dem gerade etablierten deutschen &bdquo;Besatzungssender Belgrad&ldquo; die &bdquo;leichte Muse&ldquo; ausging und man in Wien Schallplatten beschaffte. Darunter befand sich der Titel &bdquo;Lili Marleen&ldquo;, den am 18. August 1941 ein Techniker mehr aus Versehen als aus Absicht nach den Nachrichten auflegte. </p>
<p>Danach verlangten Tausende deutscher Soldaten &ndash; vom Landser bis zum General &ndash; eine Wiederholung. Der Sender schloss kurze Zeit sp&auml;ter allabendlich sein Programm mit &bdquo;Lili Marleen&ldquo;. <strong>Lale Andersen</strong> erhielt damals Waschk&ouml;rbe voller Feldpostbriefe. Unbekannte Landser klingelten an ihrer Wohnungst&uuml;r. Wo die S&auml;ngerin auftauchte, erkannte man sie als &bdquo;Lili Marleen&ldquo;. Bei jedem Auftritt musste sie dieses Lied singen. </p>
<p>1942 warf das Propagandaministerium Lale Andersen &bdquo;undeutsche Kontakte&ldquo; zu j&uuml;dischen Emigranten in der Schweiz vor. Aus Furcht vor einer Verhaftung nahm sie angeblich eine &Uuml;berdosis Schlaftabletten. Sie lag noch im Koma, als der Rundfunksender &bdquo;British Broadcasting Corporation&ldquo; (BBC) meldete, sie h&auml;tte Selbstmord begangen, weil der nationalsozialistische Propagandaminister Joseph Goebbels (1897&ndash;1945) befohlen habe, sie verhaften und in ein Konzentrationslager transportieren zu lassen. Goebbels lie&szlig; sofort ein Dementi verbreiten und bezichtigte BBC der L&uuml;ge.</p>
<p>Nach der deutschen Niederlage bei der Schlacht von Stalingrad 1942/1943 wurde &bdquo;Lili Marleen&ldquo; aus dem Programm des Soldatensenders Belgrad genommen. Lale Andersen durfte nach neunmonatigem Auftrittsverbot zwar wieder singen, nur &bdquo;Lili Marleen&ldquo; nicht mehr. Denn Goebbels betrachtete diesen Titel als sentimental und unheroisch, er nannte es das &bdquo;Lied mit dem Leichengeruch&ldquo;. Ab April 1944 war &bdquo;Lili Marleen&ldquo;, gesungen von <strong>Lale Andersen</strong>, ab sofort verboten&ldquo;. Fortan lief die Platte ohne Gesang. </p>
<p>Das inzwischen auch von den Briten, Franzosen, Italienern, Amerikanern und Kanadiern begeistert gespielte Lied wurde von dem amerikanischen Schriftsteller John Steinbeck (1902&ndash;1968) als &bdquo;das sch&ouml;nste aller Liebeslieder&ldquo; bezeichnet. F&uuml;r Soldaten aller Nationen war es ein Symbol der Hoffnung. In England drehte man noch w&auml;hrend des Krieges mit der 1933 nach Gro&szlig;britannien emigrierten Lucie Mannheim (1899&ndash;1976) einen Propagandafilm &uuml;ber das Schicksal von Lili und Lale.</p>
<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Lale Andersen auf der Nordseeinsel Langeoog. Als das kulturelle Leben in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten wieder aufbl&uuml;hte, ging sie als S&auml;ngerin auf Gastspielreisen. Au&szlig;erdem trat sie in London, Helsinki, Kopenhagen und Nordamerika im Fernsehen auf und war als S&auml;ngerin und Kabarettistin in europ&auml;ischen und amerikanischen Sendern zu h&ouml;ren. </p>
<p><strong>Lale Andersens</strong> &bdquo;gro&szlig;e Liebe&ldquo; war der Schweizer Komponist sowie sp&auml;tere Hamburger und Pariser Opernintendant Rolf Liebermann (1910&ndash;1999). Doch sie zog seiner Bitte, sich doch endlich f&uuml;r ein Leben an seiner Seite zu entscheiden, ihre Karriere vor. 1949 heiratete Lale Andersen den Komponisten und Maler Artur Beul. Die zweite Ehe dauerte bis zu ihrem Tod.</p>
<p>Als <strong>Lale Andersens</strong> bekannteste Chansons der Nachkriegszeit gelten &bdquo;Unter der roten Laterne von St. Pauli&ldquo;, &bdquo;Der Junge an der Reling&ldquo;, &bdquo;Blaue Nacht am Hafen&ldquo; (1949) und &bdquo;Ein Schiff wird kommen&ldquo; (1959). Gut angekommen ist auch ihre Brecht-Weill-Langspielplatte von 1957. Nicht wenige Kritiker betrachteten sie als weibliches Gegenst&uuml;ck des S&auml;ngers und Schauspielers Hans Albers (1892&ndash;1960). </p>
<p>Ende 1965 stand <strong>Lale Andersen</strong> im Mittelpunkt einer gro&szlig;en Amerikatournee, die der Deutschlandsender Chicago veranstaltete. Danach hatte sie in den USA t&auml;glich bis zu drei Fernsehauftritte. Im April 1967 folgte eine 31-t&auml;gige Tournee unter dem Titel &bdquo;good bye memories&ldquo; durch die Bundesrepublik Deutschland. Die erfolgreichen Lieder &bdquo;Blaue Nacht am Hafen&ldquo;, &bdquo;Wenn du heimkommst&ldquo;, &bdquo;Sommerwind&ldquo; und &bdquo;Gr&uuml;&szlig; mir das Meer&ldquo; textete sie unter dem Pseudonym &bdquo;Nicola Wilke&ldquo;.</p>
<p>In einem Interview mit der Mainzer &bdquo;Allgemeinen Zeitung&ldquo; erkl&auml;rte Lale Andersen im April 1968, &bdquo;Lili Marleen&ldquo; sei nicht ihr pers&ouml;nliches Lieblingslied gewesen. Auch &bdquo;Blaue Nacht am Hafen&ldquo; und &bdquo;Ein Schiff wird kommen&ldquo;, die sie in die Hitparaden brachten, waren nicht ihre Plattenfavoriten. Viel besser gefiel ihr ihre Langspielplatte mit plattdeutschen Liedern. </p>
<p><strong>Lale Andersen</strong> war auch als Schriftstellerin erfolgreich. Aus ihrer Feder stammen das Buch &bdquo;Wie werde ich Haifisch? &ndash; Ein heiterer Ratgeber f&uuml;r alle, die Schlager singen, texten oder komponieren wollen&ldquo; (1962) und ihr autobiographischer Roman &bdquo;Der Himmel hat viele Farben &ndash; Leben mit einem Lied&ldquo; (1972), der in ihrem Todesjahr erschien. Ihre Tochter Litta Magnus-Andersen gab Anfang 1981 die dokumentarisch belegte Biographie &bdquo;Lale Andersen &ndash; die Lili Marleen&ldquo; heraus, die Einblicke in die Kulturszene des &bdquo;Dritten Reiches&ldquo; erlaubte.</p>
<p>1968 verschlechterte sich der seit Jahren angegriffene Gesundheitszustand <strong>Lale Andersens</strong> rapide. Am 29. August 1972 starb sie im Alter von 67 Jahren in einer Wiener Privatklinik an Herzversagen. Sie hatte zuvor in &Ouml;sterreich ihren autobiographischen Roman &bdquo;Der Himmel hat viele Farben &ndash; Leben mit einem Lied&ldquo; pr&auml;sentiert. Die S&auml;ngerin wurde auf dem Langeooger D&uuml;nenfriedhof neben ihrer Ferienpension &bdquo;Sonnenhof&ldquo; beerdigt.</p>
<p><strong>Lale Andersens</strong> ber&uuml;hmtes Lied &bdquo;Lili Marleen&ldquo; ist in mindestens 50 Filmen gesungen worden. Zu den Interpreten geh&ouml;ren unter anderem Marlene Dietrich (1901&ndash;1992), Bing Crosby, Freddy Quinn und Jean-Claude Pascal. Lales Leben wurde in dem Film &bdquo;Lili Marleen&ldquo; (1981) von Rainer Werner Fassbinder (1945&ndash;1982) geschildert, in dem Hanna Schygulla die Hauptrolle spielte. Ebenfalls 1981 setzte Lale Andersens Geburtsstadt Bremerhaven der S&auml;ngerin in der Innenstadt eine &bdquo;Lili-Marleen&ldquo;-Laterne als Denkmal.</p>]]></description>
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		</item>
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			<title>LENI-RIEFENSTAHL</title>
			<description><![CDATA[<p><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/Riefenstahl.jpg" /></p>
<p>Deutschlands bedeutendste Regisseurin und Fotografin war Leni Riefenstahl (1902-2004). Ihr zweiteiliger Film &uuml;ber die Olympischen Spiele 1936 gilt als Meisterwerk der Filmgeschichte und der Montagetechnik und z&auml;hlt in Hollywood als einer der zehn besten Streifen, die jemals gedreht wurden. Sp&auml;ter machte sie sich mit Fotos, die in Bildb&auml;nden und Ausstellungen gezeigt wurden, international einen Namen. </p>
<p>Leni Riefenstahl kam am 22. August 1902 in Berlin zur Welt. Ihr Vater war Kaufmann und besa&szlig; eine Firma f&uuml;r Heizungs- und L&uuml;ftungsanlagen. In Berlin besuchte Leni sp&auml;ter das &bdquo;Kollmorgen&rsquo;sche Lyzeum&ldquo; und die Kunstakademie, an der sie Mal- und Zeichenkurse belegte. Au&szlig;erdem nahm sie Ballettunterricht und lernte in der Tanzschule von Mary Wigmann (1886&ndash;1973) und Jutta Klamt (1890&ndash;1970) Ausdruckstanz. </p>
<p>Der Vater von Leni Riefenstahl hielt Tanz und Schauspielerei f&uuml;r halbseiden und erkl&auml;rte, er werde ausspucken, wenn er jemals den Namen seiner Tochter an einer Litfasss&auml;ule lesen sollte. Ungeachtet dessen trat sie von 1923 bis 1927 als Ausdruckst&auml;nzerin bei mehr als 70 Tanzabenden im In- und Ausland auf. </p>
<p>Das Interesse von Leni Riefenstahl f&uuml;r den Film erwachte, als sie den ersten Streifen &bdquo;Der Berg des Schicksals&ldquo; des Regisseurs Arnold Fanck (1889&ndash;1974) sah. Ihm ist sie 1925 begegnet, er brachte ihr Filmtechnik bei und verpflichtete sie f&uuml;r seinen n&auml;chsten Streifen, worauf sie Skilaufen und Bergsteigen lernte. </p>
<p>Schnell machte Leni Riefenstahl als Hauptdarstellerin in den Fanck-Filmen &bdquo;Der Heilige Herg&ldquo; (1926), &bdquo;Der gro&szlig;e Sprung&ldquo; (1927), &bdquo;Wei&szlig;e H&ouml;lle Piz Pal&uuml;&ldquo; (1929), &bdquo;St&uuml;rme &uuml;ber dem Mont Blanc&ldquo; (1930) und in dem Skisportfilm &bdquo;Der wei&szlig;e Rausch&ldquo; (1931) Karriere. In letzterem Streifen waren Hannes Schneider und Rudi Matt, die Leiter der ber&uuml;hmten &bdquo;Arlberger Skischule&ldquo; in St. Anton, ihre Partner.</p>
<p>1931 folgte die Gr&uuml;ndung der &bdquo;Leni Riefenstahl Studio Film&ldquo;. Als Produzentin, Regisseurin und Hauptdarstellerin zugleich bet&auml;tigte sich Leni Riefenstahl in dem Film &bdquo;Das blaue Licht&ldquo; (1932), der Adolf Hitler (1889&ndash;1945) besonders beeindruckt haben soll. 1932 &uuml;bernahm sie die weibliche Hauptrolle in dem Gr&ouml;nlandfilm &bdquo;SOS Eisberg&ldquo;, einer deutsch-amerikanischen Co-Produktion der &bdquo;Universal-Film AG&ldquo; in Hollywood, bei welcher der d&auml;nische Polarforscher Knud Rasmussen (1879&ndash;1933) als Berater fungierte. </p>
<p>1934 drehte Leni Riefenstahl den Auftragsfilm &bdquo;Triumph des Wil-lens&ldquo; &uuml;ber den N&uuml;rnberger Reichsparteitag der &bdquo;Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei&ldquo; (NSDAP). Von 1936 bis 1938 stellte sie auf Wunsch des &bdquo;Internationalen Olympischen Komitees&ldquo; (IOC) einen zweiteiligen Film &uuml;ber die Olympischen Spiele 1936 in Berlin mit den Titeln &bdquo;Olympia &ndash; Fest der V&ouml;lker&ldquo; und &bdquo;Olympia &ndash; Fest der Sch&ouml;nheit&ldquo; her. </p>
<p>1944 heiratete Leni Riefenstahl den Major Peter Jacob, von dem sie 1946 geschieden wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg warf man ihr vor, &bdquo;mit politischer Naivit&auml;t&ldquo; dem &bdquo;Dritten Reich&ldquo; ihre Kunst geliehen zu haben, um ihre k&uuml;nstlerisch-&auml;sthetischen Idealisierungen verwirklichen zu k&ouml;nnen. </p>
<p>Leni Riefenstahl selbst stritt den Propagandacharakter ihrer Dokumentarfilme immer ab und berief sich auf die vielen Preise, die ihre Filme international erhalten haben. Ihr Werk &bdquo;Triumph des Willens&ldquo; wurde 1935 in Venedig und 1937 mit der Goldmedaille in Frankreich ausgezeichnet. Die Streifen &bdquo;Olympia &ndash; Fest der V&ouml;lker&ldquo; und &bdquo;Olympia &ndash; Fest der Sch&ouml;nheit&ldquo; sind 1939 nachtr&auml;glich mit der olympischen Goldmedaille des &bdquo;Internationalen Olympischen Komitees&ldquo; (IOK) ausgezeichnet worden. </p>
<p>Jahrzehntelang musste sich Leni Riefenstahl gegen viele Verleumdungen wehren, mehr als 50 Prozesse f&uuml;hren, die sie alle gewann, und drei Entnazifizierungsverfahren durchstehen. Unbestritten ist, dass sie kein Mitglied der NSDAP war und nach dem Kurzfilm &bdquo;Tag der Freiheit&ldquo; (1935) keinen einzigen Film mehr f&uuml;r Hitler oder die NSDAP machte. Sogar im Krieg lehnte sie alle kriegswichtigen Filme ab und arbeitete an dem Film &bdquo;Tiefland&ldquo;, ein spanisches Volksst&uuml;ck, in dem sie die Rolle einer Zigeuner-T&auml;nzerin spielte. 1948 wurde sie von mehreren Spruchkammern als Mitl&auml;uferin eingestuft. </p>
<p>1954 wurde Leni Riefenstahls von 1940 bis 1945 gedrehter Film &bdquo;Tiefland&ldquo; gezeigt. Danach machte sie Fotoreportagen &uuml;ber den afrikanischen Stamm der Nuba im Sudan, dessen Sprache sie lernte. Mit diesen Menschen f&uuml;hlte sie sich so verbunden, dass sie alle zwei Jahre mehrere Monate bei ihnen lebte. Diese Aufnahmen erschienen in den Magazinen &bdquo;Life&ldquo;, &bdquo;stern&ldquo; und &bdquo;L&rsquo;Europeo&ldquo; sowie 1973 und 1976 in pr&auml;chtigen Bildb&auml;nden. </p>
<p>1974 lernte Leni Riefenstahl als 72-J&auml;hrige tauchen, unternahm danach Exkursionen in tropische Meere und ver&ouml;ffentlichte Bildb&auml;nde wie &bdquo;Koralleng&auml;rten&ldquo; und &bdquo;Wunder unter Wasser&ldquo;. Bei den &bdquo;Olympischen Spielen 1972&ldquo; in M&uuml;nchen war sie f&uuml;r das britische &bdquo;Sunday Times Magazine&ldquo; als Fotografin akkreditiert, und zu den Olympischen Spielen 1976 in Montreal kam sie als Ehrengast des IOK. 1987 erschienen unter dem Titel &bdquo;Leni Riefenstahl &ndash; Memoiren&ldquo; ihre Lebenserinnerungen, die bisher in neun Sprachen &uuml;bersetzt wurden. </p>
<p>Leni Riefenstahls Fotos wurden in gro&szlig;en Ausstellungen in Tokio (1980), Kuopio/Finnland (1996) sowie Mailand und Rom (1996) gezeigt. Der anl&auml;sslich ihres 90. Geburtstages von Ray M&uuml;ller gedrehte Film &bdquo;Die Macht der Bilder&ldquo;, den der Fernsehsender Arte im Oktober 1993 sendete, ist am 22. November 1993 in New York mit dem &bdquo;Emmy&ldquo;-Award, dem begehrten &bdquo;Fernseh-Oscar&ldquo;, ausgezeichnet worden. </p>
<p>Nach einem langen, arbeitsamen und erfolgreichen Leben ist Leni Riefenstahl kurz nach ihrem 101. Geburtstag am 8. September 2003 um 22.50 Uhr in ihrem Haus in P&ouml;ckinig am Starnberger See sanft eingeschlafen. Ihre Urne wurde in M&uuml;nchen am Waldfriedhof beigesetzt.</p>]]></description>
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		</item>
		<item>
			<title>LUCRETIA-BORGIA</title>
			<description><![CDATA[&nbsp;
<div class="post-body">
<p><a title="" target="_blank" href="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/LucreziaBorgia.jpg"><img alt="" border="0" src="http://data1.blog.de/blog/b/biografien-news/img/LucreziaBorgia_small.jpg" /></a></p>
<p>Die seltene Ehre, Tochter eines sp&auml;teren Papstes gewesen zu sein, geb&uuml;hrte der italienischen F&uuml;rstin Lucrezia Borgia (1480&ndash;1519). Das M&auml;dchen war zw&ouml;lf Jahre alt, als man am 10. August 1492 seinen Vater Rodrigo Borgia (1431&ndash;1503) zum geistlichen Oberhaupt der katholischen Kirche w&auml;hlte. Der neue Stellvertreter Jesu Christi auf Erden nannte sich Papst Alexander VI. Entgegen zeitgen&ouml;ssischen Verleumdungen f&uuml;hrte Lucrezia einen soliden Lebenswandel. </p>
<p>Lucrezia Borgia wurde am 18. April 1480 von Vannozza Catanei (um 1442-1518), der verheirateten Geliebten ihres Vaters, in Rom zur Welt gebracht. Zu dieser Zeit besa&szlig; Rodrigo Borgia bereits hohe kirchliche &Auml;mter. Sein Onkel Alonso Borgia (1378&ndash;1458), seit 1455 Papst Kalixt III., hatte ihn 1455 zum Kardinal und 1456 zum Vizekanzler der r&ouml;mischen Kirche ernannt. In dieser Funktion diente er vier P&auml;psten.</p>
<p>Rodrigo Borgia zeugte vermutlich mindestens sieben Kinder. Sein Sohn Pedro Luiz (um 1460&ndash;1488) sowie die beiden T&ouml;chter, Girolama (1469&ndash;1483) und Isabella (1470&ndash;1541) gingen aus einer fr&uuml;heren Verbindung hervor. Von Vannozza Catanei, deren Herkunft im Dunkeln liegt, stammten die S&ouml;hne Cesare (1475&ndash;1507), Juan (1476&ndash;1497), die Tochter Lucrezia und der Sohn Joffr&eacute; (1481&ndash;1517). </p>
<p>Erster Mann Vannozzas wurde Domenico d&rsquo;Arignano, nach dessen Tod sie ihr Geliebter Rodrigo 1480 mit dem Mail&auml;nder Giorgio di Croce verheiratete. M&ouml;glicherweise war der Sohn Joffr&eacute; Borgia die Folge eines &quot;Seitensprungs&quot; Vannozzas mit ihrem zweiten Gatten gewesen. Nach dem Tod di Croces schloss Vannozza mit dem Mantuaner Carlo Canale die dritte Ehe. Rodrigo Borgia versorgte alle drei Ehem&auml;nner mit Posten an der Kurie. Ende der 1480-er Jahre erlosch Rodrigos Interesse an Vannozza.</p>
<p>Lucrezia Borgia lebte nur acht Jahre lang im Haus ihrer Mutter. Ab 1488 kam sie in den r&ouml;mischen Haushalt von Adriana de Mila, einer Tochter von Lucrezias Onkel Pedro Luiz dem &Auml;lteren (gest. 1458). Lucrezia entwickelte sich zu einem attraktiven M&auml;dchen. Sie besa&szlig; eine anmutige Gestalt, eine sch&ouml;n geschnittene Nase, blonde Haare, strahlend wei&szlig;e Z&auml;hne, einen schlanken Hals, einen gut geformten Busen und war sehr gebildet. </p>
<p>1491 verlobte Kardinal Rodrigo Borgia seine elfj&auml;hrige Tochter Lucrezia mit Don Juan de Centelles, einem Angeh&ouml;rigen des alten spanischen Adelsgeschlechtes der Grafen von Oliva. Noch bevor diese Verlobung aufgel&ouml;st wurde, verlobte er sie mit einem anderen spanischen Adligen, dem Sohn des Grafen von Procida. </p>
<p>Bald folgte eine dritte Verlobung Lucrezias mit dem italienischen Adligen Giovanni Sforza (1466&ndash;1510), dem Grafen von Pesaro. Ihr mittlerweile p&auml;pstlicher Vater beruhigte den lautstark auf die Einhaltung des Verlobungsvertrages pochenden Grafen von Procida mit einer Abstandssumme von 3000 Dukaten. </p>
<p>Am 2. Juni 1493 fand die Hochzeit zwischen der 13-j&auml;hrigen Lucrezia und Giovanni Sforza statt. Es gab keine Hochzeitsnacht, weil der Br&auml;utigam noch in der Nacht abreiste. Nachdem der K&ouml;nig von Frankreich im Fr&uuml;hjahr 1494 die Krone von Neapel forderte und die Borgia und die Sforza unterschiedliche Stellungen bezogen, w&uuml;nschten die Borgia eine Aufl&ouml;sung der Ehe Lucrezias mit Giovanni Sforza. </p>
<p>Nach einem Essen am Abend des 14. Juni 1497 in einem Weinberg, zu dem Vannozza Catanei ihre Kinder eingeladen hatte, wurde ihr Sohn Juan Borgia ermordet und gegen zwei Uhr nachts in den Tiber geworfen. Zwei Tage sp&auml;ter fand man seinen Leichnam mit auf den R&uuml;cken gebundenen H&auml;nden, neun Dolchstichen und durchgeschnittener Kehle. </p>
<p>Am 20. Dezember 1497 wurde die erste Ehe Lucrezias wegen angeblicher Impotenz des Gatten geschieden. Der w&uuml;tende Giovanni Sforza revanchierte sich mit der Behauptung, die Ehe sei nur aufgel&ouml;st worden, damit der Papst und Cesare ungest&ouml;rt Blutschande mit Lucrezia treiben k&ouml;nnten.</p>
<p>Ein halbes Jahr nach der Scheidung ihrer ersten Ehe wurde Lucrezia am 20. Juni 1498 mit Alfonso von Bisceglie (1481&ndash;1500), dem Prinzen von Salerno und unehelichen Sohn des K&ouml;nigs Alfons II. von Neapel (1449&ndash;1496), verheiratet. Aus der sehr gl&uuml;cklich verlaufenen zweiten Ehe ging der Sohn Rodrigo (1499&ndash;1512) hervor. </p>
<p>Im Gegensatz zu Cesare Borgia, der auf der Seite Frankreichs stand, hielt Alfonso von Bisceglie zum K&ouml;nig von Neapel. Er geriet in einen Hinterhalt, wurde durch Dolchstiche schwer verletzt, konnte sich aber noch vor Lucrezias T&uuml;re schleppen, die ihren mit dem Tod ringenden Gatten liebevoll pflegte. Am 18. August 1500 erw&uuml;rgte Cesare Borgias Henker Lucrezias zweiten Mann Alfonso im Bett. </p>
<p>Cesare Borgia war als Siebenj&auml;hriger &quot;Apostolischer Protonotar&quot;, mit 17 ohne Priesterweihe Bischof von Pamplona und Erzbischof von Valencia (beide in Spanien) sowie mit 18 Kardinal geworden. Nach dem Tod seines Bruders Juan hatte er 1498 die geistlidche Laufbahn aufgegeben und 1499 die franz&ouml;sische K&ouml;nigstochter Charlotte d&rsquo;Albret (gest. 1514) geheiratet, was ihm das Herzogtum Valence als Lehen einbrachte. Danach hatte er mit Gewalt ein Herzogtum in der Romagna geschaffen und vergeblich versucht, ein mittel- und oberitalienisches K&ouml;nigreich zu gr&uuml;nden, was sich mit franz&ouml;sischen Interessen deckte. </p>
<p>Der skrupellose Cesare Borgia diente dem italienischen Geschichtsschreiber Nicol&oacute; Machiavelli (1469&ndash;1527) in seinem Werk &quot;Il Principe&quot; (&quot;Der F&uuml;rst&quot;) als Vorbild f&uuml;r einen bedenkenlosen Machtpolitiker. Auf Cesares Konto gehen etliche mit Gift und Dolch begangene Morde an politischen Gegnern. Mit seinem Namen sind auch sexuelle Ausschweifungen verbunden. </p>
<p>1502 heiratete Lucrecia Borgia in dritter Ehe Alfonso I. d&rsquo;Este, Herzog von Ferrara (1476&ndash;1534). Bei den Ehevertragsverhandlungen hatte Ercole I. d&rsquo;Este (1431&ndash;1505) dem Papst eine Mitgift von 300000 Dukaten abgetrotzt. Lucrezia musste ihren kleinen Sohn Rodrigo in Rom zur&uuml;cklassen. Ihr junger Mann, dem man sie aufgedr&auml;ngt hatte, vergn&uuml;gte sich tags&uuml;ber bei M&auml;tressen und Prostituierten, verbrachte jedoch die Nacht regelm&auml;&szlig;ig bei ihr. </p>
<p>Ein von Cesare Borgia im Vatikan veranstaltetes Gelage mit 50 Dirnen, das zur Orgie ausartete, bei der der Papst und Lucrezia zugesehen haben sollen, fand in Wirklichkeit erst statt, als sich Lucrezia bereits am Hof von Ferrara aufhielt. Bei dieser Orgie tanzten die Dirnen nach dem Mahl nackt mit Dienern und anderen M&auml;nnern, krochen auf dem Boden zwischen brennenden Kerzenleuchtern umher und sammelten ausgestreute Kastanien. M&auml;nner, die am h&auml;ufigsten den Akt vollzogen, erhielten Preise.</p>
<p>Am 5. September 1502 brachte Lucrezia eine tote Tochter zur Welt. Nach dem Tod von Papst Alexander VI. im Jahre 1503 wurde Papst Pius III. (1439&ndash;1503) dessen Nachfolger. Auf ihn folgte nach kurzer Zeit &ndash; ebenfalls 1503 &ndash; Papst Julius II. (1443&ndash;1513), ein erbitterter Gegner von Cesare Borgia. Man nahm Cesare 1503/1504 sowie 1504 bis 1506 gefangen, und er musste seine Eroberungen herausgeben. </p>
<p>1505 trat Alfonso I. d&rsquo;Este die Nachfolge seines verstorbenen Vaters Ercole I. an. In jenem Jahr gebar Lucrezia Borgia erstmals einen Stammhalter, der jedoch nach wenigen Wochen starb. Ihr Bruder Cesare fiel am 12. M&auml;rz 1507 als Condottiere (S&ouml;ldnerf&uuml;hrer) im Dienste seines Schwagers Jean d&rsquo;Albret, des K&ouml;nigs von Navarra, in Viana (Kastilien). </p>
<p>Am 4. April 1508 schenkte Lucrezia einem Sohn, dem sp&auml;teren Ercole II. (1508&ndash;1559), und am 25. August 1509 dem Sohn Ippolito (1509&ndash;1572) das Leben. Ercole II. regierte 1534 als Nachfolger seines Vaters, Ippolito wurde 1538/1539 Kardinal und war mehrfach Kandidat bei Papstwahlen. Nach der Geburt ihrer S&ouml;hne galt Lucrezia als unangefochtene Herzogin Ferraras. Ihr Mann respektierte und liebte sie inzwischen.</p>
<p>Die geistvolle Lucrezia zog namhafte Dichter und Gelehrte an den Hof von Ferrara, Modena und Reggio. Dazu geh&ouml;rten unter anderem der Humanist und Dichter Ercole Strozzi (1472&ndash;1508) und der Dichter Ludovico Ariosto (1474&ndash;1533), der das gr&ouml;&szlig;te Epos der Renaissancezeit mit dem Titel &quot;Orlando Furioso&quot; (&quot;Der rasende Roland&quot;, 1516) schrieb. </p>
<p>Um 1510 fertigte der italienische Maler Lorenzo Lotto (um 1480&ndash;1556) ein Portr&auml;t von Lucrezia Borgia an, das in der National Gallery, London, aufbewahrt wird. Im April 1514 wurde Lucrezia Mutter des Sohnes Alessandro, 1515 der Tochter Leonora und 1516 des Sohnes Francesco. Im Herbst 1518 erkrankte Lucrezia w&auml;hrend einer erneuten Schwangerschaft schwer. Im Beisein ihres Mannes starb sie in der Nacht des 24. Juni 1519 im Alter von nur 39 Jahren nach einer Fehlgeburt in Ferrara. </p>
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			<title>LIZZY</title>
			<description><![CDATA[<p>Zu den schottischen Gew&auml;ssern, in denen sich ein plesiosaurierartiges Seeungeheuer verbergen soll, geh&ouml;rt Loch Lochy. Wie das ber&uuml;hmte Loch Ness, erstreckt sich auch dieser See im Talzug des Great Glen, der &bdquo;Gro&szlig;en Schlucht&ldquo;. Das Monster im Loch Lochy wird &bdquo;<strong>Lizzy</strong>&ldquo; genannt. </p>
<p>Das Seeungeheuer &bdquo;<strong>Lizzy</strong>&ldquo; wurde 1929 von zwei lokalen Wildh&uuml;tern entdeckt: Sie erblickten im Loch Lochy angeblich ein schwimmendes Objekt, das sich beim Blick durch ein Fernglas als gro&szlig;es Tier entpuppte. Etwa 1 Meile konnten die beiden Augenzeugen diese Kreatur beobachten, ehe sie wieder im Wasser untertauchte. Ein unweit des Loch Lochy lebender Mann sah 1930 pl&ouml;tzlich ein seltsames Lebewesen im See. Nach diesem unheimlichen Erlebnis warnte er vorsorglich seine Frau, sie solle nie wieder ihre W&auml;sche im Loch Lochy waschen. </p>
<p>1960 erhielt der Zoologe Maurice Burton am Londoner &bdquo;British Museum of Natural History&ldquo; ein mysteri&ouml;ses Foto, das am Loch Lochy aufgenommen worden war. Das Bild zeigte ein dunkles Objekt im See inmitten einer Welle. Laut der Beschreibung des Fotos verschwand das unbekannte Objekt, kurz nachdem die Aufnahme entstanden war. </p>
<p>Im Juli 1960 machten Eric Robinson und seine Familie bei Glen Fintaig von ihrem Wohnwagen aus angeblich eine interessante Beobachtung im Loch Lochy: Sie erblickten durch ein Fernglas ein unbekanntes Lebewesen mit bis zu 6 Meter langem K&ouml;rper und einer Gesamtl&auml;nge von etwa 9 bis 12 Metern. </p>
<p>Neun weitere Augenzeugen sichteten ebenfalls dieses Objekt. Margaret Sargent und ihre Familie aus Fort Williams erblickten 1975 nahe des &bdquo;Corriegour Hotels&ldquo; auf der bis dahin ruhigen Wasseroberfl&auml;che des Loch Lochy pl&ouml;tzlich eine ungew&ouml;hnliche Welle. Dann sahen sie einen langen, schwarzen K&ouml;rper, der sich durchs Wasser bewegte. Bevor die Augenzeugen ein Foto machen konnten, verschwand das Objekt in die Tiefe. </p>
<p>1996 ersp&auml;hten Personal und G&auml;ste gegen&uuml;ber dem &bdquo;Letterfinlay Lodge Hotel&ldquo; im Loch Lochy ein unbekanntes, schwimmendes Lebewesen. </p>
<p>Der Wildh&uuml;ter Alastair Stevenson berichtete 1997, eine etwa 4,50 bis 6 Meter lange Kreatur sei ihm beim Angeln im Loch begegnet. </p>
<p>Im Juli 1997 suchte der &bdquo;Official Loch Ness Monster Fan Club&ldquo; im Loch Lochy nach &bdquo;<strong>Lizzy</strong>&ldquo;. Am ersten Tag der Expedition wurde nahe des &bdquo;Letterfinlay Lodge Hotels&ldquo; mit einem Sonarger&auml;t im See ein maximal 6 Meter langes Objekt in mehr als 50 Meter Tiefe geortet. Danach konnte das Objekt nur noch zwei Minuten mit dem Boot verfolgt werden, ehe es an einer Stelle in der Seemitte verschwand, wo das Wasser mehr als 100 Meter tief ist.</p>
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